Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

z.  22

Freitag,  28.  Januar  1916

 

—

Rückkehr  aus  französischer  Ge-.
  fangenschaft.

Bern,  26.  Jan.  Heute  mittag  kamen  in
Davos  100  kriegsgefangene  deutsche  Soldaten
md  5  Osffiziere  in  Begleitung  des  Oberstleutnants
  Leshan  mit  vier  Sanitätssoldaten  an.
Sie  wurden  vom  deutschen  Konsul  in  Davos,
einer  Abordnung  des  Deutschen  Hilfsvereins
in  Chur  und  einer  großen  Menschenmenge  emplangen.
  Die  Gefangenen  stammen  aus  verschiedenen
  französischen  Gefangenenlagern.  In
einem  Hotel  wurde  den  Ankommenden  ein
Mittagessen“  geboten,  in  dessen  Verlauf  der
deuts  nktelegramme  an  den  Bundesrat
  uaid  V#een  Bischof  von  Chur  zu  Händen
des  Papstes  verlas.

Ein  Sozialdemokrat  zu  den  Kriegsfragen.


Stuttgart,  26.  Jan.  Der  sozialdemokratische
  Reichstagsabgeordnete  Nosle  hat  in
einer  auch  von  bürgerlicher  Seite  stark  besuchten
  Versammlung  über  die  Kriegsfragen  gesprochen.
  Mit  überlegener  Ironie  beschäftigte
er  sich  mit  der  oppositionellen  Minderheit  der
Pbozialdemokratischen  Reichstagsfraktion.  Daßes
in  Deutschland  Leute  gebe,  die  glauben,  Deutschland
  könne  wen  Frieden  haben,  wenn  es  ernstlich
  wolle,  das  sei  ebenso  töricht,  wie  die  Meinung
  derer,  die  die  Schläge  bisher  getroffen
und  deren  Gebietsteile  teilmeise  von  uns  besetzt
  sind.  Ebenso  töricht  seien  die  Leute,  die
so  gutmütig  sind,  zu  verlangen,  daß  nicht  nur
kein  Grenzstein  verrückt  und  keine  Kriegsentlcbdigung
  gezahlt  werden  soll,  sondern  daß
wir  auch  noch  die  Schäden,  die  die  Russen  in
Ostpreußen  angerichtet  haben,  aus  eigener  Tasche

zahlen.  Noske  wünschte  vielmehr  unter  starkem
  Beifall,  daß  ein  möglichst  großer  Posten
unserer  Kriegskosten  hereinkommt.  4  Milliarden
  müßten  jährlich  von  uns  aufgebracht  wern,

  wenn  wir  keine  Kriegsentschädigung  bekommen,
  und  diese  durch  Steuern  nur  von  den
Besitzenden  zu  holen,  sei  ganz  unmöglich.  Was
die  elsab-lothringische  Frage  anbelangt,  so  lassen
  wir  über  diese  Frage  mit  uns  nicht  diskutieren:
  Elah-Lothrllen  sind  deutsche  Propinzen,
  ein  Bestandteil  des  Deutschen  Reiches.

Ernüchterung  in  Belgien.

Berlin,  26.  Jan.  De  „Voss.  Ztg.“  mel.
aus  Zuürich:  Der  „Neuen  Zürcher  Ztg.
wird  aus  Le  Havre  anläßlich  der  Ernennung
Baron  Beyens  zum  belgischen  Minister  ven
Aeußern  geschrieben,  daß  darin  ein  Zeichen  fü
die  Ernüchterung  zu  erblicken  ist,  die  der  Fa#
der  Kriegsereignisse  im  Jahre  1915  und  in
den  ersten  Wochen  des  Jahres  1916  in  Le
Hovre  hervorgerufen  hat.  Man  fühlt  dort,  daß
der  Krieg  nicht  ewig  und  nicht  einmal  die  zehn
Jahre  dauern  kann,  die  man  in  England  vorausgesagt
  hat;  man  ist  vielmehr  überzeugt,  daß
der  Friede,  wenn  nicht  gerade  vor  der  Türe,
so  doch  nicht  mehr  in  allzu  ferner  Weite  stehe
und  daß  Deutschland  bei  den  kommenden  Friedensverhandlungen
  die  Hauptrolle  spielen  und
das  entscheidende  Hauptgewicht  in  die  Wagschale
werfen  wird.  Belgiens  künftiges  Lebensinteresse
erheischt,  den  mächtigen  östlichen  Nachbarn  nicht
ewig  zum  Feinde  zu  haben  und  deshalb  ist  gerade
  Baron  Beyens  als  ausgezeichneter  Kenner
  der  deutschen  Verhältnisse,  als  Diplomat,
der  sich  früher  der  Gunst  Kaiser  Wikhelms  erfreute,
  der  alle  ausschlaggebenden  deutschen
Staatsmänner  persönlich  kennt,  die  geeignetste
Persönlichleit  in  der  heramnahenden  Entscheidungsstunde
  Belgiens.  (3.)

der  Shah  der  Sabaet.

