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1) die zur Durchführung der angeordneten Schutzmaßregeln auf ihrer Markung
zu verwendende Wachmannschaft auf ihre Kosten zu stellen und überhaupt die mit der
ihnen obliegenden Ueberwachung der getroffenen polizeilichen Anordnungen verbundenen
osten zu tragen;
2) Die Kosten derjenigen Einrichtungen zu übernehmen, welche zur wirksamen
Durchführung der Orts- und Feldmarksperre vorgeschrieben werden;
3) auf ihre Kosten die Hilfsmannschaften und die Transportmittel zu stellen,
welche die Anordnung der Tödtung kranker oder verdächtiger Thiere, die Zerlegung,
sowie die unschädliche Beseitigung der Kadaver oder einzelner Theile derselben, oder die
Impfung gefährdeter Thiere erforderlich macht;
4) ohne Vergütung einen geeigneten Raum zu überweisen und mit den nöthigen
Scutzmitteln zu versehen, an welchem die unschädliche Beseitigung verendeter oder getödteter
Thiere oder einzelner Theile derselben, der Streu, des Düngers oder anderer
Abfälle vorgenommen werden kann, wenn dem Besitzer solcher Thiere nach dem Bescheid
es Gemeinderaths der geeignete Ort dazu fehlt;
5) außerdem haben die Gemeinden die Kosten der öffentlichen Bekanntmachung
des Ausbruchs und Erlöschens von Viehseuchen, sowie die Kosten des amtlichen Verkehrs
ihrer Behörden aus Anlaß einer Viehseuche zu bestreiten.
Art. 19.
Wenn die in Art. 18 unter Nr. 1 und 2 bezeichneten Schutzmaßregeln mehrere
#emeinden in örtlich verbundener Lage gemeinsam umfassen, so haben diese Gemeinden
le ihnen obliegenden Kosten solcher Maßregeln nach dem Maßstabe der Staatssteuer
von Grundeigenthum, Gebäuden und Gewerben gemeinsam aufzubringen.
Art. 20.
Alle in den Art. 15 bis 19 nicht erwähnten, durch die angeordneten Schutzmaßregeln
veranlaßten Kosten fallen der Polizeibehörde gegenüber, unbeschadet etwaiger privatrechticher
Regreßansprüche, dem Eigenthümer der erkrankten oder der Erkrankung verdächtigen,
gefallenen oder getödteten Thiere zur Last, außerdem Demjenigen, in dessen Gewahrsam
oder Obhut (Stall, Gehöft, Weide rc.) sich die Thiere befinden, dem Begleiter derselben
und, soweit die Kosten durch Desinfection von Ställen, Standorten oder beweglichen
Gegenständen oder durch Beseitigung der letzteren veranlaßt sind, dem Inhaber derselben.
Die Kosten können von den genannten Verpflichteten im Wege der Zwangs-