Aummer 18
Rosenheimer Anzeiger
Dienstag, 22. Januar 101##
der Srʒialit Mayeras an ihn. Eine große Anzall
Deputierter und Diener des Hauses versuch.
len, die Kämpfenden zu treunen. Es kam zu einem
regelrechten allgemeinen Handgemengec-Plötzlich
schwang lich Pugsicsi. Conti auf das
Rednerpult, zog einen Revosver und suchtelte
damit herum, indem er sich gegen dir äußerste
ke#inke wandle. Auf das Zureden seiner K dollege n
stedte er schließlich die W wieder ein. In den
umult hinein ertönte die Alarmglocke des
Mammer. Die Räumung der Kommer, des
Sitzungssaales und der Tribenen soa i: der Wandelgänge
konnie nur langsem ersolgen. Die Türen
des Sihungssaales wurden verriegelt. Nach
dredviertelstundiger Unterbrechung murde die
Sitzung wieder ausgenommen.
Terschiedene Nachrihhlen.
Abenteuerliche Kr egsgewinne.
Die norwegische Neederei Allie 6 eellschaft Kloster
wurde im Axril 1915 mit einem M tienlapi
tal von 1 Millivn Kronen, in Antei:scheinen von
2500 Kr., gegründet. Später murde insolge gro.
ßer Kursjteigerung und der damit verkundenen
Unhandlichleit der Altien eine Eineilung in
Stücke von 500 Kr. vorgenommen. Al#s
Frühjahr 1917 die crbellses’ üt ausgelöft wurde,
standen diese Aktien auf 7500 U.8 3000 Kr.,
allo 1500 bis 1600 v. H. über dem Nennwert.
i der Siquidation wurden auf jede Altie
10 000 Kr. aurbezahl:, was a#so einem Uerdienst
von 2020 v. H. in 2 Jahren entfpricht.
Während der Zeit de: Be eitehens der Gesell.
schaft waren schen 60 v. S. Dividende verteilt
wor den. Der Wert des Alt enlapitals stieg durch
diese Riesenverdienue von 1 Million auf 20,1
Millionen Kronen.
hof- und Personalnachrichlen.
München, 20. Jannar.
Militär Mar-Josephs= Orden. Der
Kong bat den Oberleulnam Sapei Scheuring
des 16. Iuf. Regt. vom 14. Juli 1916 ab zum
NRitter des Mäknär Mar Jcephs Ordens ernamt,
well er während der Schlacht an der
Ermme in den Kämofen bei# ZSongneval durch
herverragende. von g Kröft tert Um'sicht, Ta!lraft u.
Kaliblüt'gkein zengende Führertä#igkeit und durch
das Vork ld gu#z be onderer perfönlich.r Tapfer
leit seine Kempaguse zu anpergewöh#lichen
Kamnfleistungen befähig! hat.
Münchener Neuigkeilen.
MKünchen. 20. Jannar.
Verbotene Wirkschaften. Für die
laftwirlschaften., zum Seler“ und „zum Metzgerbräu“
im Tal haben dir militärischen Stellen
Militärverho erlaßen. Der Grund für diese
Makrregel ist darin zu erblicken, daß in diesen 2=kalen
in den letzten Monaten der wilde Handel
mit Schuhen. Kleidern und militlärischen Auerüstungsgerenftänken
einen au#erordentlichen Umfang
angemnemmen hal.
Bayerische Nachrichlen.
Die banerischen Königsschlösser
wurden im vierten riegs aiit 191 von 23 400
Personen lesucht. Der Verlehr i#t gegen das
Vorjahr nicht unbeträchtlich geiliegen.
An Krie göôgesangenen sind in Bayern
am 1. Ju#nnau unlergebracht gewesen zusammen
123226 Man n zum-Mlnndknmhuper
49000Va..,scnt«nI!-u.r«!1U«qukn
Hochwosscrisndlxlsfikhwcmmuns
Hostie-Bachsan trscllckhs Lochwassernach
richten lauien aus denr verschiedenin Gegenden
Bayerns ein. Der Main und die eguis sind
Spruchwelsheu.
liicbt der icbone Rermel. londeen der Harte K##m
OIdNden lnd.
mo curelnrlt ond Forfocht anfännt,
1 vorf der innere MWert auf.
die RKuine von Sainen.
12) NRoman
aus dem Londe der „Incdenla“ von Luls Humpeler.
Ein Blick Mias, in dein er eine stumme Frage
zu lesen glaubte, hatte genugl, um die vor Fremden
so srreng geschlossenen Lippen zu öffnen.
„Seit ungefähr drei Wochen bin ich hier im
Süden, in desien wundervollem Klima ich mich
rasch erlolte. Meine Heimatstadt it Wien.
