Vorwort.
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Auf Grund der Ausführungen der ersten Abteilung, die u. a.
den Stand der Besiedelung des Landes in älterer jütischer Zeit behandelte,
habe ich in diesem abschließenden dritten Teil die eigenartige
Entwickelung der natlonalen und sprachlichen Verhältnisse des Herzogtums
von dem Mittelalter an bis in die neueste Zeit verfolgt. Während
die zweite Abteilung aus dem antiquarischen Bestand den Ursitz der
Angeln in dieser Landschaft nachwies und den ungefähr gleichzeitig
mit den Jüten erfolgten Einzug der Friesen sowie das allmähliche
Zurückweichen ihrer Sprache in ihren südlichen Spitzen vor dem Niederdeutschen
darstellte, war jetzt die Aufgabe, den jahrhundertelangen
Kampf zwischen dem jütischen und dem von Süden her vordringenden
niedersächsischen Volkstum in dem Gebiete des eigentlichen Südjütlands,
als dem alten Festlandsteil des Herzogtums Schleswig, eingehend darzulegen.
Nach Bestimmung der ursprünglichen Grenzen der jütischen
und der niederdeutschen Besiedelung in der Landschaft zwischen Schlei
und Eider, wo zuletzt in Schwansen erst spät die jütische Mundart
vor dem Niederdeutschen völlig verstummte, kam es dann darauf an,
die weitere Germanisierung des Landes durch den übermächtigen Einfluß,
den die niederdeutsche Sprache seit dem 14. Jahrhundert im
Norden gewonnen hatte, zunächst in den nördlich vom Dänenwall
liegenden, ursprünglich jütischen und daun mit niederdentschen Handwerkern
angefüllten Städten im einzelnen darzulegen. Die ganze, von
1350 bis etwa 1670 dauernde niederdeutsche Sprachperiode, die die
dänische Literatursprache anch im Norden, mit Ansnahme von Volksgericht
und Kirche, fast völlig verdrängte, das Jütische überall zu
einer bloßen Nebensprache herabdrückte und außer den Städten auch