Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

us  13.  Jannar  1915

 

 

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„Reseubeime#  #nnogsbla-  unscheim  ch  nachmittags  4
und  Felertoge).  —  Der  Abonnementspkrei

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Rosenh  ein

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liae  Lostboten  die  Bestellung

 

———————eee  Luchdruer#e  so#ie  in
den  sechs  Sillol-  Exxedionen  oer  Stladrentgegengenommm  40
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Amtliches  PBublikafions-Organ

 

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Mral  erq.  Berlin,  Ber,  Chemnla.  Vresben,  Erfurt,

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M.,  Komburg  Feinore  umsbruck  Narls#h#,  Wis  u.

MaEr#n:  ’vßbm  —.—  —

Die  englische  Antwort  auf  die  amerikanische  Mote  itt  ihlhutid.

Gemabregneite  französische  Offtalcrc.  —  Plicgcrangriff  aus  die  engiischt  Kanalkũstt.  —  Vtrdun  ntuerllch  btdroht.  —  Reuc  französische

Schikanen  grgenüber  den  Gelangenen.  —  bie  franzöfiscc  flnanznot.  —  dit  neutralitäc  Aallens.

—  éEine  rufrische  Sondermislion  in

Kumänen.  —  der  beiulge  Rrieg  in  Marohko  und  Algier.  —  ein:  ruffische  Schlappr  am  uUlgels.  —  Der  Kücheug  der  Koflen  in  nordpersicn.

England  und  Amerika.

Washington,  11.  Jan.
er  Terl  der  Antwortnote  der  englischen  Regierung
  auf  die  Note  der  Vereinigten  Staalen
ist  jetzt  verössentlict  worden.  Er  versichert  im
allgemeinen,  daß  aile  in  der  Note  brührten
Punkte  forgsällig  und  in  demselben  Geisie  der
Freundschaft  und  Ossenheit  erwogen  worden
seien,  der  die  Note  lenmeichne.

Darauf  wird  die  Ansicht  entwickelt,  daß  über
den  Umfsang  der  Ersch  werung  des  ameritanischen
Handels  durch.  England  ein  großes  Mißversländnis
  be  stehe.  Die  englische  Rote  führt  zum
Veweise  die  Ziffern  der  Ausfuhr  von  Neuyork
nad,  Skandinavien,  Itaiien  und  Holland  für
Novemler  1213,  rerglich  en  mit  denen  für  1914,
an.  Alle  diese  Zissern,  ausgenommen  die  nur
wenig  veränderten  suc  den  Handel  mit  Holland,
  erwieien  eine  enorme  Vermehrung  der
Aua#uhr.  Die  Aussubr  nach  Dünemarl  habe
im  Norente  15123  230  0.7  Dollar,  im  Novemb#
  1614  aber  7  101  1)  Dollar  belragen.
Die  enaliscche  Nole  wein  darauf  hin,  daß  der  unn

  Einfluß,  den  der  Krie  auf  einig:
Industrien,  2.  B.  die  Baumwotlindustrie,
auf  die  verminderte
Englande  und  Deussch-De


2

 
  

große
gehabt  labe,  vermutlid.
Kauskraft  Frankreicke,

lands  zurückmführen  sei.

Sodann  werden  die  Jifsern  d
Kupserauefuhr  nach  neutralen  ##
die  sämtlich  eine  große  Vermehrung  aufwei.
ien,  woraus  #  #nßschließen  sei,  daß  der  grôste  Teil
de#s  Kupfers  nicht  für  die  belreifenden  Neutralen.
  sondern  für  eine  triegführende  Macht

