Volltext : Leitfaden für das Preußische Jäger- und Förster-Examen.

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lösliche  Eisenverbindungen  an  und  schaden  durch  Bildung  des  bekannten
„Wurzelrostes“  oder  durch  Zuführung  von  zu  viel  Eisen.  Der
Forstkultur  sehr  hinderlich  ist  der  sog.  „Raseneisenstein“,  der  hauptsächlich
  aus  phosphorsaurem  Eisenoxyd  resp.  Eisenoxydhydrat  mit  allerlei
Beimengungen  von  Sand,  Thonerde,  Humus,  Mangan  2c.  besteht:  er
bildet  eine  blasige  erzartige  Masse,  die  sich  nesterweis  vermuthlich
durch  Absetzen  der  Eisentheile  von  zusammenfließendem  und  dann
stagnirendem  Grundwasser  bildet.

Weniger  gefährlich  ist  der  sog.  „Ortstein“,  der  aus  Sand  mit
humosen  oder  eisenschüssigen  Bindemitteln  und  etwas  Eisenoxyd  besteht.
Er  kommt  in  zusammenhängenden  Schichten  oder  Nestern  von  15  bis
30  cm  Stärke  in  geringer  constanter  Tiefe  auf  armem  Sandboden  vor
und  zerbröckelt,  an  die  Oberfläche  gebracht,  zu  fruchtbarer  Erde,  während
der  Raseneisenstein  erzartig  bleibt.  Seine  Bearbeitung  ist  viel  leichter
als  die  des  Raseneisensteins.  Offenbar  nachtheilig  tritt  das  Eisen  im
Sandboden  auf,  wenn  es  demselben  bis  zur  Stärke  von  etwa  10%
beigemengt  ist;  es  bildet  dann  den  bekannten  scharfrothen  „Fuchssand“,
  der  sehr  unfruchtbar  ist.

8  91.
Die  auflöslichen  Salze  im  Boden.

Die  auflöslichen  Salze  sind  das  Produkt  der  unaufhörlichen  chemischen
  Thätigkeit  des  Bodens  unter  dem  Einflusse  der  atmosphärischen
Luft,  namentlich  ihres  Sauerstoffs,  der  Kohlensäure,  des  Ammoniaks,
der  Salpetersäure  2c.,  der  Bodenfeuchtigkeit  und  der  Verwesung  der
Pflanzenabfälle.  Obschon  die  Quantität  der  auflöslichen  Salze  nur
gering  ist  (½2—1  ),  so  sind  sie  doch  für  die  Ernährung  von  der  allergrößten
  Wichtigkeit  und  hängt  von  ihrem  Vorhandensein  besonders  die
Fruchtbarkeit  ab.  Deshalb  sind  viele  thonige  Bodenarten  so  fruchtbar,
weil  sie  die  auflöslichen  Salze  vorzüglich  in  sich  aufnehmen  und  festhalten
  und  sie  durch  ihre  Feuchtigkeit  den  Wurzeln  als  Nahrung  zuführen;
  deshalb  hat  der  Kalkboden  so  große  Nährkraft,  weil  er  die
Bildung  der  auflöslichen  Salze  so  ungemein  befördert,  deshalb  verhält
sich  der  Sandboden  so  ungünstig,  weil  er  nur  sehr  wenig  lösliche  Verbindungen
  erzeugen  kann  und  das  Wasser,  den  Hauptvermittler  der  Zuführung
  der  löslichen  Salze  an  die  Wurzeln,  zu  schnell  verdunstet.  Hieraus
erhärtet  ferner  die  große  Wichtigkeit  einer  Bedeckung  des  Bodens  mit
Waldabfällen,  weil  dieselben  die  Feuchtigkeit  halten  und  durch  ihre