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Kummer 103
bienrat Jodlbauer. D deutsche Landwirtschaftsrat
hat, unterstützt von anderen, die gleichen
Ziele verfalgenden wirts chastlichen Interessentengruppen,
an den Bunde esrat das Erfuchen
gerichtet, den Zoll auf Obst und Gemüse bedeutend
zu erhöhen. Der Referent faßte seine
arlegungen, in denen er lich mit aller Enkschie
denheit aegen eine derartige Zollerhöhung
aussprach, in folgenden Leitsätzen zusammen:
Die geforderte Erhöhung der Zölle auf Obst
und Gemüse ist unbedingt abzulehnen und zwar
aus wirtschaftiichen, sozialen und hygienischen
Gründen. Sie in abzulehnen vom Standpunlt
der Pronnzenten selbst. namentlich weil der
etmaige Gewinn aus einer zu erwartenden Peissteigerung
ats Folge der Jollerhöhung: durch den
Rüühgang des Koniumes wettacmacht würde, rom
Standpunlt von Handel und Industrie, weil der
Imischenhandel! erschwert, der Lebensunterhall,
insbesondere der Arbeiter, verteuert und die
Arbeitslöbne davurch noch weiter in die Höhe
getrieben würden, ohne daß dadurch die Lebens
rerhältuisse der Arbeiter selbst eine Bessetung
erfahren, vor ailem aber auch, weil zu befürchten
ist, daß eine solche Zollerhöhung Gegenmaßregeln
der davon betroffenen Staaten herausfordert,
die darauf gerichtet kind, der Industrie
den Absatz ihrer Eriern 1 isse dorthin weiter zu
erschweren, wenn nicht vllig unmöglich zu machen;
vom Standpumt des Gesamtkonsums, meil
die Verteuerung von Oht und Gemüse ledialich
auf Kosten der Ernährung und Gesunderha#tung
des Volles und eine weitere Erhöhnng
seiner bereils anserordentlich teueren Lebe#shaltung
bedeuten würde. Die bestehenden Kölle
auf Obst und Gemüse fi ind vielmehr tunlichst zu
reonzieren. Neserent betragte, dim Staatsministertum
b#n K. Hauses und des Acußern
von dem Veschlus der Kammer Kenntnis zu
geben und es gleichzeitigq zu bitten, im Bundesrat
jedweden Aut c9 auf Erson ung der Zölle auf
Obit und Gemüse mi#t aller Entschiedenheit entgegenzutreten.
Ferner beantragte er, von dieser
Stellungnahme dem Deutschen Handelsiag
Kenntnie zu geben und ihn zu ersuchen, bei den
geietzgebenden Faltoren des Reichs im Sinne
obigen Beschlusses vornellig eu werden. Nach
längerer Dieluision, welche die einhimmige Stellunnnahme
gegen eint derartige Zollerhöhung
W schloß sich die Kammer den Ausführungen
des - an.
Das Gebührenwesen.
Bez züglia des Entmurfes eines Gesetzes über
Aenderung im Gebührenwesen beschloß die Kammer.
an die Abgeardnetenlammer und die Reichsratekammer
die Bitte zu richten, den Entwurf,
so, wie er jent norliegt, abzulehnen, weil er bestmmt
ist, abgeiehen von den durch ihn enkstebenden
großen Belästigungen, weite Kr iĩe
von Handel und Industrie schwer zu schädigen.
Soziale Kundschau.
München. 1. Mai. Das „Jentralblatt“ neröffentlicht
in Nr. 7 den Vericht des bayer.
Sekretariats des Gesamtverhandes der christlichen
Gewerkschaften für das Jahrl!913.
Am Schluise des Jahres waren im Bezirt 651
Ortsoruppen miit 31 3362 Milgliedern vorhanden;
Ortslartelle beanden 32. Lohnbewegungen'
murden 10J geführt, davon 13 allein
ven den chritlichen Gr werlschaften. Mit Ausnakme
der örtlichen Verträge auf Grund der
Reichr#arife sind die christlichen (Geworl#chaften
imn Bezirle an 112 Tarif fverirägen beteiligt.
