Kummer 44
—
Dienstag, 24, ehrnar 1915
ten. Auch das niederländische Geseß verbietet
den Mihtbrauch der niederländischen Flagge, aber
behandelt nicht eine Ausnahme analog dem
Merchant Shippingakt, nämlich den Fall, daß
eine Flagge mißbraucht würde als Mittel, um
dem Feinde zu entgehen. Mangels internatfonaler
Vorschriften, die die Dinge regelten, ist
jeder Staat für sich befugt, Bedingungen aufzustellen,
unter denen seine Flagge benutzt werden
darf. Es steht fest, daß die britische Regierung
nicht stets imstande sein wird, die Benutzung
einer neutralen Flagge durch britische Handelsschiffe
zu verhindern, aber die niederländische
Regierung glaubt erwarten zu dürfen, daß die
britische Regierung keinen Mihbrauch sanktioniert,
der die niederländische Schiffahrt den Gesahren
des Krieges aussetzen würde.“
Diese Haltung entspricht dem Geiste wahrer
Neutralität und verdient von allen Neutralen
beachtet und nachgeahmt zu werden. Gleichzeitig
werden aber Aeußerungen Sir Edward Greys
bekannt, die unter Berufung der Vorgänge während
des nordamerikanischen Bürgerkrieges ein
Recht zum Flaggenmißbrauch für die Handelssciffahrt.
in Anspruch nehmen. Man wird mit
einiger Spannung erwarten dürfen, was Amerika
hierauf zu sagen haben wird. Oder sollte
Amerika tatsachlich alle ruhia einsteden wollen?
Ae - der neutralen
Os Schifaahrl.
Amsterdam, 20. Febr. Das norwegische
Schiff „Belridge“ ist auf eine Mine gestohen.
Reuter weiß in einem offiziellen Telegramm
aus London zu melden, daß das Schiff „Belridge“
von einem deutschen Iunt serl in
den Grund gebohrt worden sei. iese Meldung
ist plumper Schwindel.) *7 biesiges
Blatt meldet: Die letzten Berichte besagen, ab
der Dampfer „Belridge“ wieder flott ist.
Schiff wird sich nach England begeben, un
dort im Dock ausgebessert zu werden. Es soll
dann die Reise nach Amsterdam vollenden.
Direktor Jantzen vom Nordischen Schiffsreederverein
äußert sich im „Dagbladet“: Die
Nachrichten über den „Belridge“ klingen wenig
glaubhaft. Er könne nicht verstehen, daß die
Deutschen irgendwelches Interesse daran haben
sollten, ein neutrales Petroleumschiff, das unterwegs
nach Amsterdam sei, in den Grund zu
bohren. Der Schiffsreeder Wilhelmsen in Tönserg,
dem „Belridge“ gehört, erhielt von dem
Kapitän ein drahtloses Telegramm von Bord,
worin es heißt, daß das Schiff einer Katostrophe
ausgesetzt gewesen sei. Vorläufig sei
es unmöglich, zu sagen, ob das Schiff ein Wrack
oder noch zu retten sei. Der Kapitän meldet,
in dieser Depesche nichts von Torpedierung durch
ein Unterseeboot, noch auch von einer Mine.
Kopenhagen, 21. Febr. „National Tidende“
meldet: Der norwegische Daimpfer „Bel.
ridge“ wurde gerammt, als er mitten im Kanal
auf der Höhe von Folkestone fuhr. Da
der Vorraum sich rasch mit Wasser füllte, gab
der Kapitän Olsen der Besatzung von achtzehn
Mann den Befehl, in die Boote zu gehen.
Nachdem er ein Stück sortgerudert war, hoffte
der Kapitän den Dampfer wieder retten zu können,
ging an Bord zurück und setzte die Pumpen
in Bewegung, wodurch cs ihm glückte,
das Schiff zu retten. Die Petroleumladung hat
leinen Schaden genommen. (3.)
