Aummer 291
im Innern an der Fertigstellung der Eisenbahn
arbeiteten. Mehrfach erschienen türk. Aeroplane
auf beiden Ufern des Suezkanals und ließen
Proklamationen in égyptischer Sprache herunterfallen.
Sie entkamen, trotzdem sofort von
den Eglandern Jagd auf sie gemacht zut
de. (3.)
# n „ rr ·
poctnqai.
Parlament und Regierung von
Portugal.
WTB. London, 15. Der Das Reutersche
Bureau meldet aus Lissabon: Ein Vertrauensvotum
für die Regierung ist in der Abgeordnetenkammer
mit 6.3 gegen 79 Stimmen, dagegen
ein Mißtrauensvotum im Senat mit 27
gegen 26 Stimmen angenommen worden.
Die baverischen Verinsilisten.
Verlustliste Nr. 97.
Inf.-Reg. München: Unteroffizier Gg.
WMel aus Rosenheim, schwer verwundet;
Res. Joseph Auracher aus Holzkirchen, schwer
verwundet; Wehrmann Gg. Esiner aus Schliersee,
leicht verwundet; Res. Jak. Goldes aus
Bergen, vermißt; Gefr. d. R. Otto Dirsch aus
Traunstein, vermißt; Unteroffizier d. R. Ant.
EGmeiner aus Hausham, leicht verwundet; Juf.
J. B. Ametsbichler aus Aßling, schwer verw.;
Res. Martin Schwarz aus Schechen, vermißt;
1
Res. Joh. Kain aus Bergen, vermißt; Res.
Jal. Schwarz aus Endorf, schwer verwundet;
gest. am 28. Sept.; Inf. Joh. Pichlmeier aus
Grafing, leicht verwundet; Res. Wolfg. Weichlelberger
aus Heuseld, schwer verwundet; Res.
Fritz Wolff aus Aibling, vermißt; Unteroffizier
Ernit Doff aus Teisendorf, leicht verw.;
Jnf. Jos. Fuchs aus Tittmoning, schwer verwundet:
Res. Jos. Schwarz aus Schechen, schwer
verwundet: Inf. Seb. Schürer aus Grafing,
leicht verwundet; Gefr. d. R. Eichinger aus
Kolbermoor, verwundet; Res. Joh. Marr aus
Westerham, schwer verwundet.
Inf.-Reg. Lindau: Unteroffizier Josef
Hauser aus Mühldorf, schwer verw.: Unteroffizier
d. R. Josef Eckert aus Feldkirchen,
vermißt; Einjähr.-Freiw. Wilhelm Anderst aus
Unterwössen, leicht verwundet; Unteroffizier Andreas
Koch aus Holzhausen, schwer verwundet.
Verlustliste Nr. 98.
Brigade-Ersatz-Bat. Nr. 6: Unteroffizier der
Reserve Joh. Blumlhubet aus Kolbermoor.
schwer verwundet.
Brigade-Ers.-Bat. Nr. s Wehrmann Isidor
Kirchmaier aus Aibling, leicht verwundet; Res.
Joh. Ehegartner aus Mühldorf, leicht verw.:
Res. Peter Oßl aus Oberneukirchen, leicht
verwundet;: Res. Konrad Ostermaier aus Oberneulirchen,
vermißt; Wehrmann X. Weininger
aus Traunstein, vermißt; Res. Jakob Mittermeier
aus Trostberg, vermißt.
Res.-Feld-Laz. Nr. 7: Fahrer Joh. Obermei2r
aus Mühldorf, schwer verwundet.
Verlustliste Nr. 99.
Ins. Leib Reg. München: Nes.
Bergen, leicht verwundel.
Brigade-Ers.-Bat. Nr. 11: Res. Gg. Fischer
aus Westerham, verwundet.
Verlustliste Nr. 100.
. Jus. Reg. München: Res. Jos. Zehetmeier
aus Westerndorf, gefallen; Wehrmann Josef
Kern aus Brannenburg, leicht verwundet;
Wehrmann Balth. Neiderhell aus Kleinholzhausen,
leicht verwundet; Wehrmann Wolfg.
Hell aus Reischach, leicht verwundet; Infant.