Verlin, 1. Mai. VBei der Reichsversickerungsanftal#
für Angestellte ind
imn eren sicherungs und Geschäftsjahr 1913
•r
1324 003 Perionen
diess ainge n 1
geht
versichert gewesen. Von Mainz, 1. Mai.
Anträge auf Durch#süh--bei Niedersaulheim in noch zu berichten:
runz eines Heil ahltens ein. Genehmigt
——
wurden 6892 Anträge, wofür 1,5 Mill. Mi.
— 1 Prozent der Beitragseinnahmen — verausgabt
wurden. Von den genehmigten Anträgen
entfallen 2031 auf Kuren in Lungenheilsrätten,
1963 auf Zahnersaß, 1394 auf Ku.
ren in Sanatvrien, 815 auf Vadekuren, 178
auf Behandlung in Kliniken.
wurden Zuschüsse zur Durchführung einer Kur
geleistet.
Verlin, 1. Mai. Eine Arbeitslosenzählung
unter den techuischen Angestellten
hat der Deutsche Techniler-Verband
im Dezember vorigen Jahres veranstaltet. Es
geht daraus hervor, d daß fast ein Zehntel der
Angehörigen dieser Organssation in den gröbheren
Städten siellungslos waren. Die durchschnittliche
Arbeitslosigleit ist auf 120 Tagebei
den über 40 Jahre alten Angestellten auf
142 Tage ermittelt worden. Also fast vier Monate
durchschnittliche Arbeitslosigkeit und sast 5
Monate bei den über 40 Jahre alten Angestellten!
Einen Veweis für die Arbeit der Or
gauisation gegen Arbeitslosigleit unter den
technischen Angestellten erbringt die Jählung
burch die Tatsache, daß die Organisierten im
Durchschnitt nur 138 Tage, die Unorganifierten
jedoch 197 Tage ohne Stellung maren.
Berschiedene Nachrichten.
Berlin, 1. Mai. Die Maiseier in Berlin
uno den Vororten ist in der größten Ruhe verlaufen.
Nur in den äußeren Bezirken der Stapt
und in der Nähe der großen Versammlungssälc,
mohin die Arbeiter in lleinen Trupps
zoren. merlte man eitwas Leben. Die Beteiligung
an den Vormittagsversammlungen war
nicht merklich größer als in den letzten Jahren.
In den großen Metallindustriewerken wurde
gearbeitet. Am stärksten besucht waren die Versammlungen
der Vauarbeiter.
Berlin. 1. Mai. Auf der Chaussee nach
Jüterbog wurde heute Morgen die 12jährige
Anna Lehmann aus dem Dorfe Hausstecklust
auf dem Wege nach der Schule von einem Manne
übersallen, vergewaltigt und rurch Schaufelschläge
niedergeschlagen. Das bewußtlose und
schwerverletzte Kind wurde in das Krankenhaus
nach Jüterbog gebracht, wo es bald siarb.
Als der Tat verdächtig sind bieher zwei Männer
e igenommen worden.
a, 1. Mai. Auf der Saalebahn bei
Jena ist heute nachmittag das letzte Stück des
hoch gelegenen zweiten Geleises angeschlossen
und damit der weigeleisige Betrieb der Lini:
Berlin— München in vollim Umfange endgültig
aufgenommen worden. Heute vor 40 Jahren
wurde die Saalebahn dem Verleht übergeben.
Ru dolstadt, 1. Mai. Die Gewerbe-Insveltion
für Schwarzburg- Sondershausen hal
er’nsttelt, daß in einer Thermometermacherfamilie
drei Kinder infolge Quecliilbervergifung
stark zurüchgeblieben. der Sprache verluctig
gegangen, nahezu völlig verblödet und
zeitweilig am Körper mit eiterigen Geschwüren
bedeckt sind. Die Kinder wurden in ein Kranrenhaus
nach Blankenburg gebracht.
