luner *½ê#
Rosenheim.er Añzeiger
Dienstag, 12. Jannar 1916
ind gering. (3.) — Daß die Schutztruppe
egen Edea zum An schritt, zeugt für die
versichtliche und kampfesfrohe Stimmung, die
i umeren Kamerunern herrscht. Daran vermögen
auch solche Siegesberichte der Gegner
icts zu ändern.
I
.-«
Hinweis-Umschwu-Eine
Entscheidungsschlacht vor
Warschaus
Kopenhagen, 10. Jan. Die Russen plaen
einen Hauptstoß in der Gegend pon Wardau.
Dies geht u. a. aus einem Odessaer
latte hervor, in welchem der militärische Mitrbeiter
die Lage um Warschau kommentiert
en dort ganz außerordentliche Truppenzusamensiehungen
statt, namentlich aus den in den
chliehen, daß man es nach dem letzten Rüchzug
er Verbündeten nicht füt möglich gehalten
ätie, daß Warschau neuerdings zum Mittelunlt
schwerwiegender kriegerischer Aktionen
ürde, die vielleicht sogar einen ganzen Abschnitt
es Krieges entscheiden könnten. (Z.) — Kraauer
Blätter bestäligen dies und melden aus
: Immerfort sind neue Truppenabteiungen
auf dem Marsche nach der Front. Mehere
Reservedivisionen aus Taschkent und Südibirien
sind eingetroffen und weiter südlich
ezogen.
ritische Lage der Russen in Polen.
Genf, 10. Jan. Die „Tidende“ meldet aus
tersburg: Der Offensiostoß der Deutschen
Füdlich der Pilica gegen Kielce hat die russische
6Leitung derart überrascht, daß eine abermalige
Fwpollständige Neugruppierung der Kräfte der
NFussen notwendig geworden und die abermalige
Rückkonzentrierung des Hauptheeres der Russen
micht ausgeschlossen ist. (J.)
aben Mem. Meuschwiner.
Die Kriegslage.
WVTB. Wien, 10. Jan. Amtlich wird ver-Jautbart:
In Westgalizien, wo sich die Gegner
umeist bis auf die nächsten Distanzen gegenü-„Tberstchen,
wurde gestern ein Nachtangriff des
Feindes auf die Höhen nördlich Zakliezyn ab-Spewiesen.
Nördlich der Weichsel dauert der Ge-„Ichütztompf
an. Die Kirche einer größeren Ort-„'schaft
in Russisch-Polen mußte gestern in
#rau# geschossen werden, da die Russen auf
atten. In der südlichen Bukowina und in
i Karpathen fanden nur Plänkeleien slatt.
WTB. Wien, 10. Jan. Amtlich wird verautbart:
Die allgemeine Lage hat sich nicht
Südlich der Weichsel beschossen die
ussen gestern unsere Stellungen ohne jeden
rfolg. Sie richteten ihr Feuer namentlich geie
von uns besetzte Höhe nordöstlich
.Nördlich der Weichsel fand stelleneise
heftiger Geschützkampf statt. Ein Versuch
es Gegnets mit schwächeren Kräften die Nida
u palsieren, mißlang. In den Karpathen
herrscht Ruhe. Zwei Aufklärungsdetachements
des Feindes, die sich in der Bukowina zu nahe
an unsere Vorpostenlinie herangewagt hatten,
wurden durch Artillerie= und Maschinengewehrfeuer
zersprengt. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz
sand ein kurzer Geschützkampf bei den
öltlich Trebinje bis an die Grenze vorgeschobenen
eigenen Stellungen stat.
5
Die Russen vor Przemysk.
WIE. Budapest, 10. Jan. Der Kriegs-Berichterstatter
des „Az Elt“, Franz Molnar,
berichtet aus dem Hauptquartier: Hier wird die
Beodachtung gemacht, daß die Zahl der rus.
sischen Soldaten immer größer wird, welche durch
die Maschinengewehre ihrer eigenen Truppen
fallen oder auf höheren Befehl gefesselt von
dem Kriegsschouplatz in das Innere Rußlands
verschict werden. Der bemerkenswerteste Fall
ereignete sich vor Przemysl. Die russischen Sol.
daten stehen noch immer unter dem Eindruck,
daß bei der ersten Belagerung viele Tausende
bei dem Sturm auf Przemysl den Tod
sanden. Gefangene Russen erklärten, daß unter
den Russen die überspanntesten Gerüchte
von der Wirkung der 30-Zentimeter-Mörser
und den um Przemysl gelegten Minen verbreitet
werden. In der Belagerungsarmee wird das
Gerücht verbreitet, daß die Sokdaten, die zum
Sturm kommandiert werden, dem sicheren Tod
entgegengehen. So konnte es geschehen, daß
ganze Truppenmassen füngst den Gehorsam verwelgerten,
so daßh sie auf besonderen Militärgü-#
nach Lemberg transportiert werden mußen.
