Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Vumnier  rs

EAA

 

Miehungen  mit  Deutschland  werden  wieder  als
rülch,  betrachtet.  Eine  Nachricht  der  „Central

sagt  den  Bruch  der  diplomatsschen  Be-E.0
  voraus.  An  der  Borse  verbreitete

sich  ungeheure  Erregung.  Die  Spekulation  nahm
außerge#nöl  7  "

gewaltige  Abgaben  vor,  so  daß
lich  hohe  Kursverluste  zu  verzeichnen  waren.

verlören  bekannte  Eisenbahnaksien  bis  über  4
Dollar;  bedeutender  waren  die  Rückgänge  natürlich

  am  Markt  der  Rüstungswerte.  Schließlich

  sei  noch  folgende  Reutermeldung  verzeichnet:
ach  einer  stundenlangen  Konserenz  zwischen
Wilson  und  Lansing  wurde  mitgeleilt,  daß  die
Regierung  bereits  einen  Schritt  in  der  Tauch.-bootkrise
  getan  habe;  aber  irgendwelche  Andeutungen
  über  die  Art  dieses  Schrittes  wurden
  nicht  gemacht.  „New  Vort  World“  erklärt,
daß  die  Regierung  dem  Grafen  Bernstorsf  seinen
  Paß  zustellen  und  die  Beziehungen  sosort
abbrechen  müsse.  Zu  weiteren  Maßnahmen  solle
aber  erst  geschritten  werden,  wenn  die  Regietrnng
  durch  absichtlichen  Mord  und  durch  Jerstörung
  dazu  gezunngen  werde.  „New  Tork
Times“  schreibt:  „Die  neue  Votschaft  über  das
Kriegsgebiet  ist  eine  Verzweiflungstat,  die  als
Zeichen  angesehen  werden  lam,  daß  das  Ende
des  Krieges  nicht  weit  ist.“

 

bet  a###s  zurr  3c.
Reiche  U.  Boy)t=  Beute.

Berlin,  2.  Febr.  (Nichtamtlich.)  Von  in
diesen  Tagen  zurudgekehrlen  11.  Booten  wurden
21  Fahrzeune  mit  rund  30  000  Bruttoregisterlonnen
  versenkt.  Unter  der  Ladung  der  rersenkten
  Fahrzeuge  befanden  sich  u.  q.  ca.  7500  T.
Kohlen.  50100  Lonnen  Erz,  außzerdem  Phosphat
und  Grubenholz.

Abgeschossen.

WIII.  Berlin,  2.  Febr.  Am  1.  Februar
nachminags  schoß  einer  unserer  See  Kampfeinsiter
  an  der  flandrischen  Küste  einen  englischen
Land-Kampfeinsitzer  ab.  Das  seindliche  Flugzeug
  siel  in  unfere  Hand.  Der  Flieger,  ein  engliscker
  Sceoffezier,  wurde  gesangen  genommen.

 

Amerikanische  Millionsugewinne.

Welch  ungehenerlic#e  Iummen  Amerila  durch
seine  Lieferungen  an  unsere  Feinde  verdient,
zeigt  der  eben  erschienene  Answeis  der  united
States  Steel  Corporation,  der  großen  Stahl.
Aktiengeselischaft,  die  unter  Leitung  eines  deut.
sclen  Abkömmlings,  des  Herrn  Schwab  —  er  ist
aber  lein  Schwabe,  mie  der  Name  andeuten
lömte,  so  wenig  uste  die  Franksurter,  Günzburger
  usw.  alieingesessene  Bürger  der  seweiligen
Stüädte  sein  mussen  ,  die  Hauptlieferantin  für
Stahlerzeugni-  se  an  die  Entente  geworden  ist.
Der  Ausweid  erntreat  sich  lediglich  auf  das
letzte  Quartal  1916.