Lalbe ftertadt, 1. Mai. Die beiden Offizierflieger
Leutnant Niemeier vom Sachsischen
Ins.-Reg. Nr. 178 als Führer und Oberleutnant
Maner vom Lufstschisser-Bataillon 1 als
Begleiier, die heute Morgen in Döberitz auf
einem Doppeldecker aufgesticgen waren, sino
lbeute Mittay in Höbe von 20 Meter über dem
Flugplatz Halberstadt von einer Boe# erfan
morden. Der Apporat wurde zu Voden geschlendert
und vollständig Frtrümmert. Oberleutnant
Mayer wurde sofort getötet, Leutnant
Riemeier schwer verietzt.
Zu dem Eitenbohnunglück
Amllich
ist endgültig festgest elit, daß dem Unglück drei
——. —-—
Snrmonds zu dietem Zweck übergeben. Sehen Sie
nicht ein, was eine solche Forderung bedeuten
würde? La. orence wurde ein bis zwei Stunden
nach unserem Kartenspiel ermordet. Wie lann
jemand die Summe wissen, die er gewonnen zu
haben behanvteie? Keiner sah ihn zwischen dem
Ende dieses Spiels und seiner Ermordung, außer
der Mann, der ihn ermordete.“
„Fräulein Moore sah ihn — und S
„Wollen Sie damit anbenten, daß F
Moore diesen Brief schrieb — oder
„Ich verstehe. Sie schließen daraus, daß
derjelnae der dies schrieb, Lawrence tötete, weil
der Brief Dinge enthält, die nur der Mörder
wissen lonnte. Darin liegt etwas Wahres. Aber
wenn das so klar ist, ist es dann nicht etwas sel
unüberlegt, Ihnen überhaupt zu Füeiben — 8
unüberlegt, daß es fast unbegreiflich ist
Slechne — *- kennen inns das beuni-
Eprichw hw ge nicht, dan es ganz
Uar ist. Im seas 95 “v“ Wglanbe. ist verwickelter
wie Sie denken. Le daß der
Schreiber dieses Briefes Lawrence tötete — und
ich glaube, es wird s herausslellen, daß das der
Sali war — so ist die Frage, wer schrieb es.
Die Unterschrift kanlet See Göttin“. Ich glaube
ei Göttin“ ist der Schrei ber. Frage, wer ist die
öttin) Das ist das Rätsel-„Sprechen
Sie obsichillch in Geheimsprache?
Dars ich fiagen. was Sie eigentlich, meinen
I slcher, daß ich das selbst w
Ich 9. e be 605 weit, zu behaupten.) d t
etwas übernatürliches vorläge —
schichte## lemmt! zutr cesbeht isin Fürccb bor. tie
Das sagen Sie nur lieber
der üh t⅛ê½ Heset erkennt bel Ver-Hechen
nichts Uebernatürliches
„Vielleicht nicht! Sie lagme, e war ein
Mann. Somonds denlt, es war- eine Frau; ich
glaube, Sie irren sich alle bei Lawrence
wurde weder von einem Sbeid noch von einer
Tran ermordet. Wer oder was ist „die Göttin“!
Finden Sie das aus und Sie haben den Verbrecher.“
Seine Lippen verzogen sich zu einem ironischen
Lächeln.
„Ich möchte wirklich wissen, ob Sie im Ernst
deulen. zmich an der Nase herumführen zu können.“
I . Der Mann war so voll EGist
und Haue, daß er jede Gelegenheit benutzen mußte,
einen Tropfen davon nach mir zu verspritzen.
Seine Ansichten über mich waren schon vorher
keine allzu freundlichen gewesen. Jetzt, da der
Schatten einer Frau zwischen uns getreten war,
jetzt sühlte ich, daß er nicht davor zurücckschrecken
würde, mich an den Galgen zu liefern. Daß meine
Unschuld erwiesen würde, wäre ihm ganz gleichgiltig
— sofern ich nur zuvor aufgeknüpst worden
Während ich noch überlegte, was ich ihm
antworten sollte. — denn wenn ich auch hofste, ihn
im gegebenen Moment bei der Kehle zu packen und
sanft zum Fenster hinaussallen lassen zu könneyn, so
wünschte ich doch, ihn inzwischen mit der rößten
Höflichkeit ubeb behandeln — kam ajend ins Zimmer
#eltr. # urner, der Nacht-Portier. Er
chien just ein Handguerener tgehabt zu haben.