Falschmelbung Aber Belgrab.
Budapest, 10. Jan. Wie es heißt, entsprechen
die Meldungen mehrerer Blätter von
einem neuerlichen Bombardement oder von der
Erstürmung Belgrads nicht den Tatsachen. (3.)
□ 2 2
r
Die Batlanstanten.
Rumäniemn. «
Wien, 10. Jan. Mit dem Vordringen de
Ruffen in der Bulowina wird das rumänische
Problem immer interessanter. Die Russophilen
in Bukarest haben zwar zu Beginn des
Krieges verstanden, die urteilslose Masse des
rumänischen Volkes für Rußland und gegen
Oesterreich-Ungarn einzunehmen, aber bei der
Regierung fanden sie keine Gegenliebe. Auch
die in Ungarn ansässigen Rumänen blieben
habsburgisch gesinnt. Die militärische Ueberlegenheit
der Nussen in der Bukowina bringt
aber eine Verschiebung in diese Zusammenhänge.
Denn die dort ansässigen Rumänen
suchen jetzt Schutz bei ihrem Mutterlande. Wie
man erfährt, beträgt die Zahl der aus der
Bukowina vor der russischen Schreckensherrschaft
nach Rumänien gestüchteten Oesterreicher
über 30 000. Täglich kommen weitere verzweifelte
Flüchtlinge über die rumänische Grenze.
Es ist ein besonderer Dienst an der rumänischen
Grenze eingerichtet worden. Rumänien
kann nicht tatenlos dem Vormarsch des Moskowiter
in der Bukowina gegenüberstehen. Daher
begegnet eine Meldung r Mailänder
„Unione“ aus Bukarest besonderer Beachtung.
Sie lautet: Rumänien ist bereit, an dem Kriege
teitzunehmen. Die Regierung hat durch Rundschreiben
die Unterstützung der in das Feld
rückenden Mannschaften und ihrer Hinterbliebenen
organisiert. In dem Rundschreiben, das
von einem Teil der Zeitungen veröffentlicht
wird, heißt es: „Bedeutende Summen sind für
das große Hilfswerk notwendig, denn es ist
möglich, daß Rumänien am Kriege teilzunehmen
gezwungen sein wird.“ Daß Rumänien
in diesem Falle nicht auf die Seite des stärkeren
Rußland treten kann, von dem es dann
später nur um den Gewinn seines Einsatzes
gebracht werden könnte, bedarf nicht des Beweises.
Wir haben guten Grund, der Entwicklung
der Dinge mit Ruhe entgegenzusehen. Bezeichnend
ist auch, daß von Paris und London
aus alle möglichen Falschmeldungen über Rumänien
in die Welt gesetzt werden.
In Albanien.
Athen, 10. Jamar. Eine Meldung der
„Agence Havas"“ besagt: Essad Pascha ist an
der Spitze beträchtlicher Streitkräfte wieder in
Durazzo eingetroffen. Die Rebellen halten noch
immer die die Stadt beherrschenden Höhen besest.
(3) *¾*i½•
Die Türsei un Welstrieg.
Der Aufsland in Aegypten.
Rom, 10. Jan. Ein aus Aegypten cingetroffener
Kenner des Landes, in dem er seit 20
Jahren lebt, schildert die Lage als für England
gefährlich. Das Volk ist entschlossen, den
ersten Anlaß zu benutzen, um die englische Herrschaft
abzuschütteln. Der neue Sultan ist ge-Daßt.
Das Heer ist von den Offizieren bis
zu den Gemeinen antienglisch und bereit, zu den
Türken überzugehen; auch die Beduinenstämme
sind für die türkische Sache, ebenso die Senussi,
die sich jetzt neutral erklärten, nur um Wafsen,
Munition und Proviant von den Engländern
zu erhalten. England wird trotz aller
Energie die Tragödie eines ägyptischen Aufstandes
nicht vermeiden können. Die Eingeborenen
warten den Wink der Türkei für die allgemeine
Erhebung ab. Im März werde der
Khedioe Abbas Hilmi mit einem regulären Heer
von Araber= und Beduinenstämmen am Kanal
sein, worauf die allgemeine Revolution ausbrechen
werde. In Aegypten wurde die Erhebung
sicher schon seit Jahren vorbereitet. Auch
der Groß-Senussi wartet auf das gleiche Zeichen.
