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Brandenburgischen Artilleriebrigade) errichtet, so daß die Gesamt—
zahl der provisorischen Kompagnien 45 betrug, wovon 12 zur Besetzung
von Batterien verwendet waren.
Die Zahl der Feldpionierkompagnien wurde auf 9 vermehrt, die
8. aus der Preußischen, Brandenburgischen und Pommerschen Kom—
pagnie, die 9. aus den 4 schlesischen Kompagnien errichtet. Alle
Pionierkompagnien wurden auf 200 Mann verstärkt, außerdem
zwei Kompagnien des Mansfeldschen Pionierbataillons mobilgemacht.
Freiwillige Jägerdetachements bildeten sich wieder bei fast
allen Regimentern des stehenden Heeres. Der Andrang war sogar
unverhältnismäßig stark, da viele junge Leute sich auf diesem Wege
der Einstellung in die Truppe zu entziehen und die den Jägern zugesicherten
Vorteile zu erlangen suchten. In Berlin meldeten sich
640 freiwillige Jäger, davon 269 zum Leibregiment. Die freiwilligen
Jäger der Garde wurden, in 2 Kompagnien vereinigt, dem nur
400 Mann starken Gardeschützenbataillon zugeteilt, der 1. Gardekavalleriebrigade
eine Volontairjägerschwadron. Ein von der Stadt
Elbing ausgerüstetes Jägerdetachement kam zum 2. Ostpreußischen
Infanterieregiment. Die erst vor kurzem zurückgewonnene Stadt
Danzig rüstete bis Ende Mai 352 freiwillige Jäger aus. Im Gouvernement
zwischen Elbe und Weser wurden 10 Fußjägerdetachements
und 3 reitende Jägerdetachements 88), im Gouvernement
zwischen Weser und Rhein die früheren Detachements wieder gebildet,
alle aber zwecks besserer Ausbildung und Disziplin Truppenteilen
des stehenden Heeres zugeteilt, nach denen sie dann auch benannt
wurden. Ein in Breslau durch den Kapitain v. Fock errichtetes freiwilliges
Jägerbataillon wurde gleichfalls in drei einzelne Detachements
zerlegt 6). In der freien Stadt Bremen bildete sich mit Erlaubnis
des Senats ein reitendes Jägerdetachement, das sich dem
6. Ulanenregiment anschloß, dem früheren Lützowschen Kavallerieregiment,
in dem viele der Freiwilligen schon 1813—14 gedient hatten.
Auch aus Hamburg konnte der preußische Konsul zahlreiche Freiwillige
nach Münster abschicken, der 2. Pariser Friede machte aber ihre Formation
zu einem besonderen Detachement hinfällig.
Sämtliche Garnisonbataillone erhielten am 7. Juni 1815
durchlaufende Nummern: die der alten Stammregimenter wurden
1.—11., die bisherigen Brigade-Garnisonbataillone das 12.—23.,
das des 2. Brandenburgischen Regiments das 24., zehn neue, die aus
zurückbleibenden Stämmen von zehn nach dem Rheine verlegten
Bataillonen ½0) gebildet wurden, das 25.—34. Die zurückbleibenden
188) 3 Magdeburgische, 4 Halberstädtische, 3 Eichsfeldische Fußjägerdetachements,
2 Elb= und 1 Eichsfeldisches reitendes Jägerdetachement.
186) Selbstbiographie des Dichters Karl v. Holtei, Soldatenfreund Bd. 22.
160) Garn. Bat. des 1. Pommerschen, 1. und 2. Westpreußischen, Leib-,
Colbergschen, 1. und 2. Schlesischen Regiments, 1. und 2. Brandenburgisches Brigade-Garn.
Bat., Garn. Bat. des 2. Brandenburgischen Regiments.