Volltext : Reichs-Gesetzblatt. 1895. (29)

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staub,  Sowie  Zink-  und  Antimonasche,  gehören,  dürfen  nur  in  dichten,
von  festem,  trockenem  Holze  gefertigten,  mit  Einlagereifen  beziehungsweise
  Umfassungsbändern  versehenen  Fässern  oder  Kisten  zum  Transporte
aufgegeben  werden.  Die  Umschliessungen  müssen  so  beschaffen  sein,
dass  durch  die  beim  Transporte  unvermeidlichen  Erschütterungen,  Stösse
etc.  ein  Verstauben  der  Stoffe  durch  die  Fugen  nicht  eintritt.

(1)  Hefe,  sowohl  flüssige  als  feste,  ist  in  Gefässen,  welche
nicht  luftdicht  geschlossen  sind,  zur  Beförderung  aufzugeben.  Falls  die
Eisenbahnverwaltung  die  Aufgabe  in  anderen  Gefässen  gestattet,  ist  dieselbe
  berechtigt,  von  dem  Absender  zu  verlangen,  dass  er  sich  ver-Pflichtet:


1.  keinerlei  Ansprüche  zu  erheben,  falls  derartige  Sendungen  von
den  Anschlussbahnen  zurückgewiesen  werden;

2.  für  allen  Schaden  aufzukommen,  der  anderen  Gütern  oder  dem
Material  in  Folge  dieser  Transportart  erwächst,  und  zwar  gegen
Vorlage  einer  einflachen  Kostenrechnung,  deren  Richtigkeit  in
jeder  Beziehung  ein-  für  allemal  zum  Voraus  anerkannt  wird;

3.  keinerlei  Ansprüche  wegen  der  in  Folge-der  fraglichen  Trans-Portart
  an  den  Gefässen  oder  an  deren  Inhalt  entstehenden  Beschädigungen
  oder  Abgänge  zu  erheben..

(2)  Auf  Presshefe  finden  obige  Transportbeschränkungen  keine  Anwendung.


XXVIII.

(1) Kienruss  und  andere  pulverförmige  Arten  von  Russ
werden  nur  in  dichten,  gegen  Durchstäuben  Sicherheit  gewährenden  Umhüllungen
  (Säcken,  Fässern,  Kisten  und  dergleichen)  verpackt  zur  Beförderung
  zugelassen.

(2)  Befindet  sich  der  Russ  in  frisch  geglühtem  Zustande,  so  Sind
zur  Verpackung  kleine,  in  dauerhafte  Körbe  verpackte  Tönnchen  oder

Gefässe  zu  verwenden,  welche  im  Innern  mit  Papier,  Leinwand  oder
ähnlichen  Stoffen  dicht  verklebt  sind.

3)  Aus  dem  Frachtbriefe  muss  ersichtlich  sein,  ob  der  Russ  sich
in  frisch  geglühtem  Zustande  befindet  oder  nicht,  andernfalls  wird  er
als  frisch  geglüht  behandelt.

XXIX.

(1)  Gemahlene  oder  körnige  Holzkohle  wird  nur  verpackt
zur  Beförderung  zugelassen.