Die Revolution in Aegypten sei von England
nicht aufzuhalten und werde die größten
Folgen für England heraufbeschwören. (3.)
III
Ilallen
Die italienischen Finanzen.
Rom., 9. Jan. Das erste Semester des laufenden
Budgeljahres ergibt bereits eine Fehleinnahme
von 83000 000, ausschl. des Rückanges
des Getreidezolles um 29 Mill. Die
HPueraagenge sind durch den Stillstand der
Geschäfte infolge des Krieges verursacht. (3.)
Die d auerischen Berlusilsten.
Verlustliste Nr. 135.
20. Inf.-Rgt. Lindau: Unteroff. d. 2. Eg.
Weber aus Mühldorf, leicht verwundet; Inf.
Gg. Bauer aus Mühldorf, schwer verwundet.
Res.-Inf.- Rgt. Nr. 12: Unteroff. Gg. Ametsbichler
aus Rott a. J., gefallen; Inf. Lorenz
Bernwieser aus Münsing, gesallen: Gefr.
Thom. Breitsamer aus Pöttmes, leicht verwundet;
Inf. Ferd. Strobl aus Münksing,
chwer perwundet; Inf. Jol. Kronschnabl aus
Hperbachern, schwer verwundet; Inf. Ign.
Hirchmoier aus Peiting, leicht verwundet;
ehrmann Barth. Thaler aus Kirchberg, leicht
werwundet; Unteroff. Joh. Bapt. Stranzl aus
Höhenrain, schwer verwundet; k Eg. Kisl
aus Großhöhenrain, gefallen; Inf. Alois Mül
ler 11 aus Kienberg, gefallen; Inf. Math
Orthofer aus Münsing, gefallen; Inf. Mich
Maier aus Kolbing, schwer verwundet, gestor
ben; Inf. Alois Esterbauer aus Seeon, verwundet;
Inf. Anton Gschößl aus Mailing, verwundet;
Res. Blasius Eichmayer aus Miesbach,
gefallen; Res. Jos. Wagner aus Birkenstein,
gefallen; Ers. Res. Karl Strohmaier aus Un
tersiegsdorf, gefallen; Wehrmann Hubert Frimmer
aus Oberhaching, schwer verwundet; Inf.
Thom. Riesch aus Huglfing, schwer verwundet.
Res.-Inf.-Reg. Nr. 17: Wehrmann Ludwig
Kellner aus Hohenlinden, schwer verwundet;
Ers.-Res. Mich. Maurer aus Thalreit, leicht
verwundet; Wehrmann Joh. Egger aus Ruh
polding, leicht verwundet; Ers.-Res. Math. Güll-
huber aus Isen, vermißt; Wehrmann Paul
Köpl aus Miesbach, vermißt. .
Res.-Fuß-Art.-Rgt. Nr. 1: Obergefr. Jos.
Abemeier aus Hart, gefallen; Obergefr. Alois=Leitner
aus Aigen, gefallen. s
2. Pion.-Bat. Speyer: Pionier Jos. Stück
ler aus Hausham, gefallen; Pionier Ant. Empel
aus Au, gefallen; Gefreiter Engelbert
Gschwendtner aus Traunstein, schwer verwundet:
Pionier Gg. Schilcher aus Peiting, schwer verw.
KRänchener Neuiokteilen.
münchen. 10. Jan. Die Bezirksgerichtsfunktionärswitwe
Frau Kordula Burger, Westermühlstraße
9/Jr., vollendet morgen Montag
ihr 105. Lebensjahr. Die Greisin ist verhältnismäßig
bei guter Gesundbeit, doch recht
schwach, so daß sie von ihren beiden Töchtern,
die auch schon 75 und 62 Jahre alt sind, ständig
gepflegt werden muß.
Bawerische Macrichten.
Regensburg, 10. Jan. Unter dem Verdacht,
den Bauern Rieger von Niedergebraching
ermordet und beraubt zu haben, ist der Knecht
des Ermordeten, Philipp Kiendl aus Graß
fing, verhaftet worden. Der Verhaftete leugnet
zwar, kann aber keine Auskunft darüber
geben, wo er sich während der Zeit der Tat
aufgehalten hat. Andere Verdachtsmomente
bestärken die Vermutung, daß er der Täter ist.