In  diesen  drei  Monaten  betragen  die  Ein.
nahmen  105  908  000  Dollar  gegen  85  817  077
Dollar  im  Vorquartal,  51  232788  Dollar  im
H#miahe  und  10.933  170  Dollar  im  Jahre  1912.

Der  Reingewinn  nach  Abzug  der  sicher  reich

konessesan  Zuwendungen  an  die  Tilgungsjonds,
  der  Abschreibungen  und  der  Erneuerun.
gen  siellte  sich  auf  96  322  ,000  Dollar  saft
400  Millionen  Mart  gegen  75  202  403  Dollar
Borquartal.  4853  113  D  Doll.  im  Vorjahre  und
8  010  598  Doll.  im  Jahre  1914.  Etwa  390
Millionen  Mark  Reingewminn  imerhalb  12  Wo.
den  ist  eine  Ungehenerlichleit,  wie  sie  die  Welt
noch  nicht  gesehen  hat.  Vor  dem  Kriege,  noch
1914,.  bat  die  Gesellschaft  mit  Verlust  gearbei
tet.  i  -  '

So  zerfleisch  sich  Europa,  um  der  Neuen
Welt  die  Segnungen  eines  voll  ausgebildeten

De  Tochler  der  Heimallosen.

Kriminalroman  von  A.  Ostla  eri.
16  (lochduck  verdoten.)

Sie  kannte  das  Leben  noch  nicht  jo  genau,

  die  lleine  Vec.  Sonst  hütte  sie  es  gewußt.

daß  sie,  das  arme  U#flegeiind  des  annen  Clowns,
aller  Wahrscheinlichtenn  nach  doch  unterliegen
würde  gegen  den  Sproß  eines  alten  Geschlechtes,
gegen  diejenige,  welche  im  Hause  des  alten
Freiherrn  zu  bleiben  ein  Anrecht  besaß,  während
  lhr  nur  die  Güte  und  Juneigung  dieser
heiden  alten  Menschen  ein  Recht  verlieh,  de
Richtburg  als  ihre  Heimat  anzusehen.
Leben  ist  hart,  arme  kleine  Fee,  und  die  Wirrichteit
  ist  rauh  und  bitter.

Drunten  auf  der  Landstraße  klang  Hufschlag
  und  das  Rollen  eines  Wagens.  an
vernahm  schon  deutlich,  wie  das  von  Blaschke
gedolte  Gefährt  in  den  breiten  Waldweg  einbog
und  näherkam.  Dokter  Huber  und  Leopold
Uerheim  hoben  den  jungen  Mann  empor.
Er  vermochte  es  nicht,  sich  auf  den  Füßen  zu
halten,  sonde:  uiu  mußte  sich  sest  auf  den  Arm
des  Doktors  stügen.  Der  Wagen  war  geräumig
henug,  um  elle  aufzunehmen,  aber  Fee  stieg
nicht  mit  ein

„Der  Wagen  muß  sebe  langsam  fabren,  ,
jagte  sie  erklärend,  „und  über  die  Straße  ist  es
welt.  Ich  laufe  hier  quer  kerd  den  Wald  und
bin  viel  früher  daheim  als  ihr.  So  kann  ich
Onkel  Richting  und  die  Tante  vorbereiten  auf
die  Ankunft  ihres  Neffen.  Und  kann  rasch  ein
Zimmer  instandseben  lassen  für  den  Kranken.“

.Wie  besorgt  du  bist!“  sagte  Olga  von
Halberg.  Es  jollte  ein  Schers  lein  aber  es  klana

 

