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Versuchung, daß der Ertrag des einzelnen Geschäftsabschlusses durch
ein Herunterdrücken der tatsächlich gezahlten Preise — etwa unter
Ausnutzung bestehender Schuldverhältnisse — über das billige Maß
hinaus gesteigert werde, und andererseits die Versuchung, durch
das Bieten höherer Preise den Umsatz auf Kosten der Konkurrenten
zu erweitern, bieten zwei Klippen, durch welche ein freigelassener
Handel so leicht nicht ungefährdet hindurchkommt. An beiden würde
vollends der wichtigste Endzweck der Taxpreispolitik zerschellen:
durch die Abstufung der Preise die Produktion sachlich und zeitlich
nach den Bedürfnissen der Gesamtheit umzuleiten. Da kann also,
wenn anders man an den Höchstpreisen festhalten will, der Händler
nur als Kommissionär gegen eine feste Provision beschäftigt werden.
Als preisregelnder Faktor ist er auf alle Fälle auszuschalten.
Wie weit man dann den alteingeführten Handel in dieser
Weise tatsächlich beschäftigen will, ist eine Zweckmäßigkeits—
frage. Auf der einen Seite steht die Rücksicht, daß man eine möglichst
große Zahl von Existenzen wenigstens im gewissen Umfange
bei ihrer gewohnten Tätigkekt erhalten soll, und daß man auch für
die Feststellung der wirklich vorhandenen Vorräte die Personenkenntnis
gerade der kleinen Aufkäufer wirksam verwerten kann.
Auf der andern Seite aber steht die Sorge, daß bei restloser Ver—
wendung all dieser Einzelkräfte die Ubersicht über die Borratslage
gefährdet wird und daß Schiebungen eintreten, welche die Absichten
der Preispolitik zu durchkreuzen vermögen. Schon hier macht sich
mit entscheidendem Gewicht die Erwägung geltend, daß ein Höchstpreis,
der vielfach tatsächlich nur ein anderer Ausdruck für den
Taxpreis ist, nach beiden Seiten hin, also auch für den Erzeuger,
eine feste Berechnungsgrundlage abgeben muß. — —
Handel und Einfuhr. Bei der Einfuhr läßt sich ebenfalls
eine absolute Freiheit nicht gewähren. Im Anfange hat man es versucht,
um auf diese Weise noch eine möglichst große Menge von
Nahrungsmitteln über die Grenze zu bekommen. Alsbald hat sich aber
gezeigt, daß in buntester Mischung ein großer Teil jener Elemente,
welche im Inlande durch die Beschlagnahmen ihren Wirkungskreis
eingeengt sahen, nun zum Einkauf in das neutrale Ausland hinausströmte.
Da waren gewiß nicht wenige sehr tüchtige Männer darunter,
aber daneben stand auch in reichlicher Zahl die Ungeeignetheit
und selbst die Unlauterkeit. Die alteingeführten Handelsfirmen blieben
keineswegs die Träger der noch festzuhaltenden Einfuhrbeziehungen.
Das ganze Einfuhrgeschäft bekam vielmehr gerade in dem Augenblick,
in welchem von der heimischen Bedarfsdeckung her besonderer