Full text : Kronprinz Wilhelm. Meine Erinnerungen aus Deutschlands Heldenkampf.

des  VII.  A.  R.  folgten  die  56.  J.  D.  und  vom  Ostufer  außer  neun  Batterien
  leichter  Feldhaubitzen,  zahlreiche  Fußartillerie-Bataillone  und  drei
Flammenwerfer-Rompagnien  in  ununterbrochenen  Transporten  dorthin
nach.  Die  abgekämpfte  1.  J.  D.  wurde  durch  die  21.  R.  D.  des  Generals
Briese  ersetzt,  die  103.  J.  D.  durch  die  Garde-E.  D.  Die  General—
kommandos  des  XVIII.  R.  NR.  und  X.  R.  R.  vollzogen  den  schon  geplanten
Tausch  in  ihren  Abschnitten.  Für  General  v.  Gallwitz  übernahm  General
v.  François  den  Befehl  über  die  [Maas-Gruppe  West.

Am  18.  Juli  bot  die  Neugliederung  der  5.  Armee  folgendes  Bild:

Westlich  der  Argonnen  standen  unter  dem  Generalkommando  des
X.  R.  R.  die  7.  R.  D.,  I9.  R.  D.  und  §.  LdÖF  D.

Das  XVI.  A.  RN.  wurde  durch  Abgaben  geschwächt,  blieb  aber  in
seiner  Gliederung  im  wesentlichen  unverändert,  ebenso  die  2.  Tdw.  D.

Bei  der  Maas-Gruppe  West  gehörten  zum  XXIV.  R.  R.  die  192.,
J4.  und  38.  J.  D.,  zum  VII.  A.  R.  dle  14.  und  13.  J.  D.

Die  Ulags-Gruppe  Ost  unter  General  v.  Lochow  umfaßte  das  VII.  R.  Z.
mit  der  14.,  13.  und  25.  R.  D.,  die  Gruppe  Höhn  mit  der  4.  J.  D.  und
6.  baper.  J.  D.  und  das  XVIII.  R.  R.  mit  der  Garde-.  D.  und  21.  R.  D.

Das  XV.  A.  R.  (50.,  30.  und  39.  J.  D.)  blieb  unverändert.

Neben  häufigen  Fahrten  zur  G.  S.  A.  nach  Mezieres  zur  Orientierung
  über  die  Gesamtlage  besuchte  ich  die  Gefechtsstände  der  von  Derdun
scheidenden  Stäbe  oder  nahm  die  Abmeldung  der  Rommandeure  in  meinem
Sauptquartier  entgegen.  Wir  alle  standen  dabel  unter  dem  ernsten  Eindruck,
daß  die  Juli-Wreignisse  von  entscheidender  Bedeutung  für  die  militärische
und  politische  Gesamtlage  sein  mußten.

In  beroischer  Abwehr  wurden  alle  Angriffe  auf  das  Zwischenwerk
Thlaumont  vereitelt,  wobei  sich  der  Eindruck  ergab,  daß  auch  der  Feind
Veranlassung  zur  Wunitionsersparnis  zugunsten  selner  Offensiofront  an
der  Somme  hatte.  So  trat  denn  Mitte  Juli  eine  Entspannung  der  Lage
bel  Derdun  ein.  Für  meinen  Thef  lag  darin  der  Antrieb,  erneut  der
Frage  der  Wlederaufnahme  des  eigenen  Angriffs  näherzutreten,  in  dem  an
sich  gewiß  erblärlichen  Streben,  dadurch  mittelbar  den  Rrafteinsatz  des
Feindes  an  der  Somme  abzuschwächen.  Schon  am  23.  Juli,  also  nur
12  Tage  nach  dem  Befehl  „strikter  Defensive"  vor  Oerdun,  hatte  er
hierüber  in  Sorbey  eine  Besprechung  mit  dem  Kommandtierenden  General
des  XVIII.  R.  R.  und  dem  Befehlshaber  der  Gruppe  Ost.  Dabei  for-219