London, 21. Febr. Der Daily Mail“
zufolge ist gestern bei Goodwin im Sande ein
Retlungsboot des spanischen Dampfsers „Horacio"
aus Pilbao gefunden worden. Es wird
befürchtet, daß das mit Eisenerz nach Westhartlepoort
bestimmt gewesene Schiff einen Unfall
erlitten hat. (3.)
Ebsjerg, 21., Febr. Auf dem norwegischen
Dampfer „Postard“ entstand eine Meu-Tuch
Herr von Wangenheim, der dicht an seiner
Erile giug. warf im Gesprach gelegentlich einen
Alick zurück, als ob er das Geräusch ebenfalls
Vehört hãtte.
Der Doltor mußte wieder und wieder das
seine Grich des neben ihm OserendeG b##
wundern uno vor auen ungen uverraschte
Pracht der mächltigen, lsender Weh o n do 6
hoheits wvoll aus dem schönen Gesicht leuchteten.
Die Mütze saß auf dem kurzen Blondhaar etwas
verwenen auf die rechte Seite gerückt und verlieh
dem Gesicht einen igenartigen Ausdruck von
Kühnheit und Wagemut.
Der Anstieg auf den Tem plerberg war befihwerich
und so sügte es sich von selbst, daß
alb. in einer Linie marschierten, sondern
pnh 44 einzelne Gruppen absonderten. vereinigten
und wieder trennten, je nachdem eine Wogstelle
sich leicht oder schwer überwinden ließ.
Lechenbach sühlte sich außerordentlich wohl
iꝛ aft der jungen Offiziere. Es
machte ihm Verpnügen. mit gebildeten Lenten zu
plandern, verschiedene Ansichten über das Kaisermanöver
zu hören und in der militärischen Unter,
baliung verleugnete er nicht den alten Reserveofsizier.
Er sprach von diesem und jenem, von
nrcuden und Bekannten, die er in der bayerischen
mer hatte und erfuhr auch gelegentlich, daß
9 oder der andere gleichfalls mit einem seiner
Begleiter befreundet war. Er it hue 88 um so
behaglicher, weil ihm ja doch i Gesell schat
von Osfizieren das Gefühl des Wisi unter dem
er gerade am heutigen Tage stand, mehr und
mehr schward.
Laugsam, unter Lachen und Scherzen, langte
die kleine WMiellchaft endlich oben auf der Krone
des # Berges an und trat in den Kreis der Ruine.
Man blieb stehen und itechien sich über die
terei, als das Schiff abgehen sollte. Die Verein
sine Dampfschiffsgesellschaft konnte gestern
grs insolge Ter- eigerung der Mannf
aft nicht nach England abgehen lassen. Sie
rief die Polizei an, und die Mannschaft wurde
polizeilich befragt, warum sie nicht fahren wolle.
ie antwortete, sie wage es nicht wegen der
Blocladegefahr. Die Verhandlungen führten zu
keinem Ergebnis. Es glückte der Gesellschaft,
auch nicht, neue Mannschaften zu erhalten. In
Frederikshaven erklärten auf dem der gleichen
Gesellschaft gehörigen Dampfer „Knutenborg"“
die Feuerleute, daß sie auch gegen eine noch
so hohe Bezahlung nicht fahren würden. Die
Polizei konnte nichts ausrichten. Das Schiff
mußte gleichfalls liegen bleiben. (J.)
Bremen, 21. Febr. Der amerilanische
Dampfer „Faxlyn“. der mit Baumwolle von
Neuyork nach Bremen unterwegs war, ist, wie verlautet,
gestern Morgen nördlsich von Borlum
auf eine Mine geraten und gesunken. Die Besatzung,
die sich in Booten retten konnte, wurde
von einem in der Nähe befindlichen deutschen
Dampfer ausgenommen. ().3.)
Bom önlchen Stieosschowist.
Der Sieg in Masuren.