Dort lebte ich auch bieher all die Jahre meines
Lebens. Ich bin soimsagen aus Wien nicht
hinausgekommen. Mein Vater starb, ale ich das
Gomnasialsiudium vollendet hatte. Er hinterließ
meiner Muiter und mir ein nicht unbe
trächtliches Vermönen, welches mich in den Stand
seßte, mich ganz meiner Arbeit zu widmen. Meine
Eltern hätlen es gerne gesehen, wenn ich den
geistlichen Beruf ergrissen hätte, und wenn es
ihnen auch schwer fiel, daß ihr Wun sch nicht
in Erfüllung ging, legten sie mir doch nichts in
den Weg, sodaß ich meinen eigenen Ideen nach
gehen konnte. Meine liebe Mutter besonders
war es, die mich in meiner Arbeit unterstützte,
die mir half, wo und wie sie nur konnte.
k#be sie sehr lieb gehabt. Als lie vor drei
im
ständig im Steigen begrisfen. Bei Bischerg,. it
der Main über 5 Meter gestiegen. Schwere
wasserschäden werden aus dem Ihgrund * l
det. Dort hat der Schulbetrieb vielfache Sirungen
ersahren. Tie West. und Nordpfalz ist auf
vielen und ausgedehulen Strecken von Hochwasser
überflutet. Ganzbesonders ist das Bliestal slark
leimgesucht, auch das Glan und A senztal sind
weilhin überschwemml. Der gesam!e Bahnver
lehr an der prälzisch preusischen Westgrenze wurde
durch Hochwasser so slark beeinträchtigt, daß
er eingeslellt werden niußte.
Verunglückter Flieger. Am Donnerstag
nachmittags gegen 3 Uhr überflog von Osten
kommend ein Flieger die Stadt Psaffenhofen;
aus den unsicheren Bewegungen konnte man
schon erkennen, daß etwas nicht in Ordnung
war. Auherhalb der Stadt muhßte er notlanden
und dabei ging das ganze Flugzeug in Trümmer.
Der Flieger seibit üt verletzt und war längere
davongeirahen zu haben.
In ihrer Wehmung in Nürnberg wurde eine 22
Jahre alie Arberflerin let aufgefunden. Die Zimmer
waren mit Gas angefüllt. Es waren die
Hahnen der Zmmmerlampe und des Kochherdes
geschlossen, nur der Hauptleitungohahn war nicht
vollständig gef schoostn: außerdem wurde festgestellt,
daß das Rohr unter diesem Hahn defekt
war. Das dadurch ausgeströmse Gas führte den
Tod der Wohmungeinhaberin herbei.
Im NRauch erslickt. Die Dsmisler
Kreszenz Mitil in Un:erpeiching bei Rain,
Lech, zündele die im Hausgang befindlichen Vau.
schen an, um das Nrmenhaus z/ verbremnen.
Dann legte sie sich wieder zu Bett. Otebewohner
bemerkten din Rauch, worengten die Türe auf und
sanden die Zebenemäd: tot im Belte.
Durch einen Orkan getötet. Durch
einen Orkan, der in den Abendstunden des 16.
Januar in Windehei (Mittelfr.) wütete, wurde
eine Feldscheune zum Einsturz gebracht. Der
Gipsarbeiter Müllek, der in der Nähe der Schenne
Schutz suchte, rurde von ihr b.graben und
konnte nur mehr als Leiche gebore nerden.
Mordauschlag. Der auf Urlaub heimgelehrte
Landwelrmarn Michael Gräf. Alteisenländler
in der Brunenstrate in Selk, hat seine
Frau u. seine 3 Kinder, 2 Mädchen im Alter
ron 12 und 15 Jahren und einen sechsjährigen
Knaben mit der Anl erschlagen wollen und alle
vier schmer verletzt. dann int der Täter, ein fleißiger,
solider früberer Porzellandreher, der me-.
gen K rankheit den Aleisenhandel aufgenommen
und dabei ein sehr gutes Auskommen gefunden
hatte, flüchtig geganzen. Er hat offenbar im Irrsinn
gehandelt.
Zu diesem traurigen Familiendrama erfährt
man noch solgende Cineelheiten= Der Alieisenländler
Gräf trug sich * eine Zeit lang mit
Selbitmerdgedanken. einem Bekannten
äußerte er sich am Mitlwoch abends über seine
melche Unruhe nch Hause. Gegen 3 Uhr nachts
schob Gräf seine Popiere und seinen Geldbeutel
in die Wanduhr, deren Perpendikel dadurch zum
Stillstand kam, und schritt zur unseligen Tat.
Ein gebergtes Beil ergreifend, schlug er anscheinend
zuerst die ältere Tochter nieber. die man in
EEIIIIZIItJIIII
len die mit unheimlcher Wucht gefürten Sueixe
gegen die in tiesstem Schlafe lie genden anderen
sertrümmerte Sd sisftet bioßgelegt. Eine Tochter
rie nach der Mer., doch diese hörte nich
mehr. Der Totschlger, der sosort flüchlete, konn-Nle
bis zur Stunde — vich verhaftet werden.
Jaohren slarb, d a war es mir, als hãtle das Leben
leinen Wert mehr für mich. Ganz allein stand ih
da. Nur die lehzlen Werte meiner slerbenden
Mutter richleten mich immer wieder in meinem
arcen Schmerze auf: „Deine Arbeit, Harald,
denk an dein Vaterland!“ Mit diesen Worten
verschied sie, sanft und ruhig, wie ihr Leben
gewesen war.
