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hat sehr gewechselt. Im vorigen Jahrhundert
hatte man meist 4, Friedrich d. Gr. 5
Geschütze auf 1000 Mann;z in Frankreick
2½, Napoleon I. später 3 Geschütze. Nack
1860 trat eine Vermehrung bis zu 8
Geschützen ein, und seit dem Krieg von
1870/71 ist man, in Anerkennung der
Wichtigkeit einer starken F., bestrebt, 4
Geschütze pro 1000 Maun mitzuführen.
eldbäckerel. In Deutschland ist schon
im Frieden bei jedem Armeekorps ein dem
Proviantamt beigegebenes Feldbäckereiamt
mit einer Bäckereiabteilung sormiert, welches
für die Garnison den Brotbedarf zu
backen hat. Im Krieg formiert jedes mobile
Trainbataillon eine Feldbäckereikolonne;
u deem Feldproviantamt gehört auch ein
eldbäckereiamt (pro Armeekorps eins).
Jede Feldbäckereikolonne führt die Eisenteile
für zwei Feldbacköfen mit, welche dann
aufgestellt werden, wenn die in Ortschaften
vorhandenen Backöfen nicht ausreichen und
zum Bau steinerner keine Zeit bleibt. Die
eisernen Backöfen bestehen aus unter sich
verbundenen eisernen Rippen, die mit
Ziegelsteinen ausgemauert werden. Ein
Backofen kann in 5—6 Stunden durch
12 Arbeiter erbaut werden.
Feldbefestigung, s. Befestigungsn
Feldbinde (franz. écharpe, woraus
das deutsche Wort = Schärpe-), ein bandartiger
Schmuck, der um Schulter, Taille
oder Arm getragen wurde; war zu Cäsars
Zeit schon eine allgemeine Auszeichnung
der Offiziere, im Mittelalter ein ritterlicher
Schmuck, im Dreißigjährigen Krieg
ein Erkennungszeichen. Die Protestanten
trugen gelbe, die Kaiserlichen rote, die
Schweden grüne Feldbinden. 1864 wurde
von den preußischen Truppen in Schleswig
eine weiße " um den linken Oberarm
etragen. Nach der Genfer Konvention
ragen alle Sanitätstruppen die weiße
Binde mit rotem Kreuz. Jetzt wird die F.
allgemein als Schärpe (s. d.) getragen.
eldhargierung spr. · scharsch), s.
Chargierungund Munitionsersatz.
Felddiakonen, die freiwilligen Krankenpfleger
geistlichen Standes im Krieg,
ähnlich den Instituten der Diakonissinnen,
zuerst 1866 in Berlin, organisiert.
S———
Feldbäckerei — Feldgendarmerie.
Felddienst umfaßt alle Dienstzweige,
welche zur Ausbildung der Truppen in
den Verrichtungen des kleinen Kriegs gehören,
welche also den Dienst der im Fe
stehenden Truppen für die Zeit ausmachen,
die zwischen zwei Schlachttagen liegt, oder
die auf einen Schlachttag folgt. Da man
stets auf einen Zusammenstoß mit dem
Feind gefaßt sein muß, die ganze Truppe
aber nicht immerfort gefechtsbereit sein
kann, so ist der Sicherheitsdienst während
dieser Feit ihre Hauptthätigkeit, bei
welcher ein Teil der Truppe die Sicherung
übernimmt, damit der andre ruhen
kann. Für den Zustand der Ruhe (Biwak,
Kantonnement) ist es der Vorposten-,
Lager= und Kantonnementsdienst,
für die Bewegung der Aufklärungs-,
Rekognoszierungs= und der eigentliche
Sicherungsdienst (s. d.). Außer
diesen gehören zum F. noch der Ordonnanzdienst,
welcher durch Meldungen
die Verbindung zwischen den einzelnen
Gliedern des Heers unterhält, sowie Expeditionen
behufs Fouragierung und
Requisition, Hinterhalte, Überfälle, Alarmierungen
2c.
"el ienstübung, s. Exerzieren.
eldetat (spr. tah) bezeichnet im Gegensatz
zum Friedensetat die kriegsmäßige
Sollstärke von Truppenteilen oder die
Sätze, nach denen die Geldverpflegung der
Truppen im Krieg zu berechnen ist. Der
F. tritt mit dem ersten Mobilmachungstag
in Kraft. ·
Feldflasche, eine mit Leder überzogene
Glasflasche, die vom Soldaten an einem
Riemen über die Schulter getragen wird
und zur Mitführung erfrischender Getränke
dient. Die Lazarettgehülfen tragen
größere Feldflaschen (Labeflaschenec),
die öterreichischen Sanitätssoldaten deren
wei.
Feldgendarmerie Opr.“schangdar- dient
zur Aufrechterhaltung und Ausübung der
Heerespolizei bei der im Felde stehenden
Armee und auf den Etappenstraßen. Nach
dem Reglement vom 15. Aug. 1872 wird
bei der Mobilmachung von jedem Armeekorps
ein Feeogendarmerieheachemen von
1 Rittmeister, 1 Wachtmeister und 51 Feldgendarmen
sowie eine Detachementsabtei-