Num̃m̃er 28
Bruckmũhl, 2. Febr. Die Villa der Bäcermeisterbeheeut
Max und Aie Gobner ging
durch Kauf um den Preis Mr. an
Apotheker Wober in Ei über.
Gmuno, 2. Febr. Der Tegernsce ist insolge
der anhaltenden Kalte ganz zugefroren, was
schon seit 1913 nicht mehr der Faull war.
Treuc Dienste.
Bwei schöne Beispiele für treugeleistele Dienste
werden aus Haag und Muhldorf gemeldet.
Am 2. Frh#ruar 1807 lrat Fräulein Amalie
Stiegl in das Gemi acetwarengeschäft des Herrn
L. Rieger in Sg (Obb.) als Lehrmädchen ein.
Nach Verkaut! diese. Geschäften an Heren Jol.
S: lener verülien iie In ihrem Wirkungskeise
als Verlauferm und er find unn funi ig Jahre,
das; Fraulein DSi# ununierbrochen in ihrer
Stellung i#. Da IF#l. Siegl Familienanschluß
hat, sah sie wei (venssali inter Dienstherr
schaft heranwan sen und uberung ihre Liebe in
selltenem Mume and un die Kinder, welche e#
ihr wohl zeitebene danteu. Sie verfland es auf
Uervorragende Wesc. sid; d.ee Auerlenmung wei
lter Ceschäfte ue Kundenkteise zu ernerben. Die
meilte Veilhusezin im gieiä#en Geidufi= Frl.
Uarie Nimbod, mocke Frl. Sicgl nacheircrn.
konnie e aben ceril au mwanzig Diemtiahre ne
len ihr brinzen.
Ein werrdige Wennd
. Hdnnzsjull
dorf gemeldet: Am
Vichimeittage wacen es 5t
Jahre, dai, Frl. Therese Veerger, hieror o.
lannt uuter dem Mamen Riconberen inen
Dienst im Hause Niedl anleat. Dieses Er= mis
veranlaßte die Slatlgemeinde zu einer ehr unden
Altion für die Jubilarin. Eine Deputat #. bestehend
ano Burgermeister Fischer. Koll Ziums
vorstand und iecetsanwalt Muller, # otläm.
merer Niedl legab sid. in das Dienr. san der
treuen Theic#, ihr Zurgermeiiter Fusher nackeiner
ehrenden Aun'prage einen einmenmrauß
überreictr. dem bhie mil Neck1 (e Une ’ #2n
diger Ruhru#nn enlgegennahm.
Man deim ei aus: Funfz####hre im glei
chen Haus. Moyä le doch unsere i nellebige zeit
dieses ideate Nertältnio immie mehr wieder
finden!
Kafer
WITB. Febr. Amtlich. Durch
Verspätung der Crute und der Herbstbestel.
lungsarteiten und durch den vielsach herrschen.
den Kohlenmangel, der den Ausdrusch des GCetreides
ver###gerte. ist die Ablieferung von Brot.
getreide, Gersie und Outsenfrüchten henter den
dringenden Anforderungen der bewirtschaften.
den Stellen zurücgeblieben. Der Haserbedarf
der Heeres verwaltu#ne ist# für einige Zeit ge.
deckt, so daß hier die Ablieferung nicht so drin.
gend ist. Mit Rücksicht hierauf wird die Abnahme
vron Haser für die Heeresrerwaltung im
Monat Februar dahin eingeschränkt. daß Ha.
fer, soweit er nicht am 31. Jannar lieferungsbereit
war, nur von folchen Landwirten abgemen
werden darf, die nicht noch Brotgetreide
oder Gerste abzuliefern haben. Die Landwirte
müssen also jenzt die Ablieserung von Brotgetreide,
Gerste und Hülsenfrüchten aufs ußerste
beschleunigen. Da viele, besonders kleinere Landwirte
aus den oben angeführten Gründen an
der Lieferung des Hafers bisher verhindert wor.
den sind, ist bestimmt worden, daß der Haferhöchstpreio
vom 1. Februar bis 30. April 1917
27 Mark für den Doppelzentner beträgt. Da
der gesamte Hafserbedarf des Heeres bie zur
neuen Ernte noch nicht annähernd gedeckt ist,
mussen die Verfütlerungsbeschrantungen für Hafer
nach wie ror streng beobachtet werden, da.
mit späler der Rest des Bedarfe voll abgeliefert
wird.
uad Biolgetei ide.
2.
Berlin.
Letulnachricier
Rosenheim, 3. Febr.
Auf dem Felde der Ehre eiue *5bv
Balthasar Drexler, Bockgütlerssohn aus We.-sterndorf
lei Pang, Gefreiter im 18. Res. Juf.
