Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1818. (13)

460

Eslingen.  Die  bienach  sitznallsirten  ##  Deferteurs  vom  Satnssons  .  Bataillon  sind  heute  Rach.
mittag  auf  ibrem  Transport  von  Ulm  auf  die  Vestung  Hohen-Alperg  ihrem  Conducteut  zwischen  Altbach
  und  Plochingen  entsprungen,  und  baben  sich  in  den  an  die  Alltdacher  Buͤter  angrenzenden  Wald,
durch  welchen  die  Straße  nach  Schorndorf  führt,  seflüchtet.  Es  werden  hievon  saͤmmtliche  obrighe  itliche
  Bebörden  mit  dem  Ersuchen  in  Kenntniß  gesetzt,  zu  Geifahung  dirser  Deserteurs  die  noͤthlgen
Maßregeln  treffen,  dieselbe  auf  Betreten  arretmen,  und  wehlverwahrt  hieher  einliefern  zu  lassen.
Signalement:  1)  Kilien  Schmig,  von  Mulfingen,  Oberamts  Künzelsau,  gebürtiz,  5“  9“  gros,
24  Jahr  alt,  untersetzter  Statur,  hat  dunkelbraune  abgeschnittene  Haare,  platte  Stirne,  schwarze
Augbraunen,  graue  Augen,  schmale  Wangen,  gute  Zähne  und  schwachen  Bart.  Derselbe  IKt  dekleidet
  mit  Bändelschuhen,  wollenen  weißen  Strümplen,  langen  blauen  tüch  enen  Hosen,  wens  und  schwarzgefleckten
  Westlen  mit  Kaöpfen  vom  nemlichen  Zeug,  blautächenem  Wammes,  seidener  schwarz=  und
rottcestreifter  Halsbinde,  blautüchener  Kappe  mit  einer  Einfassung  von  durchnähten  Schnüren.
a)  Alois  Hahn,  von  Adelsberg,  Oberamts  Neresbelm,  gebürin,  5  8““  gtroß,  25  Jahr  alt,  unterse#eter
  Statur,  und  runder  Gesichtssorm,  bat  braune,  mit  voth  unterloffen:  Gesichtsfarbe,  ganz  dum
kelbraune  Haare,  schwarde  Augbraunen,  graue  ins  Gelb  gebende  Augen,  gewödnlichen  Mund,  schwalt
Wangen,  länglichtes  Kinn,  gute  3  4one,  gerade  Beine,  schwalen  Hackenda#t.  Er  1#zug  Sriefel,  lange
  blaus  leinene  Hosen,  ein  Zeuglens-Westle  mit  gelben  Knöpsen,  ei#  elles  b.autüchents  Wammes
mit  gelden  Knöpfen,  schwarzseidenes  Holstuch  mit  weißem  Untertuch,  und  #  rustesche  Kappe  mit  vother
  Einfassung.  Den  5.  August  18/18.  Koͤnigl.  Obtramt.

Kirobeim.  Heute  Nacht  ist  den  Jekob  Müller,  von  Owen,  aus  seinem  durch  ein  Schubfensterchen
  leicht  zu  eröffnenden  Stalle  eine  Kuy,  welche  dieses  Feöbjahr  um  70  fl.  enkauft  worden  ist,
entwendet  worden.  Dieselbe  ist  von  bochrotder  Fasbe,  hat  eine  große  lange,  von  der  Stirne  bis  zu
dem  Maule  laufende  Blässe,  einen  saubern  Wuchs,  gut  stehende  Hörner,  deren  ledes  mu  3  dis  4
Ringen  umaeben  ist,  und  hohe  Beine.  Sie  trigt  dan  5.  Kelb,  und  soll  9  Tage  nach  Licht##eß
dringen.  Von  diesem  Diebstadl  werden  alle  obrigkeitlichr  Behärden  mit  dem  Ersuchen  benachrich  ögt,
im  Fall  der  Ent#eckung  des  Thäters  oder  der  Kuh  hieher  sogleich  gesälliqze  Anziige  devon  zu  machen.
  Den  as.  Juli  2818.  ·  «  «  Koͤnigl.  Oberamt.

Eßlingen.  Dem  Weingaͤrtner  Seorg  Adam  Klaus,  in  Mettingen,  find  heute  2  paar  glatte
und  1  paar  zeckigt  gearbei:ete  Schuhschnallen,  beide  von  gutem  Silber,  eine  1142  Ellen  lange  sil
berne  Mieder-Kette  und  ungesaͤhr  0  fl.  Geld,  worunter  1  neuer  Würtanbergischer  großer  Thaler,
franzörsische  Thaler,  3  beirische  neue  Thaler  und  das  Uebrige  größtentheils  nrue  24  .  Stücke  auch
6  kr.  Stück“  und  ein  2°  Baenstück  waven,  gestehlon  worden.  Diesrs  wird  biemit  öffentlich  bekanmt

emacht,  und  alle  vorigl  itlige  Behörden  ersacht,  zu  Entdeckung  des  Gestohlen#en  sowodl  als  des
Lomers  mitzuwirken.  Den  33.  Juli  281  8.  ,  «.Idnisl..Ob-ssmt.s

Tucctinflnr.Aufs-munbewohntenbenschafilichmWsldsSchlossesonzmbtkm  Musik«-ObststhstseitenigekZeitbeinaheqllssEismentweadctswocvm,umeattick:ThürdcklössetuudBüudcq

Stiegel  und  Baͤnder  an  den  Jeuslet.  Zaͤden,  Beschlaͤg,  Vorreibe#  und  #iserne  Stangen  an  den  Fe#-Keron,
  einige  eiserne  Osen-Tbüren,  so  wie  eine  groge  Kette  von  einem  im  Schloßhose  K#findlichen
Zeebbrunnen.  Die  Feuster  selbst  #nd  zerschlagen  und  das  Blei  davon  ebenfalls  gestehlen  worden.
De  hiedurch  gestiftete  Schaden  wurde  vach  genommenem  Augenschein  auf  #%  fl.  43  kr.  angeschlagen.
Indem  man  diesen  Diebsahl  zur  Hffentlichtn  Kenntniß  bringt,  etsucht  wan  sammtliche  Polijei-  Bebörden,
  zur  Auskundschaftung  der  bis  jetzt  unbekannt  gebliebenen  Tháter  wilpawirken,  solche,  auf  Bekreten
  zu  verhalten  und  dieber  einzulieiern,  die  entwendeten  Objekte  aber,  wenn  von  demselben  irgendwe
  elkwos  entdeckt  werden  sollte,  in  Perwahrung  zu  nehmen,,  und  gleichsans  bieher  zu  übergeben.
Den  ab.  Juli  1818.  „Kinigl.  Oberamt.