Berlin, 21. Febr. In Petersburger Militärkreisen
zerbricht man sich den Kopf darüber.
woher Deutschland die sehr erheblichen Truppenmassen
genommen hat, die den russischen Rückzug
aus Ostpreußen erzwangen. Die Heranführung
von Truppen in so erheblicher Zahl sei erstaunlich;
denn augenscheinlich seien diese Verstärkungen
nicht von der Westfront gekommen.
sondern stellten frische Reservetruppen dar, deren
Vorhandensein nicht zu erwarten war, weshalb
die Ueberraschung der Russen entschuldbar
gefunden werden musse. Die russische Heeresleitung
ist mit einer strengen Untersuchung beschästigt,
und da offenbar gewisse Fehler begangen
wurden, munkelt man schon von Veränderungen
in der Leitung der russischen Nordarmee.
— Von einem „merkwürdigen Ereignis“,
nämlich dem Verschwinden einer Regimentskasse
mit 60000 Rubel, berichtet der Korrespondent
der „Daily News“ weiter: Die Kasse soll,
da sie nicht mehr zu retten war, um nicht in
die Hände der Deutschen zu fallen, in der Nähe
der Grenze vergraben worden sein, jedoch sind
die Zahlmeister und die beteiligten Soldaten
auf der Flucht gefallen oder gefangen genommen
worden. (J.)
Die russische Niederlage.
is, 21. Febr. Die franzosische Presse
gesteht Ein daß die Russen auf beiden Flügeln
den Rückzug antreten muhten. Doch sagt sie, es
sei ein Rückzug strategischer (1) Art. Kenmzeichnend
ist, was der „Temps“ schreibt: Unsere
Verbündeten haben eine Schlappe erlitten. Dies
ist unbestreitbar. Aber sie halten den Feind in
Schach und töteten ihm viele Soldaten (1). Sie
halten ihn im Zaumt?) und nehmen sogar die
Ossensive wieder auf, da wir im deutschen Tagesbericht
lesen, daß russische Kolonnen, welche
von Lomza gegen Kolno marschierten, zurück.
gemorfen wurden. Der Sieg ist demnach bei
weitem nicht so entscheidend (7), daß er den
Deutschen gestattet. dort ihre Front zu entblößen.
Wenn (1) die Lage es geslattet, werden
die russischen Armeen den Vormarsch sofort wieder
aufnehmen. Der „Figaro“ erklärt, ein rus.
sischer Rückzug sei erfolgt. Man müsse eingeserhene
daß Hindenburg ein großer Feldherr
ei .
sort.
IAA
Die amtlichen öslerr. Berichte.
WB. Wien, 20. Febr. Amtlich verlautbart
unter dem 20. Febr. mittags: In Russisch-Polen
biell auc: pestern verstärktes Geschützfeuer an.
Um die von uns eroberten russischen Vorstellun.
gen im Raume südlich Tarnow und am Dunajer
entwickelten sich heftigere Kämpfe. Die Gegenangriffe
des Feindes murden mehrmals blutig
zurüdfgeschlagen. An der Karpathenfront iit die
allgemeine Silualion bis in der Gegend von
Wnslom unverändert. Es wird nahezu überall
gelämrit. In Sürengalizien klonnte aber der
Feind bie ftarten Eitellungen nördlich Nadwoma
nickt behan #en. Dem letzen entscheidenden Angrife
ausweichend 2oz er in der Richtung auf
Stanislau ab, ver olg# von unserer Kavalleric.
WIB. Wien, 21. Febr. Amtlich wird ver-(lautcort:
Die Silua.ion in Polen und Westgalizien
int im allgemeinen unverändert. Der
gestrige Tag verlief ruhiger. In den Kämpfen
an der Karpathenfront von Dulla bis Wyszlow
wurden wieder mehrere Angriffe unter schweren
Verlusten des Gegners zurückgeschlagen, der biebei
auch 750 Mann an Gesangenen verlor.
