Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

s0.  Jahrgang

Ar.  24

S#  29.  März  1914

Rosenheimer  Anzeiger

 

Der  „Rosenhelmer  Anzeiger“  mlt  dem  textlich  und  Illustratio  reich  ausgestatteten  achtselligen.

„Rosenheimer  Sounfagsblaft“  erschelnt  täglich  nachmittags  4  Uhr  (mit  Ausnahme  der  Sonnund

  Felertage).  —  Der  Abonnementsprels  betsst.  #  nier  ihelst  1  Mark  80  Plg.,  monatlich
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Rosenheimer  Tagblatt

Amtfliches  Publikakions-Organ

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berg,  Berün,  Bern,  Chemm  ———  a  Hanmover,
Rach  dlesem  Zeitmunkt  kann  für  Aufnahme  in  dle  lausende  Tagesnummer  nicht  mehr  garantiert  werden.  de  kr.  Aurtcn.

M.,  Ham  m——————

 

Die  heutige  Aummer  umsfaßt  8  Seiten.

 

Auf  den  täalich  erscheinenden  „Nosenbeimer
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Neues  vom  Tage
"  28.  März.

Die  Beschwerde  gegen  die  Verhaftung  des  Abg.
Abresch  in  Mannheim  ist  anerkannt  worden.
Abresch  ist  aus  der  Hait  entlassen.

Die  Staatsanwaltschaft  in  Regensburg  hat  ben
anlragt  das  gegen  den  Abg.  Held  w#g
#nachlicher  Eidesverletzung  sch  webende  Be-«ahenemzmtellcn


Ter  Densich:  Kaiser  ist  am  Freilag  rvormittag
mit  de:  Kohenzollern“  zum  Beiuck-  des  Erzher’##:
  Trronfolger  Franz  Ferdinand  vor
dem  Schloß  Miramare  eingetrofsen.  Abinds
mit  der  „Hohenzollern“  zum  Besuche  des  Erz.
Korfu  in  Ser  gegangen.

Im  Kaiter.  Wilhelm-Kanal  ereignete  sick  bei
Brunedüttelkoog  ein  folgenschweres  Bauunalück.
  Man  rechnet  mit  11  Toten.

Im  Schwarzwald  siel  in  den  letzten  21  Stunden
  über  einen  halben  Meter  Neuschnee.  Im
Felrberggebiet  ekreicht  di:  Schneehöhe  16.75

eter.  Es  ist  dies  der  Höchststand  seit  Jahren.


Der  Elal  der  Berg-,  Hüllen  ·  und
Salinenwerke.

(Kammer  der  Abgeordneten.)
münchen.  24.  Mirz.

Heute  begann  die  Generaldel#atte  zum  Etat
der  Berg.,  Hütten,  und  Salinenwerle.  Nur
zwei  Generalredner  beteiligten  sich  heute  an  der

Die  „Königia  der  Nachl“.

6#)  Berroman  von  S.  Hlll.

Das  in  ja  ein  hübscher  Willlommen,  den
Eie  Zoren  Kapilän  zu  Teil  werden  lassen,  Me
Zutyrc,“  jagte  ich,  „namentlich,  nachdem  er  beinahe
  zweimal  ermordet  worden  ist.“

Er  schlußg  bescher  nt  die  Angen  zu  Boden,  als
wäre  ihm  die  Sunalion  recht  unbehaglich,  und
versetzte  dann  kunl

„Machen  Sie  mir  meine  Ausgabe  nicht  noch
schwercr,  Sir,  als  sie  schon  in  Jh  habe  auf
lelegraphische  Anweisung  r  Nder  das
Kommando  übernommen,  und  der  Doltor  hat
mir  auedrücklich  gesagt=  daß  Sie  —  daß  man  auf
Sie  acht  geben  muß.=.Wie

  ist  das  möglich?"  rief  ich.  „Dr.

Zavertal  hat  mich  zu  Unrecht  in  Genua  in  cin
rrenhaus  iperren  lassen.  Wie  konnie  er  wissen,
aü  Sie  mich  auf  offener  See  von  einem  Fahrzeug
  auffischen  würden,  das  sein  Genosse  und
Auverbrecher  Vizard  vor  laum  einer  Stunde  zum
Einten  gebracht  hat?-Me

  Intore  drehte  sich  um  und  wandte  sich
zu  einer  kleinen  Gruppe,  die  uns  von  der  Tür
der  Apotheke  aus  brobachtete,  dann  sagte  er
einfach:

.Er  san  Sie  durch  sein  Fernglas.“

Die  Erllarung  war  ganz  plausibel,  aber  ich
mwar  uber  das,  was  ich  sah,  so  verdutzt,  daß  ich
auf  seine  Worte  garnicht  achlete.  Zu  der  Gruppe
and  nicht  allein  Zaverlal,  auf  dessen  Zügen
eine  Miene  freundsch  utlicher  Trauer  tag,  sondern
auch  Mi##ard,  der  ein  mitleidig  wurdevolles  Gesicht
machte,  und  serner  erblickte  uh  in  der  Verkleidung

d.l  .Geuera-  Wal  do·  Kennard,  den  ich  kür

 

 

Generaldebatte,

g.  Graf  Pestalozza  ausführlich  über  die
Verhandlungen  des  Finanzausschusses  berichtet
te

hatte.

Der  Etat  schließt  ab  mit  23  871  290  Mk.  in
Einnahmen  gegen  20  436330  Mk.  jabrlicher
Budgetbetrag  für  die  Jahre  1912/13,  es  ergibt
  sich  somit  ein  Mehr  von  3434  960  Mk.
gegenüber  dem  Etat  für  1912.13.  Der  wirkliche
  Anfsall  für  1912  bezisserte  sich  auf
21  077  584  Mk.,  er  übertraf  also  den  Budget.
voranschlag  um  641  254  Mk.  Die  Summe
der  Ausgaben  beträgt  23.071  290  Mk.  gegenüber
  einem  jährlichen  Budgetbetrag  von

19977760  Mk.  für  1912/13  und  einem  wirklichen
  wVbon  für  das  Jahr  1912  im  Beirage
von  19  977134  Mk.  Das  ist  eine  Steigerung
um  3159  530  Mk.

Für  die  Liberalen  sprach  Abg.  Hübsch.  Er
verlangte,  daß  endlich  einmal  Klarheit  geschaffen
  werde  über  die  Rentierlichkeit  der  Werke
und  forderte  dringend  die  Einführung  der
lauf  fmännischen  Buchführunn  Nur  so  bekomme
man  einen  Ueberblick,  ob  man  rentabel  arbeite
oder  nicht.  Man  scheine  aber  das  Lan-  ablichtlich
  im  Dunkeln  lassen  zu  wollen  über  die
Fehler,  dic  in  einzelnen  Betrieben  gemacht  worden
  seien.  Der  neue  Generaldirektor  habe  als
sein  erstes  Werk  nichts  belscres  zu  tun  gehabt,
als  die  früheren  Vorgänge  zu  decken.  Redner
machte  dann  verschiedene  Vorschläge,  wie  der
Betrieb  der  eintelnen  Werke  wirtschaft#icher  ge.
sialtet  werden  könne  und  erklärte,  seine  Parlei
  werde  dem  nächsten  Etat  die  Zustimmung
versagen,  wenn  die  Besserung,  die  versorochen
worden  sei,  nicht  eintrete.  Den  trofstlosesten
Eindruck  mache  der  Geschäftsbetrieb  bei  den
Salinen.  Hier  muß  in  allernächster  Zeit  nach
dem  Rechten  gesehen  und  auch  eine  Terional.
änderung  vorgenommen  werden.  Ju  Unterund
  Mittelfranken  sei  mehrfach  Gelegenheit  gegeben,
  neue  Salzwerke  zu  erschliefen;  oas  soll
aber  mit  mehr  Unternehmungslust,  mehr  Umsicht
  und  mehr  Verständnis  geschehen,  ats  man
hei  der  Verlegung  der  Saline  von  Traunstein
nach  Reichenhall  gezeigt  hat.  Seine  Partei
werde  die  vor.  iegenden  Petitionen  aus  Traunsiein
  um  Rückverlegung  der  Saline  von  Reichenhall
  nach  Traunstein  unterstänen.

Referent  Graf  Pestalo  Ja  berichtete  nachtraglich
  über  die  drei  Petitionen  aus  Traunstein

ermordel  .  den,  und  zwar  von  dem  Manner,
mit  dem  er  jetzt  in  be  n  urdigster  Unterhaltung
enri'fsen  war.  Aublick  verblumte  mich
dermaßen,  daß  5  nan  je  daran  war,  den  Ame.
ulauer  zu  schmahen,  er  wäre  zum  Feinde  überdgegengen
  oder  lalle  ebethaneht  von  jeher  mit
irnen  Hand  i  Hand  gearbeitel.  Glücklicher  Weise
hiell  uch  noch  zur  rechten  Zeit  in

