Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1900. (77)

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Die  in  dem  Gesetz  bestimmten  Zuständigkeiten
der  „höheren  Verwaltungsbehörde“  sind  von  den  Kreisregierungen,
diejenigen  der  „unteren  Verwaltungsbehörde“  von  den  Oberämtern  und
diejenigen  der  „Ortspolizeibehörden"  von  den  Ortsvorstehern
wahrzunehmen.

Stuttgart,  den  26.  Oktober  1900.
Pischek.
Verfügung  des  Ministeriums  des  Innern,
betreffend  das  Verbot  der  Einfuhr  von  Untz-  und  Zuchtvieh  aus  Vorarlberg.  Vom  26.  Oktober  1900.

Da  die  Maul=  und  Klauenseuche  in  Vorarlberg  in  einem  für  den  inländischen
Viehbestand  bedrohlichen  Umfange  herrscht,  wird  auf  Grund  des  §.  7  des  Reichsgesetzes
vom  ".  Ba,  betreffend  die  Abwehr  und  Unterdrückung  von  Biehseuchen  (Reichs-Gesetzblatt
  von  1894  S.  410)  und  des  Art.  6  Abs.  2  des  Viehseuchen-Uebereinkommens  zwischen
dem  Deutschen  Reich  und  Oesterreich-Ungarn  vom  6.  Dezember  1891  (Reichs-Gesetzblatt
von  1892  S.  90)  verfügt:

Die  durch  die  Verfügung  des  Ministeriums  des  Innern  vom  20.  März  1893
(Reg.  Blatt  S.  42)  den  Viehhaltern  der  Oberamtsbezirke  Leutkirch,  Ravensburg,
Tettnang,  Waldsee  und  Wangen  ertheilte  Erlaubniß  zur  Einfuhr  von  Nutz=  und
Zuchtvieh  aus  Vorarlberg  wird  bis  auf  Weiteres  zurückgezogen.

Vorstehende  Verfügung  tritt  sofort  in  Kraft.

Die  Oberämter  der  genannten  Bezirke  werden  ermächtigt,  die  Einfuhr  des  vor
Veröffentlichung  dieser  Verfügung  bereits  gekauften  Nutz=  und  Zuchtviehs  noch  bis  zum
3.  November  d.  Is.  unter  den  seitherigen  Bedingungen  zuzulassen.

Stuttgart,  den  26.  Oktober  1900.
Pischek.

HBekanntmachung  des  Ministeriums  des  Innern,
betreffend  die  Genehmigung  der  „Max  und  Josefine  pgelfferich'schen  Familienstiftung“  in  Kirchheim
  u.  C.  Vom  30.  Oktober  1900.
Seine  Königliche  Majestät  haben  am  29.  Oktober  d.  Is.  die  von  dem
württembergischen  Staatsangehörigen  Max  Helfferich  in  Charkow  errichtete  „Max