Aummer 158
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Nössu##c##en A#l###r—
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VBonnerskag, J. Auli 19N
wüten unter der -französischen Armec, von der
beispielsweise 1211 nicht weniger all 368.579
Mann in den Lararetten behandelt werden mußten.
Der radikale Deputierte Armez, der für das
Dreijahr-Gesetz gestimmt hatte, hat einenesetzantrag
eingebracht, durch den die Rückkehr zum
Zweijahresdienst ermöglicht werden soll. Armez
schlägt vor, alljährlich 30 000 Freiwillige
anzuwerben, die sich verpflichten sollen, fünf
hre zu dienen, und die dafür einen erhöhlen
Solo und nach bceendetem Militärdienst eine
Prämie von 2500 Francs erhallen würoen.
Hierdurch würde es dem Kriegsminister möglich
sein, die übrigen Mannschaften nach 24monatiger
Dienstzeit zu entlassen.
Der neue Obmann des Dectedausschusses,
General Pedoya, hat einem Mitarbeiter der
„LLanterne“ erllärt, daß der dreijährige Mililärdient
weit die Hilfsmiltel und Kräsie übersteige,
über die eine Nation von laum 40
Millionen Einwohnern verfügt. Jtalirn, das
32 Millionen Einwohner hat, besihe eine Armee
von rund 450 000 Mann und Oesterreich-Ungarn
mit seinen 50 Millionen Einwohnern
habe eine Armee von rund 550 000 Mann. Die
Kraftanstrengung, die mun dem französischen
Volle auferlegt habe. beraube die Landwirtschaft
und die Industri: der notwendigen Arbeitskräfte.
Man müsse die nationale Verteidigung
auf ernsten Grundlagen ausgestalten, sich
dabei aber von den hergebrachten und schädlichen
Methoden fernhalten.
Dem „Erzelsior“ zufolge beschäfligt sich der
Kriegsminister mit der Frage, auf welche Weise
dem Mangel an Offinieren an der Ostgrenze
und bei den nordaftilanischen Truppen abzuhelsen
isl. Ein Vorschlag, der als besonvers
wirksam angesehen wind, geht dahin, daß nur
mehr jene Offiziere den Grad eines Obersten
erhalten können, die vier Jahre bei den
Dedungstruppen und weitere vier Jabßte in
Nordafrila oder in den Kolonien gedient haben.
Hos- und Personalnachrichten.
Bern. 7. Juli. Der König der Belgier
traf heute vormittag, von Montreux lommeno,
wo er mit seiner Gemahlin zum Kuraufenthali
weilt, in Bern zum offiziellen Besuche des schweigerischen
Bundesrates ein.
Die Huldigungsgescheule.
München, 7. Juli.
An die bayerischen Regierungspräsidenten ist.
unter dem 25. Juni eine Entschließung des
Ministeriums des Innern ergangen, die lautet:
„Seine Majestät der König haben schon oft
die Willensmeinung ausgesprochen, daß Allerhöchst
Denselben die Darbringung von Geschenken
durch Korporationen, Städte, Vereine und
Einzelpersonen nicht erwünscht ist. Gleichwohl
wurden Seine Majestät der König und Ihre
Majestät die Königin in der letzten Zeit wiederholt,
insbesondere auch bei den Reisen, durch
wertvolle Geschenle überrascht, und zwar unter
Umftänden, unter denen eine Ablehnung nicht
tuntich war, da sie von den Spendern als
Krönkung empfunden worden wäre.
Seine Majestät der König und Ihre Majestit
oie Königin verlennen keineswegs die gute Absicht,
von der die Spender geleitet sind. Allerböchst
Dieselben wünschen aber dringend, doß
derartiqe Gaben in Jukunft unterbleiben möqc#n.