Operationen südlich rom Dujestr schreiten weiter
In der Bukowina herrscht Ruhe.
Die gewaltigen Anürengungen
der Russen in den Karpathen.
Budapest. 21. Febr. Die Russen machen
die verzweifeltsten Anstrengungen, den Eisenbahnknotenpunkt
Kolomea wiederzugewinnen.
Dieser Punkt ist ihre Hauptbasis für Truppentransporte
an die Ostfront der Karpathen. Die
Russen sind gezwungen, alle Kräfte in der Richtung
gegen Stanislau zu senden. Die durch
diese Reseroen verstärkten russischen Truppen
haben gegen unsere über Kolomea hinaus vorgedrungenen
Truppen einen heftigen Angriff
gerichtet, der sich auf der weiten Front zu einer
großen Schlacht entwickelt, deren Ausgang auf
die ganze Karpathenfront von weittragender
Wirkung sein kann. An den übrigen Teilen
der Karpathen drängen unsere Truppen die
russischen Linien ununterbrocken. zurück. Bei
Dukla wird der bisherige Druck der Russen
immer schwächer. (3Z.)
Französische Offiziere
im serbischen Heere.
Mail 21. Febr. „Corriere della
Sera“ land daß sich im serbischen Heere
zahlreiche franzöfische Artillerieoffiziere finden.
Einige Forts seien mit schweren französi—
schen Geschützen versehen, welche über Saloniki
)
eintrafen.
* ½
Malien.
Die ittalienischen Kammersozialisten
für die Neutralität Italiens.
Rom, 21. Febr. Die parlamentarische
(Hruppe der Sozialisten nahm gestern nach Besprechung
der internationalen Lage die Lagesordnung
Modiglianis an, worin sie es heute
mehr als je fün eine Pflicht erklärt, sich mit
aller Macht den der Intervention gunstigen
Stromungen zu widersetzen und sich zu jeder
wirksamen Aktion zur möglichst schleunigen Beendigung
des Kriegsgemetzels bereit zu halten.
Sie schließt sick daher neuerdings auch den von
der Parteileitung, dem Erekutokomitee der parlamentarischen
Gruppe, geäußerten Wünschen
auf Aufrechterhaltung der Neutraliläl, an, die
sich immer klarer als mit den Interessen des
Proletariats Italiens übereinstimmend und der
Richtung des proletartschen - ernationaliamus
entsprechend hergusstelle. (3.) — In Poaris
ist man über die Haltung Flalien sehr enttäuscht.
—#
de Turlel iin Deillties
Die erfolglose Beschießung
der Dardanellenforts.
Konstantinopel, 21. Febr. Der für das
Gebiet der Dardanellen beslellte Berichterstatter
der Agence Milli telegraphiert über das vorgestrige
Bombardement: Eine feindliche Flotte,
benehend aus vier englischen und rier franzesischen
Schiffen, eröffnete am 19. Februar
um 8 Uhr 2 Minuten rormittags in einer Entfernung
von 16 Kilometern das Feuer mit
Geschützen gröhten Kalibers. Die osmanischen
Artilleristen erwiderten das Feuer trotz des
Kartätschenhagels nicht. sondern warteten. bis
der Feind näher kam. Das englisch-französische
Ceschwader näherte sich der Küste in der Meinung,
die Forts zum Schweigen gebracht zu
haben. In diesem Augenblicke erst eröffnete
die osmanische Artillerie das Feuer. Von 18
Schüssen, die sie abgab, gingen blohß vier fehl;
die übrigen trafen. Das Admiralsschiff erlitt
eine schwere Havarie und wurde von Torpedotroten,
die es sofort umringten. als sie es in
Gefahr sahen, aus der Schlachtlinie geschleppt.
Zwei weitere feindliche Schiffe wurden außer
Gefecht gesetzt und zozen sich zurück. Nach einer
Vergeudung von 6/1) Granaten mußte sich die
feindliche Flotte, von der drei Einheiten fast
rollständig unbrauchbar gemacht worden wa.
ren, entfernen. (Z.) «
sit
Japan.
