Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

     
  

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Aummer  24  uossseimen  angerge.  De  7  1911.
und  gewwungen  Kuno##en  Wiar#e  gu  #n7  u1  —D  linher  in  einem  Staate  von  68  Millionen  Ein-  Uusere  Pferde  im  Kriege.  d  San  „Webeytan  —7  nhe  treftgrohe
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  des  schles  ton  W###  en  die  Hrenze  zur

Desensive.  Alue  Berle  der  Ruben,  unsere
Stellungen  zu  nelb.  jind  LVescheitr!  In  den
letzten  Tagen  zog  :  such  die  Tusse:  von  einnen
Teil  unjerer  Fro###  ##rück:  sir  ntu  ihre  Stel
lungen  befestigen  und  lonnten  sie  hlten.  Wälrend
  sich  diese  Kempse  im  Kauhs#  abspielten,
  errangen  unfere  in  der  Pro##nz  Aierbei#
schan  operierenden  Lepbe#nuberl  fol  an
genommen  b  be  in  dessen  A#nmuelbare:
Umgebung  die  Kümpte  nock  #ndansr  .  Die
Russen  wurden  au##  allen  hedutenden  Citen

von  Aserbeidlch  ui,  Täbris  ubecrif##  et
trieben.  „Q

·*  e  s„e

Poriugal.

Revolution  in  u.

Lyon,  26.  Jan.  Ter  .  kn  in
teilt  mit:  Das  gesamte  gernl  nett
hat  demissioniert.  General  Sbbl“  tiufig

den  Vorsitz  im  Min-er##unm  ##ie  neun  eische
Führung  sämtlicher  por:  iles  ul..  n
Zürich,  26.  Jan.  Ein  hie  eingetroffenes
Privattelegramm  aus  Lissabon  tet  lakonisch,
  daß  dort  eine  Revotm  aus  gebrochen
ist  und  gesiegt  hat.  Nä  reeht  belannt.
Gleichzeitig  berichtet  die  e#l.##n#  Havas  aus  Lissabon,
  daß  General  Cau####in  Amt  als  Ministerpraäsident
  angetreten  but.
London,  26.  Jan.  Chroniclse“  hat
aus  Bajadoz  vom  23.  HJan.  folgenden  Bericht
über  die  Lissaboner  Offiziersrevolte  crhalten:
Generalmafor  Martinö  Carvalho  begab  sich  in
der  Nacht  des  19.  Jan.  mit  anderen,  von  den
Regimentern  der  Lissaboner  Garnison  abgesandten
  höheren  Offizieren  zum  Kriegsminister  und
forderte  die  Aufhebung  der  Versetzung  eines
Offitzers.  Der  Kriegsminister  beachtete  den
Protest  nicht,  fsondern  hielt  an  der  Versetzung
des  Offiziers  fest.  Am  solgenden  Morgen  wollt#en
  die  Offiziere  des  2.  und  5.  Inf.-Neg.  sowie
des  2.  und  4.  Kavallerie-Reg.  zum  Präsidenten
denfen  der  Republik  gehen  und  die  Entlassung
der  Regierung  fordern.  Aber  die  Regierung
hatie  Maßregeln  getroffen.  Der  Palast  des
Präsidenten  war  von  Infanterie,  Kavallerie
und  Artillerie  bewacht;  auch  einige  Kasernen
waren  von  Truppen  eingeschlossen.  64  Offiziere
wurden  verhaftet  und  auf  ein  Kriegsschiff  gebracht.
  Die  Regierung  behauptet,  die  Bewegung
  sei  monarchisch.  Aber  Tatsache  ist,  daß
die  Mehrheit  der  Offiziere  bekannte  Republikaner
  sind.  Einige  von  ihnen  haben  sogar  an  der
Revolution  teilgenommen,  welche  die  Republil
begründete.  Am  21.  Jan.  meldeten  sich,  um
ihre  Sympathie  mit  den  gesangenen  Kameraden
zu  bekunden,  die  Offiziere  des  Genietorps  mit
drei  Ausnahmen,  ferner  fast  alle  Offiziere  des
1.  Artillerieregiments  und  alle  Offiziere  der
Lissaboner  Festung  und  der  Küstenbatterie,  einschließlich
  dem  kommandierenden  General  und
dem  Obersten,  freiwillig  als  Gefangene.  (3J.)

