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Damit war der serbische Feldzug beendet, denn die Osterreicher
hatten keine Kräfte mehr, um ihn noch einmal zu unternehmen.
Er bedeutete aber auch für Deutschland einen schweren Schlag. Die
5. und 6. österreichische Armee waren so gut wie vollständig geschlagen
und zertrümmert. Um so mehr mußte die deutsche Armee
die österreichische bei allen ihren späteren Unternehmungen stützen und
ihr selbst bei der Verteidigung des eignen Candes helfen. Das sollte
sich bald genug zeigen.
Die weiteren Kämpfe in Polen, an der
galizisch= ungarischen Grenze und die
Winterschlacht in Masuren.
Die Entscheidungskämpfe in Holen hatten ihr Ende erreicht. Die
Russen waren auf der ganzen Front gewichen und hatten ihre Niederlage
außer mit vielen Toten, Derwundeten und zahlreichen Geschützen
mit 150 000 Gefangenen bezahlt, die sich während der
Derfolgung durch die Deutschen noch um 50 O00 Mann vermehrten,
die die Waffen streckten. So geschlagen aber waren sie keineswegs,
daß sie zu völliger Untätigkeit verurteilt gewesen wären. Unter zahlreichen
zum Teil sehr heftigen Gefechten gingen sie auf die neue
Widerstands= und Derteidigungslinie zurück. Besonders auf ihrem
rechten Klügel, wo es galt, Nowogeorgiewsk und vor allem Warschau
zu sichern, wehrten sie sich auf das heftigste. Tichtsdestoweniger
wurden Sochatschew und Skiernewice von den Deutschen genommen,
und am 2. Januar erstürmte das XVII. Korps Borzimow nach mehrtägigem
harten Ringen.
Demgegenüber versammelte der Großfürst starke Kräfte der
5. Armee und zwei in Holen befindliche Korps der 9. Armee, die
aus der Front gezogen war, bei Inowlods und griff damit die deutschen
Linien so energisch und erfolgreich in der Mitte an, daß man
an die Absicht eines zentralen Durchbruchs glauben konnte, während
zugleich an der Nida zwischen Wislica und Nowokorenzin um
die Flußübergänge heftig gefochten wurde. Um die Weihnachtstage
wurde der russische Andrang bei Inowlods sogar so stark, daß deutscherseits
alle verfügbaren Truppen dagegen aufgeboten werden
mußten. Erst um die Jahreswende gelang es, den russischen Vorstoß
zu brechen und den Gegner in die Wälder östlich der Dilitza zurückzuwerfen.
Nun aber planten die Deutschen ihrerseits einen größeren Angriff
in Ostpreußen. Die Absicht, die Aufmerksamkeit von dort abzulenken,
wo wichtige Ereignisse sich vorbereiteten, konnte durch ein vorgehen
in der Richtung auf Warschau am besten erreicht werden.
Es wurden daher starke Kräfte versammelt, die die Stellung der
Russen bei Zolimow angreifen und wegnehmen sollten. Das I. Rev.
Bernhardl, Detschlands Beldenkampf. 10