Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

 

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Lummer  197

N

 

Rosenheimer  Anzelger

Freitag,  28.  August  1913

 

Der  Allg.  Gemerbevercin  Rosen-Deim
  wird  sich  in  seiner  beute  abend  stallfindenden
  Versammlung  mit  der  Frage  eines  allgeneinen
  Moratoriums  beschüftigen.  Da  bereils
vor  kurzem  die  Gewerbebanl  Nosenheim  den
UGicgemland  erörierte  und  weiter#  Kreis=  hie
jur  Aecube  zung  verunlaßle,  wird  der  Allg.
Gwewerbeverein  in  der  Milgliederversammlung
heute  donnerriag  ebensalls  biezu  Slellung  neh-Mitglieder
  und  Interessenten  sind  dam
einneladen.  Auch  Zuwendung  von  Material
in  hierzu  willlommen.

OLa:Kausfmanun:e:  Terbölungeheim  als
Kricgelnzarett.  Die  deutsche  #esellschaft
v  Nan  Imianmer!n  ölungs  cheime  hat  auch  dos
Beim  in  Traunstein  als  Kriegslazarett  zur  Vor.
iuauina  König  Ludwig  hat  daraussein

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inen.

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eestellt.
dem  Präscdium  der  Gesellschaft  folgendes  Teege
  ran  vu  #zugehen  lassen:  „Die  Mitteilung,
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T  für

 

is  «  rin::  Ludwig-  Leim  der  ð  Verimodrtenpfleae
  zur  Verfügung  sicllit,  hat  mich
tmin  freut.  Für  den  Dienst,  den  Sie
dein  Varer#onde  damit  erweisen,  spreche  ich  Ileit
  neine  Anerlennung  und  meinen  Dank  aus.“
Fwere  Gewitter  sind  am  Mittwoch
Ver9  abeima  Hber  unsere  Gegend  niedergenaugen.
  Der  .  sheint  wiederholt  eingeschla--m-
  Toch  ist  bis  setzt  Näheres  darüber
'ndchlc-  1  int.  Dagegen  hat  der  anhaltende  Re
gen  Veden  in  ch  Schaden  angerichtet.  Auß
*-n  Fes  iurn  uns  berichtet,  daß  doct  ein  schwe-**
  Wold.enbruch  niederging.  Vei  Ramsau-—
  cig  iit  die  Straße  ganz  aufgewühlt,  sod
  #ensneschwere  Steine  bloßgelegt  wurden.
Tie  amtiegenden  Felder  sind  starl  vermurt.
Sä.weincpes#t.  In  dem  Gelôft  der  Maria
Alicher  in  RNiederaudorf  wurde  der  Ausbruch  der
#meinepeatilicräztlich  festgestellt.

 

 

E
n  ’ßln

  
 

 

(Cefunden  wurden  eine  Geldbörse  mit  In-Iauz,
  serner  ein  Ring,  und  ein  (Anhängsel.  Die
Gegensände  lönnen  im  magistratischen  Geniijtézimmer
  Nr.  2  abgeholt  werden.

Kapuein  erkirche.  Am  Samstag,  den

Nnauti.  früh  7  Uhr  findet  in  der  Klostertin
  seierliches  Requiem  mit  Libera  für
Oe#ei:,  den  versiorb.  Papst  Pius  X.

Die  Günbt  gen  merden  hieu  eingelacen.

 

  

 

Der  Weltkrieg.

(Lette  Telegramms  bis  3  Uhr  nachmittags.)
(Amtliche  Meldungen  des  WIRB.)

Ein  kleiner  deutscher  Kreuzer  in  die
Luft  gesprengt.

Berlin,  27.  Aug.  Sr.  M.  kleiner  Kreuzer
„Magdeburg“  ist  bei  einem  Vorstoß  in  den
sinnischen  Meerbusen  in  der  Näh:  der  Jnsel
Odenshuld  im  Nebel  ausf  Grund  geraten.
Hilfeleistung  war  unmöglich.  Daß  es  ihm  nicht!
gelang,  loszukommen,  wurde  er  beim  Eintrefsen
  weit  überlegener  russischer  Streitlräfte  in
die  Luft  gesprengt,  und  fand  so  einen  ehrenvollen
  Untergang.  Das  Torpedoboot  „V  26“
konule  einen  Teil  der  Besatzung  des  „Magdeburg"“
  retten.  Die  Gesamtverluste  #ind  noch
nicht  festgestellt.  Gemeldet  sind  bis  jetzt  als
tot  17,  als  verwundet  21  und  als  vermißt  85,
darunter  der  Kommandant  des  „Magdeburg“.
Die  Gerelteten  werden  heute  noch  in  deutschen
Häsen  eintrefsen.  Die  Verlustlie  wiro  sobald
wie  möglich  bekannt  gegeben  werden.

(Richtamtliche  Meldungen)

Wechsel  in  der  franz.  Heeresleitung.

Berlin,  27.  Aug.  Der  Berliner  Lokalanzeiger
  meldel  aus  Kopenhagen:  Ueber  Stichohn
  wird  aus  Paris  gemeldet,  daß  zwischen
dem  Kriegsminister  und  dem  Generalissimus
Jofire  tiefgehende  Meinungsverschiedenheiten
Zurgelrochen  sind.  Der  Kriegsminister  hat  in
heitiger  Sprache  den  Oberbejiehlshaber  für  den
unnützen  Einmarsch  in  Belgien  verantworticch
gemalnht.  Man  glaubt,  daß  Joffre  in  den  nächslen
Tagen  zurückberusen  und  durch  Amade  oder
Valabreque  ersetzt  werden  wird.  Die  Stimmung
  in  Paris  ist  sehr  gedrückt,  namentlich,
durch  die  jcht  eingetrofsenen  ungünstigen  Nachriäeten.
  Besonders  tiesen  Eindruck  machte  2is
Einnal  ine  von  Namur  durch  die  Deutschen-  Vin

.-—

 

rechnen  wit  dem  balbigen  Cinmarsch  ver  Deutschen
  in  Paris  und  bereilen  ihre  Flucht  vor.