#Ne  #en  kE.  E  n
Nachd######  ——

Mit  der  naloen  Wißbegler  des  Nakurkindes,
  das  sich  vom  Leben  der  zioilisierten
Welt  keine  rechte  Vorstellung  zu  machen  weiß,
suchte  der  Araber  sich  über  die  Art  der  euroü#schen

  Großstädte  zu  unterrichten;  und  Holmguen
  machte  sich  ein  Vergnügen  daraus,  ihm
le  Wunder  von  Berlin  zu  schildern.  Es  war
allereng“  ein  sawieriges  Untersangen;  denn
der  Scheik  wußte  ja  nichts  von  Eisenbahnen,
nichts  von  Elektgtzieln  —  gepflasterten  Straßen,
und  er  vermochte  sich  unter  all  diesen  Dingen
so  wenig  etwas  vorzustellen  wie  unter  den  riesenhaften
  Zahlen,  die  Heinz  ihm  nannte.  Wieder-*
  8  er  zweifelnd  oder  verständnislos
lötzlich  aber  unterbrach  er  Holmbelens
  Vorr  mit  einer  Frage,  die  dem  Gepräch
  eine  esgentüiliche  Wendung  gab.

„  uee  so  merkwürdige  Dinge  in  Ihrem
eigenen  haben,  Effen  di,  was  suchen  Sie
dann  eigentlich  hier?'“  meinte  er  und  mach
mt  seiner  dürren  Hand  eine  umfassende  lurus
„Hier  ist  kein  Ort  für  Leute  wie  der  Hakm-Essendl
  oder  die  beiden  Damen,  die  mit  uns
relsen.  Wir  sind  nun  schon  dreihundertt  Kilometer
  durch  die  Wüste  geritten  —  und  wozut
—  Um  fünf  Hügel  zu  finden,  sagt  der  Halim.
Nun  —  Allah  sei  gepriesen,  daß  es  reiche  Leute
gibt,  die  so  viel  Geld  für  so  törichte  Dinge  aus-Heinz

  gerlet  in  uitiige  Verlegenheit,  was
er  ihm  antworten  soll

Sieh,  Schelk.“  2  er.  Jeure  Sitten  bler  *#

 

 

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ILAMAA

 

Der  teuflische  Aushungerungskrieg.


Amsterdam,  26.  Jan.  Aus  London  wird
gemeldet,  daß  zu  der  von  England  geplanten
Verschärfung.  des  Handelskrieges  gegen  Deutschland
  auch  das  Aufkaufen  der  Ernten  neutraler
Länder  gehört,  soweit  die  Lebensomittel  nicht
für  den  eigenen  Bedarf  gebraucht  werden.  Der
Vorgang  in  Rumänien,  wo  England  80  000
Waggons  Getreide  ankaufte,  die  bis  zur  Kriegsbeendigung
  in  Rumänien  bleiben,  war  nur  ein
erster  Schritt.  Jetzt  versuchen  englische  Kaufleute
  in  Holland  und  in  den  nordischen  Ländern,
  größere  Mengen  Lebensmittel  für  die
erglise  NRegierung  festzulegen.  Es  handekt  sich
dabei  um  alle  Erzeugnisse,  deren  Ausfuhr  in
den  betreffenden  Ländern  noch  erlaubt  ist  und
die  daher  auch  den  Mittelmächten  zugänglich
sind.  In  Ländern,  die  im  Warenaustausche
mit  den  Mittelmächten  stehen,  wird  versucht,
die  Austauschmaren  auch  aus  England  zu  liesern.
  Die  Folge  des  englischen  Verfahrens  wird
eine  bedeutende  Preissteigerung  der  Lebensmittel
  in  den  neutralen  Ländern  sein.

Zum  Tode  verurteilte  Räuber.

