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Vummer 113
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Sonntag, 16. Mai 1913
Albre. Großfunn, gefallen: Gesr. Alfred
Dornih u##e Murquartstein, schwer verwundet.
Reserve- Insanterieregiment Nr. 18: Infant.
Florian Oswald aus Altbabensham, schw. verwundet,
geslorben am 20. J. 15; Ins. Leonhard
Rieser ans Schliersce, schwer verwundet: Juf.
Andreas Söldner aus Froschham, schwer verwun##el;
Zus. Anton Doppler aus Adelsietten,
schuer verwundet: Gefreiter Alois Moser aus
Feilnbach, leicht verwundel: Ins. Tav. Nahm
aus Kirchdorf, leicht rerwundet; Jus. Thomas
Lohmeier aus Hundsham, leichi verwundet; Jusanterist
Martin Klotz aus Tegernbach, gesollen;
nf. Nilolaus Hacg aus An., gefallen;
Juf. Georg Surer aus Tittmoning, schwer verwundet:
Inf. Luitpold Schubert aus Traunsiein,
leicht veru#undet: Gesreiler Barth. Steiner
and Moosen, leicht verwundet: Unteroffizier
Kaspar Maier aus Zenggries, gefallen;
Uifiz. Ludwig Reichersamer aus Eggstätt, gesallen:
Iuf. Alois Wimmer aus Kirchdorf, gefal
len: Ons. Jolann Vachleitner aus Tolz, gesal
len: Ius. Peler Hofner aus Nibling. gefallen;
Gefreilet S. bastinn Schurer aur Grasing, schwer
verwimdet: Gefreiter Franz Beicht aud Niedermoosen,
sch Uer verwundrt.
1. Auß Artillet eregimnt. Kan. Felir Aig
ner aut Weihrr. schm. r rerwunde!.
Reserre Fußartillerieregiment Nr. 1:
d. L. Venno Kögl aus Peiting, gefallen.
Fahr.
3. Pionier Butaillon Ingolstedl: Pion. Jos.
Noit ans ur ssan, leil#vermnde
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Stumblng,1—I.Mui.Dass-...?1misdin,1cr
Tagl«"iatt··inclrei:HeutcfniljBlitz-toude
wie zmes zeugen mitteillen, von der Donauhrücke
aus eine Frauensverson in die donau
geworsen. Die Bewolener der donauabwärts
hgelegruen Häuser verlahmen um diese Jeit
Hilseime. Oer Täter lonnte ermimel: werden.
Er leitt Kari Banmeisler. Kansfman.) an Ne
enz uln. Neiselter ##r Fitena Deutiates BVer
lagelaus VBong & Cu. iu Leipig. Das in die
Donau geworfene Madten isl die Kelinerin
im „Regenoburger Heof'“ dabier, Therese Frau
enhoser.
Nürnberg, 14. Mai. Gestern nachmittag
wollte die in der Wie#nstraße wohnende Reiß
zeugmacherefrau Kißlolt mit ihrem elf Monate
alten Töchterchen auf dem Arm an das Wohn
zimmersenster treten. Dabei stolperte sie ülber ein
am Voden liegendes Kopflissen, dar Kind entglilt
ihren Armen und stür#te durch das Fensier
aus der Höhe des zweilen Slockwerkes
auf den (öchiteig hinad. Des Kind erlin einen
schweren Schedelbruch und starb alsbeld.
Grenzkande.
Kufstein, 141. Mai. Das Kaiserlal bietet
gegenwärtig einen Berrlichen Anblid. Die Wege
nacf Vorderlaiserfelden und Hinterbärenbad
sind volliommen sch neefrei. Die Unterlunftshäufer
der Sektion Kufitein, Hinterbärenbad
und Strirfsenjoch bleiben auch mährend der
Kriegsdauer gedifnet, uur wird der Wirtschaftsbetrieb
in besckränitem Masse ausgeubl. Das
Strixsenjochhaus wird an Pfingsien wieder geöffnel.
Das Bad und die Gastwirtschaft am
Hintersteinersee sinp ab 13. Mai wieder geöffnet.