Neg., Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Al.;
Joseph Geichtmair, Neumeierbauerssohn in
Ebertshamen bei Holzhausen, Soldat im 18.
Res.-Juf. Reg.: Vorenz Huber, Sohn vom
Schneider in Altbabensham, Schütze in einer-Maschinengewehrkompagnie;
Andreas Hnuber,
Bauerssohn aus Imstetten bei Leonhard,
Landsturmmann im 26. Inf.
" Auszeichnungen im Sene Der Gerihtgasiitem
Hermann Backhuber aus Nosen.
bein, der als Unteroffizier im 18. Res. Juf.=Felde
steht, wurde mit dem Eisernen
Kre reuz 2. Kl. ausgezeichnet; das Militärver-—
3##. hmurnr rone un mit
rtern wurde i er n verliehen.
Der Bankdiener Edenhofer der Filiale Rosenheim
der Bayer. Handelsbank wurde mit dem
Militärverdienstkreuz 2. Kl. mit Shhwentern eusgezeichnet;
das Eiserne Kreuz 2. Kl.
her len erhalten. Edenhost sieht als
wachtmeister in einem Feld-Art.-Reg. Dem
Waa## Anei#
Genera'oberst von Woyrsch.
( Zu i1#ilrin
Celhulstage am #i. Hohr 1
. : .
erlnte
deultiche Voll wird um 1Jl. Febtnar damber diesss
verdienten Armeeführer# gedenken, der nummehr
Die deuticke Amee und mit ihr d
70 Jahre all wird. Ceneraloberil von Woprich
wurde im Jahre 1847 zu Pünin in Schlelien
georen und trat am 5. Auril 180% im. l. Kar.
de Regiment zu u# ein. Er marnte den Feldzug
von 186| ale Flillmid mit und geriet in
der Sch lacht von Königgrän, als er den schwer
vermundeten Prinzen Amon von Hottenzollern
leinen wollte, elbit in Gesangenichaft. Diese
Szene inn auf einem der Neliefs der Si##t ule
i Bert n dargeitellt. Im Kriege 1574 ! wur
Woyrscc, im Veriauf de mörderischen
r’d der PFarde us S:. Ut sck wer rer
- .
s ipcskrncsireuzz
CH. e. Als der jetzige Weitkrieg ausbrach, wuir
de er an die Spitze des Schlesischen Landwehr=Kone
gestell:, das sich im Verlauf des Groben
Nidens unter seiner meisterhaiten Führung als
voriugliche Siurmtrupxe erwies und mitl der
Eroberung von Jwangorod hochsien Ruhm an
feine Fahnen besiete. Lolte Ehren und Aus
LCein nungen aller Art sind vem pächt- Fgigen Ge
neral zu Teil Vewor den, dessen mit Bödsier Cier
gie erfulit: Taien gan Den:ic land dankbar
anerlannt.
chaniker Josexh Reindl, Pionier in einer Kraft
sahrtruppe, wurde das Militäcverdienürreuz 3
Kl. mit der Krone und mit Schwertern verliehen;
Reindl ist ein Sohn des Oeinomen
Reindl am Klosfterweg in Noseheim.
Bauerssohn ahristian Loitselder aus Allen
beuern, Infanterist im 18. Reiĩ. Juf. Neg.,
wurde das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen.
Beförderungen. Befördert wurden im
Beurlaubtenstande bei den Sanilätvoffizieren zu
Oberärzten die Assisien: zärzte Alfons Hauer
und Alfons Worlitsched, beide kommandiert zur
Sanierungsanstalt Rosenheim, jerner die Assistenzärzte
Dr. Martin Vogel (Rosenheim) und,
Dr. Hans Volckamer von Kirchenfitlenbach (Ro
D#eem.
zwar von 35 Prozent auf 2½1 Prozent der Menge,
die im Durchschnitt der Jahre 1912, 1913
nach den übrigen deutschen Bundesstaaten aus
ge führt worden ist.
Die Wintersportverhaltnisse sind
für morgen Sonntag die gleichen geblieben.
wie sic auch am letzten Sonntag waren. Nur wird
sich die Kalte noch empfindlicher fühlbar machen.
senheim); zu Assiftenzarzten die Unterärzte -
Trost (Polenhein) und Dr.
(Wasserburg).
Amtstierärztlicher Dienn. Der Tierzuchtinspektor
Dr. Mä#eln Niklas in Traunstein
wurde zum Bezirkstierarzt außer dem Stande in
etatsmäßiger Eigenschaft und mit der Makß.
gabe ernannt, daß er in seiner dermaligen Ver
wendung belassen wird und auf deren Dauer den
Titel „Kgl. Tierzwertinpellor, führt.