Denn er hielt sein Taschentuch an die Nase und
seine ganze Livrec war in Unordnung
„Herr Philipp Lawrence ist rornP die Hinter.
treppe hinuntergegangen.
Wir starrten ihn an, — ohne icheuch zu —
isen, was er eigentlich wollte.
danken waren anderweitig in Anspruck nler Gel.
gewesen. n nicht be-Als
er merkte, daß wir
Kriffen, fuhr er sast.wülend lort
In 511 Fällen.
Tote, fünf Schwerverletzte und 10 Leichtverletzte
zum Opser sielen. Heute abend waren die
Aufräumungsarbeiten so wert fortgeschritten,
daß der Personenverlehr wieder durchgefübrt
werden lann, — en ist. der Güterverkehr noch
Beschränkungen un gorworsen. Unter den Trümmern
der verunglückten Züge fand man keine Toten
mehr, so daß Soffnung besteht, daß es bei
den drei Todesopfern bleiben wird. Der getötete
Lokomotioführer Lehr war 40 Jahre
alt, verheiratet und Vater mebrerer Kinder.
Die im Maimer Kranlenhaus befindlichen vier
Schmerverletzten befinden sich den Umständen
nach zufr edensfellend. Die Verletzungen bestehen
meist in Ouetschungen und Brüchen; Lebensgefahr
besteht bei keinem. Das Befinden des
erheblich verletzien Heizers des Personenzuges
hat sich so weit gebessert daß auch er als gereltet
angesehen werden kann. Das Ungläck
wurde deshalb so solgenschwer, da cs sich a
einer Stelle ereianete, wo der Bahndamm fun
Meter hock ist, den ein Wagen vierter Klasse
hinunterstürzte.
Osterfeld (Regbez. Münster), 1. Mafk.
Heute Nachmiltag brach an der Grenze der Proofnzen
Rheinland und Westsalen zwischen Osterfeld,
Hißfeld, Kirchhellen und Sterkrade in den
Waldungen des Cropßindustriellen Grilla ein
Waldbrans aus, der auf die herzoglich arenberoi#chen
Waldungen übergriff. Das Feuer verbreitete
sich über 800 Morgen Wald. Alle Feuerwehren
der Umgegend wurden berbeigerufen.
doch ulst die Eindämmung des Feuers angelichts
des Windes und der Trockenheit unwahrscheinlich.
Das Forsthaus ist von den Flammen
füngrichloffen. Etwa 40 000 Morgen sind geährdet
Triest, 1. Mai. Die sozialdemokratischen
sowie die Hovenischen Arbeiterorganisationen
veranstalteten zur Maifeier nach den öffentlichen
Veriammlungen Umzüge durh die Stadt.
Während die Kundgebungen der Sozialdemokraten
ruhig verliesen, kam es bei dem Umzug
der Slovenen zwischen diesen und Italienern
an mehreren Punkten der Stadt zu Schlägereien,
so daß die Polizei eingreifen mußte. Ein Slovene
verletzte einen Italiener schwer durch einen
Stich ins Herz. Aus einem Gasthause wurden
auf eine Gruppe von Slovenen zwei Nevolverschüsse
abgefeuert, iedoch wurde niemand getroffen.
Die Italiener veranstalteten Gegenkundgeburgen
und warfen dabei verschiedene
Fenster ein. Es wurden 29 Personen verhaftet.
Pares, 1. Mai. Bis abends Jat die Maifeier
leine Störungen verursacht. J. n Paris und
in der Provinz fanden einige Wiamankungen
und Umzüge statt. In den staatlichen Streichboltz-
und Tabalfabriken und in einigen anderen
Fabrilen wird wie in früheren Jahren gestreilt.
Warschau, Mai. Anläßlich der heutigen
Maifeier Hleeiice in achtlig Fabriken
11.000 Arbeiter.
Münchener Neuigkeiten.