So sehr Ihre Majestäten an sich über
jede Kundgal kder Anhänglichleit der Bevöl-=krung
erfreul lnd, ebenso bestimmt müssen Alberhöchst
oieselben grundsätzlich die Annahme
werlvoller Geschenke, die den Gebern namhafte
Kosten verursachen, ablehnen.
Im Allerhöchsten Auftrage Seiner Masestät
des Königs und Ihrer Majestät der Königin
ersuche ich, dafür Sorge zu tragen, daß diese Allerhöchste
Willensmeinung möglichst aligemein
bekannt wird, und daß insbesondere auch die
Bürgeimeister der unmittelbaren Städte und
die Bezirlsamtmänner darauf hinwirken. daß
von der Darbringung wertvoller Geschenke abgesehen
wird, und daß die Majestäten nicht in
die unangenehme Lage versetzt werden, Ihnen
dargebotene Geschenke persönlich ablehnen zu
müssen.“
Diese Ministerial-Entschließung wiro wohl ihre
Hauptveranlassung in der Angelegenheit des
Widmungsgeschenkes der bayerischen Städte zum
10. Geburtslag des Königs haben, das in einem
Taselaufsatz im Wert von 120 000 Mk. bestehen
sollte. Dieser Plan hat auf verschiedenen
Seiten in der letzten Zeit recht unliebsame Erörlerungen
wachgerufen.
Soziale Rundschau.
München. 7. Juli. Im Gewerbegericht begannen
am Montag die dreitägigen Hauptrerbandlungen
für das Baugewerbe, die zum
ersten Male in München unter dem Vorsig der
Unparteiischen, G renner.
München, Magistratsrat!# von Schulz- 3
und Bürgermeister Rath--Essen „stattfinden. Vor
allem sollen Fragen entschieden werden, die das
nesamte Tarisamt betrefsen. Non München selbst
stenen zwei Anträge auf Entscheidung von Aklordarbeit
und Festletzung der Lohnhöhe am
Vorabend der hohen Festlage zur Veralung.
Berschiedene Nachrichlen.
Magdeburg, 7. Juli. Der Gärknereibe:
siber Masphul in Burg erschoß gestern nack
einem Streit seine Mutter, und schoß sich dann
selbll mit einem Jagdgewehr in den Muno.
Zwicchen Masphul und seiner Mutter schwebte
cin Prozeß in einer Geldangelegenheit.
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Wassereinbruch im Simplontunnel.
Mailand, 7. Juli.
Der Wassereinbruch im Simplontunnel hat
sich am Dienstag in größerem Umfsange wiederholt.
Der von Brig kommende Personenzuig
wurde früh 127 Uhr milten im Tunnel ausgehalten.
Eine riesige Wassermasse hatte die
Schienen und Schwellen aufgerissen und die Tunnelsohle
war, wie sich ergab, um etwa 40 Zentimeter
gehoben. Die Lokomotive entgleiste und
der Postwagen und die nachfolgenden Personenwagen
legten sich quer gegen die Lolomotive,
den Tunnel und den Masserabfluß sperrend.
Die Aufregung unter den Reisenden war unocheuer,
besonders da völlige Dunkelheit herrschte.
Unter den größten Anstrengungen wurden
die Reisenden auf den Schultern von Arbeitern
bis zum Südportal bei Iselle getragen. Man
glaubt, daß die Ursache in den Arbeiten des
im Bau begriffenen zweiten Tunnels zu sehen
ist. Der VDerlehr durch den Simplonlunnel wurde
eingeslellt, die Züge werden über die Gotlhardlinie
geleitet.
Münchener Neuigkeilen.
München. 7. Juli. Die Münchner Universität
wird in diesem Sommersemester von 6626
immanunlierten Siudierenden, davon 470 weiblichen,
sowie von 466 Hörern und 1.33 Hörerinneu
besucht, so daß die Gesamtfrequenz 7225
Stuodierende und Hörer beträgt. Von den 6626
immatrikulierten Studenten sind 2845 Bayern
und 3781 Nichtbayern. Von den legteren sind
3167 Angehörige deutscher Bundesstaaten, 535
gehören anderen europäischen Staaten an und
79 stammen aus außereuropäischen Ländern.