Die  bowyerischen  Veriufsalsten.

Verlustliste  Nr.  145.
Res.-Inf.-Reg.  Nr.  2:  Wehrmann  Andr.
Klaus  aus  Harthausen,  schwer  verwundet,  gesiorben
  am  11.  Jan.  1915
Res.-Inf.-Reg.  Nr.  10:  Inf.  Ilsidor  Rottensußer
  aus  Rott  a.  X.  gefallen.  (Rottenfußer
war  Bürstenbohrer  in  Rosenheim  und  stand  als
Kriegsfreiwilliger  im  Feld.  Er  war  1812  Jahre
nt  und  whielk  am  28.  Dezember  einen  Kopfchuß.)


Inr  Sicherung  der  Geltelde·  und
Mehlvorräle.

München.  26.  Jan.

Zum  neuesten  Bundesratsbeschluß  über  die
Sicherung  der  Getreide-  und  Mehlvorräte  ist
jetzt  auch  eine  ministerielle  bayerische  Bekanntmachung
  erschienen.  Es  heißt  darin:

Nicht  die  Sorge,  daß  unsere  Getreidevorrätezu
  gering  seien,  hat  zu  diesem  Beschluß  geführt,
wohl  aber  die  Notwendigkeit,  gegenüber  der
Sorglosigkeit  der  Verbraucher  die  gebotene
sparfame  Verwendung  unter  allen  Umständen
sicherzustellen.  Die  gelroffenen  Maßnahmen  gewährleisten
  eine  ausreichende  und  gleichmähige
Ernährung  des  ganzen  Volkes  bis  zum  Erdrusch

der  neuen  Ernte.  Sie  stellen  zwar  einen  Ein
in  Leben  dar,  mie  er

*

 

 

ampfe,  in  dem  es  sich  um  unser  Sein,  um
den  Schutz  unserer  höchsten  Ideale  gegen  eine
Welt  von  Feinden  handelt,  muhz  das  9
Volk  und  jeder  einzelne  sich  mit  in  die  Schlach
front  stellen.

Die  unbedingt  notwendige  genaue  und  uverlässige
  Durchführung  der  Mahnalhme  siellt  bohe
Anforderungen  an  die  staatlichen  und  (bemeindebehörden
  und  erfordert  die  selbstlose  willige  Mitarbeit
  der  Bevöllerung  in  allen  ihren  Schichten.
Jeder  einzelne  muß  sich  bewußt  sein,  daß  hierdurch
  der  Ausgang  unseres  Krieges  und  der
Waffenerfolg  unserer  Truppen  berimlußt  werden
  kann,  die  für  uns  Blut  und  Leben  opfern.
Nur  ein  Volk  von  höchster  ilaatlicher  Kuitur
und  von  dem  stahll  arten  Siegerwillen  des  deutschen
  Volkes  wird  diese  Leistungen  vollbringen.
Und  hierin  liegt  die  Gewißlieit,  daß  die  Brteiligten
  willig  die  Opfer  bringen  werden,  die
der  Beschluß  des  Bundesrates  von  jedem  fordert.

Vos-  and  Persenainscheichleu.

Verlin,  26.  Jan.  Der  Wechsel  in  der  Leitung
  des  Reichsichagamies  wird  jeßbt  amtlich
bekannt  gegeben.  Darnach  entband  der  Kaiser
den  Staatssekretär  des  Reichsschatzamteo  Kühn
mit  Ablauf  des  31.  Januars  auf  jeinen  Antrag
  von  seinen  Aemtern  unter  Belassung  des
Titels  und  Ranges  eines  Staatsministers  und
verlieh  ihm  die  Brillanten  zum  Roten  Adlerorden
  1.  Klasse  mit  Eichenlaub  und  der  königlichen
  Krone  und  ernannte  den  Direktor  der
Deutschen  Bank  Wirklichen  Leg.-Rat  Dr.  Helfferich
  unter  der  Verleihung  des  Charalters  eines
Wirllichen  Geheimen  Rats  mit  dem  Prädilat
Exzellenz  zum  Staatssekretär  des  Reichsschah-=RMochener

  Aeuloleilen.

