Instruktion für Milit#r-Aerzte etc. 379
. periodischer Bluthusten, Blutbrechen oder Blutharnen, welches auf
chronischen Leiden der Urinwerkzeuge beruht;
. Fistelschäden an der Brust oder am Unterleibe, wenn sie bis in die
Höhle selbst dringen;
. verwachsenes, ganz missgestaltetes Becken;
. grosse und solche Brüche (Hernien) am Unterleibe, die wegen Verwachsung
nicht zurückgebracht werden können, oder sich durch ein
Bruchband schwer oder gar nicht zurückhalten lassen;
. grosse Wasserbrüche (Hydrocele);
. skirrhöse Entartung des Hodens und Samenstranges (Fleischbruch,
Sarcocele);
. Krampfaderbrüche (Cirsocele), wenn sie gross und schmerzhaft sind,
und in aufrechter Stellung sehr anlaufen ;
). Mastdarmfisteln, Kothfistel und widernatürlicher After;
. habituell gewordener Vorfall des Mastdarms und Unvermögen, den
Koth zu halten;
. bedeutende Hämorrhoidalknoten, besonders mit periodischem starken
Blutverluste oder Verschwärung verbunden;
. beschwerliches oder unwillkürliches Harnlassen;
. Steinbeschwerden ;
. Verengerungen und Verletzungen in der Harnröhre, Anschwellung
und Verhärtung der Vorsteherdrüse, unheilbare Urinfisteln;
. die zu weit nach hinten stattfindende Oeffnung der Harnröhre (Hypospadie),
wobei das Uriniren nicht auf die bei Männern gewöhnliche
Weise geschehen kann;
. Verlust einer grössern Gliedmasse;
. bedeutende Krümmung, Verlängerung oder Verkürzung der Gliedmassen,
Schwinden und Lähmung derselben;
. Steifheit oder Unbrauchbarkeit der grössern Gelenke in Folge von
Narben, Kontrakturen, Gliedschwamm, Auftreibung der Gelenkköpfe,
Verwachsung derselben, Konkretionen innerhalb der Artikulation,
Gelenkwassersucht, veraltete Luxationen;
3. bedeutende Auftreibungen und die Bewegung störende Verunstaltungen
der Knochen, es mögen solche aus innern Ursachen entstanden, oder
ala Folge von schlecht geheilten Knochenbrüchen vorhanden sein;
. eine solche erwiesene Erschlaffung der Bänder eines oder des andern
Gelenkes, dass schon aus gewöhnlichen Bewegungen hin und wieder
Verrenkung erfolgt;
58. Ucberbeine auf den Gelenken, wenn sie gross und mit den sehnigen
Theilen verwachsen sind, auf dem Knochen fest aufsitzen, und so
der Beweglichkeit des Gelenkes hinderlich werden und Schmerzen
ctegen; j
. Verlust, Steifheit oder Krümmung des Daumens der einen oder andern
Hand;
. Verlust des rechten Zeigefingers;
. Verlust zweier oder mehrerer Finger an einer Hand;
. Steifheit oder Krümmung eines oder des andern Fingers, wodurch
der Gebrauch der Hand behindert wird;
. ein überzähliger Finger, wenn derselbe so placirt ist, dass er beim
Gebrauch der Hand im Wege is
. Verwachsung der Finger unter hander durch eine Schwimmhaut;;