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dafuͤr ihren Verwandten, den Grafen von Helfenstein, Gutes
thun, und deßwegen sollte sich ihr Mann sein Stuͤck
Landes abtheilen lassen. Eberhard, wie er die Absichten seiues
Bruders merkte, brauchte statt Sauftmuth Gewalt, und
noͤthigte ihn endlich, daß er mit Beibehaltung hinlaͤnglicher
Einkuͤnfte auf die ganze Regierung Verzicht thun mußte.
Sobald die Bruͤder hierüber unter einander einig waren, ritten
sie mit einander nach Rotweil, da wurde auf freier offeuer
Landstraße kaiserliches Hofgericht gehalten, hier gaben
sie sich feierlich den Handschlag, der sey kein Ritter mehr,
der sein gegebenes Wort nicht halte ?). Schade, daß Ulrich
bis an seinen Tod sein Wort doch nur so hielt, wie
man gewöhnlich abgedrungene Versprechungen hält, aber
jede Anwandlung von Reue war vergeblich, Eberhard wurde
vom Kaiser unterstützt. Karl IV. bezahlte demselben siebzig
tausend Gulden, wie er Kaiser werden wollte, und wieder
vierzig tausend, um seinem Wenzel ruhige Nachfolge zu verschaffen.
Wen Kaiser Karl so viel Gelds werth hielt, dem
gab er gewiß noch reichlichere Privilegien, und die angenehmste
aller Privilegien waren für Eberhard immer solche,
wo er gelegenheitlich die Bürger der Reichsstädte züchtigen
konnte. Fast einziger Stoff der Wirtembergischen Geschichte
im vierzehnten Jahrhundert sind solche ewige kleine Kriege
mit den Reichsstädten, welche durch die verschiedenste Veraulassungen
geweckt und immer neu unterhalten wurden.
Dem Ritter dieses Zeitalters, der auf keinen etwas hielt,
sius und Rauschers Manusc. im Archiv drei Töchtern Ulrichs
an. Adelheid, verm. mit Marggr. Rudolf von Baden. Margaretha,
verm. mit einem Herrn von Ravenstein. Catbarina,
vermählt an Ulrich, den jüngern Gr. von Helfenstein.
*) S. Sattlers Gesch. der Grafen. I. Th. S. 191.
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