Kapitalismus  !  Weltinstitute,  wie  die
Deutsche  Ban  t#  insgesamt  nicht  über
anmähernd  soviel  eienb  wie  die  Gewinme
  dieses  einen  Quartals  ausm  Amerika

  mag  in  freuen  über  diese  Bereicherung.
Der  Fl.  ammonismus,  der  Fruch,  der
an  der  Wön  stet,  hat  Europa  an  den
Rand  des  A  gebracht;  vielleicht  bekommen
  die  Verein  igten  Staaten,  wenn  auch  erst
in  einer  kommenden  Generation,  den  Unsegen
gewaltiger,  ungesunder  Anhäufung  von  Reichtümern
  zu  kosten.  Leicht  ermorbener  Reichtum,
der  nicht  mit  ehrlicher  Arbeit  erworben,  sondern
durch  „Glücks“fälle  in  den  Schoß  geschüttet  wur.
de,  ist  keine  Grundlage  für  das  dauernde  Gedeihen
  von  Staatswesen.

Berschlebene  Rocheicner.

Vereinfachung  der  Staatsverwaltung.


Die  Vereinfachung  der  Staatsverwaltung
wird  auch  in  der  gegenwärtigen  außerordentlichen
  Tagung  des  Landtages  zur  Sprache  kom.
men;  es  wird  dabei  auch  die  Frage  der  Errichtung
  eines  Handelsministeriums,  Auflassung
des  Ministeriums  des  Aeußern  bezw.  Zusam.
menlegung  mit  der  Justizuerwaltun  #eusggewor-.
sen  werden.  Bei  der  Regierung  besteht  nicht
die  Absicht,  ein  eigenes  Zandelsministerium  zu
schafsen;  die  dem  Ministerium  angegliederte
Zentralstelle  für  Induftrie,  Cewerbe  und  Handel
  soll  ausgebaut  und  nach  dem  Kriege  dem
Ministerium  des  Innern  beigegeben  werden.  Das
Ministerium  des  Neußern  bleibt  unberührt,  dagegen
  soll  das  Zuslizminisierium  aufgelöst  und
die  Justizverwaltung  dem  Ministerium  des
Neuseern  angegliedert  werden.

Vom  Reichstag.

Die  erste  Sitzung  des  Reichstages  in  diesem
Jahre  ist  für  22.  Febrnar  in  Aussicht  genommen.


 

Finanzfragen.

Im  Hauptausschuß  des  preuß.  Abgeordnetenhauses
  erllärte  der  Hranher  Die  Einengung
  der  Finanzen  in  den  Einzelstaaten  durch
das  Reich;  sei  ein  trübes  Kapilel.  Die  Entscheidung
  über  eine  Junggesellensteuer  könne  erst
nach  dem  Kriege  errfolgen.  E  persönlich  stehe
ihr  sompathisch  gegenüber,  aber  eine  bindende
Erklärung  könne  er  nicht  abgeben

vom  bayer.  Landiag
München,  2.  Febr.

In  der  ersten  Sitzung  des  Finanzausschusses

in  der  die  einzelnen  Redner  Stellung  zur  ede
des  Ministerpräsidenten  Grasen  Hertling  in  der
Vollversammlung  nom  Mittwoch  nahmen,  wurde
  vom  Abg.  Held  (tr.)  Lesorder  ve  daß  29
Regierung  nunmehr  allen  Erust  ,
dacht  nehmen  musse,  neben  der  #4  *
Landwirtschaft  auch  die  bayerische  Industrie
zu  sördern.  Auch  die  Neuordnung  der  Staatsverwaltung
  müsse  ungesäumt  in  Angriff  genommen
  werden.  Man  brauche  in  Bayern  auch
lein  weiteres  Ministerium,  wie  es  neuerdings
gewünscht  werde.  Eine  Zulammenlegung  und
Ausnützung  der  Kräfte  führe  sicherlich  zum  gewünschten
  Ziel.  it  der  Steuerschraube  allein
lann  man  die  finanzielle  Lage  Bayerus  nicht
heben.  Wir  brauchen  einen  Finanzpolitiker,  der
unserem  Erwebrsleben  neue  wirtichaftluhe#  Impulse
  geben  kanm.  Neue  Entwicklung-mmöglichleiten
  biete  der  Ausdan  der  Wasserstraßen  undo
die  Ausnützung  der  Wasserkräfte.  E#  ist  noch
nicht  zu  pat  aber  höchste  Jeit,  Hand  auzule  ·
gen.  Abg.  Dr.  Hammerschmidt  (lib.)  forderte
u.  o.  rücksichtslose  Aufdeckung  der  Malzchee- 



eln  schneidender  Spott  aus  den  wenigen  Worten.
  Fce  entgegnete  nichts  mehr.  Sie  wandte
sich  rasch  ab  und  lief  wie  gelagt  talwärts.