reslimmt  gemwesen  sei,  die  nicht  direlt  habe  im
rortieren  rennen.  Die  englihe  Note  sagt  weiter
über  die  Beichlagnalnne  an  Loebensmitteln,
England  sei  bereit,  zuzugesiehen,  daß  Lebens—
mittel  nicht  beschlagnahnit  werden  solllen,  wenn
sie  nicht  für  den  Feind  benimmt  wären.  #lönne
aber  in  d  iejer  Hinsicht  lein  definitives  Versprechen
  geben.  Die  englische  Regierung  weist  auf
die  steigende  Gesahr  bin,  daß  neutralc,  an
Feindesland  grenzende  Länder  zu  Slapelplätzen
großen  Maßstabes  für  den  Feind  würden.  England
  suche  daher  im  Interesse  seiner  eigenen  nationalen
  Sicherheit  alle  für  den  Feind  bestimmten
  Güter  an:uhalten,  ohne  die  Zufuhr  von  wirklich
  für  die  Reutralen  selbst  bestimmten  Gütern
  erich  wmeren  ¼  mollen.  Die  Antwortnole
weist  nuf  die  lieine  Zahl  von  Schiffen  hin,  die
vor  ein  Prisengericht  gestellt  worden  seien,  desjen
  Entsch  eidungen  nign  ungünstig  für  die  Neutralen
  seien.  Vom  4.  Angust  bis  J.  Januar
seien  von  den  Vereinigten  Slaaten  773  Schiffe
nach  Skandinavien,  Holland  und  Jtalien  gefahren,
  aber  nur  45  davon  vor  ein  Prisengericht
  gekommen.  Die  Antwort  belont  die  Unmöglichkeit,
  verdächtige  Schiffe  auf  hoher  See
zu  untersuchen.  Die  Ladung  lonne  nur  im  Hafen
gründlich  untersucht  werden.  Die  Note  weist
darauf  hin,  daß  Baumwolle  nicht  auf  der  Konterbandeliste
  stehe,  aber  England  sei  besondern
gewarnt  worden,  daß  Kupfer  unter  Baumwolle
verborgen  werde,  so  daß  die  Ballen  hätten  ausgeladen
  und  gewogen  werden  müssen.  Es  sei
schwer  für  England,  Kautschut  aus  seinen  Kolonien
  nack  den  Vereinigten  Staalen  ausführen
zu  lassen,  da  er  von  den  Kriegführenden  noug

gehraucht  werde  und  der  Verdacht  bestehe,  da

dor

ameri#anischen
Ländern  erörter

 

französische

seit  Beginn  des  Krieges  große  Mengen  von
Kautschuk  aus  Amerika  ausgeführt  worden  seien.

Die  von  Grey  ge#eichnete  Note  schitießl,  die
englische  Regierung  wünsche,  daß  der  Ausfuhr
und  dem  Konsum  amerikanischer  Güter  durch
Neutrale  keine  Hindernisse  in  den  Weg  gelegt
werden  sollen.

Diese  Note  in  ein  gewundenes  Claborat,  das
eine  poritive  (Grundlage  kaum  schafft.  Sie  Bält
vielmehr  den  Engländern  alle  möglichen  Hintertürchen
  ossen,  um  tun  zu  können,  was  ihnen
beliebt.  Selbstverständlich  drücken  die  Londoner
Blätter  das  Verlrauen  aus,  daß  die  Note  in
Amerila  eine  gute  Aufnahme  sinden  werde;  sie
werde  die  Amerilaner  überteugen,  daß  die  Mehrzahl
  ihrer  Beichwerden  der  Begrundung  entbehren.
  Das  is  ein  Wunsck,  der  lediglich  die
engliichen  Interessen  berücksichtigt.  Ob  Amerika
ihn  erfüllt,  bleirt  abeuwarten.  Nach  den  liherigen
  Meldungen  dürften  sich  die  Vereinigie  n
Staaten  und  mit  ihnen  die  neutraien  Staaten
Europas  mit  den  englischen  Ausfliscchten,  weld:
die  bioherigen  Willluriichleiten  anch  in
inust  Lenehen  latzen,  laum  zufrieden  geben.

 

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Allgemeine-vomärleg.
EinchkrätcrinunnTod-evernrteiiL

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Oeffentlichkeit  war  während  der  Darer
Verhandlung  ausgeschlosien.

    
  

-

Frankrei
11.

Zinanenot.