Grey über die japanischen Pläne.
London, 21. Febr. Ueber die Forderungen
Japans an China sagte Sir Edward Gren
im Unterhaus, er könne gegenwärtig im Hause
keine Aufklärungen über die, wernkaulichen Inso-mationen
geben, die n Japan erhallen
habe. Am 5. Sepember 1914 sei zwischen
der britischen, der französischen und der
russischen Regierung in London ein Vertrag
unterzeichnet worden, der damals in der Presse
veröffemlicht worden sei und in dem die drei
Mächte übereinkommen., während des Krieges
keinen Separatfrieden zu schließen. Sic seien
auch übereingekommen, auch wenn cs zu Fricdensverhandlungen
komme, nur im Einverktändnis
mit allen übrigen Verbündeten Friedens,
be dingungen zu stellen. Artikel 2 des englisch
jar anischen Bündnisses enthalte dieselben Verlilichtungen
und binde bei der Regelung der
Fragen, die aus den Kriegsereignissen im fer:
nen Often entstehen, die vier Mächte aneinander.
(Z.) Aufsallend ist die Erörterung
der Friedensfrage.
Zriegevorbercitungen
gegen China.
Mailand,. 21 Febr.. Ser“ meldet aus
Piking: Die japanischen Staatsangehörigen ver
la sen in aller Eile Peling und China. Au
Schanmung haben die Japaner mit dem Bau
von zwei strategischen Aahnen begonnen, ohne
die chinesischen Behorden um eine Konzession
ersucht zu haben. Aus Söul und Port Artbur
sind infolge der Kriegsvordereitungen alle
Ausländer durck die japanischen Regierungs=Jnpanische
Herkunn der Templer im Spchart. uber das
Altler der versallenen Burg und Breitschwert, der
zur Ueberraschung Rechenbachs durchansg informiert
war, trat eiwas zurück und bielt einen längeren
Vortrag über den Ausgang des Templerordens
und die Flucht seiner Mitglieder in verschicdene
Reiche des Kontinents.
„Verzeihen sie, Oerr Toltor.“ mit diesen
Worien trat Wangenheim näher an den Redenden
era
v A#ber Breitschwert wies ihn ziemlich schroff ab
mit den Worten:
Lassen sie mich erst zu Ende reden, Herr von
Wangenbeim, ich werde ihnen dann Bescheid geben
vor allen Tingen möchte ich ihnen noch eine
Sensation der Gegend zeigen: wenn namlich hier
oben ein Schuß abgeseuert wird, hat man den
Gindrut v-eines siebensachen Echos. Passen sie einmal
a
Aue diesen Worten zog er geiwent schweren
Revolver aus der Tasche was für Kluge, der
seinem Meister getreulich alles nachmachte, das
Signal war, seine sireul um den Griff seines
bayerischen Dolches zuent
Wangenheim sic Dregcchwert in den Arm und
agte la
E 4 bitte, schießen sie nicht, denken sie doch
daß wir hier in einer militärischen Umgebung sind
und daß ein Schuß Aufsehen und Verwirrung
anrichten müßte
Der Doktor schüttelte sich leicht den Arm des
Offiziers ab und trat hinter einen Mauerkranz,
als ob er die Anwesenden auffordern wollte,
weiterugebtn.
In diesem Augenblic gescheb etwas Seltsames:
Mitten in dem Kre fte Män zne erschien
eine vrsschleirt- junge " rr * rief laut:
„Meine Herren, ich slehe sic an, 8 sie sich
vietn Offizieren, es sind Anarchinen“
Rechenbach erlannte die Stimme. Es war. als
ob sie ihm den Alein versenlte und doch wieder ihn
uu himmlischer Seligteit erbob: denn er war
Dertha. die heiß (Gellebsc. schon Verlorengeglaubte
und nun Miedergeiundene. sie war gelommen,
ihn zu warnen.