„Lleber  Gott!“  dachte  sie  iln  Lausen  immer

wieder,  „laß  ibn  bald  gesund  werden!  Ich  will
dir  dankbar  sein  von  ganzem  Herzen!“

Ihr  war  sonderbar  zumute.  So,  als  hätte
sie  plötzlich  einen  Längstgekannten  wledergesunden.
  Es  schien  ihr  da  so  vieles,  das
ewischen  Walter  von  Richting  und  ihr  seibst
ein  Band  wob,  bekannt.  Er  war  einsam,  an
Eltern,  ohne  Anhang,  ebenso  wie  sle.  Und
auch  er  hatte  eigentlich  keine  Heimat.

Jäh  hemmte  sie  den  Fuß.  Keine  Zeimat
War  er  nicht  der  wahrscheinliche  Erbe  und
Majoratsherr  des  alten
tings?  daer  *  ein  Werr  iel
er  würde  re  ein  un  öne  Güter  besitgen
und  große  Reichtümer!  140

Tochter,  eine  Namen  ·  und  Heimatmale.

  i  Mädchengesicht  war
tief  7  Sle  hatte  dos  schcche  Fll6  ersaßt.
  Aber  *  le  rs  E  istuchue

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Olga  dan
Vn  ter  *  Auchu  örte  #
sie  hatte  da  lching  #eehoer  e  ihr  r—  Fee,
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wie  sie.

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es,  die  Sonne  scheins  EV  net  ell

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bereien.  Abg.  Müller-  Mlnchen  #  Sor.)  #ettgung
  aller  Preareien.  M  Kösidem
  GEraf  Hertling  verf  die  Re.
organ#ation  Wer  .-  berelts  in
die  Wege  geleitet  sei.

s  Zentrum  hat  eine  *  von  Anträgen

*8  na  d
«  F«

Regierung  ersucht  **““  Wi-  zur  —
der  nächsten  ordentlichen  3  den
Emwurf  einer  durchgreifenden  Neuorganisatim
der  gesamten  Staatsverwaltung  auf  der  Bai4
  der  Einziehung  von  Aemtern,  der  Neuordnung
  der  Kompetenzen,  der  Verkürzung  des
Instanzenzuges  vorzulegen.  Ein  Antrag  betrefnd
  die  Kriegswirtschaft  umfaßt  14  Punkte:

rüsung  der  Preispolitik  der  oerschiedenen
Kriegsgesellschaften;  Höchstlpreise  für  die  notwendigen
  Bedarfsgegenftände  des  täglichen  Lehens;
  Bereitstellung  von  Arbeitskräften  für  die

—:

Landwirtsch  ft;  Ueberweilung  von  den  an
Landroirtschaft  und  Gewerbe:  Sicherstellung  des
Saatgutes;  Festsetzung  des  Geir  preises;  die

Sommerzeit  (die  für  die  landwirtschaftliche
Erzeugung  außerordentlich  schädliche  Einrichtung
soll  nicht  wieder  erneuert  werden);  Verwendung
von  Ueberschüssen  aus  Gebühren  der  Fleischversorgungsstelle
  zur  Förderung  der  landwirtschaft.
lichen  Erzeugung;  erweiterte  Nutzung  der
Staatsforsten  und  Privatwaldungen  (Eintrieb
von  Schweinen,  Streu,  Brennholz);  Vereitstellung
  der  notwendigen  Betriebssloffe  für  die
Landwirtschaft:  Verteilung  der  eingeführten
Kutter.  und  Düngemittel  nach  einem  gerechten

