Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Aus  dem  Bezieksamtslalle.

Betreft  —  —  hur  o  ther  der  der  Feldbeftellung
un  Beur
Nachstehend  folgt  Auszug  aus  dem  Krieg
ministerial-Erlaß  vom  28.  Januar  1916  Nr.  g
Kenntnis  mit  dem  Äuftrage,  die  für  die
lrlaubsgesuche  erforderlichen  Fragebogen  auf

das  Genaueste  zu  beantworten  und  Abschrift
davon  jedem  Urlaubsgesuche  beizulegen.
Auszug:
t  davon  ab.

Das  Ergebnis  jeder  Ernte  hän
daß  ein  sachverständiger  Beuiehgleiter  vorhanden
  ist,  von  dem  ein  Arbeitsplan  ausgestellt
  und  nach  dessen  Anordnungen  gearbeiter
wird.  In  erster  Linie  müssen  daher  Beizer
und  Betriebsleiter  beurlaubt  werden.  J
größer  ein  Betrieb  ist,  ums  notwendiger  v
der  Besitzer  oder  Betriebsleiter.

iie  dringlichften  ist  der  Betriebsleiter  dort,

*  ein  Betrieb  verlassen  ist,  d.  h.  der  Mann
einberusen,  die  Frau  gestorben  ist  und  der
ganze  Betrieb  stillliegt  oder  von  Fremden
verwaltet  wird:  es  folgt  in  der  Dringlichkeit


b)  ein  Betrieb,  dem  die  Fran  nur  mit  fremder

ilfe  vorfteht,

c)  ein  Betrieb,  dem  die  Frau  mit  Hilfe  von

Verwandien  vorsteht.

Es  muß  betont  werden,  daß  das  Interesse
der  Allgemeinheit  an  der  richtigen  Versorgung
mit  Liieride  Futter  usw.  im  Vordergrunde
steht  und  daß  mißliche  Vermögensverhöltnisse
usw.  des  Einzelnen  vor  dem  großen  Zwecke
zurücktreten  müssen.

In  zweiter  Linie  sind  die  nicht  als  Betriebsleiter,
  sondern  als  Arbeiter  namentlich  erbetenen
Leute  zu  beurlauben.  Von  diesen  Arbeitern  sind
wieder  die  Führer  von  Dampspflügen  und
Motorpflügen  von  besonderer  Wichtigkeit.  Ob
ein  Mann  als  Betriebsleiter  oder  als  Arbeiter
muß  nach  dem  Fragebogen

 

in  Frage  kommt,
beurteilt  werden.

Gesuche  um  Beurlaubung  landwirtschaftlicher
Arbeiter,  die  mit  ausgefüllten  Fragebogen  belegt
  sind,  find  stets  vor  solchen  zu  berücksichtigen,
die  zwar  von  der  Gemeinde  oder  Bezirksamt
zugeleitet.  aber  nicht  mit  ausgefülltem  Frage
bogen  belegt  sind.  In  letzter  Linie  sind  csuche
zu  berücksichtigen,  die  weder  von  der  Gemein
oder  Bezirksamt  zugeleitet,  noch  mit  ausgefüllten
  Fragebogen  begelegt  sind.

 

Da  wiederholt  Fälle  festgelegt  wurden,  in
denen  beurlaubte  landwirtschaftliche  Arbeiter  in
der  Heimat  keine  Arbeit  fanden,  haben  Beurlaubungen
  nur  dann  zu  erfolgen,  wenn  der
Nachweis  vorliegt,  daß  der  Beurlaubte  Arbeit
findet.  Gesuche  mit  ausgefülltem  Fragebogen
gelten  als  ein  solcher  Ausweis.

Jeder  wur  —’Jt-  Arbeit  Beurlaubte
  hat  bei  Rückkehr  aus  Urlaub  den  vom
Bürgermeifter  bestätigten  Nachweis  zu  erbringen,
daß  und  wie  lange  er  in  einem  landwirtschaftlichen
  Betriebe  gearbeitet  hat.

—

Belreff:  Hascr=  und  Gersleversorgung  der  Serreverwaltung.


1.  Zur  Förderung  der  Lieferung  von  Gerste
und  Hafer  auf  Anweisung  der  Zentralstelle  zur
Beschaffung  der  Heeresverpflegung  darf  eine  besondere
  Vergütung  gezahlt  werden,  die  für  die
Tonne  beträgt:

a)  wenm  die  Gerste  und  der  Hafer  bis  zum
29.  Februar  1916  einschließlich  bei  den
Proviantämtern  abgeliefert  oder  auf  der
Bahn  oder  dem  Schiffe  verladen  iste:
60  Mark;

 

5)  wem  die  Ablieferung  oder  Verladung

in  der  Zeit  vom  1.  bis  15.  März
1916  einschließlich  erfolgt:  30  Mark.

