Metadata : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

454  Gral

schwierig  bei  Seite  laͤsst;  Græca  fides  (s.  d.);
Opus  græcum.  /(.  Fesifisa;  Ad  caléndas  (s.  d.)
græcas  2c.  —  Grãl  (altfrz.),  m.,  —(e)s;  e:  kostbare
  Schale,  nam.:  Der  beilige  G.  (it.  sänto
catino),  nach  mittelalterl.  Sage  die,  worin  Christi
Blut  aufgefangen  worden,  als  wunderwirkendes
Heiligthum  von  der  Ritterschaft  der  Temrleisen
(s.  d.)  gebütet,  s.  Ben#e###  Mhd.  Wörterb.  1,  563  u.
das  dort  Angeführte.  —  Gräler  (schwed.  grälmakare),
  m.,  —#;  uv.:  Einer,  der  in  Kleinlichkeiten
u.  kleinl.  Zuständen  sich  vergeblich  abarbeitet,  s.
Arndt  Ber.  103.  -ei,  f.;  —-en:  Wesen  u.  Thun
eines  Grälers:  Uber  die  irdische  Quälerei  u.  G.  erhaben.
  ebdd.  —  Gram:  (im  Königreich  Berma):
Pferdefutter.  Austd.  39,  996a.  —  Gramanzen,
intr.  (haben):  (vralt.)  Krimskrams  von  Worten,
Redensarten  machen,  s.  frisch  1.  36  6Ca;  Simplicissimus
1,  15816;  4,  16215  2c.  —  Gramatelle,  f.;  —#
s.  Garnele.  —  Gräm--en  llat.,  §  24,  3,  n.,
Tinis):  Gras.  —  Gramhus:  s.  Grampus.  —
Gram-igna  (it.  -inja),  f.;  -zinne:  Gras,  bes.
Knauelgras,  Däctylis  glomeräta  2c.  ignôöne,  m.,
—  0:  Sörghum  haleppense  wird  in  den  Apoibeken
benutzt  unter  dem  Namen  G.  Ohen  3,  107,  einekn
(lat.),  pl.:  Gräser,  Grasarten.  inns,  a.:  aus
Gras  bestehnd,  s.  Corona  2.  —  Gramm  (gr.),
n.,  m.,  —6;  e,  —s:  ein  Gewicht,  s.  Gramm-a,  .
—  &  21,  3,  tis):  etwas  Geschriebnes,  Schrift,
Schriftzeichen,  Buchstabe;  auch:  ein  attisches  Gewicht
  (Grammärion)  =  2  Obolen  (vgl.  Gramme).
Taire  (frz.  —är),  f.;  —s:  Grammatik,  engl.
Gráämmar,  s.  School.  ärion,  n.,  —8;  ken
[8  24,  2,  u.]:  s.  Gramma.  -atküs  (gr.),  m.,  uv.;
zateks:  Schreiber,  Sekretär.  Beemi  Asch.  17.  -alik,
f.;  —en:  Sprachlehre;  seltner  verallgemeint:  Die
G.,  die  ich  mir  (fur  die  Schauspielkunst!  ausbildete.  G.
27,  126,  vgl.:  Regeln  für  Schauspieler.  35,  435.
alihalisch,  a.:  zur  Sprachlehre  gehörig,  darauf
bezüglich  2c.  (s.  grammatisch):  Ge  Fehler;  Der  auf
solche  Weise  ausgenuchterten  [frz.]  Srrache  lwurdel  eine
9—ee  Zwangsfacke  oktropiert.  Eichendorsf  Gsch  Dr.  80;
Einen  g-en  Kurfus  durchgemacht.  Spielhagen  Pr.  7,
31  2c.;  Un-g.  Calikaffer,  m.,  —;  uv.:  ein
schlechter  Grammatiker.  Gtenzb.  24,  1,  3606.
Sliher,  m.,  —:  uv.:  1)  Kenner,  Lehrer  der
Grammatik;  Verfasser  einer  Grammatik,  —  lat.
Grammäticus  I§  24,  21:  Seinen  griech.  Hausgrommatikus.
  W.  Luc.  5,  106.  —  2)  (ugr.)  Die
Rechnungssuhrung  u.  den  Briefwechsel  mit  den  Bebörden
pflegt  in  den  größern  Klöstern  ein  dafür  angestellter
Schreiber,  Grammatikös,  zu  besorgen.  Ihre  G.
Drandis  Gr.  3,  215  ff.,  vgl.  Ross  Ins.  3,  105  2.
alisch,  a.:  grammatikalisch:  Un-#g—#e#Ausrrucksweisen
  2c.  atismus,  m.,  uv.;  ismen:  Grammatik,
  grammatische  Vorschrift,  mit  dem  Nebensinn
des  Starren,  Pedantischen  2c.:  Man  lese  die  Schlangenwindungen
  des  logischen  G.  Herrig  22,  106.  atift,
m.,  —en,  —§#;  -en:  Lehrer  der  Grammatistik.  gerrig
42,  220.  -alistih,  f.;  —(en):  bei  den  Alten,  Lehre
(u.  Lehrbuch),  richtig  zu  schreiben,  zu  lesen  u.  zu
sprechen.  -alit,  m.,  —ey)s,  —en;  -e(u):  ein  Fossil,