Schlüssel;  Erhöhung  des  Heupreises;  Beseiti
gung  der  unbegründet  hohen  Spannungen  zwi.
schen  den  Preisen  der  landwirtschaftlichen  Roh.
produkte  und  den  daraus  hergestellten  Fabrikaten;
  Sparsamseit  mit  Geräten,  Nahrungs  und
Futtermitteln  in  den  Okkupationsgebieten.
Weitere  Anträge  sind  gestellt  im  Interesse  des
Grund-  und  Hausbesitzes,  der  Empf  änger  von
militärischen  Renten,  Pensionen  und  Hinterbliebenenbezügen,
  der  Beamten-  und  Staatsarbeiter,
  des  Handwerks=  und  des  Kleinhandels,  der
Kohlenverosergung  und  der  Verbllligung  der  Le.
benshaltung  der  Bevölkerung.  Zur  Förderung
von  Industrie  und  Handel  wird  Ausbau  der
Wasserkräste  und  die  Erweiterung  einer  staat
lichen  Stelle  zum  Zwecke  der  Erteilung  von  Rat
und  Dasschsuen  verlangt;  füür  die  Durchfüh
rung  der  Fiitdienkoskich,  sowie  für  die  Uebergangswirtschaft
  werden  Maßnahmen  vorgeschlagjen,
  die  u.  a.  betreffen  erhöhte  ureisungen
von  Kriegsaufträgen,  Schutz  des  Konsumenten
in  der  Uebe  „auch  gegenüber  der
Preispolitik  und  dem  ftsg  z  der  monopolistisch
  ktune  inen  Kriegsgesellschaften“.
Die  Gewährung  der  Reichsunterstützung  soll  einbeitlich
  durchgeführt  werden;  eine  Ausfuhr  von
Gerste  oder  Malz  soll  bis,  auf  weiteres  nicht
erfolgen  dürfen.

Die  Nallchleber.
München,  2.  Febr.

Im  Finanzausschuß  der  Kammer  der  Abgeordneten
  kam  heute  Kriegsminister  von  Hellingrath
  auf  die  zu  sprechen.
Ueber  die  Namen  der  beschuldigten  Firmen  und
über  die  bezahlten  Gewinnbeträge  gab  der
Kriegeminister  näheres  bekannt,  wenigstens  soweit
  bis  jetzt  festflland,  daß  sie  sich  an  den  Malz.
schicbungen  beteiligt  haben.  Die  Liste  zählt  97
Namen  auf,  darunter  bekannte  Brauereien  und
Malzfabriken  in  Franken  und  in  der  Pfalz,
deren  undechinice  erworbene  Gewennsumme  sich
auf  8  beladuft.  Die  Gewinne,  welche

 

die  Eichue-  machten,  beginnen  mit  300
Mark  und  steigen  bis  auf  100  000  Mk.  Diesen

.  Napttel.

k.  Martin  Großmanns  Testament.

Die  Kirchenglocke  läutete,  und  der  schwarze
Zug  der  Leidtragenden  bewegte  sich  langsam
und  feierlich  aus  dem  weitoffenen  Hoftore  der
Mühle.  „Leidtragende“  war  elgentlich  kaum
das  richtige  Wort  für  die  Schar  von  Menschen,
welche  alle  dem  Sarge  des  olten  Müllersolgten.
  Ein  einziger  wirklicher  Verwandter
wor  mit  seiner  Frau  und  seinem  Sohn  aus
elnem  entfernten  Orte  gekommen.  Außer  ihm
gab  es  keine  Angehörigen  Martin  Großmanns
mehr.  Und  auch  dieser  hatte  den  Verstorbenen
wenig  gekannt  und  noch  weniger  gellebt  und
t