Die Trift ist im Kaisertale gegenwärtig
in vollem Gange. Das seltsame Schauspiei loct
allabendlich riele Zuschauer in di: Sparchner
Klamm, wo unter lautent Getöse die Hölzer
durch die schämm: :? : Wasser drängen. Die
Klause, die abends # Uhr geschlagen wird, bildet
vor Hinterbärenbad ei#n wunderschönen
tiefgrünen See, mit der Ellmauer Halt und
dem Totenlirchl im Hintergrunde.
——————
Brannenburg, 14. Mai. Seit einiger Zeit
kann man auf dem Aussichtsturm des malerisch
gelegenen, bistorisch berühmten Schlosses die
Flagge des Roten Kreuzes wehen sehen. Der
Anblick dieses Zeichens christl. Nächstenliebe slößt
dem Beobachter entschieden Hochachtung und
Verehrung für den Schloßherrn Maijor Reinhard
ein. Als alter erprobter Militär, welcher
bereit 1870 für die Ehre unseres Vaterlandes
mit Gut und Blut einstand, weiß er die Mühsalen
des Krieges zu schätzen; auch ist es ihm
klar, was jeder unserer braven Vaterlandsverteidiger
im Felde auszustehen hat. Deshalb
Bhat er in hochberziger Weise einen Teil seines
herrlichen Schlosses als Erholungeheim unseren
verwundeten Helden zur Verfügung gesiellt.
Für die liebevolle und gute Pflege, welche er
seinen Schützlingen angedeihen läßt, sei ihm
der herzlichste Dank ausgesprochen.
Bad Uibling, 14. Mai. Die Willa des
Herrn Otio Rist ist durch Verkauf in den Besitz
des Herrn Ludwig Graf, Chemiker und Fabrikdireltor
aus München, übergegangen. Ferner
hat das Gereranwesen nächst der Thürham=Mühle
samt Inventar Herr Jos. Müller, Vorstand
a. D. bei der Bauverwaltung des Kaiserlichen
Gouvernements Daressalam (Deutsch-Oslafrika)
zurzeit in Murnau, erworben.
Grafing, 14. Mai. In Bruck wurden in
dem nächst dem Bahnhose gelegenen Obstgarten
des Waldarbeiters Joh. Braun nachts von
Bubenhänden 26 Obsthäume abgehanen. Die
Anlage ist ersl vor einigen Jahren ausgeführt
worden.
Miesbach, 14. Mai. Eine Teucrungszulage
lewilligte die Oberbayerische Bergbau Akt.-Gei.
in Hausham ab 1. Mai ihren Arbeitern, und
zwar für verheiratete Arbeiter 40 Pfg., für
alle übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen 20
Nfg. pro verfahrenen Arbeitslag.
Ortssammeiskelle für ciebesgaben
Rathaus, Zimmer Nr. 16).
Zu unserer großen Freude lönnen wir be
richten, daß trotz des Tabaklages, der an die
Gebefreudigleit der Rosenheimer Spender und
Spenderinnen große Ansorderungen gestellt hat,
die Liebesgaben für die Krieger im Felde nicht
rergessen wurden. Dadurch sind wir in der Lage.
in der nächsien Woche wieder die beliebten Sol
datenpalete anfertigen zu lönnen und bilien
um: Briespapier, Aleististe, Notizbücher, Seise,
Waschlappen, Socen, Fuslappen. Spiellarten,
Munrharmonila, gedörrte Zwelschgen, Crfri
schungsbonbons und Schololade. Es ziehen 5
wiele neue Truppen in den Kampf, auch diese
find danlbar um jeden Gruß aus der Heimat.
Fotulnuchrickers.
Rosenheim, 15. Mai.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
nion. Duniel, Sohn des H. Direltors Dmiel
btes slädt. Eleltrizitälswerke# in Rosenheim (bri
einent Stutin auj eine feindliche Anhölle in (da
linien, 2½ m vor einem russ. Schüyengraben?;
Garth. Osflerhammer, Oelonomensfohn ven
daindorf bei Niederaschan, Res. im 1. Juf.
eg.:; Joseph Hofmam, Feichtlbauerssohn von
alobsberg. Eri. Nes. im 3. Inf. Reg.:; Andr.