Gendarmeriedicust. Verscht wurden
der Vizewachtmeister Karl Müller von Traun.
stein nach Inzell und der Gendarm Lorenz Ritter
von Traunstein nach Rosenheim.
Joieph Schapfl.
In der Adressierung der Feldpost.
sendungen werden voraussichtlich im Lause
des Monats Februar grundsätzliche Aenderungen
eintreten. Infolgedessen werden sich die Vordrucke
der Feldpoftkarten usw. ändern, doch
lönnen die alten Bestände daun noch bio auf
Weiteres aufgebraucht werden.
Ander Berufsfortbildungsschule
muß der Unterricht morgen (Sanntag) ausfallen.
Der gemeinsame Schulgotterdt eenst findet um
10 Uhr statt.
Die Stammwurze des Bieres. Das
siellv. Geuerallommando des 1. bayer. Armeelorps
gibt bekannt: Die ner tlerliche Herabsehung
des Konkingente von 48 aus 35 Pro.
zent, vielleicht auch nur 30 Prozent hatte einen
empfindlichen Biermangel im Gefolge. Es erscheint
daher notwendig, die Menge des Bieres
durch Herabsetzung der Stammwürze zu
strecken. Die Stammwürze hat nunmehr bis auf
weiteres 7 Prozent statt bisher 7,7 Prozent zu
betragen und zwar ohne Unterschied. ob das
Bier zum Verbrauche i in Bayern oder außerhalb
Tene bestimmt ist. Außer diesem Bier mit
7 Proent Stammwütze darf nur noch Bier mit
5 Prozent oder weniger Stammwürze zum Ausschank
gelangen; dieses darf aber nur unter der
auedrücklichen Bezeichnung „Dünnbier“ feilgc.
halten werden. Auf obergäriges Bier (Weizen.
bier) finden diese Pesiimnungen keine Amwen.
dung. Um möglichst viel Bier für den Ver.
brauch in Bayern frei kekommen, ist die
Menge des zur Ausfuhr bestimmten Bieres
neuerdings — kebe ie worden und
Das Vrunnsteinhaus meldet uns z. B.,
*. Rodelbahn gut fahrbar ist, das hermomeler
zeigt aber 23 Grad Kälte. Gleichzeitig wurde
um Mitbringung der Rodel ersuckt. Jedenfalls
wird die Eisbahn auf dem Chiemsee morgen
grosee Anziehung ausüben. Von Rosenheim aus
ist indessen die Zugsverbindung nach Prien nicht
günstig. Es steht nur der Zug Rosenheim ab
8. 56 Uhr vormittags und 2.50 Uhr nachmittags
zut Verfügung; der Schnellzug Rosenheim ab
2.42 Uhr hält in Prien nicht mehr an.,:
daß die
Ans dem Gerichtssasie
Ein Bierprozebß.
Ingolstadt, 2. Febr. Die Gautwirtschast
zum Eselbräu wird vom Brauereibesitzer "
mann selbst betrieben. In Mai 1916 kamen
Frau Roßmann und deren Tochter, die Tier.
arztensgattin Anna Busch, auf den Gedanken,
der Schentkellnerin Anna Scheibenpflug das
Bier „auf Rechnung“ zu geben. Der Bierpreis
betrug 34 Pfg. pro Liter. Die Kellnerin mußte
aber 35 Pfg. abliefern. Da die Eselbräuwirt.
schaft vorwiegend eine Arbciterwirisck s1 inl und
da aua) virl Bier über die Gasse verschenkt wird,
war es für die Kellnerin unmoglich, zu ührem
Gelde zu kommen. Trinkgeld gab es sehr wenig,
dabei nur 10 Mk. Monatslohn. Nach etwa sie.
den Wochen wurde die RKellnerin wegen schlech
ten Einschenle: s entlassen, worauf sie Anzeige
erstattete. Am 5. Dezeniber 1916 hatten sich vor
dem Ingolstädter Schöffengericht die Scheiben.
bilug wegen Betrugs, begangen durch schlech,⅜
tes Einsckenken. die Frauen Roßmann und Busch,
wegen Beihilfe zu verantworten. Die Scheiben
pflug wurde unter Einreck nung. einer noch nicht
verbüfßt ten Strase von drei Tagen zu insgesamt
acht Tagen Gefängnis, Frau Roßmann zu 14
Tagen Gefüngnis und 2000 Mt. Geldstrafe
und Frau Busch zu sieben Tagen Gefängnis und
1000 Ml. Cældsirafe verurteilt. Alle drei legten
Berusung zum Landgericht Eichstät: ein,
wo am 23. Januar Verhandiung slattsand. Die
Frauen Rofmamn und Busch hatten neun Zeu
gen und einen Sadltveritändigen ausgeboten. Besonders
wurde herrorgehoben, daß es in Mün.
chen Schenllellner gebe, die bis zu 9 Ml. pro
Heltoliter Ueberschank an den Put bezohlen.