Englisches

Verlin  27.  Ang.
meldet  aus  Amsterdam:
ung  gilt  in  einem  Blaubuch  die  Emission  von
300  MelII#en  Franlen  in  Schatzscheinen  b:-launt
  woron  200  Millionen  Velgien  erhallen
soll.  Nach  dem  „Daily  News“  soll  dieser  Vorschuß
  da)  u  dienen,  den  Belgiern  die  Begleichung
der  deutschen  Kontribution  zu  ermöglichen.

Geld  für  Belgien.
Das  Verliner  Tagblal!

Die  russischen  Polen  im  Krieg.
Berlin.  27.  Aug.  Das  Berliner  Tagbiatt
meldelt  aus  Dirschau:  Nach  dem  Bericht  eines,
einen  Gesangenentransport  begleitenden  Vize,
srrouchelr  eines  oflpreußischen  Regiments  feuern
  die  in  lussischen  Regimentkern  dienenden  Palen
  nicht  auf  die  Deutschen.  Bei  dem  Transport
  besinden  sich  viele  Polen,  die  sich  gern  gefangen
  nehmen  ließen.

 

 

I  ecvpkiuzruicposass  I

München,  27.  Aug.  Das  Hofmarschallamt
  Sr.  K.  Hoheit  des  Kronprinzen  Rupprecht
teilt  mit:  Se.  K.  Hoheit  Erbprinz  Luitpolb
ist  heute  vormitlag  in  Berchlesgaden  verschieden.
  Er  war  an  einer  Halsentzündung  erlkranit.

 

Gänzlich  unerwartet  trifft  heute  diese  Trauerbotschaft
  das  bayerische  Volk.  Der  kleine  Erbprinz,
  dessen  jugendliche  Erscheinung  alle  fesselte,
  ist  uns  entrissen  worden.  Wie  am  2J.  Olt.
1912  alles  gelähmt  war,  als  aus  Sorrent  die
Nachricht  eintraf,  daß  die  Mutter  des  Erbprinzen,
  Frau  Prinzessin  Rupprecht,  in  die  Ewigleit
  gegangen  ist,  ebenso  niedergeschmeltert  sind
jetzt  alle  von  dem  Ableben  des  Erbrinzen  Luilpold.
  Geboren  am  8.  Mai  1901  in  Bamberg.  ist
er  im  jugendlichen  Alter  von  nur  13  Jahren

aus  dieser  Zeitlichleit  geschieden.  Sein  Bruder,

die  englische  Regier

Prinz  Albrechl,  der  jetzt  Erbprinz  wird,  ist  am
3.  Mai  1905  in  München  geboren.  Die  zwei
anderen  Geschwister,  Prinzessin  Irmingard  u.
Prinz  RNudolf,  sind  bereits  früher  gestorben,  und
zwar  die  Prinzessin  im  Alter  von  nur  cinem
Jahre  am  21.  April  1903  in  Tegernsee  und
der  Prinz  im  Alter  von  drei  Jahren  in  München.
  Der  im  Felde  stehende  Kronprinz  Rupprecht
  wird  von  dieser  Nachricht  besonders
schmerzlich  betroffen  werden.  Ganz  Bayern
nimmt  innigen  Anteil  an  dem  schweren  Verluste,
  den  unser  Königliches  Haus  in  dieser
ernsten  Zeit  erlitten  hat.

 

Für  die  Zurückgebliebenen  sind  bei  der  Stadtlämmerei
  weiter  eingegangen:
Uebertrag  3863.64  Mk.

H.  u.  C.  50.—  Ml.
Ungenannt  150.—  Ml.
Ungenannt  10.—  Mt.
Dr.  Heißler,  prakt.  Arzt,  200.—  Ml.
Veteranen=  u.  Kriegerverein
Nosenheim  1  Mibor-  1000.—  Mil.
N.  G.  20.  Mk.
Pieiseuulno  (Spielgckder  u.  Kasse)  10—  Mi.
Familie  Held  0.—  Ml.
E.  K.  .—  Mark
2.  #Schierghofer,  Badermeiter,  —  Mi.
Ml.
*  anhiiurmofiger  30.—  Ml.
L.  W.  10.—  Ml.
Anton,  Josef  und  Hans  Kerschbaumer
  1000.—  Ml.

Summa:  11  726.64  Ml.
Weiteren  Gaben  sehen  wir  gerne  entgegen.

 

wetterbericht
Für  Donnerskag,  den  20.  Aug.:
und  Strichregen.

kenhanraul  „Hechtsee“  am  Thlerdern

Gewitter

 

5  Minulen  von  Krsersscide  46  Min  ulen  von  Ruffiein
denn  Nasflagsort  von  2½  S  err  S##  wild  ·
romantiicher  Gebirgolee  l

Ballen  Kabnlah  In  plchetclselcacapelt  stei-  itllches
qssek,  vermelde-  Eagerbr  w  rs—.  ,  echer
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wehnungen.  NMahblige  Prilie.  —  arir  Nr.  16.
63½¾  Lächser  Job.  Ba  der
7—4““

 

 

 

 

 

 

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rotlöpsige,  scheibige,  Schabrüben

 

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Haushaltecds-degeastlade  und
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Seradella,  Inkarnatklee.

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–  J  AIllmgarten-Bazal  Besinn  lsahres,  Donszerstag,  vden  1814
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