Schmid aus
—
–——
Michael Blockinger aus Degernorf, schwer verwundet;
Wehrmaonn Joh. Maier aus Vachendorf,
schwer verwundet; Wehrmann Taver
Spitzer aus Vagen, vermißt; Wehrmann igt
Obermeier aus Happing, vermißt; Res. M
Aichbauer aus Holzhausen, verwundet; ent.
Andr. Klauser aus Grabenstätt, gefallen. Res.
Jos. Berger aus Beyharting, leicht verwundet;
Res. Anton Bauer aus Heufeld, leicht verw.;
Inf. Josef Auflechner. aus Rosenheim, gesallen;
Inf. Ludw berger aus Traunstein,
gefallen: Inf. Ludo. Hintermeier aus
Kolbermoor, schwer verwundet; Inf. Anton
Pröll aus Rosenheim, leicht verwundet.
1. Jäger-Bat. Freiling: Jäger Benedilt
Brenner aus Rosenheim, schwer verwundet; Vizefeldwebel
und Offizierstellvertreter J. Schußmüller
aus Gars, vermißt; Nes. Ant. Leißing
aus Schöffau, schwer verwundet; Res. Franz
Steingraber aus Ebersberg, schwer verwundet;
Gefr. Alex. Bär aus Harthausen, schwer
nerwundet; Jäger Karl Huber aus Schliersee,
vermißt; Ers.-Res. Jos. Bauer II aus Bernau,
vermißt; Gefr. Jos. Widholzer aus Brandenberg,
gefallen; Jäger Ludm. Leugl aus
Mietraching, leicht verwundet; Gefr. Albert
Waririn aus Kolbermoor, leicht verw.
2. Jäger-Bat. Aschaffenburg: Res. Johann
Unertl aus Holzkirchen, vermißt.
Bayer. Ers.-Inf.-Reg. Nr. 1: Wehrmann
Jos. Amerell aus Glonn, gefallen; Wehrmann
Anton „Fleischmam aus Heufeld, verwundet;
Gefr. d. L. Julius Heinrich aus Vurghausen,
oerwundet: Inf. Heinrich Schuster II aus
Traunstein, leicht verwundet; Inf. Seb. Hell
aus Sonnering, gefallen; Inf. Hunseder aus
Endorf, gefallen; Inf. Jos. Niederbichler aus
Siegsdorf leicht verwundet; Gefr. Stephan
Malter aus Obing, verwundet: Inf. Jos.
Kaffl aus Westerndorf, schwer verwundet, geitorben
22. Sept.; Inf. Jos. Eberl aus Innleiten,
verwundet; Inf. Ant. Niederreiter aus
Högling, schwer verwundet, gestorben 25. Sept.;
Inf. Franz Klampfleuthner aus Fraueninsel,
leicht verwundet; Inf. Peter Röglinger aus
Baierbach, leicht verwundet; Gefr. Alois Huber
aus Burghausen, leicht verwundet; Inf.
Joh. Wimmer aus Engelsberg, vermißt; Inf.
Jos. Brehm aus Au, vermißt; Res. Tambour
Felir Altmann aus Oberbergkirchen, verwundet;
Res. Ludw. Mader aus Siegsdorf,
verwundet; Res. Mar Schrobenhausen aus
Chieming, leicht verwundet; Res. Mart. Linder
aus Holzkirchen, vermith; Res. Jos. Schönbuchner
aus Aufham, vermißt.
2. Schweres Reiterregiment Landshut: Reiter
Thomas Fischer aus Westerndorf, schwer
verwundet.
1. Ulanenregiment Bamberg: Unteroffizier
Seb. Glück aus Hausham, schwer verwundet.
— —— —
Pforsheim, 15. Dez. In der außerordentlichen
Generalversaminung des Pforzheimer
Bankvereino A.-G. wurde seitens der
neuen Direktion mitgeteilt, daß etwa die Hälfte
des 6 Millionen Mark betragenden Aktien.
kapitalo als durch die Spelulationen der in
Untersuchungshaft befindlichen Direktoren Herrmann
und Krämer als verloren anzusehen ist.