Würzburg, 10. Jan. Gestern früh hat hier
der à47 jährige Zahlmeister der 2. Trainabtei-=lung
Otto Seybald, während seine Frau in
der Küche arbeitete, seinen 15 jährigen Sohn
und dann sich selbst erschossen. Als Grund vermutet
man ein Nervenleiden.
des ÖSberians.
Uußdorf, 10. Jan. Tiefe Trauer ise heute
unerwartet in die Familic des Herrn Bäckermeisters
Gallus Huber eingekehrt. Infolge
eines Schlaganfalles ist Frau Marice Huber im
41. Lebensjahre aus dieser Zeitlich keit geschieden.
Mit dem schwer betroffenen Gatten trauern
13 unmündige Kinder an der Bahre der
Verewigten. Allgemeine Teilnahme wendet sich
ihnen zu.
Secon, 10. Jon. In Secon brannte das
Anwesen des Getreidehändlers Frz. Huber fast
vollständig nieder. Vieh und Mobiliar wurden
gerettet. Viel Heu, Stroh und Hok ist
verbrannt. Es isr Brandstiftung anzunchmen.
Mühldorf, 10. Jan. Herr J. Obermaier,
Möbelgeschäftsinhaber dahier, bekam von seinem
Sohne Georg die Mitteilung, daß er in russische
Gefangenschaft geraten ist. Auf einer Postkarte
teilt Obermajer jr. mit, daß sich der Gefangenenzug
auf dem Weg von Warschau nach Petersburg
befindet, wofür vier Tage angesetzt sind.
Die Verpflegung sei gut.
Traunstein, 10. Jan. Auf der Strecke
Traunstein-Waging wurden gestern drei Stück
Jungrind vom Zug überfahren und getötet.
Die Rinder waren aus den Stallungen des
nahegelegenen Gutes Gessenberg ausgekommen.
Die Lokomotive wurde gering beschädigt, der
Zug erlitt 45 Minuten Verspätung.
—
Rosenheim, 11. Jan.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Joseph Steinmaßl aus Traunstein, früher beim
K. Flußbauamt Traunstein; Jakob Stadler,
Hausbesitzer und Maurer aus Barmbichl bei
Traunstein.
Das Eiserne Kreuz. Mit dem Eisernen
Kreuz wurden ferner ausgezeichnet: Georg
Fraunhofer aus Mühldorf, Maschinist in der
Geigerschen Möbelfabrik daselbst, Soldat im
Landwehr- Inf.-Reg. Nr. 87, verwundet im Lazarett
zu Essen; Laver Leberle, Sohn des pensionierten
Hauptlehrers Leberle in Grafing.
Ordensverleihungen. Der Militär--verdienstorden
4. Kl. mit Schwertern ist den
Oberleutnanten Ludwig Büttner der Landw.=Inf.
1. Aufg. (Rosenheim) und Friedr. Ritter
und Edlen von Arthalb (Rosenheim) verliehen
worden. 4
Oberbayerischer Schuldienst. Versetzt
die Hilfslehrerin Katharina Reindl in Niedertaufkirchen,
BA. Mühldorf, ab 1. Jannar
noch Lohüirchen, B##. Mühcdott.
Eefunden. Ein Geldbetrag und eine Uhr
wurden gefunden; abzuholen im magistratischen
Gesch immer Nr. 2.
Wusgeme hat sich über den
Sonntag
recht unwirsch angelassen. Zeitweise herrüchte
heftiger Schneesturm. Ueber Nacht ist star
erer Frost eingetreten. Heute schneite es wieder.
Kucchuche Nachrichten.