Rom,  lrr—.i

 
 

sinanzen  jind  so  in  Nol,  daß  ohne  fremde  7
I  m  .  s  .  l

sd  on  in  menigen  Monaten  die  Ulnterhallung
des  franösischen  Heeles  in  Frage  gesiellt  #1.

Neue  fran:ösiscke  Schilanen.

WTB.  Paris,  11.  Jan.  Das  Kriegsmini
serium  teilt  der  Presse  eine  offizielle.  Note  mit,
die  besagt:  Infolge  der  harten  Behandlung
der  fran:ösischen  Kriegsgefangenen  in  Deuischland,
  die  durch  amtliche  Dolumente  jesigestellt
ist,  hat  Ti:  französische  Regierung  energisch  in
Berlin  auf  diplomatischem  Wege  Prolest  erholen
  und  Neriprozitälsmaßregeln  gegenüber
den  deulicken  Cesangenen  in  Framreich  ergriffen.
  Künftig  wird  die  Heimbetörderung
der  deutschen  Aerzte  und  Kranlenwärler  von
der  Heimbe  förderung  des  srauösischen  aois
tlätepersonals  abl.  ängig  gemacht.  Nach  dem  B
sriele  Deutschlande,  so  sagt  die  Note,  haben  *
die  lägliche  Zuwendung  von  5  Centimes  an  die
Soldaten  und  Unterosfinier:,  sowi:  die  Verteilung
  von  Tabak  aufgehoben.  Wir  Faben  den
Sold  der  gefangenen  subalternen  und  höeren
Offi#iere  auf  60  und  100  Ml.  herabgesetzt.
Wir  haben  das  Ernährungesnstem  geändert.  Si#
Bestimmungen  haben  bereils  Resultate  Kerein--besonder?
  in  bezug  auf  die  Erleichterung  der
Korrespondenz  mit  den  sranzösischen  Gesangenen
in  Deutschland.  Die  Regierung  ist  sest  enischlossen,
  diese  Mittel  beimbehalten  und  konsequen!
den  deutschen  Kriegsgesangenen  diejenige  Behandlung
  angedeihen  zu  lassen,  welche  die  französischen
  Gefangenen  ersahren.  Die  Note

.–

  

 

jpricht  pon  amtlichen  Dolumenten  über  die

Schandtaten.

harte  2  Vehandlung  der  Gesongenert  in  Deutschland!
  Auch  die  famoie  be  gicce  Untersuchungslommissicn,
  auch  die  frantöfischen  Kriegsgericht:
die  einen  Vernicht:  ingetamef  gezen  Unschuldige
hinter  der  feindlih  en  Frout  ꝛ  n
die  Kommilssionen,  die  den
leit  und  Jerörungslum  in
weifen  suchen,  sir
mente.  Uns  bleibt  nidts  übrig,
guten  Weg  unbeirrt  und  ,
geben.  Im  übrigen  in  die  W  -  eit  noch  nie
frecher  auf  den  Korf  gesielit  Fiesen  als  es
hier  von  den  Franiien  geschie!
e  fsranzösischen  genterichte.
Vrlinn  11.  Jon.  Eine  nordamerikanische
Zeilung  hat  iich  die  Mäle  gegeben,  die  Verluste
  zUammen:n:  das  deunch:
Heer  nach  den  Havasmeldungen  erlitten  haben
oll.  Sie  lam  dabei  iu  ungebuerlichen  Crgebriun
  16830  W,  verw#nhn-10
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  11.  Juu.  T#  "  errein
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der  fran#ölischr  »  .  er
1  o  fortmährend  di  torverlich  and  geimi
u  irstematesck  aungemerst.  Die  Maf
se  de  lüchen  Veuerale  dolllog  sich

hicht  ore  Wide:
Gegen  dice  japanische  Hilfe.

