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Schuzen-Kompagnie
nöthig sind, so kann eine solche organisirt
werden; nur muß die Bürger-Miliz in einem
solchen Orte so stark seyn, daß wenigstens
# Fusilier-Kompagnien mit bestehen.
Wenn eine Stade rc. 60 wohl berittene
Gemeine, nebst den dazu gehörigen Ober-Unter-Offizieren
und Spielleuren aufbringen
kann, so darf dieselbe eine Eskadron
Kavallerie
formiren.
Da in Unserer Haupt= und Restsdenzstadt
München 2 Eskadrone bestehen, so kommandirt
dieselben ein Divisions-Kommandant,
welcher einen Adjutanten bei sich hat; und
diese Division führt eine Standarte.
Eine Eskadron formtrt sich, wie eine Infanterie
Kompagnie. Nur ist bei derselben
statt des Pfeiffers ein Paucker, und statt der
à Tambeurs : Trompeter.
Nach obigen Voraussezungen sind zwar
60 Kôpfe, als die geringste Zahl der Gemeinen,
für eine Kompagnie und Eskadron bestimmt;
jede derselben kann aber auf 00,
und darüber vermehrt werden.
Wo sich Kanonen befinden, kann eine
Artillerie=Kompagnie;
aber höchstens nur eine gestellt
werden. Sie besteht aus 1 Hauptmann,
1 Oberlieutenant, : Unterlieutenants, 2
Oberfeuerwerkern, 2 Feuerwerkern, 8 Korporälen,
1 Pfeiffer, 2 Tambours, und 60
oder höchstens 80 Kanoniers.
Jeder Bürger ohne Unterschied muß sich,
je nachdem er sich nach seinem Gewerbe, Vermoͤgen,
oder seiner physischen Beschaffenheit
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zur Inf inkerie, zu den Schüzen, zu der Kavallerie
oder Artillerie eignet, bei einem dieser
Korps einschreiben lassen, und in demselben
bis zum sechzigsten Jahr seines Lebens,
nach welchem er, wenn er es wünscht, unentgeldlich
befreyet wird, Dienste leisten.
Es ist daher eine förmliche Musterung.
simrlicher Bürger, einschließlich derjenigen,
welche bisher aus was immer füc einer Ursache
freigesprochen wurden, vorzunehmen,
und in Zukunfe soll sich jeder angehende Bürger
dem Magistrate bei seiner Aufnahme in
der National-Uniforme prdsentiren.
Falls ein Bürger wegen käörperlicher Gebrechlichkeit
oder sehlerhaften Körperbaues niche
zu dienen im Stande wäre, so ist dieser Umstand
mittelst medizinisch-chyrurgischer Attestate
zu beweisen, und alsdann hat ein solcher
Bürger, wenn er vermöglich ist, zur Erleichterung
der allgemeinen Last einen verhältnißmäßigen
Beitrag an Geld zu leisten, damit
aus diesem Fond Unrermegliche in Anschaffung
der Montur unterstüzt, und Armatur
und Lederwerk immer in brauchbarem Stande
erhalten werden können.
Alle jene, welche vermög ihres Gewerbes
ferde zu halten benöthiger sind, und hinreichendes
Vermögen besizen, werden zum Kavallerie-Dienst
gezogen.
Müller, — Mezger und dergleichen koͤnnen
künftighin nicht mehr vom Dienste befreit
bleiben: sie werden, wenn sie Ordonnanz-Ritte
zu machen haben, und uniformirt sind,
in diesem Geschäfte weniger Anstände und
mehr Förderung finden.
Wir sind zwar nicht entgegen, daß das