München. 7. Juli. In einer Konditoreibacksltube
an der Rosenheünerstraße, geriet heute
Abend ein 17iähr. Konditoreilehrling mit dem
Kopf in eine Teigknetmaschine. Er erlitt s5
schwere Verletzungen, daß er laum mil dem Leben
davonkommen dürfte.
#ünchen. 7. Juli. Kürzlich wurde berichtet,
oah eine Oberschäfflersfrau. an der Tegernseerlandstraße
nach ihrer Angabe von einem
Manne in ibrer Wohnung überfallen und beraubt
v Irben sei, nachdem sie rorher duch einen
Streif##huß verletzt worden und daraufhin“ bewußtles
geworden sei. Die Erzählung der Frau
begegnele bei den Behörden starten Zweifeln,
doch wurde im Interesse des als sehr
ordentlich geschilderten Mannes, der die ans
einer von ihm verwahrten Vereinskasse (er war
Kassier des Schäffler-Fachvereins) fehlenden
Gelder (etwa 450 Mk.) ersetzte, von weiteren
Schritten abgesehen. Der Mann, der Dbekcschäffter
Philipp Henne, hat nun heute früh
Selbstmord verübt, indem er sich die Pulsadern
öffnete. Die Tat ist jedenfalls auf den leichtsinnigen
Streich seiner Frau zurückzuführen.
Sayerische Nacheichten.
Garmisch, 7. Juli. Die Summe, welche
der Rentamtebezick Garmisch zum Wehrbeitrag
abliefert, beläuft sich auf 325 000 Mk. Von dieser
Summe tresfen allem auf Garmisch 140 000
Mk., auf Partenlirchen 128 000 Mk. Während
also die beiden Hauptorte des Bezirks
Zusammen 268 000 Mk. Wehrbeitrag aufbringen,
zreffen alle anderen Orte des Bezirkes zusammengenommen
(Mittenwald und Oberammergau
inbegriffen) 57000 Mk. Wehrbeitrag.
Bei oem Ergebnis, das als ein sehr hohes bezeichnet
werden kann, ist auch noch zu berncksichtigen,
daß viele wertvolle Objekte (Villen.
Landsitze) nicht im Rentamtsbezirk Garmisch veranlagt
werden konnten, weil deren Besitzer auswärts
wohnen.
Regensburg, 7. Juli. Der für das hiesige
Stadttheater engagkerte Direstor Willi Stulfeld
hat nachträglich seine Berufung nach hier
abgelehnt.
3werischen Oberland.
Brannenburg, 7. Juli. Der 18jährige
Sohn odes Schreiners Waldmann, Mathias
Walomann, ist am Sonntag beim Baden in
einem Altwasser des Inn bei Brannenburg ertrunten.
Dessen Eltern waren lange Jahre in
Mühloorf. Waldmann leinte als Schreiner beie
der Fiema Ludwig Geiger in Mühldorf.
Kolbermoor, 7. Juli. Geslorben ist in
Augsburg an den Folgen eines Herzschlages der
in Konlurs befindliche Warenhausbesitzer Frz.
Textor, früher in Kolbermoor.
Straurdorf, 6. Juli. Das schöne Bäkereianwesen
des Heren Franz Einzinger in Straußdorf
b. Glasing ging durch Kauf an Fran
Therese Haid aus München über. Den Verlauf
leilete das bestbelannte Immobilienb##
Eduard Bachberger, Aünhen Tal 12.
Scebruck a. Chiemsee. 7. Juli. Seil einigen
Tagen hat Seebruck Teitriichre. Licht wie auch
clellrische Kraft. Ist das eleltrische Licht von
grohee Bequemiche, so ijt die eleltrische Kraft
von ungeheurem Vorteile für unsere Landwickschaft.