WTB.  Paris,  11.  Jan.  Der  „Eclair“,  der
von  Anfang  an  gegen  die  japaniscke  Intervenlion
  Stellung  genommen  hatte,  glaub:,  daß
von  der  Verwirklichung  der  Interoentionsidee
leine  Rede  mehr  sein  tanne.  eland  befürchi#
daß  es  den  Japanern  den  W.g  fur  eine  spätere
IJnvasion  rorbereite.  wenn  es  innen.  die  tran
stbirische  Eisenbahn  zur  Verfügun
Hanntgegner  der  Intervention  el  froc
land,  dar  die  Fäden  fur  die  Landungen  in
Handen  halte,  aber  den  Ausforderungen,  Japan
zur  Intervention  zu  reranlassen,  läglich  weniger
Gehdr=  schenke.  Das  Londoner  Kabineit  Talte
seine  hauptsäck  lichen  Einwendungen  aufrecht  und
zeige  Mintrauen  und  beinahe  schlechten  Willen,
der  einer  Weigerung  gieichkomme.

#.  2  2

vom  wesllichen  tiegsschauplatz.
Verdun  ernstlich  bedroht.
Genf,  11.  Jan.  Stadt  und  Umgebung
von  Verdun  wurden  von  deutschen  schweren  Geschutzen
  neuerlich  wirksam  beschossen.  Franzölische
  Militärkrititer  gestehen  zu,  daß  das

sind.

(3.1

 

Soit  on  den  45*  -
de

 

 

  

ise  dem,  Zulsammenwirlen  im  Ar-0
  waide  und  quf  den  Hehen  der  Maas
Nerdun  nei##l#ernn  heizsht.  (Z.)

Enge  über  Calais.

 

*  Lenden,  1.  Jau.  „Daily  Chronie“
  #uiir  nm  .  annar  abends  überlog
  ein  s  Innern  Bel- 



neb#t  drei
Faiais  in  der  Richzüne
  bei  Calais
S#lne  den  deut-   


  

gien?  über
Elug:enqen
tung  ne#
wurden  in

 

in  grozer  Hobe
—

*
.

   

rikv  ie  engliscke
10.

 

2  7  Em  grohes  deutenens
  16  Flugder
  Nähe
in  der  Ab-  


  
    
      
  

is

intin,

irdun  und  erdement

  aur

.  usw  der  Stadt.

i  Bauben  gewor
1

on.  Eine

 

    

    

*

voruerunpar.
ran  englischen
datti  ie  eine  halbe

  
 
 

 

iedrten  alle
on  zurnd.  (3.)

ren.

 

Ven  den  5#  eu.  Suegsschanpläter.

*

Die  Kriegelage  in  Oesterreick.
WII'.  Wien,  11.  Jan.  Aintlick  wird  verlambart:
  Di#  #nation  in  unverändert.  In

NM

Ruffick  PRalen  en  der  un  ueren  Rida  sanden  gesrern
  bhartnädiee  rc  stait.  Hier  gingen

  
 
 

 

Angrift

 

die  Ruisen  lier  und  ver'uchten
an  uehreren  Sluuen  mit  bedeutenderen  Kräften.
  die  Flustnitderung  zu  raifieren.  Sie  wur.
den  jedont  Dteten  Verlunen  überall  ab

 

gewieĩen.  Wahrend  dieter  Inianterieangriffe
War  in  der  Naatarichaft  hefiger  Gesckützampf,
der  mebrere  Zmden  bindurck  anbien.  An  der
übrigen  From  bat  ich  nich:s  weĩentliczs  ereignel.

  Ciner  #mse#  lätigen  Auftlarungeratro:
  aillen  belen  es  hee  ern  nackt,  die  seindlidee
  Stellung:  brechen,  in  den  dahinter

  

gelegenen  rre  ringen  und  bis  an  die
Wohnung  des  seindlichen  Regimentskommananten
  vorzustoßen.  Von  dieser  kühnen  Unternchmung
  lelerie  die  Patreuille  mit  einem  Offizier
  und  sechs  Mann  Gefangenen  zurück.  Da
neuerdings  seigestellt  wurde,  daß  sich  Angeherige
  der  russücken  Armee  osterreichisch-ungaricher
  Uniformen  bedienen,  um  Patrouillen  und
lleinere  Abteilungen  zu  nberfallen,  wird  noch- 



—