Muier, Veichipanlsohn von Hirschberg. Erf.
es. im 18. Nes. Juf. Reg.; Georg Rrindl.
rVoerm. Kischerbauer Bauerssohn von Gries
ull, zulem Säger i#u Oberfleinach, Eri. Res.
im 18. Jus. Neg. *
Auszeichnungen im Felde. Der Land.
uehrmann Joseph Geiger, Gefreiter im Land.
wehr-Inf. Reg. Nr. 1, Bräuer in der Auerhrauerei
in Nosenheim, wurde mit dem Mililarverdienukreuz
3. Kl. mit Krone u. Schwer
lern ausgezeihnet. Johann Lechner, Sohn des
Telephonvorarbeiters Lechner in Hotzlirchen, exlrelt
das Eiserne Krenz.
Militärdienst. In der Landwehrfeldartillerie
1. Aufg. wurde der Mizewachtmei
srer Guftav Kuntze (Nosenheim) zum Leutnant
besördert.
Diözesannachrichten. Anweisung erhielten
der Kommorant in Hasloch, Priester
Stephan Steinbacher cls Koadjutor in Pelerskirchen;
der 1. Kooperator in Isen, Priester
Franz Paul Wintschecd als Vilar in Hallberg
moos; der Koadjutor in Rott am Inn, Priester
Joseph Wimbauer als Miker der erledigten
Rfarrei Rott am Inn.
Eichdienst. Der K. Eichmeister K. Schmid
in Trannstein wurde auf sein Ansuchen wegen
Kraätheit vom 1. Juui ab unter Anerkennung
seiner Dienstleisltung seines Amtes enthoben.
Bahndienst. Der Wagenwartergehilfe L.
Lechner in Rosenheim wurde unter Anerkennung
seiner Dienstleistung ab 1. Mai in den
#inhe land versetzt.
Mehlpreise. In UAerbmucherlreisen beeht
vielfach Unklarheit über die Vorgänge bei
der derzeiligen Preisbildung für Weizen und
Roggenmehl. Selr häufig ist die Meinung
rerbreitet, als ob die Mehlverkaufsstellen (Müller,
Bäcker, Händler) den Preis willkürlich brllimmen
lönnten. Dies trifft jedoch nicht zu,
sondern in erster Kinie liegt die Preisbestim-
mung beim Kommunalverband. Dieser lauft:
das Brotgetreide von den Landwirten zu den
gesetzlich festgelegten Höchstpreisen, läßt alsdam
das Getreide in den Mühlen unter Bejahlung
angemessener Malllöhne vermahlen
und gibt dann d#s fertige Mehl an die Verlaufsstellen
zu Preisen ab, welche neben den
Gestehungskosten noch die Zuschläge für Verwallungslosen
suiR jär vorgesehene Rüdlagen entbolten.
Jurzeil hat auch noch die Kriegsgetreidegesellschaft
ein Mitbestimmungsrecht für die
Preishöbe in Bayern, dahingehend, daß ein
bestimmt genannter Preis ulcht unterschritten
werden darf; so lange diese Vertragsklausel
nicht aufgehoben ist, kann an eine Varbilligung
des Mehles in Bayern nicht gedacht werden.
Was alsdann die Kleinverkaufspreise betrifft,
so ist zu beachten, daß die Verkaufsstellen das
Mehl vom Kommunalverband unter erschwerenderen
Bedingungen (Barvorauszahlung, Verfrachtungskostentragung),
als zu Frürdensgiten
im freien Handel üblich ist, zu übexn ehmen haben.
Trotzdem beträgt die Spannung zwischen
Einlaufspreis und Kleinhandelsverllaufspreis,
welch letzterer durch Höchstpreise, die nicht überschritten
werden dürfen, bestimmt it, nicht mehr,
als in normalen Zeitläuften zur Deckung der
Verkaufsspesen und zum Berbleib eines lleinen
Gewinnes nötig erachtet wird. Die Kleinverlaufspreise
können nur dann eine Herabminderung
erfahren, wenn es den Kommunalverbänden
ermöglicht sein wird, den sackweisen Verkauf
im Preis erheblich billiger zu gestalten.