Granat

Art  Hornblende  Tremolit).  Ohen  1,  264.  atolalrié,
f.;  en):  Buchstabendienst.  -atolog,  m.,  -en,  —;
—en:  Einer,  der  Grundsitze  zur  Abfassung  von
Sprachlehren  aufstellt  u.  entwickelt;  ein  Kenner  u.
Beurtheiler  des  Werths  von  Hanrschriften  od.
Manuskripten,  —  dazu  (in  beiren  Berdr.):  Geie,
f.;  g-isch,  a.  -alomanie,  f.;  0:  Das  ist  .  6.
(Buchstabensucht).  Scheller  Deutsch-Lat.  Ler.  XXXIV.
Kleinigkeitskrämerei  in  Bezug  auf  Buchstaben.
e  (frz.  gramm),  m.,  n.,  —#;  —,  uv.:  G.,  Gramm.
die  frz.  Gewichtseinheit,  wovon  Bielfaches  durch
Zsstzg  mit  den  griech.,  —  Bruchtheile  durch  Zsstzg
mit  den  rôm.  Zahlen  nach  dem  dekadischen  System
bez.  werden:  Deka-,  Hekto-,  Kilo.  G.  (10;  loo;
1000  G.)  —;  Deei-,  Cenri-,  Milli-G.  (/10;  1  200;
½/1000  G.);  Das  Gramm  ist  ras  Gewicht  eines  Kubikcentimelers
  reinen  Wassers  im  Zustand  seiner  größten
Dichtigk.  9üller  Phes.  1,  9.  -ĩt,  m.,  -en,  —);
-eln):  s.  Grammatit.  -  Graͤmpus  (eugl.);  m.,  uv.;
uv.:  Art  Delphin  (s.  d.  1),  Delphinus  örca
(Drckf.:  Grambus.  Chandler  KlAs.  2).  —  I.  Gran
(it.),  a.:  rerkürzt  st.  grände,  groß  (rgl.  grand),
z.  B.:  G.  Signöre  lbinj—,  ein  großer  Herr  od.:
der  Großherr;  G.-justizlére  des  Königreichs.  Uat.#.
18,  117.  Oberrichter;  II  g.  giro  (s.  d.  2)  2c.  —
II.  Gran  (lat.),  n.,  m.,  -(e)s:  -e,  uv.  (nach
Zahlw.  als  Maß-Best.):  Korn,  Körnchen;  rauach
Bez.  eines  kleinen  Längenmaßes  (#/12  od.  ½10  Zell)
u.  hoch  öfter  kleiner  Gewichte,  z.  B.:  Das  Gewicht
der  Seidenprebe  wird  in  Geen  (grains)  ausgerrückt,
deren  24  einen  Denier  (s.  d.)  machen.  Sorviel  G.
die  Probe  wiegt  2c.  Karmarsch  3,  232;  Die  Erelsteine.
  ..  Das  dabei  ubliche  Gewicht  ist  der  Zuwelenkarat,
  der  in  1  Zuwelen-Gee  zerfällt.  Der  Zuwelen-G.
  verhält  sich  zum  Arotheker-Gie  (dem  240sten
Theil  eines  Lothes)  wie  5  1,52:  72,9  2.  Prechtl  4,  5  30  rc.
(s.  Strurel).  Vrsch.  m.  Uml.:  Grän,  n.  (m.),
—es;  —e,  uv.,  als  Gold=  u.  Silbergewicht  —
½68  Mark  =  ½  Gran  (beim  Gold).  Auch  übrtr.:
Die  ein  Gran  Praxis  für  schwerer  erkliren  als  ein  Pfund
Wissenschaft.  Garienl.  14,  784  a;  Kein  großer  Geist  ohne
einen  G.  von  Narrheit.  G.  29,  214;  Wenn  ich  nur  um
ein  halbes  G.]  Dem  od.  Jenem  Tort  gerban.  Uicoloi
1,  12;  Tiek  Crmb.  3,  5  2c.;  Bei  dem  ganzen  Gränchen
Ehrlichkeit,  das  Sie  mir  zutrauen.  Merck's  Br.  1,  200  2c.
(span.),  f.;  —#:  Samenkorn  2e.;  Kochenille
(s.  d.)  —  urspr.  für  einen  Pflanzensamen  gehalten:
G.  fina  od.  mestöque  u.  G.  silréstra,  wilde  Kochenille.
  Karmarsch  2,  457.  adfer:  s.  Grenadier.
dilla  (span.  —ilja),  f.;  —#:  1)  Passionsblume.
—  2)  Im  Beginn  der  Regenzceit  tritt  lin  Venczuckal
eine  jahrige  Graspflanze,  die  G.,  auf,  welche  eine  Hoͤbe
v.  4°  in  der  kürzesien  Zeit  erlangt.  Giobus  5,  246a.  —
adillo  (ilse),  m.,  n.,  —#:  0;:  s.  Grenarill.  adin,
n.,  —C(e)S:  0:  ein  aus  der  Wurzelrinde  der  Granate
  gezogner  Stoff.  adita,  f.;  —:  Granatärfel.
  Grube  Ch.  1,  291;  286  2c.  -älsen,  pl.:
gekörnte  Metallmasse,  bes.:  Rosettenkurfer.  -  arius,
m.  I§  21,  21:  Aufseber  über  den  Korn-Boden  od.
.  Speicher,  Kastenschreiber  2c.  —at,  m.,  —(c)8;  Je#:
1)  Name  verschiedner  Schmucksteine,  ihrer  chem.