Ich  erinnerte  mich  an  Rennaus  Absicht,  die
Masie  Waldos  beizuvebalten,  um  sie  bei  Geiegen
beit  auis.  Neue  benutzen  zu  lönnen,  und  lahrso,#einlich
  bielle  er  die  Rolle  grfolgreich  jent  wieder
weiter.  Avber  was  sollte  dann  V#uards  Be.
bau,  lung  bedeuten,  er  hätiee  den  Mann  am
Strande  von  Leghorn  umgebracht  und  sich  seiner
für  ewige  Zeiten  entledigt!  W.

nachdem  vorher  der  Reserent

 
 

War  das  nur  eine
unverschamte  Luge,  und  wollie  er  mir  dadrurch
nur  die  leuten  Augenblicke  vergällen?

„Es  ist  besser.  Sir  bleiben  hier  nicht  siehen,
Eir.“  sagte  Me  IJntyre,  während  ich  mich  noch
unentschlossen  fragtee  was  ich  tun  sollte.  „JIch
habe  fur  Sie  in  der  Nähe  der  Apothele  eine
bequeme  Grichien  lassen,  und  Sie
sollen  dort  mit  aller  Lochachtung  behandelt
werden,  bis  Sie  Ihren  Fall  dem  Konsul  in
Aierandrien  oder  den  Behorden  in  London,  —

as  Sie  nun  vorziehen  mögen,  —  vorlegen
2onnen

rs  #  wohl,“  sagte  ich,  die  Stimme  erhebend,
c„aber  bevor  ich  in  die  Kabine  gehe,  mochte  ich
uis7  ww  W  dieser  Mann-  —  dabei
zeigte  ich  auf  Vizard  —  „für  seine  Anwesenheit
in  dem  Boote  angibt,  aus  dem  Sie  ihn  doch  vermutlich
  gereitet  haben

„Es  ist  besser,  Sie  rühren  jetzt  nicht  daran,“
versette  Met  Intyre,  „warten  Sie,  bis  Sie  ruhiger
und  gesaßter  sind,  dann  werde  ich  selbst  mit

Ihnen  daruber  sprechen.“

 

um  Rückverlegung  der  Saline  von  Reichenhail
  nach  Traunstein.  Die  erste  Petition  der
von  einer  öffentlichen  Bürgervers  ammlung  gewählten
  Bürgertommission  in  Traunstein  mit
Anschlußerklärung  des  Bürgermeisters  und  des
Vorstandes  des  Gemeimekollegiums  butet  um
Belassung  eines  Salinenbetriebes  in  Traunstein
ansiat  der  beabsichtigten  Neubauten  in  Rosenbeim
  und  Nächenhall;  die  zmeite  Petition
des  Stadtmagistrats  Traunstein  biltet  um
Wiedererlichtung  des  Salinenbetriebes  daselbst
ed.  Erhaltung  eines  lleinen  Filfalbetriebes;  die
dritte  Petition  der  Bürgerlommission  und  von
709  Bürgern  und  Interestenten  ersucht  um  Genehmigung
  der  Wiedereröffnung  des  Salinenbetriebes
  Traunstein.  Der  Referent  empfiehlt
die  Anträge  des  Finanzausschusses  zur  Annahme;
  nämlich,  es  seien  die  briden  Petitionen
  bezüglich  der  Bitte  um  Wiedererrichtung
dee  gesamten  Salinenbetriebes  in  Traunstein
der  Regierung  zur  Würdigung  und  bezüglich
der  Eventualbitte  um  Wiederaufnahme  des
Filialbetriebes  in  der  Pfanne  5  mr  Berücklichtigung
  hinüberzugeben;  die  leyte  Petition
sei  durch  die  obigen  Beschlüsse  für  erledigt  zu
ertlären.

Als  zweiter  Redner  folgte  Abg.  Vogel-Hersbruck
  von  den  Sozaldemokraten.  Er  hielt
es  für  bezeichnend,  daß  man  im  Reichsrat  einen
Voritoß  gegen  die  staatlichen  Werke  unternommen
  habe,  gerade  zu  einer  Zeit,  wo  sie
begannen,  sich  zu  sanicren.  Man  scheine  die
Werke  dem  Privatkapitalismus  ausliefern  zu
wollen.  Nach  des  Redners  Meinung  ist  es
die  zu  große  Zahl  der  hohen  Beamten,  die
an  dem  Mark  der  Werke  zehren.  Redner  macht
dann  gleichsalls  verschiedene  Vorschläge  zur
Entwicklung  der  Betriebe,  und  grelft  den  früheren
  Generaldirektor  Rudolph  an,  dem  man,
obwohl  er  in  guter  privater  Stellung  sei,  noch
eine  hohe  Pension  bewilligte.  Das  sei  ein
Skandal.  (Vieepräsident  Frank  bezeichnet  den
Auedruck  „Skandal“  in  diesem  Zusammenhang
  als  unzulässig.)  Bei  dem  Fall  Stockheim
  lann  r“*  I“  Rudolph  keine  v4
angortuns  don  sich  abwälzen.