Wblel  Wegner  war  der  Sohn  einer  längst
verstorbenen  chweser  des  Sch  —  ein
roher,  protzenhafter  Patron,  welcher  durch  selne
Heirat  mit  einem  1  lichen,  ältlichen  Bauerneichtum
  keinerlel
—  war.
nti

rau  war  ge

ihm  nach  lichkelt  das

*  vertrank  im

d  hatte  nur  eine  Leldenscha

8  Zwilchen  diesen  Eltein  wucht

age  Sohn,  ein  ass  eho  seae  Fpelche
lemlich  fr

2  a66  Vee  E  c  und  selner

FSe  t.

im  Aeußern  8  er  58  dem  alten
Martin  Fraßmarin  als  ueüne
Foelleltas  sofört  auf,  ald  ##u,  56

——
and.  Abschled  von  ihrem  f(reuen,  allen
eund  hatte  sie  scon  am  Morden  denommen.

Sonntas,  J7.  ö  101

Höchstbetrag  e  ielte  die  giht
rmann  5*  rg;  gunn
rint?  i
Brauerel  heineich  «  iii  lei
itnd  er  lierei  in  ¾W*n  *
Hn  s5  be  Ve
ann  i  i  5  "Mi.  Ge
den  Eder  30  000,  25  000,
10000  Mlfusw.  Die  Ahndung  der  Schiebungen

liegt  in  den  Händen  der  Staatsanwaltschaft.
Die  „M.  Post“  bemerkt  zu  dieser  ersten  Lisie:
Weder  die  Zahl  von  47  Betelligten  nechn  !
angegebene  Gewinnsumme  von  863,000  M
kann  Anspruch  auf  Vollständigkeit  Iandcenl

nn  dem  stello.  Generallommando  bisher  nicht
r  bekannt  sind,  Pn  weist  das  nur,  daß  die

prochene  „restlose“  Aus  arung  der  Malz
ggeribreren  noch  nicht  erreicht  i

Wele  Nahhncche

beggendorf,  2.  Febr.  Der  „Donaubole“

 

 

weis  von  einem  lustigen  Reinfall  der  Polizei
zu  berichten:  Eine  Hausfrau  aus  der  Umge
bun  erzählte  ihrer  Nachbarin  unter  dem  Siegel
D  Pschwiegenheit,  ste  habe  widerrechtlich  zwei
t  chechee?  *êv  zur  Zeit  im  Kamine
hängen,  um  1  werden.  Die  „ver
sch  wiegene“  Wrsdt  E  hite  es  natürlich  unter
den  gleichen  Bedingungen  weiter.  Die  wachsame
Polizei  kam  hinter  die  widerrechtliche  „Hauschlachtung“
  und  eelt  strenge  Daussuchung.  Im
*  ne  fand  sie  die  —  Eichelfau  und  die  Schel
lensa

ürnbergs,  2.  Febr.  In  der  heuligen  Me
gistratssitzung  reilte  Oberbargermeister  Dr.  Geh
ler  mit,  daß  die  beiden  Elektrizitätofirmen
Schuder#t  und  Co.  und  Siemens  Schuckertwerle
gemeinsam  den  Betrag  von  2517000  Mark  der
Bayerischen  Nationalstistung  sur  Hinterbliebene
von  Kriegsgefallenen  und  für  Kriegoinvaliden
fürsorge  üübrruielen.  haben,  mit  der  Bestinunung,
daß  100  000  Mk.  hiervon  für  die  Unterstugung
der  genannten  Hinterbliebenen  und  1511000  M..
für  die  Kriegs-  Invalidenfürsorge  verwendet
werden.  Die  Stifter  knüpften  an  die  Spende  die
Bitte,  es  möchte  der  Stiftungsgenuß  vornel#
lich  auf  Mittelfranken  und  besondere  auf  Nurberg
  geleitet  werden.