*## ergibt sich somit ein Gesamtverlust von
10 338 466 Mk., dem aus dem Nachlaß des
früheren Direltors Kayser 5 90267 Mk. gegenüberstehen.
Bei ruhiger Abwicklung durch Sanicrung
oder Liquidation glaubt oie Dircktion.
daß die Gläubiger voll befriedigt werden können
und daß auch für die Altionäre die Hälfte
des Altienkopitals zu retten sei, wofür allerdings
Vorbedingung sei, daß der Krieg die
. nicht noc verschlechtere. In der Diskussion
wurde einnimmig die Ansicht vertreten,
daß es sehr wohl möglich sei, den Bankverein
zu sanieren und daß, wenn irgend möglich, die
Verangung des Konkurses vermieden werden
P
Ränchmer Neninkeilen.
München. 16. Dez. Nach dem amtlichen
Wahlergebnis wurden bei den Münchener Gemeindewahlen
gewählt: 1 Kandioat der Liste
der Hausbesitzer, 8 Sozialdemokraten, 6 Zentrum,
3 Kandidelen des Verbandes der liberalen
Vereine und zwei Altliberale. Das Gewinn=
und Verusstwerhältnis ist für die einrelnen
Parteien solgendes: Liste der Hausbesiher
1 Sitz gewonnen, Sozialdemokraten Z
Sitze gewonnen, zentrum ebenfalls 3 Sitze gewonnen,
Liberalt 6 Sihe verloren. Die Lifte
der Christlich-Sojalen ist durchgefallen.
B#wensches Oberland.
Hrutting, 15. Dez. Der Bauer Joseph
Roß von Rackering war im sogenannten Farmersec
bei Prutling mit Streumähen beschäfüigt.
Als er mittags nach Hause gehen wollte, brach
er auf der inzwichen weichgewordenen Eisdecke
ein und war berits dem Tode nahe, als im
letzten Augenblit noch der Bauerssohn Jos.
Liegl von Seeselen zu Hilse kam u#nd ihn
unter eigener großer Lebensgefahr und großer
Mühe ans Ulfer rettete.
Bad Aibling, 16. Dez. Der Gefreite Eduart
Wagner det bayer. Fernsprech-Abteilung #
(Sohn des Streinermeisters Mar Wagner
hier), fand durg Zufall in einem Keller in
Frankreich die Summme von 50000 Francs. Der
glückliche Finder vird seine Belohnung erhalten.
Aßling, 16. dez. Am Samstagmittag wurden
die beiden gestifteten Pfarrkirchenglocken,
die Meister Konler in München gegossen hat,
seierlich eingehoßt und in die hohe Warte des
Kirchturms auser ogen. Bereits am Abend
llangen die Glochn im Chore mit den anderen.
Die Iuschtift de großen (Glode hat auf den
Welttrieg Bezug.
Die Gemeindewahlen in Rosenheim
Rosenheim, 16. Dez.
Die Gemeindewahlen in Rosenheim fanden
am gcstrigen Teze statt. Wie überall, so hatte
auch hier der Emst der Zeit ihnen den Stempel
aufgedrück. 6 gab keine laute Agitation,
der Wahltag selbst verlief in voller Ruhe, ohne
jede Aufregung innerhalb der einzelnen Parleien.
Daß aber die Gemeindebürger den Wahlen
größtes Iu#eresse entgegenbrachten, zeigt
die Beteiligung am Wahlgeschäfte und das
Ergebnis der Wahlen.
Wahlberechtigt waren 930 Bürger gegen 717
bei der letzten Mahl von 1911. Neben der allsjährlich
zunehmenden Zahl der Bürger brachte
auch die Eingemindung von Fürstätt ein erheblicheo
Mehr. An der Wahlurne erschienen.
wie wir gestern noch bcrichten konnten, 726
Bürger gegen 667 abgegebenen Stimmen im
Jahre 1911. Wenn man bedenkt, daß eine
Reihe von Bürgm unter den Fahnen sieht, ist
der Prozentsatz derjenigen, welche von ih
rem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, sehr
hoch. Das Ergebnis siel indessen anders aus,
als vielleicht onschiedentlich erwartel wurde.
