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hat den vorzug, er fürt das regiment, nenes ipæum est
principatus Maaler. — vorzüglich, durch Vorzüge
ausgezeichnet, hervorragend: vorzügliche menschen, listungen;
vorzugliche talente Goethe DuW. 2; den
vorzuglichsten rang Schiller 10, 5; als Adv., — besonders:
ein vorzüglich leichteinniges, lüderliches weibsstuek
Lessing Dram. 36; du hast recht, vorzuglich
weil ich musz Goethe Fan
Vulkaͤn, in. seuerspeiender
vorzüglich — Wachholder.
I.
ben- übertragen von dem
Wachs — wachsen. 1310
Namen des Gottes und seiner Wertstatt, zusolge Adelungs
Zengnis nach dem Vorgang der Franzosen, von
ihm als ungeschickt bemängelt, aber bald allgemein geworden:
tdas Glück) versenkt ein stolzes land .. in
schlünde der vulkonen Lichtwer 172: gewitter, erdbeben,
vulkane Schiller 4, 295; in Bildern: secin
inveres gleicht cinem vulksne; man erlaubt sich (bei
einem Feste im Palais Royal unter Karl X) zu gesleben,
dasz man auf einem vulcan jubelc Goethe 46, 195.
W.
W., der Laut und sein Zeichen, ws genanut. —
Waare, s. ware.
Wabe, k. Zellenscheibe der Bienen; ahd. waba neben
dem Masc. wabo, mhd. ciu wabe und der waben, zu
dem Verbum weben gehörig: gleich wie die imben in
den waben ir aus- und einflug stätigs haben Wickram
Loßb. G 26; weggewerfener bienenkorb ohne wabe#n
Keller Nachl. 285.
Wach, im Wachen begriffen, munter; erst uhd. nach
dem Verbum vachen gebildet: wach, munter, éveillé
Rädlein 1022; wach sein, werden, bleiben, sich wach
hatten (Freiligrath 1, 70); mich . vach zu kriegen
Moltre 6, 79; frei: ea warden immer neue bedenken
wach Häusser d. Gesch. 3, 57; vatergefuble wachzurusen
Heyse Par. 2, 319; wit wachem bewusztsein
Treitschke5, 21; substantivisch dem wachen Uhland 53.
Wache, k., ahd. wacha, mhd. wache., altnord. vaka,
Zustand des Wachens; befonders Wort des Sicherheitsund
Kriegswesens: wache halten, stehen: die wache
Übernebmen, auf wache zichen; Gesamtheit der Wache
haltenden Personen: wache ablösen; ich will nach der
wache schicken Gellert Loos 5, 5; Einzelner aus
solcher Gesamtheit: dort steht eine wache: die wachen
sprechen ihr gebet Schiller Karl. 5, 9; Ort, Gebäude
für solche Wache: er wurde in die wache getracht und
dort gefangen gehalten. Dazu wachhabender olfizicr;
Nebensorm wacht (s. d.). — wachen, munter, ohne
Schlaf sein; gemeingermanisches Wort, ahd. wachên.
mhd. wachen. alts. wakön, altengl. wacian, altnord.
vaka, im Goth. vertreten durch gleichbed. starkformiges
vakan, das auch altengl. als wacan in der Bed. erstehen
vorkommt; wahrscheinlich urverwandt zu lat.
vigil munter, vegôre frisch, krästig sein, gehörig; als
bloßer Gegensatz zu schlafen: der kranke schlief bis
jetzt, aber nun wacht er; dea min weinder schade
wachet, 80 jener släfet oder lachet, der nie gwan
sende ser Schweiz. Minnes. 190, 19; gewöbnlich seit
Alters in der schärseren Bed. des Munterfeins mit Aufmerken,
wachen zur Sicherung, Spähung: wachet und
betet Marc. 13, 33; die rache wacht Stolberg 1, 49;
wachen bei einem, etwas; öber einen: wil ich uber sie
wachen. zu bawen und zu pflanzen Jer. 31, 28; sollte
cin commissar über dic ausführung wachen Ranke
wegholdern Hiob 30, 1; später nur Masc.; dazu wachholderbecre,
sast (als Heilmittel Gellert das Band 3),
FStrauch, u. a.