Die Pahrevision in Kiefersfelden
soll in den Kufsteiner Bahnhof verlegt werden.
Grüunde hiezu sind die erheblichen Verspätungen,
die namentlich die Schnellzüge nach München
durch den Pas#zwang erleiden. Die Südbahn hat
den Hoswartesalon ip Kufstein für diesen Zueck
zur Verfügung gestellt; ob jedoch die Verhandlungen
zu einem Ergebnis führen, weis man
noch nicht.
Der Kriegslochkurs, welchen der katholische
Frauenbund und der Verein für Fraueninteressen
gemeinsam abzuhalten beabsichtigen,
soll nunmehr nach Pfingsien beginnen. Die besonders
schöne große Küche im „Bräu am Anger“
wurde für diesen Zweck zur Verfügung
gestellt und eine vorzügliche Lehrerin wird den
Unterricht leiten. Der Kurs dauert 10 Tage
und findet immer nachmitlags von 2 bis 6 Uhr
sratt, morauf das Gelochte von den Schülerinnen
verzehrt wird. Eingehbende Belehrungen
über alle mogliczen Zusammensehmungen der verschiedenen
Mehle, Fette und sonstigen Nahrungs
mitteln, über deren Nährmerl und vorteilhafleste
Nerwendung, sowie Bereilung mannigsalliger,
billiger Speisen, wird den Schülerinnen
nene Gesichtspunlle eröffnen und gar Vieles
raccden sie praltisch auch in der Friedenszeil
trmerten lönnen. An dem Urnterricht lönnen
jomohl Ansängerinnen wie auch geübte Haus
jfrauen teilnelhnen. Der billige Preis beträgt
nur 4 Ml. für den Kurs und 610) Pfg. pro
Tag für die Mahlzeit. Die Zabl der 20 Schülerinnen,
welche Aufnahme finden, wird bald
bollständig sein. In Oberbayern sanden beleite
31 solcher Kurse bei regster Beleiligung
slall; wir ossen, daß auch die NRosenheimer
„aueie#lt aus dem Platze sein und dann
recht Gntes kochen wird. Anmeldungen bis Don
nerstag, den 20. Mai bei Frau Kommerzien
rat Senft (Müncknerstraße 2) und Frau Kauf
mann Groß (Münhnerstraße 48.
Eine wonilberechtigte Warnung.
Dar Sachsische Ministerium de## Innern ver
o kentlide solgende eitgemäße Marnung: Man
jollle es nichl für moglich halten, daß es An.
nehörige deutscher in Gefangenschaft geralener
Krieger gibt, die sich nicht schämen, in ihren
VBriefen nach den seindlichen Ländern einige in
Vieser Zeit unvermeidliche Entdehrungen zu ei
ner Notlage aufmbauschen und sich darüber
n heliagen, daß das Petroleum teuer oder
der Reis knapper sei. Manche schreiden sogar
Unwahrheiten, wie, daß wir leine Karkoffeln
mehr hättien oder daß das Fleisch nächstens
u Cnde sein werde. Ein derarliges Treiben
greus beinahe an Lendcsverrat. Die seindliche
Preise druckt diese gewissenlosen Schreibercien
als Beweise für den Eintritt einer Hungersnot
in Deulschland ab und hebl damit den
Mut und die Ausdauer der Feinde. Jeder, der
einen solchen Brief schreibt, verlängert also den
Krieg. Sollte diese Warnung erfolglos sein,
so würde nichts anderes bleiben, als jeden ins
seindliche Ausland gehenden Gefangenenbries einer
scharfen Zenfur zu unterwersen und möglichst
auch die Schreiber unwahrer Behauptungen zur
Rechenschaft zu ziehen. (J.).
Kriegspferde. stellvertretende Generallommando
1. Armeekorps gibt belannt:
1. Gesuche um Abgabe lriegeunbrauchbarer
Pferde sind ausschließlich an den betreffenden
landwirtschaftlichen Krcisausschuß zu richten, Gesuche
um zuchttaugliche kriegennbrauchbare
Pferde an die K. Landgestütsverwallung, München,
Königinstr. 11. Gesuche an das siellv.
