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Sontale Aundschan.
Schwabach, 27. März. In der eine große
Anzahl von Betrieben umsassenden Felngoldläger-Industrie
ist wegen schlechter Geschättelage
eine Vereinburung wischen Arbeitnebern
und Arbeitnehmern abgeschlossen worden,
wonach ab heute die Betriebe bis auf weiteres
eingestellt werden.
Bayerisches Oberland.
Kolbermoor, 27. März. Diese Woche wurden
zmei wertvofe Wolfshunde von unbelannten
Tätern SLctötet, einer dez Herrn Kern
durch mehrere Messerstiche und einer des Htn.
Erhart durch Vergistung.
WMolbermoor, 27. März. Mehhgsrieister
Mally dahier wird ab 1. April in Hausham
eine Filiale errichten.
Bad Mibling, 27. Mérz. Das Belleidungramt
des 1. Armeekorps München hat die
Schneiderzwangeinnung für den Amtsbezirk
Asbling mit der Lieferung von ca. 500 Tuchhofen
bedacht.
Bolzkirchen, 27. März. Am Sonntag den
29 März, mittags 1 Uhr, findet im Saale des.
Gasthofes zur „Atten Post“ der diesjährige
Cauturntag statt. Auf der Tagesordnung stlelien:
Jahresbericht. Neuwahl, Erhöhung cer
Caustener und Fstictzung des Gauturefektes
für 1914.
Schliersec. 27. März. In Begleitung zines
Freundes wollte der Kunstmaler Max Hagen
von Dackau eine Tour auf die Bodenschnunternehmen.
Nach der Durchwanderung des
Dürnbachsteiges wurde Hagen unwohl und nach
kurren Augenblicken trat ein Schlagapfall ein,
der seinem Leben ein Ziel seßtzte. Ter Verschiedene
wurde in das Leichenhaus Weszenhofen
überführt.
Enge'sberg, 27. März. Am Samstag ist
der ber its im fünften Monat in Untersuchung:-haft
betindliche Bauerskohn Peter Oberaröbu'et
ron Offenham, Gem. Enge'sbr, als nicht
sculdig entlassen worden. Er war wegen der
im Sommer und Herb't 1913 in hie’iger Gegend
verübten Brandstistungen eing. zogen
Weltwolislk und Kriegsgefahr.
Rosenheim, 28. März.
„Weltpolztil und Kriegogefahr" war das
Thema, das lich Herr Dr. Nitlter für seinen
Vortrag, der am vergangenen Donnerstag in
der Ortegruppe des Alldeutschen Verbanc:
statlsand, gewählt haite. Nachdem Lieser Verband
nur die besten Reduer für die stits altuellen
Themata zur Verfügung hat, üben diese
Vorträge überail eine proße An:jehungskraft
aus. Doß oer sieilv. Vorsitzende der hiefigen
Ortegruppe, Herr Vanlkasiier Hoffmann, nur
einen mähigen Kreiz von Zuhörem begrüßen
tonnte, hatte seinen Grund lediglich darin,
daß der Vortrag infolge Zasammentrefiens
rerichiedener mißlicher Unstände erst am Mutwochabeno
der Ortsgruppe angeseigt wurde.
modurch die Bekanntmachung in den Tagesblättern
erst in den letzten Stunden crmöglicht
war.