münchen.  26.  Jan.  Die  Münchener  Blätter
melden:  „Der  Kriegsausschuß  für  Konsumenteninteressen
  München,  der  mit  den  ihm  angeschlossenen
  zirka  60  Verbänden  und  Organi-=satirnen
  über  die  Hälste  der  Münchener  Vevölterung
  umfaßt,  vermag  Gründe,  die  eine
Erhöhung  des  Milchpreises  rechtfertigen  sollen,
gegenwärtig,  auch  im  Hinblick  auf  die  sehr  hohen
  Preise  für  Käse  und  Butter,  nicht  anzuerkennen
  und  erwartet,  daß  die  Produzenten  davon
  Abstand  nehmen.  Sollte  es  wider  Erwarten
  zu  Differenzen  zwischen  Produzenten,  Händlern
  und  Konsumenten  tommen,  wird  der
Kriegsausschuß  mit  aller  Macht  und  allen  ihm

Gebote  stehenden  Mitteln  die  Interessen  der
Konsumenten  in  schärfster  Weise  zu  wahren
wissen.“  Dazu  bemerkt  der  „B.  K.“:  Es  ist
absolut  salsch,  wenn  der  Kriegsausschuß  seine
Aktion  gegen  die  Produzenten  richtet,  deren  Berechtigung,
  eine  Milchpreiserhöhung  zu  verlangen,
  gestern  selbst  die  sozialdemolratische
„Münchener  Post"“  anerkennen  mußte.  Wenn
der  Kriegeausschuß  die  Milchpreiserhöhung  für
München  wirksam  belämpfen  will,  muß  er  schon
an  die  Adresse  des  Milchhandels  sich  wenden.

münchen.  26.  Jan.  Ein  Knabe,  der  Sohn
eines  Hausmeisters,  fand  am  Montag  in  der
Adalbertstraße  bei  der  Straßenbahnhalitestelle
einen  versiegelten,  unbeschriebenen  Briefumschlag,
  den  er  seinem  Vater  brachte.  Als  dieser
den  Umschlag  öffnete,  war  er  nicht  wenig  überrascht,
  darin  17000  Mk.  zu  finden.  Heute  früh
lieserte  er  den  Betrag,  den  ein  Postpackmeister
das  Postamtes  17  auf  dem  Wege  von  der  Prielmayerstraße
  zum  Postamt  verloren  hatte,  im
Fundamt  der  Polizeidireltion  ab.  Der  Finderlohn
  beträgt  annähernd  200  Mk.,  eine  erfreuliche
  Gabe  für  den  ehrlichen  Finder.

Uaerisches  Oberione.

Frasdorf,  27.  Jan.  Der  fürchterliche  Krieg,
den  Deutschland  gegenwärtig  gegen  seine  Feinde
kämpft,  hat  hier  große  Lücken  in  viele  Fa
milien  gerissen.  Im  nahen  Westerndorf  traf
dieser  Tage  beim  dortigen  Wirt,  Herrn  Niederaucr,
  die  traurige  Kunde  ein,  daß  sein  ältester
Sohn  Josef,  welcher  seit  drei  Mhnaten  vermißt
  war,  in  Nordfrankreich  gefallen  ist.  Es
ist  dies  der  elfte  Mann  aus  der  Pfarrei  Frasdorf,
  welcher  in  diesem  Kriege  den  Heldentod
fürs  Vaterland  starb.  Er  ruhe  in  Frieden!

Bad  Aibling,  26.  Jan.  In  einem  Fabrilraum
  des  hiesigen  Marmorwerkes  wurde  eingebrochen
  und  ein  Ledertreibriemen  gestohlen.  Der
Dieb  beabsichtigte  jedenfalls,  weiteren  Schaden
anzurichten,  denn  es  wurde  auch  ein  dickes  Seil
vorgefunden,  das  teilweise  angebrannt  war.  Der
Versuch,  diesen  Raum  in  Brand  zu  setzen,  ist
jedoch  mißlungen.  Von  dem  Täter  fehlt  zunächst
  die  Spur.

Bevharting,  26.  Jan.  In  der  Gemeinde
Beyharting  (Gut  Mayxlrain)  ist  die  Maul-  und
Klauenseuche  ausgebrochen.  In  der  Gemeinde
Vagen  ist  die  Maul=  und  Klauenseuche  erloschen.