Generalldmmando sind völlig zwecklos und lönien
nicht beanlwortet werden. 2. Die leihweise
Abgabe von Pferden aus dem Stande der Ersatztruppenteile
ist gegenwärtig ausgeschlossen,
da die Ersatztruppenteile die Pferde zur Ausbil
kung im Reiten und Fahren und zum Nachersan
für das Feldheer unbedingt benoligen. 3.
Mündlich beim seellvertretenden Generallommando
vorgebrachte oder dem stellv. Generallommando
unmittelbar eingereichte Gesuche könneu
nicht berücksichtigt werden, da die Beurteilung
der Verhältnisse nur durch die Begutachtung
der Distriktsverwaltungsbehörden mögkich
ist. Solche Gesuche verzögern nur die rasche
Erledigung oder verursachen unnötige Schreibereien.
Aus dem Gefangenenlager Puchheim
entslohen in der Nacht vom 9. auf 10.
ds. Mts. drei französische Kriegegesangene:
Duval Georges, 21 Jahre alt, 1,72, Haar
braun, Schnurrbart, Augen grau-blau, spricht
nicht deutsch; Moreean Charles, 25 Jahre all,
1,68, Haar rötlich, Schnurrbart, Augen grau,
spricht nicht deutsch; Courbier Emile, 22 Jahre
alt, 1,01, Haar duntelbraun, Ueinen Schnurrbart,
Augen braun, soricht nicht deutsch, serner
der russische Kriegsgefangene Rjipin Nikolaus,
25 Jahre alt, 1,62, Haar blond, bartlos,
Augen grau, spricht nicht deutsch. Richtung
der Flucht unbekannt. Weiter entflohen in
der Nacht vom 8. auf 0. ds. 3 russische Kriegsgefangene:
Kletlin Iwan, 22 Jahre alt, 1,69,
schwarzes Haar, braune Augen, leichter Anflug
von Bart, spricht gut deutsch; Sobolew Anton,
20 Jahre alt, 1,70, blondes Haar, graue Augen,
Anflug von Bart, spricht etwas# deutsch;
Krilum Luka, 24 Jahre alt, 1,70, blondes
Haar, blaue Augen, blonder Bart, spricht nicht
deutsch. Außerdem sind na ichnete 3 russische
Kriegsgesangene in der Nocht vom 7. auf
B. ds. entflohen: Swirsdin Alexander, 33 Jahre
–
Vas
alt, 1,75, schmächtig, blonde Haare, ohne Bart,
bleiches Aussehen, gebeugte Haltung, irägt russische
Unisorm mit Schirmmützc, spricht nicht
deutsch; Rosanowm Anatoli, 1,66, 31 Jahre
alt, kräftig, untersetzt, hellblonde Haare, ohne
Bart, breites Gesicht, energisches Auftreten,
trägt neuen gelblich braunen Gefangenen-Anzug,
russische Schirmmütze, spricht nicht deutsch: Prochorow
Mitali, 1,61, 14 Jahre alt, kräftig,
aber klein, dunkelblonde Haare, ohne Bart,
trägt abgetragene braune Hose mit gelben Streifen,
blauen Rock, Schirmmütze, spricht nicht
deutsch. Um Festnahme wird ersucht.
Schützengesellschaft Rosenheim. Da
alle größeren Veranstaltungen, z. B. Feilschieten,
in der tiefernsten Zeit ausfallen, appelliert
das Schützenmeisteramt an die Einwohnerschaft
Rosenheims, durch Besuch der Schützenwirtschaft
die durch den Krieg sinanziell schwer
geschädigte Gesellschaft unterstützen zu wollen,
umsomehr als sie vaterländischen Sport treibt
unter dem Wahlspruche: Ueb Aug und Hand
für'“ Vaterland. Vielfach besteht die irrige An
sichl, alo dürfte das Schützenhaus nur von
Mitgliedern besucht werden. Diese Annahme
ist salsch, denn das Schützenhaus ist eine öfsentliche
Gastwirtschaft; seder Gast ist willlommen!