Die Liste A (Argerrechtsverein Sterngarten)
erhielt 2723 Slimmen gegen 1952 im Jahre
1911, somit jetzt ein Mehr von 771 Stimmen.
Unverändert wurden auf diese Liste 134
Sobald ahe hinter einer der in die Halle mündenden
Türen verschwunden war, wandte Sutzko
sich gegen mich-„Ich
glaube zu wissen, wo der Vermißte
zu suchen t1 Denn ich fürchte, daß er sich in
der Gewalt einer recht gesaholichen Sirene bcn
sindet, und ich denke, daß wir beide die Pflicht
hätten, ihn daraus zu befreien
„Ich muß mich Gmhreien.) Herr Oberst,“
erwiderte ich mit iemiter, eCutschiedenhei.
„Seit der letzten Nacht habe ich von dem
Standschlöchen und seinen Vewo) nsen mehr
als genn
„Ah,“ meinte er leichthin. „Das kann so
arg nicht gewesen sein. d Sie haben ein
nicht geringes persönliches Interesse daran, auf
meinen * 2 einzugehen. enn sich in
diesem Schlötschen so etwas wie eine Verschwörung
angesponnen hat, wären wir beide
doch wohl am ehesten berufen, die Pläne
der Verschwörer zu durchkreuzen. Und ich bat
zu uns beiden das Vertrauen, daß wir
ihnen sertig werden. „Maachen Sie also beine
Umstände, junger Man#
„Sie müssen mich * alledem entschuldigen,
Herr Oberst! — Ich trage kein Verlangen nach
einem Besuche je enes Hauses, nicht einmal, wenn
ich dabei die Ehre Ihrer Grelshen haben soll.“
uäen diesem Augenblick stand zu meiner
lieeberraschung die Wrinzefi plötzlich wieder
neben uns, so daß ich wohl annehmen mußte,
sie habe unlsere kurze Unterhaltung belauscht
und sei wieder in die Halle getreten, sobald es
ihr zweckmäßig erschlen, in das nicht nach ihren
Wünschen verlausende Gespräch einzugreisen
„Ihre Welgerung ist gewiß begreiflich, Herr
dazai; “sagte sie in dem I#eite Kon
iber den sie verfügte. „Aber Sie sollten nicht
vergessen, daß es sich nicht um einen Hoslichkeitsbesuch
handeln würde. Ich bin gang sicher,
daß mein Bruder nicht freiwillig 9 onge dort
bleiben und mich in Sorge um ihn lassen würde.
Meiner Ueberzeugung nach muß ihm etwas.
Schlimmes zugestoßen sein, und ich würde
jedem herzlich gaa sein, der mir Gewißheit
darüber verscha
ie 113 ihre Worte mit einem
bittenden Blick, der mich ihren Wünschen gefügig
gemacht haben würde, auch wenn sich's
darum gehandelt hätte, geradeswegsi in die Hölle
zu gehen. So erklärte ich mich denn ohne
weiteres Widerstreben bereit, dem Verlangen
des Obersten zu willfahren, und nach kurzer
Verabschiedung von der Pringessin machten wir
uns auf eg.
Sobald wir uns in igen, Entfernung von
dem Schlosse brianden. brrach ick das Schweigen,
um meinem Herzen Luft zu imachen, wie es
sich nach meinem Empfinden zwischen Männern
ei
ad herr Oberst,“ sagte ich, „als wir Ihnen
an diesem Morgen begegneten, gaben Sie zwei
Erklärungen ab. von denen nach meiner Ueberzeugung
keine der Wahrheit entsprach.“
Er blieb stehen, um sich umständlich eine
Zigarre an - ünden
„Entschuldigen Sie., sagte er. „Für einen
leidenschafnichen Raucher ist ceo ein wahres
Martyrium, bei einer jungen Dame zu Gaste
zu sein. Ich schmachtete sörmlich nach meiner
geliebten Zigarre. — danke Ihnen.
Wovon sprachen wir doch? —
meinten, ct hätte die Prinzessin und Sie b
logen. fragen, welche kaen Sie ben
Sie neinler
Sie hwchen davon, daß Sie heute morgen
mit dem Fruhsuge nach Potesert gekommen
seien, und daß Sie sich Ihre Verletzungen durch
einen Sturz aus dem Wagen zuge logen hätten.