Dasgroße Kriegstriduum. In ihrem
zemeinsamen Weihnachts Hirtenbrief haben die
Rischöfe des ganzen Deutschen Reiches zur Buße
ind Sühne aufgerufen. Diesem Rufe folgend,
aben sich in den letzten drei Tagen der ver
ungenen Woche auch die Katholiken Rosen
zims in ihrem Gotteshause versammell, um
labendlick den Worten der Prediger zu lau
nen. Eindringlich sprachen sie von dem schred
chen Krig, von demütiger Bußgesinnung gegen
Lott, von der Schuld unseres Volkes, seiner
teue und seiner Umkehr. Daß die Worte und
Mahnungen der Priesier nicht umsonst waren,
avon zeugten die vielen, welche in den letzten
TLagen die Beichtstühle umlagerten und die hei
gen Sakramente empfingen. Besonders erheeind
gestalteten sich die verschiedenen General
:ommunionen, die sich einer überaus großen
eteiligung erfreuten, von jung und alt. von-Männern
und Frauen. Auf die Sühnetat folgt:
er Weiheakt. Eingedenk dessen, daß Pa##
o XlIII. am 11. Juni 1339 die ganze Wer
in heiligsten Herzen Jesu geweiht hai, mahn
euu die deutschen Oberhirten: „Wir wollen
im Beginne des Jahres 1512 unere Herzen.=insere
Familien, unsere (Hemeinden und 8 #
'sen aufs neue dem Heiligsten Herzen He#
-eihen. Der Ernst und die Not der Zein drang#
lius dazu.“ Dieser Heilsalt folgte denn aun
zm Sonntag. Früh morgens wurde das Aller
eiligste ausgesetzt. Die feierliche Weile selb
urde nachmittags nach vorhergegangener Pre
eigt, Litanei und Prozeision mit dem Aller
zeiligsten vorgenommen. Auck hier war die An
teilnahme der Gläubigen überaus groß. bei
denen der Weiheakt einen nachhaltigen, hehren
Eindruck hinterließ.
Der Weltkrieg.
Die riegslage.
VWTB. Großes Hauptquartier, den
11. Januar, vormittags. Amtlich.
In der Gegend von Nieuport. Vpern und iur
lich fanden nur Artilleriekämpfe statt. SEin
französiscker Angriff bei La Boiselle nordfhär
Albert scheiterte ganzlich.
Nördlich Soissons griffen die Franzosen, die
sick in einem kleinen Stuck unserer vordere:
Gräben festgesetzt hatten, erneut an, erzielten
aber bisher keinen Erfolg. Die Kämose dauern
noch an. Zn der Gegend von Soupir fanden::
den letzten Tagen keine Kampfe statt.
Oestlich Perthes nahmen uniere Trupn#end
ihnen entrissene Grabenstück zurück; die Fran
osen hatten sckwere Verlune.
In den Argonnen schritien urier: Augriift
weiter fort. Im Oberelsaß herrichte i# a#l#
gemeinen Ruhe.
Die Lage in Ostpreußen und Nordpolen
unverändert. Infolge der ungunnigen Win:
rung kommen auch unsere Angriffe in Polen
westlich der Weichsel nur langsam vorwär::.
Deutscke Flieger uber Dunki
Dünlirchen, 11. Jan. Nach einer Sabvzmeldung
überflogen am Sonntag
deutsche Flieger Dunkirchen und die benachbrie?:
rte. Sie warfen insgesamt 30 Bomben ab.
Da alles in die Keller fluchtele, sind Menichen
leben nicht zu Schaden gelommen. (J.=Das
französische Hauptauarieer.
*—*ie
Inehrite
Zürick, 11. Jan. General Joifte hat sein
Standquartier nickt weit von dem Sceinirmu:
des smmpfen Winkels gewahlt, den die Linien
der deutschen Armeen in Frankreich bezeichnen.
Von hier aus kann er gleichzeitig den Norden
und den Osten überwachen und den Angrirt.
punkt für einen Durchbruch wahlen. (Z.
Französische Heve.
Stockholm, 11. Jan. Der Pariter Kor
respondent des „Stockholms Dagblad'’ be#t
hervor, daß die Flugblattverleilung de: fran
kösischen Greuelkommission unerhöre Wirlun
gen auf die fran ösische Volks fimmung aus
üben müsse. Da diese amtlich herausgegebenen
Geschichten von deutschen Greueltaten auch an
die Truppen verteilt werden, werde der Krien
ein Unversöhnlicheres und blutigeres Gepräge
erhalten. Gleichzeitig habe die franzoi#sche Re
gierung das Fraternisieren mit den feindlichen
Schützengräben aus Furcht vor eintretender De
moralisation der Truppen durchk strenge Maß
regeln verboten. (3.)
Frankreicks letzte Hilfe.
Paris, 11. Jon. Wie der „Temps“ mit
teilt, ist die Einberufung der Jahresklasse 1917
bereite in Erwägung gezegen, ein endgültiger
Emchluß aber noch nicht gefabzt. (J)