Full text : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1852. (1)

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Auslaͤnder,  welche  sich  innerhalb  der  Schoͤnburglschen  Receßherrschaften  nlederlas·
sen  wollen,  haben  außer  Erfüllung  der  übrigen  Ausnahmebedingungen  noch  die  ersorderliche
  Aufnahmebewllligung  des  betreffenden  Herrschaftsbesitzers  belzubeingen.

Bel  der  Enklassung  aus  dem  Unrerthanenverbonde  solgen  außereheliche  und  unfelbstständige
  Klader  dem  Verhälenisse  der  Murcer.

le  Ausstellung  der  über  Verleihung  des  Unterthanenrechts  auszuferulgenden  Urkunden
  komme  dem  Ministerium  des  Innern  oder  den  dazu  im  Allgemeinen  mie  Auftrag
versehenen  Staatsbehörden  zu.

Urkunden  über  Entlassungen  aus  dem  Uncerthanenverband  sind  von  der  Obrigkeir
des  Wohnors  ausgustellen  und  von  der  zu  Ausferelgung  von  WVerleshungsurkunden  compekenten
  Behörde  zu  bestäilgen.

Auch  Helmatheschelne,  welche  den  ins  Ausland  sich  begebenden  Inländern  zum
Vorbehale  ihres  Unterthanenrechts  von  der  Obrigkest  bbres  Heimathsorts  ausgestellt  werden,
  sind  mit  der  Bestäligung  der  nämllchen  Staaksbehörde  zu  versehen.

Greiz,  den  6.  Occober  1852.

Fürstl.  Neuß.  Plauische  Landesregicrung  daf.
Otto.

o.  Geldern,  Crispenders.

26.  Negierungsverordnung,
das  Verbot  des  Arbeitens  der  Gesellen  der  Weber-,  Tuch=  und,  Zeugmacherinnungen
  alhier  auf  eigne  Hand,  und  der  Beförderung  der  Pfuscherei
  betreffend.

Es  Ist  neuerdings  von  den  Vorständen  der  Tuch=  und  Zeugmachecinnungen  allbter
dorüber,  daß  hin  und  wieder  Gesellen  dieser  Handwerke  eigne  Werksläcten  errichten  und
hocor  Gelellen  ouf  eigne  Hond  in  Arbelt  nehmen,  Beschwerde  gesührt  und  um  Abgülse
dieses  überhondnehmenden  Uebelstandes,  sowie  um  Erlat  elner,  der  betressenden  Bestimmung
  in  den  Aeelkeln  der  hlesigen  Leln,  und  Zeugweber  analogen  Strafbestimmung
wegen  Vorschubleistung  der  Hsuscherel  geberen  worden.

Um  dlesem  mehrfach  sch  kund  gegebenen,  mlt  dem  Innungswesen  im  Widerspruche
stehenden  und  zu  nachtheillgen  Westerungen  sübrenden  Unwesen  zu  begegnen,  wird  mir
Sercnissimi  Höchster  Genehmigung  hlerdurch  verordnet,  was  folgt: