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Frsiher als im Osten noch hatte im Westen die Stunde geschlagen, wo die
Angrlffekrdfte beider Gegner In fruchtlosem Abringen erlahmten.
Falkenhapne Entschluß, auf dem dußersten rechten Flügel der neugebildeten
deutschen Westfront noch elnmal zum Angriff überzugeben, entsprach dem Gebot
der Stunde. Aber die Art, wie dleser Entschluß in die Tat umgesetzt worden
lst, wird der Streit so bald nicht verstummen.
Nachdem dle Kräfte der französischen Oberleltung sich mlt dem Vorstoß der
Armee Maudhuy erschöpft hatten, war die Welterführung der Operatlonen ganz
auf die englische Heeresleltung übergegangen. Aun, da es sich um englische
Lebenslnteressen handelte, war French endgültig aus jener seltsamen Befangenbeit
erwacht, dle ihn seit selner ersten Alederlage bei Nons lm Bann gehalten
datte. Schon stand er mit seiner Infanterle von La Bassée über Armentierce
ble Warneton nabe der Verteidlgungezone von Lille, das in den ersten Oktobertagen
von der deutschen Kapvallerle besetzt worden, dann aber vorübergehend
wieder in die Hände der Franzosen gefallen und am 12. Oktober nach heftigen
Kämpfen endgültig in deutschen Besitz gekommen war. Frenche Relter hielten
Verbindung mit einer engllsch-belgischen Gruppe, welche närdlich von Dpern
am Bferkanal sich bereitstellte. Nun schickte French sich an, den deutschen
Nordflügel, der noch immer ulcht über die Höhe von Warneton binausgekommen
war, zu umgehen. Ole Stunde drängte.
Falkenhapn trug sich mit großen Hoffnungen. Er war entschlossen, den
Angriff in Flandern mit allen ihm zur Verfügung stehenden Kräften durchzuführen
und die Hllferufe aus dem Osten zu überbören, weil er überzeugt war,
daß nicht nur, was sich von selber verstand, die Weiterführung der deutschen
Front bie zum Meere jetzt undedingt errelcht werden müsse — neln, daß es ihm
darüber hlnaue gellngen werde, den Feind über den Yserabschnitt zurückzuwerfen,
ihm dann zu folgen und die englisch-französtsche Front, die sich inzwischen
der deutschen gegenüber von Noyon bie Lille befestigt hatte, von Norden her
aufzurollen.
Aber er mußte dlese Operation mit Kräften durchfübren, welche ihrer
Aufgabe nicht gewachsen waren und nicht gewachsen sein konnten. Eine neue
Szene der deutschen Kragödie hebt an: dle Opferung unserer Jungmannschaft.
Die Seeküste war schon Anfang Oktober errelcht worden: unmitteldar
nach dem Falle von Antwerpen war aus der Reihe seiner Eroberer das 3. Reservekorpe
Beseler von Gent nach Westen aufgebrochen, um den Aufmarsch der neu
sich dlldenden 4. Armee zu decken. Es hatte am 14. Oktoder Vrügge, am 15.
Ostende besetzt.
Am 17.Oktober stand die deutsche 4. Armee auf der Linie Ostende-Kortrijk
zum Angriff bereit. Linke anschlleßend hielt sich die 6. Armee
bereit, im Raumc zulschen Lille und Arras das Vorgehen der 4. Armee zu
unterstützen.
Dle 4. Armee bestand aus dem bereits krlegserfahrenen 3. Reservekorpe
und vier nach der Mobllmachung aufgestellten Reservekorps, deren Regimenter
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