München, 1. Mai. Am Dienstag abend
wurde in einem Walde in der Nähe von Geielgasieig
ein 21 Jahre altes Dienstmädchen
mit einem Handschuh im Munde von Holzamnilerinnen
bewußtlos aufgefunden. Der Anschein,
daß an der Kranken ein Sittlichkeitsverbrechen
r#r##bi worden war, wurde resäkt
durch deren Angabe, daß sie auf einem Spat#iergang
mit ihrem Geliebten von diesem äberwältt
gt worden sei; um sie am Schreien zu verhindern,
habe er ihr ihren eigenen Haudschub
in den Mund geschoben. Ein Mann mit dem
vom Mädchen angegebenen Namen war in
München nicht ausmforschen; dagegen wurde
erhoben, daß das Mädchen als hysterisch, be.
lannt is. Am Donnerstag naczmittag wurde
oie Kranke im Kranfenhaus r. d. J., wo sie
„ lawohl, er ist eben die Hlntertreppe bin,
untergegangen, und eine neite Sorte ist
Herr Pbilipp Lawrence! Ich stand im Torweg
und rauchie eben meine Pseise zu Ende, als ich
ihn kommen sah. Herr Lawrence, he ich, wie
traurig ist, dies mit Ibrem Herrn Bruder. Ich
bin erst eben gelommen zud-ks habe es erst vor
□
kurzem gehört. Das war auch der Fall und ich
war ganz auseer mir. Er sagte Nu Eilbe,
sondern stürzte sich, als ich den Mund auftat, wie
ein wilder Stier auf wich, hieb mir quer ũber
die Nase und stieß mich rückwärts nieder, so daß
ich mit den Kopf auf die Straße schlug ist
das reine Wunder, daß ich nicht bu Lenhunng
verlor, so unerwartet kam alles und so toll schlug
er zu. Sobald ich wieder aufstehen konnte, sah
ich, wie er die Straße hinunter und um die
Ecke raste, als ob es um sein Leben ginge.“
F. Hume und ich sahen Turner und dann uns an.
„Sind Sie sicher, daß es Herr Philipp 2
rence war?“
. Turnee sah mich werwurssroll an.
ich sicher bin? Glauben Sie, da
o - von einem 1 errn sage, ohne meiner
44 zu geinen Ji seh r wah cheinlich.“
n forf
4 en hre n 27 daß Herr Phll
Lawrence Sie in der chriebenen Art und
Weise se grif- ohne dab Eie m irgendwie provo-Ich
weiß * Sie wänre nennten.
Ichrba habe nur das
eben r Und ich
übel nehmen lann, wen
ich
che
— #n te mit seinem Bruder war.“
baben Sie a8 nichis gesagt oder getan?-habe
überhaupt garnichts getan — das
Sonntag, 3. Mai 7074
untergebracht ist, von einem Ant undersucht.
Nach der Untersuchung begab sie sich in den
Abort im 1. Stock und siurste sich aus dem euster
in den Garten, wo sie liegen blieb.
Vorfall wurde sofort bemerkt, woran
Mädchen auf einer Tragbahr in den Operationslaal
getragen wurde. Es hat sich durch
den Sturz eine Rückenquetschung zugezogen.
München, 1. Mai. Die Vorstandschaft des
kathol. ländl. Dienstbotenvereins hat Herrn
Pfarrer Simmet in St. Georgen bei Trostberg
zum Landeepräses gewählt. Herr Pfarrer Simmet
war bisher Hzanpeile des Vereins
für oie Erzdiözese München-Freijing. Als Landespräsirent
ist nunmehr Herr Pfarrer Simmet,
der als Dihzesanpräses sehr eifrig für den
Verein tätiqg war, der Vorsitzende des Vereins,
der gegenwärtig 20 700 Mitglieder zählt.