Wollen Sie dabei bleiben, daß diele Angaben
der Wirklichkeit ensprachen 7“
„Gott bewahr#e! — Vas eine war eine
ebenso“ faustdicke üge wie das andere. Und
ich glaube, ich habe nicht viel Talent zum
Schwindeln. Die Geschichte mit der Droschke
mag herzüch. n2n gbetlungen haben.“
Tat, sot „Herr Oberst!“
„Na # Wt “7# u#el-eT in meinem Alter
nicht“ auf ungewohnte Flunkereien einlassen.
Ich bin also mi dem nämlichen Zuge gekommen,
den Sie selbst benutzten, und für
meine Verletzunge darf ich keinen ungeschickten
Autscher verantwonlich machen, sondern einzig
und allein Sic, nein werter Herr Lazar!“"
„Das war ven Anfang an meine Ueber-.—
Und die werden zugeben, Herr
berst
daß ich danach Anspruch auf einige
weitere Erklärungen habe.“
e — ein unbefangenes, sonores
Lachen, und es wor ein Blitzen von Schelmerei
in dem Blick, mit dem er auf mich herabsah.
"„ einen uungen Mann von Ihrem
Körperbau verjügen Sie über recht ansehnliche
Muskelkraft — des Kompliment darf ich Ihnen
schon machen.“
enn ich den Zusammenhang recht versteh
und es gibt darüber ja leider kaum
eimen Zweikel, lauerten mir der Herr Oberst
also auf, um mich aus dem Hinterhalt zu
überfallen?“
„Mit anderen Worten: Sie halten wich
für komplett vemckt. Denn ich müßte
wohl veirinnn, genesen sein. um etwas 2
wvitlac# zu tun
(Bennerstäg, 17. Bezemher 1914
Zettel abgegeben. Die höchste Stimmenzahl
beträgt 412, die niedrigste 135
Auf die Liste B (Freie Bürgervereinigung)
entfielen 3703 Stimmen; im Jahre 1911 waren
cs 5023, sowit ein Weniger von 1320 Stimmen.
Unverändert wurden 114 Stimmzettel
abgegeben. Die höchste Stimmenzahl eines
Kandidaten beträgt hier 530, die geringste 137.
Die Ausgabe eines neuen Stimmzettels unter
einer Reihe von Wählern am Tage der
Wahl scheint auf das Ergebnis nicht ohne
Einfluß gewesen zu sein.
Die Liste (Konservative Bürgerpartein ver-#einigte
80q4 Stimmen auf sich. Da im Jahre
1911 auf die Liste ( 6312 Stimmen abgegeben
wurden, beträgt hier der Zuwachs 2732
Stimmen. Hier dürfte vor allem Fürstätt mit
in Betracht kommen. Von dieser Liste wurden
264 Stimmzettel unverändert abgegeben. Die
höchste Stimmenzahl eines Kandidaten beträgt
851, die geringste 377.
Nach diesem Ergebnis wurden gewählt: von
der Liste A zwei, von der Liste B ebenfalls
zwei und von der Liste C sechs Kandidaten.
Da von der Liste A niemand aususcheiden hatte,
gewinnt diese Liste zwei Site im Kollegium
der Gemeindebevollmächtigten. Sie iist somit
itatt bisher mit einer Stimme in Zukunft mit
brei Sitzen vertreten. Von der Liste B hatien
zwei Kollegiumsmitglieder auszuscheiden. Da
von dieser Liste auch zwei gewählt wurden,
bleibt der Besitzstand der Freien Bürgerverceinigung
im Kollegium der Gemeindebevoll
mächtigten gewahrt. Sie schickt also auch in
zukunft 11 Mitglieder in das Kollegium der
Gemeindebevollmächtigten. Von der Liste ((7
hatten acht Mitglieder auszuscheiden. Durch den
(Gewinn der Liste A verliert die Liste (' trotz
des Stimmenzuwachses zwei Mitglieder im
Kollegium, so daß von ihr nur noch 16 statt
Lisher 18 dem Kollegium der Gemeindebevoll.
mächtigten angehören. Mit den gleichen Ziffern
verschiebt sich das Verhältnis zwischen
Mojorität und Minorität.