Er wollle auf sie zusturzen, aber da sah er,
wie der schlanle HOerr von Wangenheim ihr ent:
gegensprang und mit einem wütenden Pfeifen die
Worte beransstieß
„Also Verrat! Ta nimm den Lobn dafür!“
öe Rechenbach daiwischen treten lonnte, führ
es wic ein Bun durch die Nacht und Herlha sank
mit einem leisen Zammerschrei in Boden.
Die Aufregung war ungemein. Ter Staatsanwalt
sprang zu und kuicte neben der Getroffenen
bin. Breitschwert schoß auf dic enteilenden Ofüiiere
ins Ungewisse ab und Kluge rannte. den furcht,
baren Tolch in der Faust. den Emwwischenden nach.
.Stub nicht. flirb mu nicht, Oertha. einzig
Geliebte. jammerte der ungluckliche Mann.
Aber Breitschwert stieß ihn rauh zurück, untersuchte
die Niedergesunkene und eundeckte einen
lleinen Tolch mit ilaubernen (GGirh, der etwas
oberhalb des Her; ens in der Brust Herthas stal.
„Vor allen Tingen er reiten, entgehen werden
uns die Schufte ich. denn Kiuge ist auf ihrer
Spur. So hat * doch erreicht, der gewissenlose
Verbrecher, hat en furchibarer Tolch doch das
Ovfer getroffen. (6eben sie mir ihr Taschentuch.
suchen sie einen alatten Stein, ich will versuchen.
den Dolch aus der Wunde zu ziehen und die
Blutung zu stillen.“
enbach taumelte wie betrunken und voll-T
die Befehle des Dokiors wic im Traum.
Um Gettes willen, machen sie doch schnell.“
ref Breitschwert aufgerrten.
des schonen Madchenleuheer-
.( « us. .
als sich chen die Lippen
rurn jarbten und ein
dan
&. daß wir hirr oben auf dem
Berge ##m# Mmiuffen. Sie binunter zu bringen. ist fast
unmoglich, ohne der verlenten Lunge alles B
in entlocken und wir mussen sic schonen, wir
müssen das Blut aufbalten. wenn wir sie telten
wollen . . . Gehen sie huunter nach dem Forithaus.
holen sie Mnn rer so vicl als meglich, eine
Matrane. Lopflissen, Beitzeng. alles herauf und
sancken Zie einen Boten zum Axzt, zum nächten
Militararzt. irgendwo in einem Quartier wird sich
schon eine #inden. aber alies in Eile. in Eite
Rechenbach war schon verschwunden. Er w
daß sĩein aanzes Lebensaluck an dieier ernen Seet
bing und kehrte auch bald zuruck alles. mas ve#r.
lana: worden war und ein Tutend Soldaten zm
Stelle hringend. wo Hertha unter den tuckischer-Morderhanden
nidergesunlen war.
Manu bettete die Ohnmachtige se ##rich als er
ging. man umschnurte e mn breuen Bandern. das
be seit auf der Matraun: lag und ein halb Dutzen:
lrafuaer Soldaten ariff zu, um die Las vorsichiig
tununter in tragen. Rechenbach hatte nicht vergessen.
Areuschmerts elelmusche Laterne miuzubringen und
beleuchtete vorangebend den gefahrlichen Abflieg.
Als man im Forsthaus angelommen war,
wariet schon ein freundicher, bayerischer Ober
stabsarzt und begab sich sofort, nachdem die Ver
wundete zu Beit gebracht war, an die Untersuchung
des Dolchstoße
-Dat die Dame Verwandse hier im Oause?“"
„Sie ist meine Braut.- jammerte Nechenbach.
„Armer Herr, machen sie sich darauf gefafnt
Witwer zu werden, ehe ie Gatte aeworden sind.-
W## Dt