Die  Vergütung  kann  auf  Antrag  ausnahmeweise
  auch  dann  gewährt  werden,  wenn  die  Ab
lieferung  oder  Verladung  des  rechtzeitig  ausgedroschenen
  Getreides  nicht  innerhalb  der  bezeichneten
  Fristen  hat  erfolgen  können  aus
Gründen,  die  der  t-  nicht  zu
vertreten  hat  und  die  außerhalb  seines  Be
triebes  liegen.  Der  Antrag  muß  bis  zum  31.
März  1916  gestellt  werden.

2.  Soweit  im  Besitze  landwirtschaftlicher  Unternehmer
  befindliche,  der  Enteignung  unterliegende
  Vorräte  an  Gerste  und  Hafer  nicht
bis  zum  31.  März  1916  freiwillig  dem  Kommunalverbande
  zur  Abnahme  angeboten  werden,
wird  im  Falle  der  Enteignung  der  Uebernahmepreis
  um  60  Mark  für  die  Tonne  gekürnzt.

Die  Gemeindebehörden  werden  beauftragt,  die
Besitzer  von  Hafer-  und  Gerftevorräten  auszusordern,
  alle  verfügbaren  Hafer=  und  Gerste.
mengen  sobald  wie  möglich  abzuliefern  und
nicht  bis  zum  Herannahen  der  obenbezeichneten
Endtermine  zuzuwarten,  da  bei  verspäteter  Ablieferung
  an  die  Proviantämter  die  Vergl#-Abschrift
  der  Bekanntmachung  ist  an  der  Cemeindetasel
  anzuschlagen.

 

 

Rebenverdienn!

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mig  zn  gorn  Cerbindungen  in  EGnchle

ndustriekrelsen  iucht  eine  aroößere
leiftangk  fähige  Otuckerei  far  alle

   
 
 
  

Deulacher  Nalser

Lichispiele  Melios  —

Samsteg,  ben  26.  und  Lonstag,  ben  27.  Februar  1916.

Bekanntmachung.

Betteff:  Verkehr  mit  Dleh,  Wild  und  Fleisch.
Auf  Grund  des  8  der  Bekanntmachung  deß  K.  Staatsministeriums
  de#s  Innern  dom.

20.  Januar  1916  wurde  bom

wntersertigten  Stadtmagistrat  durch  Beschluß  vom  11.  und  22.

 
   

2
ößeren  Orte  Sũdba  IJ  s.  Auslühtlich
  Anerbietens-serv
Ast«sssu0elchsfuselle  do  Blslies
i  2376

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J.  SENFI.  Rosenbeim-.

Die  Erzeuerung  der  Lose  zur  3.  Klasse
7.  (233)  Lotterie  hat  begonsen  und  muss
geßzen  Vorlegung  des  Vorklassenloses  bls
"sPStestens  6.  Mirz  geschchen  seln.

Achtel-  Halbes-  Oanzes-Los
b.  –

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Im  #  am  „onstanfinopel,  die  Dardanellen

und  den  Bosporus.
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dor  zu  vermieien.

     

zonon  Kampflgebieton,  woselbst  sich  sowohbl  die  Engländer  all
auch  die  Eranzoson  sei  mehr  denn  einom  Jahre  vorgeblich  bedloron
  Turken  zu  eireissen.  Hieraul
lernon  wir  die  Verteidigunganlagen  der  Dardanellen,  des
Doh  kennen.  Dieser  1.  Tell  blidet.  Jedoch
bur  don  Auftakt  für  Wiedergabe  weltgeschichtlicher  Ereignime.
wie  solche  sich  gowaliiger  auf  türkischem  Boden  noch  nicht
abspielten,  denn  dor  v.  Teil  des  hochaktuellen  Vertrages  bringt:
edanellen

      
   
 
   
  
   
 

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  gelegen,  ca.  3  Tagwerk  groß,
wenig  angestochen  u.  daher  auch
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zu  derkaufen  oder  zu  dertauschen.
Briefe  unter  F.  17  an  Haasenstein
  &  Vogler  A.-G.,  Rosenheim.

Erleubreunhohz

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er  Eremit

dem  Biehhändler

Unangenehm  u.  zeitraubend

die  oft  umfangreichen  Adresen  der  Feldpombriefe

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den  nachstehenden  Lerlenen  die  Genehmigung  oen
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Noseuheim,  den  28.  Februar  1916.
Stad

tmagistrat.

für  die  Angeborigen  der  Kriegstellnehmer,
Lkorrekt  und  ausführlich  #u  schreiben.

##2#End  dagegen

efumschläge

 

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