Auch  in  anderer  Beziehung  haben  wir  zu
klagen  über  das  System,  bei  dem  man  in  einzelnen
  Fällen  fast  von  Korruption  reden  könnte.
So  bringt  es  der  Bergmeister  von  Roienheim
  fertig,  die  Regierung  vom  Erwerb  eines

Ich  konnte  sehen,  daß  er  mich  tatsächlich  als
Wahynsinnigen  betrachlet,  aber  nach  Moglichken
schonen  wollte;  doch  ich  mußte  um  jeden  Preis
erfahren,  welche  Erklärung  dieser  Erzteusel  für
die  Ereignisse  dieser  Nacht  gegeben  hatte.

3  verlange,  daß  man  mur  das  sagt,
nur  unter  dieser  Bedingung  werde  Fatn  Ibnen  keine
Unannehmlichkeiten  bereiten.“  sagte  ich

.Gul,“  entgegnete  Mr  Intyre,  weinicch  berührt.
  „er  sagt,  er  komme  von  einer  lleinen
Dampfjacht,  die  er  in  Neapel  gemietel,  und  wit
der  er  uns  in  Cagliari  einholen  wollie.  Er  b
haupiet  serner,  Sie  hätten  sich  dort  an  *
verfleckt,  und  er  halle  das  Schiff  verlassen,  weil
Sie  auf  die  Mannschaft  geschossen  und  gedroht
haben,  das  Schiiff  in  die  Luft  zu  sprengen.“

Es  hatte  krinen  Zweck,  zu  protesueren,  und
ich  hatte  diese  Beschuldigung  schon  balb  und  bhalb
erwartet,  als  ich  sah,  daß  man  Vzzard  ebenfalls
ausgenommen  hatte.  Ich  erkannte,  daß  ich  hätte
warten  müssen,  bis  ich  ein  unleugbares  Zeugnis
beibringen  konnte,  —  was  sehr  schwierig  war,
Nni  Kennard  anscheinend  nicht  auf  meiner  Seite
tand.

„Nu  uUHn  gut,“  sagte  ich,  „ich  werde  mit  Mr.
Vizard  sen  “'s:  Aber  wenn  Sie  auf
dem  Schiff  Ruhe  und  Frieden  haben  wollen,  Mc
Durc.  so  möchte  ich  Ihnen  doch  den  Rat  geben,

Zavertal  nicht  in  meine  Nähe  kommen  zu
lassen.  Ich  bin  vollkommen  gesund,  an  Korper
und  Seele,  und  wenn  er  unter  dem  Vorwand,  mich
behandeln  zu  wollen,  meine  Kabine  betritt,  so
lemn  4  nicht  dafür  stehen,  daß  ich  mich  beherrschen

werd

Tc  welcher  zugehört,  rief  Me  Intyre
nach  der  Stelle,  wo  er  mit  Waldo  und  Vizard
stand,  zund  4  leise  ein  paar  Worte  zu  ihm.  Als

 

Torffeldes  abzubringen;  wie  nun  die  Regierung
  vom  Erwerb  abjieht,  tritt  er  selbst  als
Teilhaber  in  die  Gesellschaft  ein,  die  das  Torffeld
  ausbeuten  will.  Bei  der  gerinoen  Strase.
die  er  erhielt  —  einen  Verweie  fürchte  ich
sehr,  daß  täcsos  Vorgehen  Nachahmung  findet.
  Es  schwebt  ja  noch  ein  Versahren,  darum
will  ich  mich  slicht  weiter  äußern.  Ich  möchte
nur  noch  darauf  hinweisen,  daf  einmal  in
Nosenheim  das  Gerücht  einer  Lohnverschleierung
  ging  und  daß  der,  dem  der  Vorwurf
gemacht  wurde,  im  Auftrage  seines  Lohngebers,
des  Bergmeisters,  nach  St.  Ingpert  sahren
mußte,  um  sich  dort  fur  den  Bergmeister  um
ein  Landtagemandat  zu  bewerben.