Der game Betrieb vereinfacht und verschnellert
sich, sudem iit der Kostenaufwand bedeulend
gecinger. Erit nach Jahr und Tag werden
die Bewohner unserer Gegend einsehen,
weiche Wobilat für sie die Einführung des eleltrischen
Lichtes, besonders der eleklrischen Kraft
isl. Die eleltrische Energie wird vron der Oberbanerischen
Ueberlandzentrale zum Großabnehmer
Tarif be’'ogen. Die Verwaltung und Unteraltung
ersolgt von dier Slrombezugsvereinigung
Seebruck in eigener Pegie. DiegFernleitung
Gollenshausen-Seebruck ist 5,3 Kim. lang und
besteht aus 31 ranssormatorensta- ionens000/200
Volt für eine Leistung von 60 1; (Pferdekräften)
und zirka 500 Glühlampen. Die
Stromlieferung erstrett sich auf die Ortschaften
Straßham. Burgllam, Eßbaum. Seebruck. In
diesen Ortschaften sind z. Zt. installiert 12 Motore
mit msammen 45 8 und zirla 300 Gluhlampen.
Die Ausführung unserer elektrischen.
Licht= und Kraftanlage lag in den bemährlen
Händen der Firma Hans Alfred Kaukoser von
Roesenheim. In kurzer Zeit 21: Monaten
delang cs der Firma, die Fernleitung sowie
auch die Installationsarbeilen zur vollen Zufriedenheit
der Abnelmer berzustellen; außer--dem
waren auch die Preise in jeder Himicht
mäßige. Die Firma dürfte also nur zu empfehlen
sein.
Traunstein, 7. Juli. Die in Traunstein
im Konversationssoal slatifindende Gemäldeans-.
stellung „Die Kunst im Chiemgau“ unter dem
Proteltorate oes Reichstates Freiherrn von
Kramer-Klett, deren Eröffnung auf Sonntag,
den 19. Juli sestgesetzt ist, hat infolge der zahlreichen
Ammeldungen einen über alles Erwar
ten großen Umfang angenommen. Neuartig ist
an dieser Ausstellung, daß den Werken unserer
zeitgenössischen Künstler in einer historischen
Ableilung das hochbedeutsame Schaffen chiem.
gauischer Maler in früheren Jahrhunderten gegenübergeslellt
wird.
Freilassing, 7. Juli. Die Leiche des zweijährigen
Mädchens der Oekonomen Widauer in
Oberndocf wurde, von Ameisen zerfressen, in
einem Kornaijer ausgesunden. Das Kind mar
seit iurzem abgängig.
Aus den Jahresberichten unserer
Mirelschulen.
Rosenheim, 8. Juli.
K. Realschule.
Die sechsllassige K. Realschule (mit Handeieabteilung)
Rosenheim gibt über das Schuljahr
1913 14 den 34. Jahresbericht leraus.
Darnach wurden bei Beginn des Schuljalrres
114 Schüler neu inskribiert, während des Schul
jahres kamen, hauptsächlich infolge Wohnortwechsels
der Eltern der Schüler, noch 6 Neulunfnahmen
binzu. Die Gesamtfrequenz der Anstalt
beisserte sich auf 355 Schüler, 36 mehr wie
am Schlusse des Vorjahres. Während des
Schuljahres verließen die Anstalt 32 Schüler,
e daßz die Schlußfrequenz 323 Schüler belrug.
Die Handelsabteilung besuchten im ganzen 32
Schiter, das technische Keichnen 25.