Großthöhenrain,  26.  Jan.  Der  Reserpisr
Ignaz  Hartl  aus  Großhöhenrain,  Inhober  des
Eisernen  Kreuzes,  kam  am  17.  Januar  bei
einem  Sturmangriff  in  franz#sische  Gefangen- 



 

 

      
  

 

Die  Zahl  der  Pferde,  welche  auch  aus  ur.=serer
  Gegend  zum  Kriegsdienst  ausgehoben  worden,
  ist  nicht  gering.  Auch  aus  der  Gemeinde
Tiefenbach  bei  Brannenburg  ist  eine  M.mahl
von  Pferden  auf  dem  Kriegsschauplatz,  da  runter
zwei  Rappen  des  Sägewerksbesitzers  Breil.  Aus
den  Vogesen,  wo  die  Pferde  bei  einer  Neserve=Train-Abteilung
  siehen,  erhielt  er  dieser  Tage
von  einem  Wacktmeister  folgenden  Brief:
„Schon  öfters  hörte  ich,  daß  Sie  sich  ab  und  #
nach  Ihren  Pferden  erkundoigon.  Ich  kann  Ihnen
die  Versicherung  geben,  daß  vie  Tiere  in  ausgezeichneter
  Verfassung  sind.  Inre  beiden  Rappen
  sind  mit  unsere  schönsten  Pferde,  darum
wurde  ihnen  auch  die  Ehre  zutesl,  den  ersten
Wagen  der  Kolonne  zu  bespannen.  Wir  haben
im  allgemeinen  gute  Pferde,  aber  leesonders
Ihre  Rappen  wurden  schon  oft  bewunde  rt.  Sagstetter
  ist  stolz  darauf  uno  pflegt  sie  artsgezeichnet.
  Die  Pferde  werden  keineswegs  überanstrengt.“
  Ferner  schrieb  der  Major:  „Ich  kann
Ihnen  sagen,  daß  Ihre  zwei  Pferde  sehr  gut
in  Stand  find.  Sie  gehen  stolz  an  der  Spitze
der  Kolonne  und  machen  sehr  gute  Dienste,  haben
  einen  guten  Fahrer  und  Wärter.“  Wir
zeigen  die  Pferde  unseren  Lesern  hier  im  Bildc.
Wie  wir  erfahren,  besteht  bei  vielen  Pferdebesitzern
  der  Wunsch,  ihre  Pferde,  die  nach  dem
Kriege  zurückkehren,  wieder  einsteigern  eu  können.
  So  weit  tunlich,  wäre  es  sehr  zu  begrüßen,
  wenn  dieser  Wunsch  erfüllt  werden  könnte.
Vom  Militär  selbst  wird  er  unterstützt.  Ein
Abteilungskommandeur  schrieb  an  einen  Pferdebesitzer
  des  Inntals:  „Was  geschehen  kann,
daß  Sie  Gelegenheit  bekommen,  Ihlre  Pferde
wieder  zu  steigern  nach  dem  Feldzug,  das  soll
geschehen.“

C(orlatuachrichten.

Rosenheim,  27.  Januar.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Michael  Demmel,  Kaminkehrer,  Hausbesiherssohn
  aus  Bad  Aibling,  Musketier  im  67.  preuß.
Jnf.-Rgt.;  Josef  Niederauer,  Gastwirtssohn  aus
Westerndorf,  Gemeinde  Frasdorf.

Im  Felde  verwundet.  Der  Iufanterift
Ludwig  Mayer  aus  Roienheim,  Soldat  im
Inf.-Leib.--Rgi.,  wurde  am  28.  September  in
Nordfrankreick  durch  einen  Schuß  im  Gesicht  auf
einem  Patrouillengang  verwundet.  Ohne  der
Verletzung  zu  achten,  hielt  er  wacker  auf  seinem
Posien  aus.