Lodz,  26.  Jan.  Durch  feldgerichtliches  Urteil
  vond  22.  Januar  sind  die  russischen  Staatsangehörigen
  Tomczak,  Frankowski  und  Komorowski
  zum  Tode  verurteilt  worden,  weil  sie
Schußwaffen  besessen  und  diese  zu  Ranbüberllen

  auf  Landeseimwohner  benutzt  haben.  Das
Urteil  ist  am  24.  früh  durch  Erschießen  vollstreckt
  worden.  (3.)

1

Die  Kriegslage  im  Westen.

Berlin,  26.  Jan.  Wie  unser  Generalstabe,
bericht  vom  Dienstag  erkennen  ließ,  hat  mit
Beginn  der  neuen  Woche  auf  dem  westlichen
Kriegsschauplatz  eine  lebhafte  Artillerietätigkleit
  eingesetzt.  Diese  Tatsache  hängt  mit  den
vorzüglichen  Witterungsverhällnissen  zusammen,
welche  eine  stärkere  Entroicklung  unserer  Artillerie
  zuläßt.  Wie  durch  Patronillen  festgestellt
  werden  konnte,  war  unser  Artilleriefeuer,
insbesondere  im  nördlichen  Teil  der  Front  von
außerordentlich  guter  Wirkung.  Auch  der  Feind
machte  von  den  Vorzügen  des  sichtigen  Wetters
Gebrauch.  So  unterhielten  die  Engländer,  besonders
  in  der  Gegend  von  Freellemont,  ein
lebhaftes  Bombardement.  Wenn  der  französische
  Bericht  von  20  000  Granaten  spricht,  die
auf  deutscher  Seite  abgegeben  worden  seien,
so  sind  es,  soweit  unsere  Feststellungen  reichen,
auf  englischer  Seite  nicht  piel  weniger  gewesen.

7——————
„  muchr  unser:  Sitten—  und  enre  Sunche
1ht  unsere  Wünsche.  Was  für  euch  keinen
ert  hat,  worüber  ihr  lachen  würdet,  das  wird
in  iinlcreni  Lande  hoch  geschätzt.  Der  Hakim-Efsfendi
  sucht  eine  Oase  zwischen  fünf  Hügeln,
um  dort  nach  alten,  uralten  Dingen  zu  graben
—  unnützen  Geräten,  die  von  uns  nur  deshalb
fo  boch-  geschätzt  werden,  weil  sie  sehr  alr  sind.“
ohl  —  ich  verstehe  das  nicht,  Efsendi,
aber  es  mag  so  sein.  Nur  das  mit  den  fünk
Picgelr  ist  4½%  Torheit.  Ich  kenne  die  Wüste,
wie  Sie  die  Straßen  klennen,  von  denen  Sie
mir  ergählt  haben,  und  ich  weiß  keine  Oase
zwischen  fünf  Hügeln.  Sie  haben  alle  Lagerplätze
  zwischen  diesem  Ort  hier  und  Pajura
gesehen.  Außer  der  Noute,  die  wir  versolgt
haben,  gibt  es  nur  noch  eine  alte  Karawanen-F
  he  von  der  See  her,  die  die  unsere  eeliche
Homeeter  südlich  von  hier  krenzt.  Wir  haben
nacht  im  Dunkeln  diese  Kreuzung  passiert.
Fe  allo  Straße  hat  nur  vier  Quellen:  die
nächste  ist  die  Luelle  des  Moses,  dann  die
Quelle  des  Elesan
ohabt  l  lur  eine  Quelle  des  Moses
fragie  dehe  „Mos  ses  ist  doch  wohl  nie  in  dieser

gend  gewesen!

„Das  weiß  ich  nicht;  aber  wir  verehren
Moses  wie  alle  Prop  heten.=  versetzte  der  Scheik
ernst.  Dann  rauchs  er  eine  Weile  schweigend,
offenbar  in  tleie  Nachdenken  verfunken.

r,“  bog  er  endlich  in  zwelfelndem
  To  n,  „  iaer  langer,  langer  Zel#t
manche  Hügel  gre  8  Rauch  ausstießen  wie
ein  Ablener

*  —  res  che  Hügel  und  Berge  e  gibt
sogar  heute  noch  —  man  nennt  sie  Vulkane.“

„Dann  hat  man  mich  also  doch  nicht  belogen.
  Es  ist  mir  einmal  gefagt  worden,  daß

 

 