Bayerische Nachrschten.)##
Kaufbeuren, 1. Mai. Die Milchwirtschaftliche
Untersuchungsanstalt Memmingen hat
selgende interessante Statistik über Milchfälchungen
in Schwaben gaufgestellt: im oberen
Algäu wurden bei 55 Sennereien 8 Milchfälschungen,
im unteren Algäu bei 135 Sennereien
57 Fälschungen, im Unterlande bei 205 Sennereien
36 und in der Donaugegend bei 80 Sennereien
107 Fälschungen vorgefunden.
Memmingen, 1. Mai. Bei der Bürgermenterversammlung
des Bezirksamtes Memmingen
am 28. April einigte man sich für die
Ferübildungsschule auf dem Lande auf folgenden
Vorichlag: Es möchten die Bürgermeiner in
eheen Gemeinden dahin wirlen, daß wenigstens
in den Monaten Dezember, Januar und
Jebruar der sonntägliche Fortbdungsschulunterricht
auf den Vormittag des Wochenralanztages
verlegt werden soll und zwar mit
einer solchen Uniertichtsstundenzahl, dah eine
Minimalunterrichtszeit von 100 Stunden erreicht
wird. Für die übrigen Monate soll
der Unterricht an den Sonntagen beibehalten
werden. Weiter wurde beschlossen, bei den zustendigen
Behörden dahin vorstellig zu werden,
es möchte von 1917 ab den Landgemeinden
auf deren Wunsch unter Berücksichtigung der
örtlichen Verhältnisse eine Abminderung der
jährlichen Unterrichtsstunden bis zu 100 gestattei
merden.
Regensburg, 1. Mai. Eine Reduzierung
der Wurstpreise soll im Benehmen mit der
Metzgerinnung versucht werden. Herr Nechisrat
JZwick teilte in der heutigen Sitzung des
Magistrats mit, daß er mit der Innung bereils
ins Benehmen getreten sei, um diesbezügliche
Verhandlungen einzuleiten. Eine Herabsetzung
der Wurstpreise sei auch nicht mehr als
bilüg, wenn man bedenkt, ah die Einkaufspreise
für Schweine ganz bedeutend zurückgegangen
sind. Zu dem Zeitpunkt, da die Metzger
sich gezwungen sahen, die Wurstpreise in
oi: Höhe zu schrauben, kostete das Pfund
Schweinefleisch im Ankauf dem Metzger 88—90
Pig. Heute tostet das gleiche Qnantum 58—62
d. Daraus dürfte die Notwenoigkeit einer
Preisredurierung ohne weitercs erhellen.
Bamberg, 1. Mai. Heute abend 7 Uhr,
lurz v## Beginn der Maiardacht, **——# der
einarmige, verheiratete Taglöhner Aloie Uebel
ron hier in der St. Martinslirche auf die Kanà
und schrie aus vollen: Halse: „Wir brauchen
ici nen König und keinen Kaijer. Es lebe die
Freiheit, Hoch das Proletariat!“ Biele Befu--ch-#erlieentjüstet
dicht gefüllt Kirtr.
Die Poleizei machte dem Slandal ein Ende
und nahm Uebel, der sich bis auf Hose und Hemd
enrlleidet hatte, fes. Auf der Polizeiwache
fricite Uebel den wilden Mann. Er ist schon
vielfach vorbestraft und gerichtsbelannt; in der
besorgte er ales und was ich
wissen Sie ja
„Tr kinch ich lenne Herrn T#ühh Lawrence
hanz genau. Er ist kein Mensch, der so ctwas,
ohne gereizt zu sein, begehen würde.
Sie haben jemand anders ur ihn gehaller
Sie verschweigen uns, absichtlich oder wubtw:
etwas, das ihm ein zernpender Anlaß schien, um
so zu *— wie er tat.“
lauter Stannen nahm Turner das
Ta# enbich von Das MBlut tropfte
auf seine MWeste
„Nunk denn doch Über allesk!
Mir sccheint, d ort gilt hier su garnichts.
Wenn Sie die sragen, die ich vielleicht besser
kennen, als Sie Herrn Philipp Lawrence, werben
#es Ihnen fagen, daß ich kein Lügner bin.
age Ihnen. er mich wie ein Feigling um
nichts und wieder nichte 1 nicdersteß und dann
Fersengeld gab; und st sem Glück, denn
h- er jetzt noch einmal in meine Nähe kommt,
l es ihm eintränken, aber nicht, ohne
m vor et eine Warnung zukommen zu lassen.
ht Man nur' nur sagen, Dr. Hume, daß
osr bsicht habe und wenn ich zehnmal
* bin, mich d einem Herrn na
ae sr on lo en reh 7
und
r- es wee t gerade schön von Pien feine
ei
— *. Turner und schlug ihn auf die
Schulter.
(Vorcsean foltt.)