Zu  Kaisers  (Heburtstag  trägt  die
Stadt  heute  Flaggenschmuck.  Im  übrigen  beschränkte
  sich  die  Feier  auf  Bittgottesdienste.  In
der  Stadtpfarrkircie  hielt  H.  H.  Geinl.  Rat
Geßl  ein  feierliches  Hochamt,  zu  dem  sich  die
Behörden,  die  Beamtenschaft,  die  militärischen
Vereine  usw.  in  stattlicher  Zahl  eingefunden
batten.  Auch  in  der  prot.  Kirche  fand  ein  Festgottesdienst
  statt,  der  von  Beamten  und  Cemeindemitgliedern
  sehr  zahlreich  besucht  war.
Herr  Stadtpfarrer  Weber  hielt  eine  zündende,
von  tiefster  Vaterlandsliebe  getragene  Ansprache.
  Mittags  erkönte  feierliches  Glockengeläute
  von  der  prot.  Kirche.

Bahndienst.  Der  Eisendahnsekretar  Ste
fan  Buchner  in  Rosenheim  wird  vom  1.  Februar
1915  an  in  ctatsmäßiger  Weise  zum  Bahnverwalter
  der  Bahnstation  bierselbst  befördert.

Baterländischer  Abend.  Michael
Kämpfl  und  sein  Künstlerstab  stellten  sich  am
Dienstagabend  zum  zweiten  Male  in  den  Dienst
der  Kriegsfürsorge.  Galten  ihre  Darbietungen
früher  dem  Frohsinn  und  Scherz,  heute  tragen
sie  den  Stempel  des  Krieges,  wie  es  der  Ernst
der  Stunde  erfordert.  Sie  treten  aber  auch  in
diesem  neuen,  ungewohnten  Gewande  gleich  vorteilhaft,
  gleich  wirkungsvoll  hervor.  Dies  zu
bewundern  bot  sich  schon  am  1.  Dezember  beste
Gelegenheit,  der  26.  Januar  brackte  eine  neue
Bestätigung.  Der  zweite  vaterländische  Abend
war  dem  Geburtsfest  unseres  Kaisere  gewid- 



 

met;  dieser  hehre  Anlaß  beherrschte  den  gan.
den  Abend.  Den  dußeren  Rahmen  dazu  Pellte

 

Kämofl  widmete  de  n  Kaiser  ein  schwungvolles
Festlied  und  „Um  seren  F  reunden  im  Felde“
enrendes  Gedenken  in  laun  #igen  Versen,  während
Terr  Peter  Wolf  ein  schu  ungvolles  Poem  „Zum
27.  Januar“  aus  dem  Felde  fandie  und  Herr
Selr  etär  Gmeit  iwieieh.  dem  „Feldmarsckal  v.
Hindenburg“  feine  Kunft  zuneigte.  Aus  echtem
deutichen  Her  S  en  v.amen  ovie  begeisternden  Worte,
mit  welchem  d  unn  Herr  Sektetär  Gmeinwieser
zu  der  Fes  e#ersammlung  sprach.  Es  war  eine
Arologie  des  deutschen  Gedankens,  eine  Ver.
berrlichun  g  des  deutschen  Jdeals,  die  er  uns
in  prackt  collen,  kernigen  Darlegungen  meister
haft  und=  bezwimxend  vor  Augen  führte.  Der
damit  e  iengeschlagene  Ton  fano  seine  Fortietzung
in  der#  Dellamationen,  in  denen  die  Herren
Vahr  sekretär  Fanchuh  und  Postsekretär  Ma-#ne
  unnbertreistiche  Meister  sind.  Vaterlän.
din  he  Lieder  und  musikalische  Darbietungen  des
„Hausorchesters“  gaben  dem  Abend  noch  eine
briondere  Weihe.  Zum  Schluß  begleiteten  uns
noch  satyrische  Duette  der  Herren  Kämpfl  uno
Lir  zu  Freund  und  Feine  in  diesem  Bölkerringen.
  Eine  kleine  Pause  wurde  benützt,  um
den  Abend  seinem  elgentlichen  Zwecke  noch  zumiühren.
  Der  Samsielbelm  machte  die  Runde,
und  in  wenigen  Minuten  konnte  eine  stattliche
Summe  festgeilellt  verden,  welche  in  Höhe  von
üler  2000  Mk.  der  Angehörigenunterstützung  zuge
  führt  wird.  Der  Funferlverein  hat  mit  diesen
  vaterländischen  Abenden  die  beste  Bahn
betreten.