Wenn wir auch gewohnt sind, daß die Repräsentanten
des Tideutschen Verbandes unfere
aurwärtige Politik in den schwär'’esten Farben
schildern, so erweckten die Ausführungen des
Herrn Dr Ritter doch bei allen Anwesenden
das größte Interesse. das in lebhaften Beisallsbezeugungen
zum Ausdruck kam. Der NRedner
führte ungefähr folgendes aus:
Die deutsche Weltpoli.ik ist bisher gelennzeichnet
gewesen durch den Mangel an feseen
Zielen, aber auch durch den Mangel an Erkenntnis
bei oen Führern wie brim Volle, was
überhaupt Weltpo.i.ik fi. Fass allgemein nerstand
und verstaht man cine Paradevolitik darunter,
die man macht, um neben den anderen
groß dazustehen. Berschiedene Reden haben
diet#e Jrrmeinung bestärkt. In der Tat aber
ist Weltpolitik eiwas absolnt Notwendiges, etmas
rein Geschättliches, sie bedeutet: Schutz
der Weltinteressen. Diese werden durch unsefren
Welthandel geschaffen, von dem wir aile
leben. #ch die Landwirtschaft zieht den
Hauptrerdienst aus dem vom Auslame gekommenen
Geld, das die Städte kaufkräftig
macht. Daraus geht hervor: Weltpolttik bedeutet
die Sicherung des Absatzmarkles und
eweitens Sicherung dez Bezuges der Rohstofse
für die Industrrie, besonders ron Baumwolle
und Erzen uso. Drittens bedeutet Weltpolitik
auch die Sicherung von Siedlungsland.
Früher lind une riele Mitlionen Deutsche verloren
gegangen, die scemdes Volkstum und
fremde Konkurrenz verstärkten, ras muh anders.
werden. Die Festlandgermanen würden nach
der heutigen Lage der Dinge bald die schwächste
NRasse werden, da die Slaven halb Europa
und halb Asien, die Romanen woei Drilttel von
Amerika, Nordafrila und Wesleuropa, die Englischsprechenden
einen anderen großen Teil der
Welt bevölkern. Wir Deutsche sind auf einen
kleinen Raum eingeyfencht, der übervöllert sein
wird, wenn wir 80 Millionen zählen. Besitzen
wir über nicht eigenes Siedlungaland, so wird
unsere Auswanderung immer wieder don den
fremden #ltern gufgelogen pder spielt doch
Rosenhelmer Auzeiger
e don un ein Verbrechen an
unserer Zulunft, wenn wir nicht bafür sochen
würden, daß auch das Deutschtum genügenden
Spielraum in der *“ -'
DasyouischcAukxapolifikg!aubtrun,ia
Mirtesafrika ein passendes Ziel gefunden zu
haben. Das stimmt durchaus nicht. Redner
lagt, es wäre Pilicht der Nation, dagegen Ein-Spruch
u erheben. Mittelafrika wäre als Zugabe
anzunehmen, aber nie als Haupt#zek unserer
Politek. Denn Mittekafrika ist kein Absatzland,
es kann nie genügend Rohstofse liefern,
und es. isf kein Siedelungsland; mehr als 3—4
Millionen Weiße können nie dort lehen. Das
allein richtige Jiel. für uns wäre Vorderasien
und der Weg dorthin. Schon nach dem Plane
von Friedrich List sollte ein Staatenbund.
Deutschland, Oesterreich, Ballan-Türkei, entsienen,
alio cine friedliche Verbindung der durch
gemeinsame Interessen, den Schug vor Rußland,
auseinander angewiesenen Staaten. Die
Losung „Berlin-Bagdad“ sei in diesem Sinne
auogegeben worden. In der Schritt von Dr.
von Winterstetten „Berlin-Bagdad“ ist diese
Politit am besten dararstiltt.
Ein poü#ütischer und wirtschaftlicher Bund von
Deutschland bie Vorderafien gäbe rz einen
großen sicheren Markt. sichere Rohstofsquellen
und ein gewaltizes Siedlungsland, in welchem
vereinzelte deutsch: Kolonien schon große Srfolg#
erzielten. Da aber dir anderen Mächte befürchteten,
w#ir lönnten diesen allein richtigen
Weg noch beschreiten, zettelten sie den Balkankrieg
an, der uns rom Landweg nach Asien
abschneiden und den Balkan unter rufsischen
Einsluß bringen sollte. Redner legt die Jusammenhänge
und die Bedeutung des Balkankrieges
dar, der für uns die denkbar unheilvollsten Folgen
hatte. Er sprengte die Türkei ab. drängte
Rumänien an die Seile des Dreiverbandes,
legt Oesterreich im lünrtigen Kriege so gut wie
ganz nach Süden feit, so daß T eutschland fast
allein gegen 22 französische und 40 üussische
Armeekorps eu kämpfen haben wird und dabei
oollständig cingektreist üund von aller Zufuhr
abgeschnitten ist.
rentum her kann jeden Tag losbrechen, unsere
Passivität hat diese Gefahr erst recht orzeugt.
