Metadaten : Realienbuch nebst einem Anhange für Deutsch und Raumlehre.

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Hitze,  entwickelt  einen  eigentümlichen,  brenzeligen  Geruch  und  dunkeln  Rauch.  Sie
ist  ein  beliebtes  Heizmaterial  und  für  verschiedene  Handwerker,  Fabriken,  Gasbereitungsanstalten

  unentbehrlich.

Als  Heizmaterial  sind  ferner  bekannt  die  auch  aus  Pflanzenstoffen  in  jüngerer  Zeit
entstandene  Braunkohle  und  der  Torf.  Auch  der  kostbare  Bernstein  stammt  aus  dem
Pflanzenreiche.  Der  gelbe  Schwefel  dient  zur  Bereitung  des  Schießpulvers,  zu  Feuerzeugen,
  zur  Arznei.  Den  schwärzlichen  Graphit  (Reißblei)  benutzt  man  zur  Herstellung
von  Bleifedern.  Das  Erdöl  oder  Petroleum,  welches  an  verschiedenen  Stellen  (Amerika,
  kaspisches  Meer)  aus  der  Erde  guillt,  ist  ein  wichtiges  Brennmaterial.  Das  reinste
Petroleum  heißt  Naphtha.  Den  pech-  oder  schwarzbraunen  Asphalt  findet  man  schwimmend
  auf  dem  toten  Meer  und  in  großen  Lagern  in  der  Erde.  Man  rechnet  auch  den
Diamant  zu  den  Brenzen.

Die  brenubaren  Mineralien  oder  Brenze  stammen  teils  aus  dem  Mineral-,
teils  aus  dem  Pflanzenreich  und  verbrennen  im  Feuer  unter  Entwickelung  eines  starken
  Geruchs  mehr  oder  weniger  leicht.  Kohlen-,  Harz-,  Schwefelbrenze.

§  4.  Das  Gold  kommt  gewöhnlich  nur  gediegen  vor,  ist  gelb,  glänzend,  dehnbar
  und  weich.  Man  findet  es  teils  in  kleinen  Körnchen  unter  dem  Sande  mancher
Flüsse,  teils  in  der  Erde.  Durch  Zusammenschmelzen  mit  Kupfer  oder  Silber  wird
es  härter  und  dann  zu  Geld  oder  Schmucksachen  verarbeitet.

Das  Eisen  ist  das  unentbehrlichste  Metall.  Es  kommt  selten  rein  oder  gediegen
vor  (Meteorsteine).  Gewöhnlich  findet  man  es  in  Verbindung  mit  Schwefel  oder
Sauerstoff  als  Eisenerz  in  der  Erde.  Es  wird  bergmännisch  gewonnen  und  dann
in  sogenannten  Hochöfen  geschmolzen  und  gereinigt.  Gediegenes,  d.  h.  reines  Eisen,
hat  eine  weißgraue  Farbe,  glänzt  metallisch,  schmilzt  schwer,  dehnt  sich  aber  im  Feuer
und  läßt  sich  (Schmiedeeisen)  zusammenschweißen.  Das  aus  Hochöfen  kommende  Eisen
heißt  Gußeisen.  Es  ist  hart  und  sehr  spröde,  läßt  sich  nicht  schmieden  und  wird  zu
den  verschiedensten  bekannten  Gußeisenwaren:  Gittern,  Platten,  Töpfen  2c.  verarbeitet.
  Wird  das  Gußeisen  unter  Luftzutritt  geglüht  und  dabei  der  größte  Teil  des
Kohlenstoffes,  welcher  in  ihm  vorhanden  war,  entfernt,  so  gewinnt  man  das  zähe
Schmiedeeisen,  das  die  vielfachste  Verwendung  findet.  Auch  Blech  und  Draht
wird  daraus  gemacht.  Gehärtetes  Eisen  heißt  Stahl.  Daraus  werden  besonders
Schneidewerkzeuge  verfertigt.  Eisen  dient  auch  als  Eisenvitriol  zur  Bereitung  der
Tinte,  zum  Schwarzfärben  und  zur  Desinfektion.  In  Apotheken  wird  es  ebenfall

ebraucht.
“  Metalle  sind  das  weiße  Silber,  das  graue  oder  weiße  Platina,  das  flüssige
Quecksilber,  das  weiche,  graue  Blei,  das  härtere,  silberweiße  Zinn,  das  bläulich  weiße
Zink  das  silberweiße,  stark  glänzende  Nickel,  der  weiße,  sehr  #tige  Arsenik.  Gold,
ilber,  Platina  und  Qrnecksilber  sind  edle,  die  übrigen  unedle  Metalle.

Die  Metalle  schmelzen  im  Feuer,  lassen  sich  mit  dem  Hammer  breit  schlagen,
haben  einen  eigentümlichen  Glanz  (Metallglanz)  und  sind  ziemlich  schwer.  Sie  kommen
  selten  rein  oder  gediegen,  sondern  fast  immer  vererzt,  d.  h.  mit  andern
Stoffen  vermischt,  vor,  daher  müssen  sie  vor  ihrer  Benutzung  gereinigt  werden.  Das
geschieht  in  den  sogenannten  Hütten.  Hier  werden  die  Erze  zuerst  gepocht,  d.  h.
klein  geklopft,  dann  in  Pochwerken  zu  Pulver  zermalmt.  Das  Erzmehl  wird  im
Feuer  geröstet,  um  es  mürber  zu  machen.  Dann  wird  es  gewaschen  und  zuletzt
geschmolzen.  Die  edeln  Metalle  rosten  nicht  und  haben  hellen  Glanz.  Die  unedeln
Metalle  rosten.

Zusammensetzungen  von  Metallen:  Kupfer  und  Zink  giebt  Messing,  Kupfer
und  Zinn  Glockengut  und  Kanonenmetall.  Kupfer,  Zinn,  Zink  und  Messing
Bronze,  Kupfer,  Zink  und  Nickel  Neusilber,  Kupfer.  Messing  und  Zink  Tomback
und  Blattgold  oder  Goldschaum.