Acht  Millionen  Feldpostsendungen
  an  einem  Tage.  Nach  einer  am  16.
Jannar  vorgenommenen  Zählung  sind  an  diese
  Tage  aus  dem  Deutschen  Reich  7  989  940
Feldpoltbrieffsendungen  nach  dem  Felde  abgegengen,
  nännich  4  304770  portofrei,  also  meist
bis  50  Gramm  schwere  Briefe  und  Pocttkarten
und  3  685  170  schwerere  frantierte  Feldpoc#briefe
und  Feldpofstpäckchen.  Davon  rührten  her  aus
dem  Reichs-Postgebiet  6.6  Millionen,  aus
Bayern  rund  1  Million,  aus  Württemberg  rund
0.4  Millionen  Sendungen.  Angesichts  dieser
Riesenzahlen  wird  roohl  manche  voreilige  Klage
üler  die  Feldpost  von  selbst  verstummen.

Freigabe  von  Wolldecken.  Dos  seellvertretende
  Generalsommando  des  I.  baneriichen
Armeclorp#  L#at  zu  der  am  14.  d.  M.  verfügten
Beicklagna#me  der  Wolldecken  nachträglich  angeordriet,
  daß  von  jebt  ab  die  Veräußerung
ven  Decken  an  einzelne  Personen  zur  DTeckung
des  eigenen  Bedarfes  gestattet  wird.

Der  große  Schneefall  dauerte  heute
noch  an.  eit  mehr  wie  funfzig  Stunden  schneite
es  unaufb  örlich.  Die  niedergegangenen  Schnec.
massen  si#ad  ganz  gewaltig.

Derguügqungsanzeiger.

Im  Stadtkinematograph  gelangt  am
Donnerstag  ein  herrliches  Programm  zur  Vorfülrung.
  Die  neueiten  interessanten  Aufnahmen
bvo'n  Kriegsschauplat  und  als  Hauptnummer  das
wundervolle  Drama  „Der  Schatien  ihres  Gluk.
ker“.  Die  Vorkstellungen  beginnen  ab  nachmit
laus  1  Uhr.  6

Der  Welltkrieg.

Neue  Erfolge  im  Wersten.
865  umverwundete  Franzosen  gefangen,
8  Maschinengewehre  erbentet,
ein  Pionlerde#  unb  mehrere  Stübpunkte
enommen.

WIR.  Großes  Hauptquartier,

Jan.,  vormittags.  Amtlick.
Westlicher  Kriegeschauplapß.

Bei  Nieupont  und  #pern  fand  nur  Ariillerie
kampf  statt.  Bei  Cuinchy  südwentlich  La  Bassee
versuckte  der  Feind  gestern  abend,  die  ihm  am
25.  Januar  entrifsenen  Stellungen  mrückzuer
olern.  Sein  Bemühen  war  vergebsich.  Der  An
griff  brach  in  unierem  Feuer  zufammen.

Die  schon  gestern  gemeldeten  Kaämpfe  àu
der  Hohe  von  Craonne  hatten  vollen  Erfolg.
Die  Franrofen  wurden  aus  ihren  Hohensiellun
gen  östlich  La  Creute  Ferme  und  öftlich  Hur
tebise  geworfen  und  auf  den  Südhang  der  80
hen  gedrängt.  Mehrere  Stüßpunkie  auf  einer
Breite  von  140  Metern  wurden  ron  den
Sachsen  im  Sturm  genommen.  855  unverwun
dete  Gesangenc.  8  Masckinengewehre,  ein  Pieonierdepot
  und  viel  sonstiges  Kriegsmaterial
wurde  erbeutet.

Südöstlich  St.  Mihiel  nahmen  unsere  Truppen
  einen  französischen  Stüypunkt.  Gegen
angriffe  blieben  erfolglos.

In  den  Vogesen  liegt  hober  Schnee,  unsere
Bewegungen  verlangsamend.

Oestlicher  Kriegsschauplag.

Die  russischen  Angriffe  nordöslich  Gumbinnen

machten  keinen  Fortschritt.  Die  Verlusie  des

 

—  den
2

S

 

Feindes  waren  seellenmeise  schmer.  In  Polen
leine  Ver#s#  ng.