Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1875. (52)

381

Der  Minister  kann  den  Vorsitz  in  der  Generaldirektion  jederzeit  selbst  übernehmen.

In  solchem  Falle  wird  der  Generaldirektor  stimmberechtigt.
8.  14.

Die  Beschlußfassung  in  den  Sitzungen  der  Generaldirektion  erfolgt  nach  Stimmenmehrheit.


Die  Abstimmung  geschieht  nach  der  Sitzordnung.

Der  Vorsitzende  hat  nur  bei  Stimmengleichheit  eine  Stimme  abzugeben.

Zu  einem  giltigen  Collegialbeschlusse  wird  die  Gegenwart  eines  Vorsitzenden  und
von  drei  Mitgliedern  erfordert.

Wird  von  dem  hiezu  befugten  Generaldirektor  ein  nicht  zu  den  ordentlichen  Mitgliedern
  der  Generaldirektion  zählender  Rath  oder  Assessor  einer  der  Sektionen,  ein
Eisenbahnbetriebs-,  Post=  oder  Telegrapheninspektor  zum  Vortrag  in  der  Generaldirektion
berufen,  so  ist  er  in  der  betreffenden  Sache  als  stimmberechtigt  zu  behandeln.

Glaubt  der  Vorsitzende  den  Beschluß  des  Collegiums  beanstanden  zu  sollen,  so  hat
er  solches  demselben  mitzutheilen  und  die  Entscheidung  des  Ministeriums  einzuholen,  auch
in  Fällen,  welche  mit  Gefahr  auf  dem  Verzuge  verbunden  sind,  sofort  auf  seine  Verantwortung
  die  ihm  angemessen  erscheinende  Verfügung  zu  treffen,  hievon  aber  gleichzeitig
dem  Ministerium  Anzeige  zu  erstatten.

IV.  Geschäftsbehandlung.
§.  15.

Der  geschäftliche  Verkehr  zwischen  den  einzelnen  Sektionen  der  Generaldirektion  der
Verkehrsanstalten  und  dem  Ministerium  wird  der  Regel  nach  durch  die  Generaldirektion
vermittelt,  und  es  sind  daher  auch  Vorlagen  an  das  Ministerium,  welche  von  einer
einzelnen  Sektion  ausgehen,  von  dem  Generaldirektor  zu  unterzeichnen  und  von  dem
Sektionsvorstand  mitzuunterzeichnen.

Die  übrigen  Ausfertigungen  der  einzelnen  Sektionen  und  der  Unterabtheilungen  werden
von  dem  Vorstand  derselben  unterzeichnet.

8.  16.

Die  Entschließungen  des  Ministeriums  in  den  demselben  vorbehaltenen  Fällen  (8.  3)
werden  der  Regel  nach  ohne  besonderen  Schriftwechsel  im  unmittelbaren  Benehmen  zwischen
der  Generaldirektion  und  dem  Ministerium  eingeholt  und  ertheilt.

2