Contents : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1868. (52)

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In  Absicht  auf  die  Art  und  Weise  und  den  Maßstab  der  Abverdienung
werden  die  Behoͤrden  auf  die  daruͤber  bestehenden  Bestimmungen  verwiesen.

2)  Der  zur  Leitung  einer  oͤffentlichen  Arbeit  bestellte  Aufseher  hat  uͤber  die  an
derselben  theilnehmenden  Strafschuldner  besondere  Aufsicht  zu  fuͤhren.  Zu  diesem
Ende  wird  ihm  ein  namentliches  Verzeichniß  dieser  Schuldner  unter  Angabe
ader  von  jedem  abzuverdienenden  Schuldigkeit  und  der  dafür  zu  verwendenden
Arbeitszeit  zugestellt.

5)  Die  Aufforderung  zum  Abverdienen  und  die  Einberufung  der  Arbeiter  geschieht
von  der  die  Arbeit  anordnenden  Finanzstelle  mittelst  Schreiben  an  die  betreffenden
  Orts-Vorsteher,  in  welchen  Zeit  und  Ort,  an  welchen  die  Arbeiter  sich
einstellen  sollen,  genau  zu  bestimmen  sind.  Auch  muß  in  denselben  der  Aufseher
  benannt  werden,  bei  welchem  sich  die  Arbeiter  zu  melden  haben.

4)  Dem  Orts-Vorsteher  liegt  es  ob,  den  Schuldnern  die  Eirberufung  zur  Arbeit,
und  den  Ort  und  die  Zeit  derselben  sogleich  zu  eröffnen  und  ihnen  genaue
Folgeleistung  ernstlich  aufzugeben.  Auch  hat  er  sich  des  Abgangs  derselben  an
den  Arbeitsort  zu  vergewissern.  Diejenigen  Schuldner,  die  wegen  eingetretener
statthafter  Hindernisse  zur  bestimmten  Zeit  sich  nicht  bei  der  Arbeit  einfinden
können,  hat  der  Orts-Vorsteher  dem  Aufseher  ohne  Verzug  anzuzeigen.

5)  Der  auf  dem  Arbeitsplaß  anwesende  Aufseher  hat  jeden  Tag  bei  dem  Anfang
und  dem.  Schluß  der  Arbeit  auf  den  Grund  des  ihm  zugestellten  Verzeichnisses
und  der  ihm  von  dem  Orts-Vorsteher  etwa  zugekommenen  Anzeigen  (Ziff.  2
und  4)  zu  untersuchen  und  zu  verzeichnen,  welche  der  berufenen  Arbeiter  erschienen,
  welche  der  Nicht=  Anwesenden  entschuldigt,  und  welche  ohne  Entschuldigung
  ganz  ausgeblieben  oder  von  der  Arbeit  entlaufen  sind.

Diejenigen,  die  unentschuldigt  ausgeblieben,  oder  vor  Ablauf  der  schuldigen
Arbeitszeit  ohne  Vorwissen  und  Erlaubniß  des  Aufsehers  weggelaufen  sind,
har  der  Ausseher  dem  betreffenden  Orts-Vorsteher  ohne  Verzug  mittelst
Schreibens  zu  benennen,  und  insofern  die  Dauer  der  Arbeit  es  zuläßt,  sie  von
Neuem  zu  derselben  auf  einen  bestimmten  Tag  durch  den  Orts-Vorsteher  berufen
  zu  lassen.