Ou. Voklanten nahmen in der 5. Klasse am unlerrichte
in der Chemie teil. Katholischen Bekenntnisies
waren 314, prot. tantischen 38, israelitischen
4 Schüler. Answärtigen Eltern gehörten
166 Schüler an. Die höchste Jahresfrequenz
stellle sich 1909/10 aus 336, 1910 11 auf 225,
1511/12 auf 330, 1912/13 auf 341 und 2
Hospitanten, 1913.14 auf 355 Schüler und
2 Hospitanten.
Ter Verlauf de?: Schuljahres darf als ein
rechl befriedigender bezeichnet werden. Empfindliche
Störungen des Unterrichtes sind nicht
eingetreten und von ernsteren, andauernden
Ertrankungen sind Lehrer und Schüler verschont
geblieben. Auch in disziplinärer Beziehung ist
das Schuljahr 1913/14 zu den besten zu rechnen.
Die erczieherischen Bemühungen der
Schuse hatten erfreuliche Erfolge aufzuweisen.
Strengere Strafeinschreitungen waren nur
ganz seltenen Fällen veranlaßt. Zur Erfüllung
ihrer religiös-sittlichen wie ihrer beruflichen
Pflichten wurden die Schüler unablässig angehallen.
Der Jahresbericht erinnert dann an die verschiedenen
Feiern und Veranstaltungen, welche
in der Schule im Laufr des Jahres begangen
wurden. Oefters durften die Schüler auch musilalische
und Kheatralische Aufführungen gemeinsam
besu
Freundlicher un waren auch die Beziehungen
der Schule nach außen. Vom allgemeinen
Gewerbeverein wurden 225 Mk. für Anschaffung
von Schreib= und Zeichenmaterialien für wür-
dige und bedurftige Schuler der Real= und
Zortbildungoschuse“ Zur Versügung gestelll. M#5
Mitteln diner Reisestipendienstiftung des Heren
Geheimrates von Steinbeis wurde einem Schüler
der Oberklasse der Besuch des Deutschen
Museums in München ermöglicht. Für 9 herrorragend
mürdige Schüler wurden aus Kreisfonds
370 Mk. bewilligt. Herr Rechtsral Wander
beschenkte die Bibliothel mit dem Werke
„Chfna“ von Kürschner.
Das Naturalienkabinett der Anftait erfahr
von neuem eine sehr wertvolle Bereicherung.
S. Paternität, der Exprovinzial Herr P. Anuine
Hammerschmid, K. g. Rat, zu Bad Tölz,
ciner der bessen Kenner der oberbaherũchen
Flora und speziell der Moosflora der Gebiele
bhn Schliersee, Tegernsee. Tölzi. Kochel und
Walchensec, hat unsere Schule seit Jahren mit
ühberaus sorgfältigen Präparaten aller von ihm
selbt ausgesuchten und bestimmten Arten uno
Varieläten von Moosen beschenkt. Mil der
neuestens zur Verfügung gestellten Ergänzung
dieser wunderschönen Sammiung ist die Zahl
der Präparate von Moos Aten und Nartetäten
aus den obenbezeichucten Gebieten auf
nahezu 500 gestiegen. Viele dieser Moose sind
für die fcaglichen Ve#irle von I2 Anlon nen
ausoeĩunden, manche sind von ihm überlaopt
neu entdeckl. Der gleiche GCönner Dat der Anftalt
früher eine Flora des Tölzer Bezirk# nd
eine sehr schön geordnete Schn ecensaänin lung
schenlinosweije überlassen. Für so hochwil:
kommene Zumendungen wird namens der Ä#Ksialt
auch an dieser Stelle wärmiter Danl zum
Ausdruck gebracht.
Ansangs Juni do. Is. konnte Herr K. Hosak
Wüst von bie tüauf eine 27 Fjährige göitgeie Ine0
Amtistätigkeit als rechlekundiger Bürgermeißter
von Rosenheim zurüäbliden. Aus diesem Aulaß
wurden dem hochverehrten Herrn Jukilar
auch namens der hiesigen Realschue und der
bisher mit dieser verbundenen Forthildunas.
schule herziicher Glückwunsch und schunn iner
Dank dargebracht für die wi#lsame Fürsorge,
die er al5 Bürgermeister unserer Stadt und
namentlich auch als Vertreter derselben im oberbancrischen
Landrate den beiden Schrlen bei
leder Gelegenheit zuzuwenden die — hette.