Innerhalb  24  Stunden  wenigslens  wurden  in
einem  Abschnitt  1700  Schrapnellschüsse,  7000
Granaten  und  eiwa  ebensoviele  Minenschüsse
gezählt.  Stadt  und  Festung  Nancy  wurden
von  Flugzeug-  Geschmadern  wirkungsvoll  angegrissen.
  Auch  die  Nachbarschaft  von  Nancy
wurde  nicht  verschont.  Leider  ist  dabei  auch  über
einen  beklagenswerten  Unglücksfall  auf  unserer
Seite  zu  berichten.  Der  vom  Generalstab  mehrfach
  genannte  und  mit  Auszeichnungen  bedachte
Fliegerleumant  Böhme  ist  in  Ensisheim  im
Elsaß  tödlich  abgestürzt.  Sein  Tod  bedeutet
einen  schweren  Verlust  für  das  deutsche  Militärflugwesen.
  Am  26.  September  1915  berichtete
  unsere  Oberste  Heeresleitung,  daß  es
dem  Fliegerunteroffizier  Böhme  bei  Freiburg
gelang,  im  Kampf  gegen  ein  französisches  Gechwader
  von  drei  Flugzeugen  zwei  zum  Abturz
  zu  bringen.  Böhme  wurde  für  diese  hervorsagende
  Leistung  mit  den  Eisernen  Kreuz

1.  Klasse  dekoriert;  er  war  der  erste  Unteroffizier,
  der  durch  die  Nennung  seines  Namens
im  dmtlichen  Tagesbericht  ausgezeichnet  wurde.
Erst  22  Jahre  alt,  war  Böhme  bis  Mai  1915
als  Abnähmefsieger  für  neue  G  Flugzeuge  tätig,
im  Juni  ging  er  ins  Feld.  Er  gehörte  zweifellos
  zu  den  besten  deutschen  Ellegem.

der  aunt  #  n.

Ein  großer  englischer  Dampfer
versenkt.

Am  sterdam,  26.  Jan.  Reuter  meldet:
Der  englische  Dampfer  „Rarsemann“,  ein  Schiff
von  9000  Tonnen,  soll  in  den  Grund  gebohrt
sein.  Anscheinend  handelt  es  sich  um  den  in
Lloyds  Register  aufgeführten  Dampfer  dieses
Namens,  von  10  750  Brutto-Register--Tomen.

Der  deutsche  Fliegerangriff  auf

Haag,  26.  Jan.  Bei  deni  deutschen  Fliegertf
  auf  Dover  fiel  eine  Bombe  in  einen
Schuppen,  in  dem  Minen  aufbewahrt  wurden.
Diese  erplodierten  und  richteten  eine  ungeheure
Verwüstung  im  ganzen  Umkreise  an.  Die  Erplosion
  erfolgte  erst  15  Minuten  nach  dem
Fallen  der  Bombe,  so  daß  die  in  der  Nähe  befindlichen
  Soldaten  und  Arbeiter  die  Bombe
für  einen  Versager  hielten.  39  Personen,  darunter
  ein  „Offizier  und  24  Soldaten,  wurden
getötet.  Fünf  mit  Proviant  gefüllte  Güterwagen
  wurden  zerstört,  die  Eisenbahngleise  aufgerissen
  und  eine  Anzahl  kleinerer  Wohnhäuser
stürzte  ein,  wobei  mehrere  Frauen  und  Kinder
getötet  wurden.  Ein  im  Hafen  liegendes  kleines
Transportschiff  wurde  gleichfalls  von  einer

sieben  kleine  Hügel,  die  ber  jener  Quelle  slehen,
frühen  Flammen  und  Asche  ausgespien  hätlen:
sie  wären  deshalb  der  siebenarmige  Leuchter
des  Moses  genannk  worden.  So  ist  die  Quelle
wahrscheinlich  zu  ihrem  Namen  gekommen.  Wer
wei

Malnleiten  hatte  es  in  den  letzten  Wochen
gelernt,  seine  Züge  in  der  Gewaltk  zu  hoben.
Lange  genug  hatte  er  unter  dem  Zauber  v
Erikas  Augen  und  der  Wachsamkeit  der  Fou
von  Herden  dliese  Tugend  üben  dürsen,  um
die  Erregung,  die  sich  jetzt  seiner  beri  bemöchtigte.
dem  Gesährten  zu  verbergen.  trahl
der  Erkenutnis  war  es  in  ihm  itrahtl
Eine  alte  Karawanenstraße,  die  von  der  See
heraufkam  —  eine  *  die  nach  dem  —
führte  der  vierte  Lagerplatz  ausgezeichnet
durch  sieben  Sntten  eEines  erloschenen  Bulkans

