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RKosenheimer Anzeiger
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—.
rnberg, Beclin ico.
nosenheimer Tagblait
Amlliches Publitations ·Organ
Nummer 47 SKathollsch: Walburgi
Samstag, 26
Februar 1916
—.— 62. Jahre —
Die Italiener vor Durazzo geschlagen.
Der weitere Ausbau unseres großen Erfolges bei Verdan. — Der Papst urd die belgischen Bischöfe. — Die verheerende
Wirkung des letzten Zeppelinangriffes auf Englaund. — Die deutsche Flagge im Ozean: Eine zweite „Appam“. — Has euglische
Kriegsziel:
Kein Friede ohne „Vernichtung des preuß. Militarismus“ — Die Italiener vor Durazzo in den inneren Verteidigungsring
zurückgeworfen. — Neue russtsche Eingeständnisse über Erzernm.
wurden
Der amtliche Ssterreichische Vericht.
WIB. Wien, 24. Februar. Amtlich wird
verlautbart:
Rusfischer Kriegsschauplatz.
u
Itallenischer Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Süböftlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Truppen in Albanien
haben gestern die Italiener und
ihren Bundesgenossen Essad bei
Durazzo geschlagen.
Am Vormittag bemächtigten sich unsere Bataillone
— deren kleinere Abteilungen den unteren
Arzen übersetzten — der letzten feindlichen
Vorpositionen östlich von Bozar-Siak.
Am Mittag wurde die italienische
Brigade Savona auch
aus der stark ausgebanten
Hauptstellung Istlichdes eben
gem# #nten Ortes geworfen.
Gleichzeitig erstürmte eine
andere Kolonne die 10 km südöstlich
von Durazzo angelegten
Verschanzungen von Sasso-Bianco.
Große Erfolge vor Perdun.
Die Bente an Moterial noch unübersehbar.
gefangen.
neber 10 000 Franzosen
WIIB. Großes Hauptaquartler, 25. Febr. vorm. Amtlich
Wesllicher Kriegsschapplotz.
Auf dem rechten Maasufer wurden auch gestern die schon
7 rvl26 berichteten Erfolge nach verschiedenen Richtungen ausgewertet.
X«
Die befestigten Dörfer und Höfe Champneuville an der
genommen,
** Maas, Gotelettes, Mormont, Beaumont, Ehambrettes u. Ornes
½# außeidem sämtliche feindliche Stellungen
IEbis an den Louvenont-Rücken gestürmt.
Wieder waren die blutigen Verluste des Feindes außere#—
En“) ordentlich schwer, die unfrinen blieben erträglich.
Die Zahl der Gefangenen ist um mehr als 7.000 auf
über 10.000 gestiegen.
Ueber die Beute an Material lassen sich noch keine
Angaben machen.
Oestlicher und Balkankriegsschauplatz.
Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Oberste Heeresleitung
Der Feind verlleß seine Gräben
zum Teil fluchtartig und
wich hluter den inneren Verteidigungsring.
Es wird verfolgt.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstals:
v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Der erfolgreiche Augeiff bel erd
Berlin, 24. Febr. Die Franzosen versuchen,
unseren großen Erfolg nördlich Verdun
als möglichst günstig für sie hinzustellen. Ihr
amtlicher Bericht vom Mittwochnachmittag lautet:
„In der Gegend nördlich von Verdun dauerte
die feindliche Beschießung an, die kräftig
von uns erwidert wurde. Im Laufe der Nacht
entwickelten sich Infanteriegefechte auf einer
Front von ungefähr 15 Kilometern. Der Kampf
dauert heftig vom rechten Maasufer bis süodöstlich
Herbebois an. Wir räumten das Dorf
Hautmont, dessen Rand wir noch halten, nach
hartnäckigem Kampfe, in dem wir dem Feinde
erhebliche Verluste beibrachten. Oestlich von diesem
Orte gestattete uns ein Gegenangriff, den
größeren Teil des hier vorspringenden Waldes
von Caures, der gestern vom Feinde besetzt worden
war, wieder zu nehmen. Nördlich Beaumont
wurde ein auf Herbebois gerichteter starker
deutscher Angriff durch unser Sperrfeuer
glatt angehalten. Nach Aussagen von Gefangenen
wurden einige deutsche Einheiten vollständig
vernichtet. Während dieser Operationen
langsamer, anhaltender beiderseitiger Artilleriekampf
in der Gegend von Haute Cherriere
und Fromezey. In Lothringen in der
Gegend von Nomeny zeigte unsere Artillerie sich
ziemuch tätig. Eine feindliche Erkundungsabteilung
nördlich Letricourt konnte unsere Linie.