Wir müssen von unserer Divlomatie fordern,
daß sie ihr Augenmerk hauptsächlich oer Ballan=
und türkischen Frage zuwende.
Der Sporl- und Reunplaß.
Rosenheim, 23. März.
Seit langem schon wird in Rosenheun von
allen Intereifenten das Profekt emes allgemeinen
Sport und Nennvd’'anes ver olgt. Wiederholt
schon ist es namentlich im Reanverein erörtert
worden. Im Sckobe der släktischen Kollegien
kam es zur Beralung in Verbindung mit der
Errichtung eines Kinderspielpiatzes und in Versolgung
der von M.-N. Baumann und G.-B.
auer eingereichten Anträge. Die nädtüchen
Kollegien haben dann eine Kommission eingesetzt.
welch sich mit deri Projelt inzu ischen näher
belaste. Sie hat zwei Sitzungen abgehalten;
in der letzten Sitzung lagen die vom Staztbauamt
auegearbeiteten Projelle vor. Das ErgFebnis
dieser Beratungen ist in einem ausführlichen
Schreiben dem Rennperein Nosenheim unterbreitet
worden. Das Michtigste daraus sri#
hier wiedergegeben.
Nach dem einen vom Stadtbauamt ausgrarbeiteten
Projekt ist als Platz für die Rennbahn
cin Teil des Haustältergutes, nach den anseten
das Celände zwischen der Ebersbergerstraße
und denm Mühlbach bezw. Inn in der Nähe
des Hobränkellers (Fornanen) vorgesehen. Wie
aus dem Erlänterungsbericht des Stadtbauamtes
hervorgeht, soll die Bahn als seste Nasenbahn
ausge#ührt werden. In Betracht Togimt
für das eine Prozekt das Terrain auf dem Hausiättergut,
nordwestlich der Präparandenschnie.
Dlises Gelände ist im oberen Teile hoch, im unteren
tief gelegen, weshalb eine größere Erobewegung
unrermeidlich ist. Die Planie und
Herstellung der Rennbahn umfaßt eine Erddewegung
von eirka 3000 Kubikmeter, die dezersten,
zucciten und dritten Platzes einschliewich
Sattelplatz von 8600 Kubiklmeter. Die bis zurn
ehem. Bahnwärte r#u au##baute Peinrenen.
tenstraße muß auf cine Länge von 160 Meler
bis zur Einfahrt in die Rennbahn verlängert
werden. Als Rennstallungen könnten vererst
die Stallungen des Haustättergutes Verwendung
finden. Nicht unerwähnt dürste bleiben,
daß bei Verwirklichung dieses Projeltes außer
der Stadtgemeinde nur drei weitere Grundbesitzer,
Steinbeis, Diener, Ruedorffer) in Betracht
lämen.
Die Kosten für die Bahn auf dem Haustättergute
betragen 39 500 Mark. Beansprucht werden
37 Tagwerk Grund, von denen 24 Taqwerk
im Eigenkum der Stadtqemeinde, 10,27 im
Eigentum des Brauereibesitzers Diener, 1.7 im
Eigentum des Ab#. Rusdor'fer und 0,7 im Eigentum
oer Firma Stcinbeis Hehen, In der
Summe von 39 500 Mark sind die Kosten für
Crunderwerbungen nicht inbegriffen. Die Bahn
ist mit 1000 Meter Länge und 15 Meter Breite
als Rasenbahn vorgesehen und wird nach Vornchener
Rennvereins gewalzt. Wei-
Leren im Kostenanschlag vorgelehen der Auk-Die
Kriegegesahr vom Ballan und vom Slan#ur.
eine untergeordnete Roll: in besreffendel vo- sur die notwendigen Bauten wie Tribu=Lande.