—  es  hätten  die  wunderbarsten  Zufälligkeiten
zusammemntressen  müssen,  wenn  er  da  nicht
eine  Entdeckung  gemacht  hatle.  Beauregard
hatte  verschiedene  Täuschungen  zugegeben  —
und  er  selbst  konnte  1„  die  c6r  eitr
getäuscht  sein.  Nü#n  —  nicht  fü
Hügel  waren,  die  4  gichen

Der  alte  Scheik,  der
Ruhe  neben  ihm  saß,

 

da  in  ahn  mungolofer
atte  es  vielleicht  in  der
Hand,  sie  zu  unermehlichen  Neichrümern.  zu
führen.  Und  wäre  der  Baron  nicht  mit  so
ängsilicher  Heimllchkeit,  nicht  so  versteckt  vorgegangen,
  die  Lösung  des  Melo  hätte  sich
bielleicht  lange  schon!  efunden.  Bghlen  nlich

wußte  er  fehr  gut,  es  pelch  in-  Wahrhelt  um
t  nicht  um  Lanshe  andelte;  aber  er
wohl  lieber  dem  r##

ber#a  .  ihn
z  ue  rcchee  Stelle  zu  führen,  als  daß  er  die
Teilnehmer  g  der  Expedition  all  seine  1
nmilie  widen  lieK.  -

 

Bombe  getroffen.  Das  Schiff  sank  sofort  nach
der  Explosion.  In  einem  Londoner  Hospital
wurden  zwanzig  Schwerverletzte  aufge'  mmen.
Die  englischen  Abwehrflieger  waren  nicht  rechtzeitig
  zum  Aufstiege  bereit.  (3.)
Die  verschärfte  englische  Blockade.

Budapest,  26.  Jan.  Der  „Pester  Lloyd“
bespricht  in  einem  Artikel  die  Folgen  der  verschärften
  englischen  Blockade  und  kommt  zu  dem
Schlusse,  daß  die  Spitze  dieser  Mahregel  nur
scheinkar  gegen  die  Mittelmächte  gerichtet  sei,
mit  ihrer  ganzen  Schärfe  sich  aber  gegen  den
neutralen  Handel  richte.  In  England  bemerkte
man  nämlich,  daß  die  neutrale  Schiffahrt,  ins.
besondere  die  Amerikas,  gewallig  im  Vorsprung
gegenüber  der  Englands  sei.  Es  sei  beschlossen
worden,  diesem  während  des  Krieges  eingetreienen
  Aufschwunge  ein  Ende  zu  bereiten.
Die  verschärfte  Blockade  sei  tatsächlich  ein  höchst
geeignetes  Mittel  dazu.  Die  Schiffahrt  zwischen
Amerika  und  Europa  würde  ausschließlich  durch.
England  ohne  Hindernisse  besorgt  werden,  und
überdies  wäre  England  in  der  Lage,  allein
preisbildend  zu  wirken,  denn  jede  Konkurrem
durch  Käufer  aus  anderen  Ländern  wäre  aus
geschaltet  durch  die  allein  mögliche  englische  Vermittlung,
  die  infolge  der  verschärften  Blodade
eintreten  würde.  Es  wäre  den  Vereinigten
Staaten  auf  viele  Jahre  die  Möglichkeit  enl.
wunden,  selbständig  mit  anderen  Staaten  Handel
  zu  treiben.  Die  verschärfte  Blockade  bedeute
  also  nicht  mehr  größere  oder  geringere
Unbequemlichkeiten,  sondern  das  Lebensinteresse
  der  neutralen  Staaten,  insbesondere  der
nordamerikanischen  Union.  Es  sei  nur  die  Frage,
ob  die  amerikanische  Union  weilblickend  und
energisch  genug  sei,  um  an  der  Spitze  der  Neutralen
  dieser  tödlichen  „Gefahr  zu  begcgnen.
Zweifelloe  würde  ein  allgemeines  Ausfuhr,
verbol  Amerikas  die  britische  Regierung  zum
Nachgelen  „wingen.  Damit  würde  der  neue
Bruch  des  Aölkerrechts  durch  England  hinfällig.
und  die  Vorzugsstellung  Amerilas,  die  es  wäh.
rend  des  Krieges  erlangte,  wäre  befestigt.  Ein
entschlossenes  Auftreten  Amerikas  würden  alle
Neutralen  sowie  die  Kriegsgegner  Englans  mit
grötzter  Sympathie  und  Anerkennung  aufnehmen.