Gewählt sind als Gemeindebevollmächtigte
von der Liste &: Schneider Langenegger u. Verpacker
Geistaller; von der Liste E: Jabrikkesitzer
M. Beilhack und Oberlokomotivführer Gareis:
von der Liste I: Oekonom J. Huber, Bäcker
meister Finsterwalder, Weißgerbermeister Andr.
Bauer, Postpackmeister Rubandl, Arcchitekt
Schrettenseger, Rechtsanwalt Kollmann. Ausgeschieden
sind von der Liste B„: Kaufmann
Reiserer und Fabrikbesitzer Bernrieder; beide
hatten sich als Kandiraten nict mehr aufiel
len lassen. Von Liste 7 find ausgeschieden:
Schlossermeister Ewald, Holzhändler Perr, Ha'snermeister
Gradl, Brauereidesitzer Krichbau
mer; erstere zwei hatten nicht mehr kandidiert.
Nickt berücksichtigt ist hiebei die Frage der Ersatzmänner.
Im übrigen lassen wir
geb. nis der Wahl folgen:
nun das Einzeler-Liste
A.
Schneider Hans Langenegger 412 Stimmen
Verpader H. Geiflaller 408 Stimmen
Brauer Josef Geiger 18 Stimmen
Kaufmann Simon Göpfert 274 Stimmen
HDammerschmied Alois Kock 273 Ztimmen
Seilergehilse Gg. Hintermeier 272 Stimmen
(bastwirt Georg Penendorfer 2/1 Stimmen
Sudgchilfe F. Fischhaber 270 Slimmen
Sudgehilse (0g. Kratzer 135 Slimmen
Lisic B.
Fabrikbesitzer M. Beilhack 5.0 Slimmen
Oberlokomotioführer Gareis •31 Stimmen
Bäckermeister Buckecker 112 Stimmen
36
365
Stmmen
Stimmen
Fabrikbesitzer Niedermayr
Lederhändler Stechl
„Mein Got:, mas joll ich denn denken und
woran son ich überhaupt noch glauben? J#W-U
verdanke Ihnen die großten und wertvollsten
Wohltaten, die ein Mensch den andern eimenten
ann. Denn Sie haben sich meiner ange
nommen, als ich krank und von alle: Welt
verlassen war. Sie daben mir Ar ben und
Brot verschafft, als ich ohne solchen eiftand
vielleicht dem Wi preisgegeben gemeten
wäre. Aber die schwer#en Kampte und Verwirrungen
meines Lebens haben nnt dem Tage
begonnen, da Sie meinen Weg getreuzt. Sind
Sie mein Freund öberP. nein Deind’“ Ich we.
es nicht, und ich tra nir nicht mehr das
Urteil zu. es zu nnlseeiden. Vor meinen
sehende Augen spielt sich ein Drama ab. das
ich nicht verftehe, und in dem ich doch beftandig
eine leidende Rolle zu agieren habe. Die Personen,
mit denen ich in Berührung komme,.
huschen gleich phantastischen Sputgestallen an
mir vorüber, in jedem Augenblick ihre Gestal:
oder doch ihren Charalter verandernd. Man
legt mir die schwerste Verantwortung ausf die
Schultern, aber man laßt mich meinen Weg
im Dunkeln suchen und verweigert mir Vertrauen
und Offenhen gerade da, wo ich ihrer
am dringendsten bedürfte, um den Mut nicht
zu verlieren.“
Ich hatte endlich einmal rückhaltlos aus
sprechen müssen, was mir so schwer auf der
Seele lag, und es war mir in diesem Augenblick
gleichgültig, ob der Mann da an meiner Seite
mich vielleicht wegen meines Kleinmuts verachtete.
Aber es hattie nicht den Anschein, als
ob die Empfindungen des Obersten von dieser
Art seien. Er sah mich mit einem Blick a an, in
dem viel aufrichuges Interesise ng. und in jeiner
tlesen, ruhinen Slimme war ein Unterklang von