Unterm 10. Februar I. Is. ttaf vom K.
B. Staalsministerium des Jnnern für Kicchenund
Schulangelegenheitlen ein allgemeiner Bescheid
auf die von den Anstallvärzten erstatteien
Jabresberichte cin. Am Schlusse desselber
heißt er: „Jusammensassend kann gesagt werden,
das, die versuchsweise. Ausnellung voll
Sulärzten für höhere Lehranstallen imn Schunjahr
1912, 13 zu einem wohlbefriedigenden Ergebnis
geführt hat. Emsprecheno einem von
der Mehrheit der Schulärzte geslellten Antrag,
murde mit Ministerialemschließung vom 13. Oltober,
191 3. Nr. 25233, genehmigt, daß im
Schuliahre 1913 14 nur die Schüler der I., 3.
und 6. Klasse sowie alle Neueingetretenen schulärzllich
untersucht werden. Ferner waren zu
mulersuchen all sene Schüler, die oder deren Eltern
es beantraglten oder deren Gesundheitszustand
nach den Wahrnelmungen des Schularztes
bei Vornahme der Meisung und Wägung
oder nach Mitteilung cincs Lebrere eine
Untersochung als notwendig oder zweämähig
erscheinen ließ. Sehr zu wünschen ist, daß die
Eltern die angeordneten schulärzisichen Spre.h
slunden besuchen möchten, sobald Aulaß hiezu
oo#tiegt. Gegen Ende des Schuliahrez wurde
seilens des Herrn Anslaltsarzi#es in Gegenwart
sämtlicher Schüler ein Vortrag „über ansteckende
Krankheiten“ gehalten.
Am J. November v. Is.
Oberregierungsral Herr Joh. V. Loritz die
Ran##e Anstalt sowie auch das städtische Pansionat
für Realschüler einer eingehenden Besichtiung.
Am 30. April und am 2. Mai
besuchte der K. Oberkonsistorialrat Herr Dr.
Braun den prolestantischen Religionsunterticht.
Am 11., 12. und 13. Mai sand durch den K. Regielungs=
und Studienrat Herrn Dr. Boc eine
Besichtigung des neusprachlichen Unterrichts der
gesomten Anstalt statt.
IJn bezug auf Beginn des Schuliahres und
Aufnahme der Schüler an Realschulen gellen
auch pro 1914/15 folgende Bestimmungen:
1. Das Schuljahr 1914/15 beginnt am Miltwoch
den 16. September l. Is., vormitlags.
2. In die erste Klasse werden Schüler aufgenommen,
die das neunte Lebensjahr zurülgelegt,
aber das zwölfte noch nicht überschritlen
haben. Schüler, die das neunte Jahr noch nicht
vollendet haben, können nur bei besondets früher
lörperlicher und geistiger Entwickung zugelassen
werden. Schüler, die das zwölfte Lebensjahr
schon überschritten haben, können nur
zugelassen werden, wenn besondere Verhälktnisse
den verspäteten Zugang zum Studium erllärlich
machen. In beiden Fällen ist Altersdispens erforderlich.
Die für die 1. Klasse angemeldeten
Schüler haben sich einer Aufnahmsprüfung zu
unterziehen, deren Anforderungen sich auf den
Lehrfkoif der dritten Volksschulklasse erstrecken.
Gegenstände der Prüsung sind Religion, Deutsch
und Rechnen. Kur die- K. Realschule Nosenheie
wurden noch 14. und 15. September l. Is.
als Tage der Aufnahmsprüfung für die 1.
Klasse festgesetzt. Neueintretende, welche die
Aufnahmsprüfung noch machen wollen, haben
Ht am 14. September, vormittags sräh 2 ·
ht«iinRealschulgebäudeeinzujinden.Mlt
unterzog der K.