Ereignisse, die das flebernde volk von dem unerträglichen Druck
entlasteten. Am 3. Februar wurde der Rufruf zur Billdung frelwilliger
Jägerkorps erlassen, am 9. Februar das Edikt über die
allgemeine Wehrpflicht; am 12. vebruar rechtfertigte eine Kablnettsorder
den Schritt des Generals von Horck; am 13. stellte
Dreußen in Haris ein Ultimatum. Indessen rückten die Verhand.
lungen mit Rußland wegen des Sauderns des preußischen Unter.
händlers von dem Unesebeck nicht vorwärts. Da traf der Freiherr
vom Stein am 7. Februar in Breslau ein und bewirkte, daß am
28. Februar der #önig von Preußen mit dem Saren Klexander
endlich das Bündnis von Kalisch schloß. Der Sar verpflichtete sich,
die Waffen nicht niederzulegen, als bis Preußen in seinen Zesitzstand
vor 1806 wieder eingesetzt sei. Seinen Plan einer Wiederherstellung
Holens, wofür Klexander l. recht eigentlich weiter.
kämpfte, verhüllte er dem Freunde und Derbündeten. Indessen
strömten die Freiwilligen aus der Mark nach Schlesien, trotz Napoleons
strenger Befehle an Eugen Beauharnais, die Kushebung
zu verhindern. Km 4. März räumen die SFranzosen Berlin. Km
10. März stiftet Friedrich Wilhelm III. das Eiserne Kreuz. Am
11. März zieht der russische Obergeneral Wittgenstein in Berlln
ein. Km 15. März kommt Sar Klexander nach Breslau. Am
16. März erklärt Dreußen an Uapoleon den Krieg. Km 17. März
erfolgt des Königs „Qufruf an mein Volk“ und das Landwehr.
gesetz. Km selben Tage besetzt der Kosakenführer Tettenborn
hHamburg. Dorck zieht in Berlin ein. Km 19. März schließen Ruß.
land und Hreußen den Breslauer Dertrag, wonach alle von den
Rhelnbündnern zu erobernden Länder unter eine Sentralverwaltung
mit dem SFreiherrn vom Stein als Oberleiter gestellt werden
sollen. Km 25. März erläßt der russische Feldmarschall Uutusow
leinen Kufruf an die Deutschen mit scharfen Drohungen gegen die
deutschen Rheinbundfürsten. Km 27. März schlägt Uapoleon dem
Wiener Hofe die Teilung Preußens vor, wenn Sranz l. bei dem
französischen Bündnis beharre. Ssterreich aber besteht auf seiner
Sonderstellung als vermittelnde Macht; es nimmt am Nampf nicht
teil, so daß nur Dreußen und Rußland gegen Napoleon im Selde
stehen. Mach dem Kalischer Bündnis sollte Rußland 150000, Preußen
80000 Mann stellen. In Wahrheit stellte Hreußen ohne die
späteren NUachschübe im ganzen 271000 Mann, auf 17 Einwohner
einen Mann. Lange überwogen die Streitkräfte Preußens die
Rußlands. Dennoch behielt Rußland den Schein der Dormacht.
England sollte mit Kriegsgeldern helfen. Es knauserte aber so
sehr, daß Dreußen in tiefe Geldnot geriet. Der Geist des großen
Ditt war von Großbritannien gewichen; auch machte es mit zäher
Energie seine hannöverisch-deutschen Ansprüche auf Kosten Preußens
geltend. Alle die Kleinlichkeiten selbstsüchtiger Holitik aber
überwogte der hinreißende Schwung des Volkes, das in aufopfernder
Hingabe des großen Kugenblicks allein wert war. Die Seit war
fromm und zog in den entscheidenden Urieg gegen seinen furchtbaren
Feind mit dem schlichten heldenmut eines unverstellten Glaubens.
„Wer fällt, der kann's verschmerzen — der hat das Himmelreich.“
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