Die  weiteren  Ausführungen  Vogels  haben
wir  gestern  schon  mitgeteilt.  Am  Samstag
wird  die  Beratung  fortgesetzt.

Abg.  Eisenberger  (Bbd)  hat  mit  den  übrigen
  Mitgliedern  des  Bauernbundes  den  Antrag
eingebracht,  die  Kammer  wolle  beschließen,  es
seien  die  Petitionen  der  Bürgerkommission  und
des  Stadtmagistrates  Traunstein  um  Weedereinführung
  des  ganzen  Salinebetriebes  in  der
Saline  Traunsiein  der  Staat-regierung  zur
BerücksIchtigung  hinüberzugeben.

Jur  Elektrifierungsfrage.

Aus  dem  Finanzausschuß.
M⅝ünchen.  27.  Mäcz.

Bei  der  Weiterberatung  des  Ausbaues  des
Walcheniec-Kraftwerkes  warnt  Abg.  Osel  un
Kalle  der  Annahme  des  gemischt-wirtschaftlichen
  Betriebes  davor,  mit  einem  großen  Firmenkonzern
  in  Verdindung  zu  treten.  ebenfo  sich
auf  Monovolbestrebungen  des  Rriches  einzulassen.
  Gegen  eine  übermäßige  Bevorzugung
der  großen  Abnehmer  bei  der  Strompreistari-.
fierung  wenden  sich  die  Abgg.  Steininger  und
Watz,  während  Abg.  Auer  die  Anschauung  vertritt,
  daß  die  wirtschaftlichen  Momente,  ebenfo
auch  die  zweifellos  hinreichende  Stromabnahme
den  Ausbau  des  Werkes  durch  den  Staat  als
unauffchiebbar  erscheinen  lassen.  Oberregierungs
rat  Dr.  Cassimir  erklärt,  erst  dann  an  die
Stromabnahmevorarbeiten  gehen  m  können,
wenn  einmal  fesistehe,  ob  das  Verkehreminisierium
  oder  das  Ministerium  des  Innern  den
Betrieb  übernehmen  werde.  Bei  der  legtzte-Mac.

  Jutyie  zu  mir  zurucklehrte,  leilteer  mir  mit,  man
würde  meine  Wunschb  er#üllen,  und  ügle  dannhinzur

Wissen  Sie,  Forresier,  der  Teufel  soll  mich
holen-  wenn  mir  die  Sache  gesällt,  und  darum
hade  ich  selbst  auf  einer  Forderung  bestanden.
Sie  sollen  sich  Unter  den  Waunuen  —  das
beißt,  unter  den  mannlichen  Tasagieren  —
semano  nuswanlen,  der  Sie  demuden  darf,  nathr.
lich  r  azur  egesetzt,  daß  der  Betresfende  dazu
bereit  i

it  war  ein  sehr  guter  Vorschlag.  und
ich  dankie  Mc.  Intore  bersuch.  Jch  wunte  ganz
genan,  Zavertal  ware  nicht  da  kruf  eingegangen.
*  e  er  nichl  irgend  eirne  be  imüche  Absicht  daber
versolgt,  aber  auf  jeren  Fall  war  das  besser.
als  vollstandiae  Vereinfamung.  Ich  bezeichnete
sofort  General  Waldo  als  den  einuen  Besucher,
den  ich  zur  Zen  empfangen  wollt.  und  ließ
mich  von  meiner  Eskorle“  nach  der  Kabine
bringen.  Es  war  eine  der  besten  des  ganzen
Schufes  und  lag  zwischen  dem  Bi#liothekze  mmer
und  Zavertals  Kabine;  der  Aufenthaltsort  hätte
mir  auch  sicherlich  gefallen  wöären  nicht  die
beiden  Motrosen  gewesen,  die  wie  eme  Schildwache
  vor  der  Tür  Aufflellung  nahmen.

Zwei  anderen  Leuten  war  befohlen  worden,
meine  Sachen  von  der  Kapitänskajute  hierberzubringen,
  und  ich  war  gerade  mit  Auspacken  serlig.
als  Waldo  cintrat  und  die  Tür  binter  ach  schlo.
24  sprang  auf  ihn  los,  um  eijrig  Fragen  an

n  zu  richten,  hichlt  aber  verdutzt  inne,  als  i
sah,  in  welcher  Weise  er  mir  enlgegentrat.  Er
redete  in  dem  ausgesprochenen  amerilanischen
Dialekt,  den  er  seiner  Masle  angepaßt  und  schon
seit  Beginn  der  Fahrt  beibehalten  hatte.

(Sor#ichung  follst.)

 

"—