Zeden’ Sonn= und Feiertag ist der Schür2
gensaal für allgemeine. Besuch geöf net. (Siehe
Inserat.)
Verhasteter Dieb. Wie seinerzeit berichtet,
wurden in einem Anwesen an der Innlände
2—07 Marl durch Einbruch gestohlen. Der
Täter ist der ledige Taglöhner und Kufscher
Johann Niedermaier, weliher mit seiner Beule
sluchtig ging. Jetzt isl er in Munchen verhaftet
worben. Niedermaier, der aus Dorsen flammt,
lut erst jüngit eine mehrjährige Zuchthausstrase
rerbüßt. Mit ihm wurden auch seine beiden
„Geliebten“ wegen Hehlerei und Betrugs sest
nenommen. Bei Niedermaier wurde verschiede
ne Einbrecherwerlzeug gesunden.
Die Spargelzeit hat begonnen. Das
otel „Deuticheo Haus“ veranstallet morgen
Sonntag einen Spargeltag.
Gefunden. Eine Geldbörse mit Inhalt
murde gesunden; abzuholen im magistratischen
(deschäftszimmer Nr. 2.
Die Maul und Klauenseuche in Sem.
mellhub, Gde. Lappach, in Mühlberg, Gde.
Amerang und in Rettenbach ist erloschen. Am
17. Mai l. Is. i#t der Amtsbezirk wieder seu
chenfrei. Wegen des derzeitigen Standes der
Seuche im Amtsbezirk Ebersberg bleibt das
Hausierverbot mit Klauenvieh für die Gemeindebezirke
Albaching, Christoph, Farrach,
Psaffing und Reitenbach bis auf weiteres noch
bestehen.
Kicchiaze Kochrichten.
Kriegomaiandacht in der Stadt-[sarrtirche.
Als Segenslied wird in der
tommenden Woche täglich Nr. 70 gesungen, und
zwar die erste bezw. die fünfte und sechsie
ZStrophe. Als Marienlied wurde Nr. 80 (drei
Strophen) gewählt, am Dienstag und Samslag
Nr. 86. Mit dieser Andacht wird jeden
Tag die Andacht zum hl. Geist verbunden
(Goltesdienst S. 281 und 282).
Bergnügungsanzeiger.
Lichtspiele Helios. Im „Hotel „Deutscher
Kaiser"“ kommt Samstag und Sonntag
außer der neuesten attuellen Kriegsberichterstatiung
im Bild ein hervorragender Kunstfilm
,Geheimnisvolle Nachtschatten“, Drama in vier
Aklen, zur Vorführung. Herrliche Szenerien
und grohartige schauspielerische Darbietungen
gestalten diesen Film zu einem der besten Werke.
auf dem Gebiete der Kinematographie. Das
Programm ist mit abwechslungsreichen Nebennummern
ausgestattet.
Aus dem Gerig#lssaale.
Die Folgen eines Kirchweihrausches.
München, 13. Mai. Der 36 jährige Monteur
Joses Drechsler in Kolbermoor verübte
nach reichlichem Viergenuß in Hausham am
Kirchweihsonntag an einem 12 jährigen Mädchen
ein Sittlichkeitsverbrechen. Der Angeklagte
bestreitrt die ihm zur Last gelogte Untat und
bezeichnet die Anzeige als einen Rachealt. Das
Gericht erachtete Drechsler für überführt und
verurteilte ihn zu 7 Monaten Gesängnis.
Wetterbericht für Sonntag, 16. Mai:
Langsame Besserung, stellenweise Nachtfrostgefahr.
Bekanntlich finden die Aufnahmeprüfungen
an den Mittelschulen seit dem Vorjahr auch
im Juli statt. Für die Eltern, welche ihre
Kinder einer Mittelschule zuführch, landelt es
sich auch zugleich darum, die Wahl für jie
Wohnung und Exziehung ihrer Kine## zu trej-.
Das Städt. Erziehungsinsti uu Traunstein
unterzieht sich der Erfallung dieser Aufgabe
seit mehr als 30 Jahren in allseitig
anerkannt guter Welse. (Sieh# Inserat.)