Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1881. (58)

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1)  die  zur  Durchführung  der  angeordneten  Schutzmaßregeln  auf  ihrer  Markung
zu  verwendende  Wachmannschaft  auf  ihre  Kosten  zu  stellen  und  überhaupt  die  mit  der
ihnen  obliegenden  Ueberwachung  der  getroffenen  polizeilichen  Anordnungen  verbundenen

osten  zu  tragen;

2)  Die  Kosten  derjenigen  Einrichtungen  zu  übernehmen,  welche  zur  wirksamen
Durchführung  der  Orts-  und  Feldmarksperre  vorgeschrieben  werden;

3)  auf  ihre  Kosten  die  Hilfsmannschaften  und  die  Transportmittel  zu  stellen,
welche  die  Anordnung  der  Tödtung  kranker  oder  verdächtiger  Thiere,  die  Zerlegung,
sowie  die  unschädliche  Beseitigung  der  Kadaver  oder  einzelner  Theile  derselben,  oder  die
Impfung  gefährdeter  Thiere  erforderlich  macht;

4)  ohne  Vergütung  einen  geeigneten  Raum  zu  überweisen  und  mit  den  nöthigen
Scutzmitteln  zu  versehen,  an  welchem  die  unschädliche  Beseitigung  verendeter  oder  getödteter
  Thiere  oder  einzelner  Theile  derselben,  der  Streu,  des  Düngers  oder  anderer
Abfälle  vorgenommen  werden  kann,  wenn  dem  Besitzer  solcher  Thiere  nach  dem  Bescheid
es  Gemeinderaths  der  geeignete  Ort  dazu  fehlt;

5)  außerdem  haben  die  Gemeinden  die  Kosten  der  öffentlichen  Bekanntmachung
des  Ausbruchs  und  Erlöschens  von  Viehseuchen,  sowie  die  Kosten  des  amtlichen  Verkehrs
ihrer  Behörden  aus  Anlaß  einer  Viehseuche  zu  bestreiten.

Art.  19.

Wenn  die  in  Art.  18  unter  Nr.  1  und  2  bezeichneten  Schutzmaßregeln  mehrere
#emeinden  in  örtlich  verbundener  Lage  gemeinsam  umfassen,  so  haben  diese  Gemeinden
le  ihnen  obliegenden  Kosten  solcher  Maßregeln  nach  dem  Maßstabe  der  Staatssteuer
von  Grundeigenthum,  Gebäuden  und  Gewerben  gemeinsam  aufzubringen.

Art.  20.

Alle  in  den  Art.  15  bis  19  nicht  erwähnten,  durch  die  angeordneten  Schutzmaßregeln
veranlaßten  Kosten  fallen  der  Polizeibehörde  gegenüber,  unbeschadet  etwaiger  privatrechticher
  Regreßansprüche,  dem  Eigenthümer  der  erkrankten  oder  der  Erkrankung  verdächtigen,
gefallenen  oder  getödteten  Thiere  zur  Last,  außerdem  Demjenigen,  in  dessen  Gewahrsam
oder  Obhut  (Stall,  Gehöft,  Weide  rc.)  sich  die  Thiere  befinden,  dem  Begleiter  derselben
und,  soweit  die  Kosten  durch  Desinfection  von  Ställen,  Standorten  oder  beweglichen
Gegenständen  oder  durch  Beseitigung  der  letzteren  veranlaßt  sind,  dem  Inhaber  derselben.

Die  Kosten  können  von  den  genannten  Verpflichteten  im  Wege  der  Zwangs-