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diskretionen überfließt, der die geheimsten Immediatberichte in
Parteiversammlungen vorliest, verschloß das Verbrechen,
das erim Werden beobachtete, in den tiefsten
Tiefen seines Herzens, um es nach zwei
Jahren hervorzuholen, gerade in dem Augenblick, als die verhängnisvollen
Folgen seiner entsetzlichen Fuhrwerkerei vom Sommer
1917 allen Augen offenbar werden! Wenn Herr Erzberger
als eine der ganz wenigen Personen, die — im Gegensatz
zu den meisten Staatssekretären und zu der Obersten Heeresleitung
— den Schriftwechsel Pacelli-Michaelis damals schon
kannte und in ihm das Verbrechen der Vereitelung eines ernstlichen
britischen Friedensversuches sah, warum hat dann
der mächtige Abgeordnete sich eine seinem
Wesen gänzlich fremde Zurückhaltung auferlegt?
Warum hat ernicht eingegriffen, um das
Unheil zu verhüten oder wiedergutzumachen?
Warum hat er nach wie vor seine schützende
Hand über den materiell für die Behandlung
des Pacelli-Briefes verantwortlichen Staatssekretär
v. Kühlmann gehalten?
Wenn aber Herr Erzberger, der damals wußte
und schwieg, heute den Briefwechsel Pacelli-Michaelis zu
dem ungeheuren Verbrechen einer vereitelten
Friedensmöglichkeit aufbauscht, wenn er gegen
besseres Wissen — entgegen der vom Kaiser getroffenen
Entscheidung und der dem neutralen Vertrauensmann gegebenen
Information behauptet, die Friedensmöglichkeit sei an
militärischen und schwerindustriellen Forderungen
in bezug auf Belgien gescheitert, wenn er mit
dieser Behauptung aufs neue eine ungeheure Erregung
in das deutsche Volk hineinträgt, um Scheiterhaufen für
seine politischen Gegner aufzuschichten und
seine eigene kompromittierte Person unbemerkt
in Sicherheit zu bringen, — so ist das nichts
als ein gewissenloser und niederträchtiger
Volksbetrug von einer vorbildlosen Dreistigkeit,
ein Volksbetrug, der dem bisherigen unverantwortlichen
Treiben des Reichsverderbers die Krone aufsetzt.
Mag die schwarzrote Mehrheit ihren Erzberger an den
Mauern anschlagen! Der Tag der Wahrheit kommt
doch! 1