Es wär «
aktisztcklifatohMusisäodiumüannscfedsä
guan«. . .,.
Das zweite Projelt behandelt die Errichtung
eines Rennplatzes auf dem Areak zwischen Mahlbach
und dem tünstigen Hochwasserdamm. Das
hierür in Betracht kommende Gelände ist ziemlich
eben. Die erforderliche Planie umfaßt zirka
5000 Kubiklmeter. Doch werden die geringen
Planierungskosten durch Beseitigung der in diesem
Gelände rorhandenen Wurzelstöcke und der
Neuanpllanzungen reichlich aufgewogen. Auch
die Straßendaukosten sind hier ziemtich hohe,
da jegliche Zusahrt zu diesem Gekä#e mangelt
und drei Biücken über die dieses Gelände ourchziehenden
Bäche hergestellt werden müssen. Ausdrücklich
erwähnt der Erörterungsbericht des
Stadtbauamtes, daß dieses Gelände sich im
Hochwassergebiet befindet, somit dieses Projelt
solange unausführbar ist, als nicht die Hochwasserdämme
am linksseirigen Innufer ausgeführt
sind. Auch die Grunderwerbungen dürften
sich hier infolge der oielen in Betracht kommenden
Grundbestzer ziemiich ##m#ierig gestalten.
Eine Stalling ist hier nicht vorhanden,
sie ist vorerst auch nicht projeltiert.
Weiter wurde zu diesem Projekte eine Variante
angefertigt für das Gelände zwischen Herderbach
und Mühlbach. Die Bankosten der Rennhahn
bleiben so ziemlich oie Fleichen wie bei dem
andern Projelt. Die übrigen erhöhten Baukosten
erklären sich durch die Herst-liung der
längeren Oufahrtostraßen und zweier Brücen.
Im übrigen dürfte sich auch hier die Grunderwerbung
schwieriz gestalten.
Was die Kosten andelangt, so würde für
die Remnbahn bei den Forstauen ein Vetraq
non 56000 Mark in Betracht kommen. Die
Variante dam isr mit 50 000 Mk. vorgeseben.
Die Beratungen in der Kommission haben
das Ergebnis gebracht, daß man im Intereise
der biesigen Geschäftewelt die Errichtung der
Nennbahn auf dem Platz in der Nähe der Forstauen
sehr beprüßen würde. Doch kam man
einhellig zu der Ueberzeugung, daß in aksehbarerZeit
der Aerwirk.ichung dieses Wunsches
nicht näher getreten werden kann. Abgefehen
ron den hohen Kosten, kann der Platz bei den
Forstauen solange nicht gewählt werden, als
nicht das Gelände durch Errichtung der Hochwasserdämme
am Inn geschützt ist. Außerdem
stehen die z. Teil wertvollen Gründe ausschließlich
im Eigentum oritter, sodaß die Grunderwerbungen
aufß rordentliche Schwieri. kiten bieen
würden. Enolich sind die Zufahrtsverhäi"=nisse
sehr ungünstig und man müßte mit mehreten
Bachüberbrückungen rechnen. Infolgedessen
iĩt sich die Kommission einig, daß nur die
Frage über die Schailfung einer Rennbahn auf
dem Haustättergute mit Aussicht auf einen greifbaen
Erfolg weiter behandelt werden kang.
Vevor das iedoch geschieht, siellt die Kommission
an den Rennverein verschiedene Bedingungen.
Zunächst wird vertangt, daß vom Reunverein
rechtsverbindliche Ertlärungen seiner Mitglieder
und sonstiger vom Rennverein zu gewinnender
Interessenten über die finanzielle Beteiligung
an dem Rennbahnunternehmen in einer
Form beigebracht werden, die der Kommission
und den beiden städtischen Kollegien hiureichende
Sicherheit bieten. Dabei wird namentüch
auf ein Schreiben des Rennvereins vom 15.Arril
1912 Bezug genommen, wonach der Rennverein
die Zusicherung gibt, für eine Beteiligung an
dem Rennunternehmen in der Höhe von 20# 000
bis 50 000 Mark sich zu bemühen. Der Kommission
wäre es im Interesse der Förderung
der Sache sehr erwünscht, wenn diese Erklärungen
bis zum 1. Mai beigebracht wären.