Wachs, n. Stoss der Bienenwabe; altes gemeingermanisckes
Wort dunller Herkunft. goth. nicht bezeugt,
altnord. vax, altengl. weabs, altsächf. ahd. mhd. wahs;
gern in Vergleichen: gelb, weisz, bleich, weich wie
wachs; stüdie und wälder, wie wachs im ofen zerschmolzen
Schiller Räub. 5, 1; auf besondere Erzeugnisse
übertragen: bart-, schuh-, siegelwachs; auf
ein Mineral, erdwachs. — Zusammensetzungen: wachsbleich
H ö¾lö se 4, 35. — Wachsfigur, k. Figur aus Wachs.
— Wach#lerze, k. Kerze aus Wachs. —. Wachsleinwand,
k. Leinwand mit wachsartigem lberzuge. —
Wachslicht, n. Wachskerze Garg. 91.— Wachsstock, m. mit
Wachs umzogener Dochtsaden, der in eine Form gewickelt
ist. — Wachstuch, n. Wachsleinwand.
Wachsam, gern, leicht, aufmerksam wachend; Wort
des 17. Ih.: der hund ist gar wachsam, alte leute sind
wachsam, hutb wachsam und halb schläfrig Stieler;
auf die eintretenden passagiers ein wachsames auge zu
haben Schiller Fiesko 2, 15. — Wachsamkeit, f. wachsame
Art: verdoppelte wachsamkeit Schrist. 1, 66.
Wachsen, größer werden, zunehmen; gemeingermanisches
startes Verbum, goth. vahsjan, altnord. vaxa.
altengl. weaxan, altsächf. ahd. wahsan, mhd. wabsen.
in Urverwandtschaft zu sanskr. vaksh. uksh, groß, stark
werden, griech abrein mehren, nähren, stärken; die
starke Form des Wortes bis jietzt geblieben. Im eigentlichen
Sinne von allen Naturwesen: der mensch,
das tier wächst; hanre, nügel, bruste (Hes. 16, 7)
wuchscn; bäume, Pflanzen, fruchte, auch erde, felscn,
gcesteinc, kristalic wachsen; in die höhce,. breite wachscn,
krumm, gerade gewachsen sein; in älterer Spr. ein
Cewachaener (— Erwachfener) Herold Ee 115b; und
warest nu gewachsen Hes. 16, 7; von der Fähigkeit zu
wachsen: diesc pflanze wächst nur in unscrer gegend;
30 Zuter wein wächst nicht uberall; auch — sich erzeugen:
da wuchsen wurme drinnen 2. Mos. 16, 20;
es wuchsen auch maden nus dem verlluchten leibe
2. Macc. 9, 9; in mancherlei Bildern, Vergleichen, sprichwörtlichen
Reden: ungluck. nagel und haar wachsen
„durchs ganze jabr Simrock 2190; wir wollen uns hier-Päpste
2, 56; uber einem: ich will uber dir wachen uber keine grauen haare wachsen lassen (nicht sorgen)
Schiller Kab. 1,4; sic wachet über deiner ruh Gotter Keller Nachl. 82; einem an das herz gewachsen scin,
1, 173; nach etwas: wachen nach reicbthum verzehret sehr geliebt werden; cincm unternehmen gewachsen scin,
den leib Sir. 31,1; refl.: (die Sterne) wachen sich nicht besähigt sein, es zu leiten; er zeigte sich anch jetzt
mude 43, 11.
der lage gewachsen Nante Päpste 1, 82; von Gegnern,
Wachhbolder, m. Name der Strauchart Jni#e###, ineinander wachsen, in Feindseligkeiten geraten: wic
abd. wecholder, wechulder, wechelter, wechalter, mhd.
wecholter, mit mancherlei landschafttichen Nebenformen
und Umdentungen, die sich auch uhd. fortsetzen dunkler
Herkunst; bei Luther nach mhd. Weise noch als
Fem.: setzet sich unter eine wacholdern 1. Kön. 19, 1;
man in gucter ninigkeit die zwon knig bebalten möcht
das si nit in ninunder wuechsen Aventin 2, 118;
über den kopf wachsen, übermächtig werden: Ver kunde
ist mir ubern kopf gewuchsen Grabbe 1, 270; die
geschüfte wachsen ihm uber den kopf, u. a. — in sreiem