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loren, und indeß eine Deutsche Armee unter dem Churpfaͤlz.
Prinzen Jo. Casimir den Hugonotten zu Huͤlfe kam, fuͤhrte
auch Johann Casimirs Schwager, Herz. Jo. Wilhelm von
Sachsen, dem Koͤnig zu Hülfe eine Armee nach Frankreich.
15068 9. Neuer Religionsfriede zu Longjumeau. Das Edict
#, von Amboise wird mit Aufhebung aller verfänglichen Interpretationen
und Ausnahmen erneuert. Gleich aber sechs Monate
nachher bricht
10. der dritte Religionskrieg aus, denn beide
Theile erfüllten den Frieden nicht. Wer wie Canzler L'Hoplral
gemässigt dachte, wurde von Hof entfernt und mit
dem Namen Politiker gebrandmarkt. Die Kdniginn wählte
sich die heftigsten aus dem Staaksrath zu ihrem alleingeltenden
Cabinetsrath; kaum entgiengen Conde und Coligny
oer angedrohten Aufhebung; der Krieg mußte ausbrechen.
verz. Henrich von Anjou, Catharinens Lieblingssohn, wird
Lientenant général du Roi, und soll den Krieg führen.
1569. 13. März. Schlacht bei Jarnac. Montesquion, Garde=
Capitain des Herz. von Anjou, erschießt den Pr. von Conde.
Henrich von Bearn und Prinz Henrich von Conde,
Sohn des Ermordeten, werden nun die Chefs. Coligny commandirt
nach seines Bruders Tod (z7. Mai) allein,
wird aber « .
J3. Sct. bei Moncontour geschlagen, so große Verstärkung
ihm auch Herz. Wolsgang von Zweibrücken zugefüährt hatte.
1570 11. Neuer Religion friede zu S. Germain en
3. Laye. Den Reformirten wird außer neuen ausgedehnteren
Aus · gechten der Religionsübung, der Zutritt zu allen Aemtern
gesichert. Der Hof und die reformirte Parthie schienen sich
wechselsweise bis zur Coalition nähern zu wollen, denn der
junge Heurich von Bearn sollte mit der Schwester des Koͤ-nigs
vermählt werden, und die Reformirten restituirten die