Die Kommission hat auch mit den Münchner
Rennvereilen unterhandelt. Sowohl der Münchner
Rennverein wie der Münchner Trabrenn-=und
Zuchtrerein begrüßen die Schaffung einer
Bahn in Nosenlleim. Der Rennverein weis aber
darauf hin, daß die Abhaltung von Nennen
nicht allein von ihm abhängt und mt nicht urerheblichen
Kosten verbunden ist. Seine Rennen
in Landehut hätten troz guten Weitere und
Beruch; seinen Etat mit 1800 Mk. delastet,
sodaß der Beschluß gesaßt worden sei. Rennen
auewärts nur dann abzuhalten, wenn der betreifende
auswärtige Verein ihn geae#n seig##
Verluste sicherstelle. Andererseits hat der Münchner
Trabrenn= und Zuchtverein ausdrücklich die
Verpflichtung, alljähriich im Frühjahr und Herbst
auf dem Nosenheimer Rennplatz Pferderennen
zu deranstalten, abgelehnt. Der Verein habe
noch nie auf auswärtigen Rennbahnen Rennen
veranstaltet und werde niemals solche abhalten,
weil sich der Verein damit der Gefahr aussetzen
würde, daß ihm von den für die eigene Bahn
mit Totalisator genehmigten Renntagen die auswärtigen
Termine gekürzt würden. Außerdem
wäre die Aufbringung der Rennpreise für die
hiesigen Veranstallungen oder vekuniöre Zuwendungen
hiefür dem Vercin unmöalich, da er
bei seinem letzten Heröst-Meeting selbst ein grobes
Defizit erlitten habe.
Mit diesem Ergebnis der Kommissionsberatungen
beschäftigte sich, wie schon berichtet, der
Stadtmagistrat in seiner gestrigen Sitzung. Er
hat nach unwesentlicher Debatte die Berichte
zur Kenntnis genommen. Alles weitere höngt
jetzt vom Rennverein ab. Er wird in nächster
—
siellten Bedingungen bekriedigend 3#u erfüllen
permag. · .
Zeit zeigen mülsen, inwiefern er die ihm jetzt ge
Sonntag, 25. März 1414
#———“""
Jä bie engere
ist das Lokalblatt unentbehrlich.
heim-Stadt und Land gilt dies im
für den „Rosenheimer Anzeiger“. #
unterrichtet über alle Vorkommnisse in Stad#t
und Bezirk schnell, gewissenhaft uch
ausführlich, sodaß er in dieser Hinsicht von
keiner Großitadt--Zeitung übertroffen merden
kann. Taneben berücksichtigt er alle Vorgänge
im politsschen wie wirtschaftlichen Leben,
lodaß seine Leser in allen Belangen ste##
auf dem Laufenden sind. Zum 2. Quarkak 1918,
empfehlen wir daher allen das Abonnemen
aquf den „Rosenheimer Anzeiger“, der
auch in Zukunft ein vorzüglich informierten
Heimatblatt bleiben wird.
LUt
Loralnachrichten.
Wilitä *83 BM.AAt
** * 0 0
Im Reichsmilitäretat ist ein größerer Betrag
enthalten, um jenen Familienpätern, weiche mehr
als drei Söhne beim Mietör haben, für ihre im
Verhältnis zu anderen Staatsburgern außerordentlich
hohen Opfern eine Entschädigung gewöhren
zu können. Bei Beratung des Militärelats
im bayerischen Landtag wurde die Anregung
unterstützt, daß auch jolchen Famflien die
Enchädigung gegeben werden solle, von denen
Söhne mehr als sechs Johre gedient haben.