Zürnberg,  2.  Febr.  Am  27.  Januar  seinr:
hier  die  Festnahme  eines  Einbrecherpaare-  I
den  Personen  eines  l9#jahrigen  Keune:  und
eines  20  jährigen  Arbeiters.  Fünf  Ladeneinbrüche
  klonnten  ihnen  nachgewiesen  werden.  D
bei  erbeuteten  sie  Waren  im  Gesamtwerte  von
über  5000  Mark.  Außerdem  verübten  sie  in
Juwelierläden  Diebstählc.  Es  konnten  noch  Wa
ren  im  Werte  von  300  Mark  beigebracht  werder.

Ansbach,  2.  Frbr.
Krancheit  verschied  im  Krankenhaus  Dr.
seph  Kam  als  ein  Opfer  seines  Verukes.  Er
hatte  sich  bei  der  Behandlung  einer  Elterung
eine  unbedeutende  Hautverletzung  zugezogen,  die
in  kürzester  Zeit  eine  derart  rasch  um  sich  grei
fende  Blutvergis  tung  hervorrief,  daß  jede  ärzr.
liche  Hilfe  diesichtet  war.  Dr.  Kann  war
fast  25  Jahre  in  Bruckberg  als  Anstaltsarz
tätig.

Nach  taum  dreilägiger

 

Beelliches  Sherimns

Bad  Aibling,  2.  Febr.  Die  Wahl  des
Apothekenbesitzere  Ruf  zum  Burgermeister  vorn
Aibling  ist  befläligt  worden.  Die  Einweisung
und  Verpflichtung  aufs  das  Amt,  welche  von
Neg.  Rat  Popp  vorgenommen  wird,  findet  am
Montag,  den  5.  Februar,  vormittags  11  Uhr.
im  Rathaussaale  statt.

1—m  NM  A#berchamögsen  emiresen-  ß
kam  sie  allein,  denn  der  Freiherr  vermoch
nicht  den  Weg  vom  Schlosse  bis  zur  Mühle
urückzulegen.  Er  war  sehr  unwohl,  wahr-1—
  infolge  der  nenerlichen  Gemütserregungen.
  Die  Freifrau  aber  verließ  die  Richt
burg  überhaupt  beinahe  niemals.  und  Olg#
war  viel  zu  stolz  auf  ren  miang  und  lhre
Stellung,  als  daß  sie  ter  die  Bauern
a  hätte,  welche  Martin  Grohmann  dos
etzte  Geleite  gaben.  t  wäre  es  ihr
noch  weit  traurlger  erschleten,  wenn  sie  sich  so
ganz  einsam  gesuhlt  hatte,  wie  ofl  früher.  Aber
seit  Walter  von  Richting  ins  Schloßz  gebracht
worden  war,  seitdem  erschien  sich  Fee  nicht
mehr  so  allein.  Der  Freiberr  selbst  hatte,  iro
Olgas  heftigem  Piderytrg  bestimmt,  da
ee  manchnmial  s  ien  herbeigeholte
zeeschwelter  *—  Walter  hatte  immer
Noch  bohes  Fieber,  und  Hetne  aztwane  schien
gefährlicher,  als  Ansang  geglaubt
Kon  tte.  *  durste  er  nur  selten.  Aber
wenn  Fee  mlt  Iberin  leichten  Schen  an  seln
Beit  trat,  dann  kam  in  dle  schönen  Augen  des
Mannee  ein  erhöhter  Glanz.  #  hcher  sich
eine  Finger  um  ihre  Hand.  als
stand  in  dem  nd  TDaueskleidchen,
  den  schwarzen  Hut  auf  dem  glonzenden“
  9  unt  sich  E.  elnsge  Slunden  von
eihm  z  bt  eden,  da  deit  er  alle  eat  tllchen
  Verbote  erge  chen  Zärttlich  sagte
Nicht  au  l.  weinen,  kleine  Fecl  #%%

 

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