Amerika  und  England.

Neuyork,  26.  Jan.  „Die  Ware  des  in
einem  neutralen  Lande  lebenden  Angehörigen
eines  kriegführenden  Staates  muß  als  neutral
angesehen  werden.“  Dies  ist  die  amerikanische
Ausfassung,  die  nach  der  Annahme  der  Washingtoner
  Regierung  sich  auf  das  Völkerrecht
stützt.  Präsident  Wilson  ist  deshalb  willens,
Schadenersatz  zu  verlangen  für  den  Fall,  daß
amerikanische  Firmen  mit  deutschen  Verbindun
gen  durch  Anwendung  des  englischen  Gesetzes
gegen  den  Handel  mit  dem  Feinde  gesch  digt
werden.  (3.)

□———

Der  Vormarsch  in  Albanien.
Lugano,  26.  Jan.  Die  Montenegriner
räumen  vor  den  anrückenden  Oesterreichern  den
albauischen  Küstenplatz  San  Giovanni  di  Medua
  und  ziehen  sich  nach  einem  Telegramm  der
Idea  Nazionale  aus  Medua  übersturzt  gegen
Durazo  zurück.  (Z.)
Aus  montenegwinisscer,  Gefangenefreit

Pola,  26.  Jan.  Nach  17  monatiger  Kriegsgefangenschaft
  in  Montenegro  trasen  am  Montag
  die  beim  Untergang  des  österreichischen
lleinen  Kreuzers  „Centa“  geretleten  #ffiziere
und  ein  Teil  der  Mannschaft  (etwa  20  Mann)
im  Zentralhafen  ein.  Alle  im  Hafen  liegenden
Fahrzeuge  gaben  Salut.  (3.)

Und  nun  konnte  der  Zufall  doch  gerade
den  Mann  auf  die  richtige  Spur  gebracht  haben,
dem  der  Franzose  von  allen  sicherlich  am
wenigsten  wohl  wollte.  Der  Gedanke  ließ  das
Herz  des  jungen  Steuermanns  schneller  schlagen
—  aber  er  beherrschte  sich,  denn  der  habgierige
Araber  durfte  ja  nicht  ahnen,  wie  nahe  er  sich
vielleicht  einem  unermehßlichen  Vermögen  besand.
  Erwungenen  Ruhe  fra

lagen,  auf  der  alten  Aeatte  sei  die

See  iu  el  agemärschen  au  herroichen.  ?“

nf.,  en  s  sin  r  Quellen:
aber  sede  ist  beihig  bis  fünfundureißi  Kilometer
  von  der  nächsten  entfernt.  „Vor  langer
Zeit  sind  viele  Kafilas  diesen  Wen  gekommen,
aber  der  Handel  nahm  ab,  weil  die  Waren  iu
Schiffen  an  andere  Orte  gebracht  luniche  Unter
meinen  Leuten  erzählt  man  sich,  der  Fluch
Allahs  lauls  das  Land  gefallen  und  habe  es
Mlahe  el  Die  Bäume  seien  abgestorben  und
die  Flüsse  vertrocknet,  bis  das  Land
worden,  wie  Sie  es  heute  sehen.“

Heinz  zündete  eine  frische  Wrerte  an
und  8  den  Rauch  in  feinen  Wolken  vor
sich  hin

Nehmen  wir  an.“  sagte  er  dann  langsam
und  bekchhhg,  „der  Hakim-Essendi  wünschte  auf
diesem  Wege  aon  die  Külle  zurückzukehren.
vu  pr•)UhU——  mit  großen  Schwierigkeiten  vernüpft
  sei

-Schwierigtelten.  7  wiederhel  der  Siheit.

„Es  würde  eine  M  ene  Menschenleben  kosten.

Wenige  Leute  mit  Reservekamelen,  die  mit
Wassee:schläuchen  beladen  wären,  könnten  allenkall
  durchtommen  aber  es  kre  Wahnsinn,
einer  großen  Karam  g  wagen.

Vem  an  des  Propheten  —  ##  ussicht  auf
nunlere  lehige  Noute  war  mir  ulcht  ancenebm-