Contents : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1886. (13)

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des  Jakobischen  Hausfideicommisses  eine  Secundogenitur  für  die  Posterität  in  der  Jakobischen
Linie  zu  gründen.  Dehhalb  bin  ich  auch  berechtigt,  bezüglich  dieser  Secundogenitur  besondere
  Bestimmungen  zu  treffen  und  ich  erwarte  sowohl  von  den  Agnaten  der  Jakobischen
Linie,  als  auch  von  jenen  des  Fugger'schen  Gesammthauses  und  deren  Curatoren  pPro
natis  minorcnnibus  Ci  nascituris,  daß  sie  diesen  meinen  letzten  Willen  ehren  und  ihre  Mitwirkung
  zu  demselben  nicht  versagen,  da  sie  im  Hinblicke  auf  die  Bestimmungen  im  §.  9
der  IV.  Verfassungsbeilage  berufen  sind,  bezüglich  dieser  meiner  letztwilligen  Verfügung  die
nothwendige  Vorlage  an  den  Souverain  behufs  sofortiger  Promulgirung  durch  die  obersten
Landesstellen  zu  bewirken.
Dies  vorausgeschickt  bestimme  ich:
a)  Die  in  Frage  stehenden  und  kommenden  Fideicommiß-Kapitalien  sind  stets  als

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Kapitalvermögen  fortzuführen  und  zu  erhalten  und  dürfen  nie  in  Immobiliar-Vermögen
  umgewandelt  werden.

Da  zur  Zeit  ein  Secundogenitus  in  der  Posterität  der  Jakobischen  Linie  nicht
vorhanden  ist,  indem  mein  schon  genannter  vielgeliebter  Herr  Bruder  Graf  Carl
von  Fugger—  Babenhausen  mur  einen  Sohn  hat,  welcher  seinerzeit  in  das
Jakob  Fugger'sche  Hausfideicommiß  succedirt,  so  soll,  insoweit  die  Rente  des
Fundationskapitales  nicht  vorerst  auf  die  oben  unter  §§.  1  bis  4  einschließlich
ausgeführten  Zwecke  zu  verwenden  ist  und  insoweit  nicht  mein  Nesse  der  Graf
Carl  von  Fugger—  Babenhausen  —  Sohn  meines  schon  genannten  vielgeliebten
  Herrn  Bruders  gleichen  Namens  —  nach  den  Bestimmungen  des  gegenwärtigen
  Testamentes  die  Nutzuießung  aus  dem  Vermögen  der  Secundogenitur
anzusprechen  hat,  die  Rente  aus  dem  Vermögen  der  Secundogenitur  insolange
admassirt  werden,  bis  ein  Secundogenitus  vorhanden  ist  und  dieser  die  Großjährigkeit
  erlangt  hat.

Tritt  der  Secundogenitus  in  den  Genuß  der  Secundogenitur,  so  hat  derselbe
  den  Gesammtertrag  nach  Abzug  der  Verwaltungskosten  zu  beziehen.

Die  Secundogenitur  vererbt  sich  im  Mannesstamme  nach  der  agnatisch-linealischen
Erbfolge.

e.)  Das  Fundationskapital  und  dessen  Zuwachs  ist  von  dem  jeweiligen  Vorstande