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November mit dem Herzog Geotg Wilhelm das fürstliche Haus von
Schlesten etlosch und nun das Recht aus der Erbverbrüderung (s. Anm.
10) für Brandendurg in Wirksamkeit treten sollte, brachte es der Kaiser
Leopold 1. dahin, daß der Kurfürst 1686 sich mit dem Schwiebuser
Kceise im Fürstenthume Glogau abfinden ließ, dessen Rückgabe
aber insgeheim der Kurprinz für die Zukunft verheißen mußte und die
auch 1694 erfolgte 22). Friedrich III. (1688 bis 25. Februar 1713)
erhielt von seinem Vater eine Herrschaft von 2030 OMeilen mit
1,500,000 Einwohnern, elne Macht, groß genug, um als Königreich
anerkannt zu werden. Nach der kaiserlichen Bestätigung vom 16. November
1700 wurde der Kurfürst am 18. Januar 1701 zu Känigsberg
als König in Preußen gekrönt und führte als solcher den Titel
Friedrich 1. 5) Er vergrößerte das Land durch den Erwerb der
litthauischen Herrschaften Tauroggen und Serrey 1691, auf Grund
früherer Verträge 203; durch die Erbvogtei über das Stift Quedlinburg
nebst den Aemtern Lauenburg, Sevenberg, Gersdorf und dem Reichsschulzenamte
zu Nordhausen 1697 und dem Amte Petersberg 1698,
welche von Sachsen gekauft wurden 7); durch das Amt Dietenborn
(zu Hohenstein geschlagen) 1699, von Schwarzburg-Sondershausen
gekauft 23); durch die aus der oranischen Erbschaft 29), nach dem Tode
Wilhelm's III. Königs von England und Erbstatthalters der Niederlande
am 19. März 1702, erlangte Grafschaft Mörs 30), die Grafschaft
Lingen 31), das Fürstenthum Neufchatel (Neuenburg) nebst der Grafschaft
Valengin (Valendis) 32); durch Kauf des den Grafen Solms
zugehörigen Antheiles der Grafschaft Teklenburg 58). Unter Friedrich
150 3 Desselben Sammlung der Gesetze in Jülich-Cleve-Berg Bd. I. S.
141 flg.
24) Friedrich's II. Memoires pour servir à lhistoire de la malson de Brandenbourg
(1767 4A.) p. 3. 16.
25) Kronentractat vom 16. und 27. November 1700 bei Förster, Kaiser
Carl VI. u. s. w. (Potsdam 1836 8). urkundenbuch zu Bd. I. S. 8 flg. Vergl.
v. Kampg, Literatur der Verfassung des königlichen Hauses. Berlin 1824.
8. (aus den Jahrbüchern Bod. XIXV.) S. 11 flg. Ranke, neue Bücher preußischer
Geschichte Bd. I. S. 103 flg.
26) Schubert, Handbuch der Staatskunde a. a. O. I. S. 58.
27) Du Mont l. c. Vol. VII. P. II. fol. 376. Lünig, Spicilegium ecclesiost.
T. III. lol. 295.
28) Lünig, Grundfeste europäischer Potenzen, Gerechtsame T. I. u. 378
u. Thestrum Europaeum T. AlV. p. 555.
29) v. Kampz, eiteratur der Verfassung S. 59 f.
30) Die Besitznahme erfolgte 1702, die kalserliche Anerkennung d. 19. Aprit
1707. Vergl. Kurze, Series sacti in Meursischer Sache 1712. 4.
31) Die Besitznahme erfolgte am 25. März 1702.
32) Der Erwerb trat ein in Folge der Entscheidung der Stände dom
3. Rovember 1707. (Lünig, Reichsarchiv. Pars specialis. Contin. fol. 285 80.)
"o ur 2 henhard (kudwig), preußisches Raumburg und dessen Gerechtsame.
os Die Besitznahme erfolgte am 17. Mai 1707, vergl. Species factl Sr.