Sachverständige, Brauereibesitzer Walter,
begutachtete, daß eine geübte Schenklellnerin
trotz 1 Mk. Aufgeld pro# Hektoliter ganz gut
einschenken darf und doch tre ch „draus-Das
Landgeri
richtliche Urteil auf und er Ee #e
onntag, 4. Februak 1912
mam und 2usch auf je 1000 Mk. Cel##an
rasle der li enß dn ilig *“)
3 au ?5 Mk., gegen dĩe Frauen Rok
#Tae "l1isr
tur e“
hante Cheontk.
Eine Schweinegeschichte, deren Ausgang
zwar den Nächstbeieiligten einen Strich
durch die Rechnunn gemacht. im übrigen aber
viel Heiterkeit erregti hat, wird der Franl
jurter Zeitung“ aue Kiel cr#ll. Dis in dieser
Zeit der Reickrofleisc karte an? ie ZTehn
iucht nach eiem seinn %n hat auch die
zur Lande- verteidigun L cassiniicnqe
d.eid.st«ssieciw» dsjkarinckoinisandis
oekaiilaj;1.cink-" iiiithenzcnwcieannn
stelle-Luni--n.1den«.sll-f.jllindeMeiiuqe
jukId.l(1;-.iieiiei«eia«i;i;iii.is«ie:s.UlnddeBe
iaiimqessserTatieriecuihinunte- Außen
förde haite sic geseem zwark vor einiger
Zeit ein nickt mehr ine lleril. nauen Jahren ste
lurndes BVorem er rir und tonnte mit
Befriedigung sentstelien. daßz ihm gereichie
Futter gul ansch un. da: ngerni Zawein an
Leibesumsang deit#llich zinah'n und das erwünschte
Sa.ladugeu#ch: fruher, al? man er-Wancei
haite. zu erreiden verirrach. Des Er
fjolges ireh. beichioĩen die uniiormierten Zuch
ler, das Tier am Mitlwoch nachiter Woche zu
Scd. lad ten. ein Plan, bei dem den braven Ma
trosen-Artilierinen in Gedanten al den ber orsiehenden
Genuß ciner folider Megzelsuppe das
Wasser im Munde #miammenlief. Rechtzemig
waren die Messer geschlisfen und alle für eine
ordnungsmäßige Scklachtung erforderlichen
Bottiche und Kübel jmr Stelle geschafft; aber
als man am Mittwoch morgens den Unterstand
betrat, in dem mar dav brade Schwein gehegt
und gen W bane, fand man dieses nicht mehr
allein. sondern in Gesellschaft von sieben jun
den Ferkelcen, bie friedlick, an den Quellen
eines jugendlicken Sc-meinelei#e#ns, Mie die Natur
sie den Säugetieren darzubie#er pflegt,
dlürften. Das Murterschwein aber, von def.
ken geiegneten Umsländen niemang eine Ahnung
gehabt hatte, war uber Nacht an Leibeumfang
derart zufsammengeschrumpft, ß sich zurzeit
leine Schlachtung nicht gelohnt haben würde,
auch wenn man so grausam hätte sein wollen.
den siebenfadten Natmuche dem Schicksal des
Verhungerns zu uberlassen. Die Matrosen Ar.
tilleristen mace##en zu deim frohen Familienereig
nio Cesickner wie ein icbenĩagger Vater mit
Diatarzeinkommen, dem ine Gattin Zwislinge
beidert.
Dasaiteste Brot entdete man vor elwa
fünfig Jahren in einem Backöfe # zu Pompefi.
Dort fand man 81 Broir, ein Srück neben dem
andern, genau in der Weise, wie es vor 1800
Jahren der Bäckermeister in den O fen geschoben
bate. Durch die furchtbare Kataftrophe des
Jahres 79 wurde infolge des Aschenregens und
der Lavagusse, die uber Pompeii niedergingen.
dieser Bäckersladt luftdicht abgesckhlossen, so daß
die Brote im gropden u; ld ganzen erhalten blie.
len, obwohl sie allerdings et##s fehr „allge.
baden“ gewesen sein mogen.
.s—————————————.———— ì ν
Gedenkt der hungerndenVõgel
wtl
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et *515 i sitt-fis Oft-c
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