Metadata : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1875. (41)

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Die  Rapporte  der  Landwehr-Bezirks-Kommandos  gehen  zunächst  an  das  Garde-Landwehr-Bataillon,
  welches  daraus  die,  die  Mannschaften  des  Garde-Korps  nachweisenden  Zahlen  extrahirt  und
die  Rapporte  der  Landwehr-B  dos  originaliter  direkt  zum  1.  Juni  resp.  1.  Dezember
an  die  bezüglichen  binlen-Infanterie=  Brigaden  sendek.

 

Die  hiernach  von  den  Garde-Landwehr-Bataillonen  zusammenzustellenden  Rapporte  gelangen  auf  dem

Instanzenwege  an  das  General-Kommando  des  Garde-Korpes.

 

Die  Linien-Infanterie-Brigaden  tragen  die  Rapporte  der  Landwehr-Bezirks-K  dos,  unter  Fortlassung

  der  die  Garde-Mannschaften  betreffenden  Angaben")  zusammen,  und  senden  lhre  hiernach
aufgestellten  Rapporte  zum  15.  Juni  resp.  15.  Dezember  in  je  einem  Exemplar  direkt  an  das
General-Kommando  und  an  das  Divisions-Kommando.

Die  Landwehr-Bezirks-K  dos  haben  ihre  Rapporte  auf  Grund  des  Ergebnisses  der  letzten  Kontrol-Versammlungen
  aufzustellen.  In  den  Rapporten  pro  II.  Semester  ist  der  Bestand  so  nachzuweisen,
  wie  er  sich  nach  den  vor  Jahresschluß  eintretenden  Versetzungen  zur  Landwehr,  resp.  Entlassungen
  aus  letzterer  herausstellt.

Die  nach  §.  36.,  1.  c.  und  d.  in  der  Helmaths-Kontrole  zu  führenden  Mannschaften  sind  in  dem
Rapport  nur  in  der  besonders  hierfür  bestimmten  Rubrik  und  zwar  summarisch  für  alle  Waffen  anzugeben.


Die  nach  §.  36.,  1.  a.  und  b.  ebenfalls  in  der  Heimaths-Kontrole  befindlichen  Mannschaften  sind
sedoch  ebenso  in  den  Rapport  aufzunehmen,  wie  die  in  regelrechter  Kontrole  befindlichen  Mannschaften.

Reservisten  und  Wehrmänner,  welche  wegen  Felddienstunfähigkeit  oder  Unabkömmlichkeit  hinter  den
äekltesten  Jahrgang  der  Landwehr  zurückgestellt  werden,  sind  in  den  Rapporten  bei  der  Landwehr  zu
führen,  in  die  schwarzen  Zahlen  mit  aufzunehmen  und  bei  den  Hauptsummen  der  einzelnen  Truppengattungen
  durch  rothe  Zahlen  zu  bezeichnen.

Reservisten,  welche  wegen  häuslicher  2c.  Verhältnisse  hinter  den  letzten  Jahrgang  der  Reserve  zurückgestellt
  werden,  sind  analog  bei  der  Reserve  zu  führen  und  durch  rothe  Zahlen  zu  bezeichnen.

Die  als  Krankenträger  ausgebildeten  Mannschaften  sind  im  Rapport  bei  ihrer  Waffe  zu  führen
und  in  der  Kolonne  „Krankenträger“  außerdem  mit  rothen  Zahlen  anzugeben.

AmDie  General-Kommandos  berechnen  den  Bedarf  an  Komplettirungs-Mannschaften,  welche  nach  den

Bestimmungen  des  Mobilmachungs-Planes  event.  aus  ihrem  Armee-Korps-Bezirk  zur  Mobilmachung
  der  Truppentheile  des  stehenden  Heeres  einschließlich  ihrer  Ersatz-Abtheilungen  zu  stellen  sind,
summarisch  (excl.  Offiziere)  und  tragen  den  Bedarf,  unter  Zurechnung  von  10  pCt.,  sowie  die  plusminus-Berechnung
  in  die  Rubriken:  Summa  Infanterie,  Summa  Kavallerie,  Summa  der  reitenden
Artillerte,  Summa  der  Feld-Fuß-Artillerie,  Summa  der  Festungs-Artillerie,  Summa  Pioniere,
Summa  Jäger  und  Summa  Train  ein.

Die  Infanterie-Brigaden  haben  aus  den  ihnen  von  den  Landwehr-Bezirks  dos  pro  Dezember

  einzureichenden  Rapporten  der  Artillerie-Brigade,  dem  Pionier-Bataillon,  dem  Jäger-Bataillon
und  dem  Train-Bataillon  des  Armee-Korps  die  Nachweisungen  der  für  dieselben  vorhandenen  Mannschaften
  in  Form  eines  Auszuges  zu  übersenden.

 

7)  Cfr.  Anmerkung  zu  §.  2.  ad  7.