Die Sache steht nun so: Dient am 1. Oktober
1913 ein weiterer Sohn beim Militär uno haben
rorher schon Brüder von ihm aktio gedient, so#
erhält der Vater, wenn die Gesamndienstzeit
seiner Söhne die Dauer von secho Jahren übersteigt,
für jedes weitere Dienstjahr eine Entschädigung
von 240 Mk. für den Entgang der Arbeitstraft#dies
Sohnes und den Aufwand, den
ein Soldat der Familie verurfacht. Die Entschc#igung
muß nicht nur gezahlt werdin, wenn
drei Söhne zusammen 6 Jahre dienten und ein
rierter Sohn einrücken muß, jondem sckon dann,
wenn drei Söhne zusammen äber 6 Jahre dienten,
beispielsweise wenn zwei Infanterisien 4
Jahre und ein Kavallerist drei Jahre dienten.
Der Schwerpuntkt liegt darin, daß nach dem 1.
Cktober 1913 mehrere Söhne mehr als 6
Jahre altir dienten. Beurlaubunden von mehr
als 3 Monaten werden abgerechn#t, bis
Moncten aber nicht. Die Gesuche z#ind bei der
Cemeindedehörde anzubringen; die Militärpässe
#ind nicht abzugeben, weil die Militärbehörden
die wirkliche Dienstzeit selbst ermitten. Die Gesuche
verbescheidet das K. Staatsministerium
des Innern; die Zahlung erfolgt halbjahrlich,
ersmals am 1. April 1914; verspätz-te Gesuche
werden berücksichtigt. Die Ausführungsbestimmungen
werden borfeurlich darüber Küarheit
bringen, daß nicht nur Väter und Muütter,
sondern auch andere Vermwam#te, welche von sich
oder dem Familienverband aus den Soldaten
mit verforgen, die Emschädigung bekommen,
wenn die Eltern nicht mehr am Leben sind.
1 ·
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Rosenheim, 28. März.
Holldienst. Besördert wird in etatsmäßiger
Weise zum Steuerreoksor der geprüfke
Steuerdiennafpirant Grenzaufseher J. Ellenmann
in Nußdorf bei der Steuersielle Trulben.
Bauarbeitcerschunz und heimische
Bauweisc. Wir machen nochmals darauf
auimertsam, daß eie Vorträge mit Lichtbildern
über Bauarbeiterschun und über die Bauweise
im Gebirge morgen Sonntag den 29.
Mär:, vormittags 10 Uhr. im Saale des Hotels
„Deuticher Kaiser" in Rosenheim stattfinden.
Das in unserem gestrigen Artikel erwähnte
Datum des 5. April gilt für die Abhaltung
der Vorträge in Prien.
Der Grund- und Hausbesigherverein
hatte für Freitagabend seine Genera#ver-=-ammlung
in das Case Wendk einberufen. Ste
leilte jedoch das Schicksal so vieler anderer
Hauptversammlungen: die Mitglieder haben
es vorgezogen, zu Hause zu diesben. Leoigiuch
sechs Ausschuß= und vier Vereinemitglieder w##
ren erschienen. Nach längerem Hin= und Herreden
wurde beschlossen, die Versammkung nicht
ahmhalten, sie vielmehr neuerdinas für Mortag
den 6. April einmberufen und sie mit einem
Vortrage zu verbinden, um regeres In «
bafür zu wecken.
Die neuen Briefmarken. Da ein kehr
Narker Schalterandrang zu erwarten t werdch
dei sämtlichen Münchener Postämtern Neferusschalter
zur Abgabe der neuen Werteeichen Esgerichtet.
Außerdem wird dem Puvrikusn bei
den Postämtern München 1 (Residenz#skraße],
München 2 (Bayerstraße) und München 6 (Neihauserstraße)
Gelegenheit gegeben, ausschließlich
für Sammelzwecke bestimmte Freimarken m
dem Stempel des Aufgabetages besrucken
lasten. Auf Briefumschtögen aufgeklebte F#
marken, ferner Postkarten und Anwesfungs##
Formulare werden zu Sammehzwecken e
gestempelt. . .1«·