1 hicht erreichen.“
Am Mittwochabend wurde dann noch folgender
Bericht ausgegeben: „„In der Gegend
nördlich von Veronn erweist sich der deutsche
Angriff, wie vorausgesehen, als ein sehr bedeutender
und mit großen Mitteln vorbereiteter.
Der Kampf dauerte heute mit wachsender Heftigkeit
fort. Unsere Truppen hielten wacker stand
und brachten dem Feinde sehr beträchtliche Verluste
bei. Die ununterbrochene Beschießung mit
Granaten großen Kalibers, die von unserer Artillerie
mit gleicher Heftigkeit erwidert wurde,
erstreckte sich auf eine Front pon falt 40 Hilometern,
von Malescourt bis in die Gegend
vor Etain. Die Tätigkeit der deutschen Insanterie
in sehr groben Verbänden, die aus Trup.
pen sieben verschiedener Armeekorps sich zusammensetzten,
wurde im Lause des Tages zwischen
Brabant fur-Meuse und Ornes fortgesetzt.
Am Ausgange des Dorfes Hautmont konnke
uns der Feind trotz aller Anstrengungen nicht
aus unseren Stellungen am Walde von Caures
werfen, von denen wir noch den größten
Teil besetzt halten. Unsere Gegenangriffe brach
ten die deutschen Angriffe östlich des Wald
von Caures zum Stehen. Nach einer Neibe
von blutigen Angriffen konnten die Deurchen
im Walde von Varrille eindringen. Nordlich
von Ornes wurden die Angriffe des Feinde?
auf unsere Linie bei Herbebois durch uniere
Gegenangriffe angehalten. Keine Infanterie
lätigkeit auf dem linken Maasufer und zwischen
Ornes und Fromezen. Im Elsaß griff der
Feind gestern gegen Ende des Tages Unsere
Stellungen südostlich des Waldes von Carspach
und südwestlich von Alrkirch an. Ein sofortiger
Gegenangriff warf sie aus dem großten Teil
der vorgeschobenen Stellungen hinaus, in denen
sie Fuß gefatzt hatten.“
Selbstverftändlich sind die Franzosen bestrebt,
uns große Verluste zuzuschreiben, während jsie
von ihren blutigen Verlusten und von den Gefangenen
gar nichts erwähnen.
Die Erfolge bei Verdun.
Berlin, 24. Febr. Wie Karl Rosner aus
dem Großen Hauptquartier meldet, trug der
erste Vorstoß nördlich vom Verdun unsere Waffen
3 Kilometler vor. Der so in einem Sturm
gewonnene Raum von zirka 30 Quadratkilometern,
nicht zum wenigsten dazu die hohe
strategische Wichtigkeit des neu besetzten Raumes
geben ein Recht dazu, diesem örtlichen
Unternehmen eine besonders hohe Bedeutung
beizumessen. Zur richtigen Einschägung des
Erfolges sei hier nur an die Tatsache erinnert.
daß der gesamte Raumgewinn, den die letzte
große Herdstoffensive den Franzosen in der
Champagne brachte, nur etrwa 10 Quadraililometer
mehr ausmaß, als das jetzt von un
seren Truppen am 22. Februar gestürme Stuck
französischer Erde. Durch den weiteren Ausbau
des Erfolges am 24. Februar sind diese
10 Quadratkilometer sicherlich noch überhol:.
Der Pariser Korrespondent des „Corriere della
Sera“ meldet seinem Blatte, mit dem Angri'
nördlich von Verdun hätten die Deutschen ihre
Offensive dort angesetzt, wo die französischen
Militärkritiler sie am allermenigsten vermute
ten. Im Berner „Bund“ kommt Stegemann
zu folgendem Urteil: Es ist klar, daß so flarte.
über so weit verteilte Räume einheitlich ange
ordnete Vorstöße der Deutschen die Nervoritunm
des Verteidigers auf der ganzen Front 1
gern müssen und es für ihn schwierig macher.
zur Gegenoffensive überzugehen oder selbl eine
große Offensive vorzubereiten. (3.)
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