Die Idee zu meiner Erfindung war mir gelommen,
als ich noch fast ein Knabe war und
sie versolgte mich Iag und Nacht. Um mich
sür sie voz zubereilen. siudierte ich meine Lieb-Ungswisienschaften,
Phy#fik und Chemie. Nach
langen, mühevollen Versuchen gelang es mir endlich.
als ich schon di: Professur an der Universität
erlangt halte, die Substanz, deren Spuren
ich so hartnädig rerfolgle, zu entdeden und
sast gleichzeitig die Modelle meiner Apparate
in der deträumiten Volllommenhiit berzustellen.
Kurs vor dem Tode meiner Mutter gelang mir
mein erstes pralliches Elxperiment; ich bekam
diesen Erfrig am eigenen Körper zu spüren:
lange lag ich bewuhtlos, ohne irgendwelchen
Schaden genommen zu haben. Nun bin ich so
weit, daß ich boffen darf, in etwa einem Jahre
mit meiner Ersindung in die Oeffentlichkeit tre.
ten zu können, denn es handelt sich nur noch
darum, eine größere Menge der Subitanz in
Vorrat zu schaffen und meine Apparate in gewisser
Hinsicht umgzubauen. Der Zweck meiner
Forschungen läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen:
r“* will den Greueln der Kriege
ein Ende machen, die mordernden Kanonen und
Gewehre durch Apparate ersetzen, die denselben
Zeit bewußtlos. E scheint innere Verletzungen
schwere Lage, doch begab er sich ohne irgend-
Durch ausgeürömtes Gas getötet. 3
Von den niedergeshlagenen Opfern ist nun am
Donmerstag abends die 12 Jahre alte Tochter
ihren schweren Verle ungen erlegen. Der Kleine
verschied in dieser Nacht. Während die äliteste
Tochter wieder erwacht ist, liegt di:e Frau noch bewußllos
darnieder.
Weitere Opfer des Bruchmühler
Eisen bahnung Sle. Von den bei dem
Eisenb#ahnunglück in Bruchmühlbach schwerverletzten
Persenen sind zmei weitere verstorben und
zwar der Trainsoldat M. Willinger und der #anslurmmam
Karl Will. Dadurch erhöht sich die
Zahl der Opser des Unglückes auf 22.
Bayerisches Oberland.
Uußdorf, 21. 1. Frühlingsboten.-Eine
für de jetz ge Jahre:z it #l#t ne örch iun ist in
einem Garc in Nubdorf zu betrachten, nämlich
ein Weidenbaum mit Valmlähchen und in
einem andern Garten Kno pen ven Schneeglöckchen.
.
Endorf, 18. 1. Held im Priestergewande.
Der frühere Expositus und jetzige Di-Visienspfarrer
HOugo Straßer von Hirnsberg,
der in den Kämpfen bei Verdun für's Vaterland
Ulutete, hat sich in den siegreichen Kämpfen bei
Cambrai durch seine unerschroclene Haltung in
der ersten Lnie das Eiserne Kreuz erworben.
Prien a. Ch.,19. I. Vom Roten Kreuz.
Am Donneretag u chmttnfmduu Bayerischen
o: dahler die Generalverfammlung dis Frauenvereins
orm NRoten Kreuz stat. Dem Rechen.
4. aftebericht der Do#rfteherin, Frau Apolheler
Dr. Weinhart, ist zu entnehmen. daß der Verein
462 Miltglieder zählt und vielsei.ig sich betäligt.
Dem Verein obliegt die praklische Leitung der
Suppenanstalt für zurzeit täglich über 100 Schul.
linder und entsprechende Beisteuer dazu. Seit
Kriegsbeginn wurden 65 558 Portionen Suppe
rerteilt. Gröfere Summen wurden aufgewende:
für ar me Kranle . Invali de. Wöchnerinnen sowie
für Lrebegaben in: Feld, Bekleidung von Erstkommunilanten,
Wei,schisspenken. Im Bereinslazarett
wurden seit Kriegebeginn 632 Krieger
rerpllegt. Die Auegaben be tronen 1917 21900
Mark Verpflegungegelder an die Verwaltung
des Disiriktskrankengn auses und 7116 Mk. andere
Ausgaben, die der Frauenverein besorgt. Mit
diesem Anteill be Fierfen sich de Einnahmen de?
* au 16 S04 Mk. Die Ausgaben auf
601 Mk. T# es erliche Vermogen ist 6540
8 Der Beirat des Vereins, Distriktsschulinspeltor
Frischhut, berichtet, über se ne finanzielle
Leitung der Suppenanitalt, der Ninderbewahranftalt,
ambulanten Krankenpflege, Tuberkulose-
sunsorge und Kriegesürsorge, durch welch letztere
er 8000 Mk. seit 1913 an Familsem#nterstühungen
gewähren konnte.
Breitbrunn, 19. 1. Einbruch. Es ist nicht
allzulange ber, daß in der Oberleutnant Berger-Villa
in Estadt ein schwerer Einbruchdiebslahl
verübt wurde. In der ger lregen Nacht wurde dort
wieder eingeberchen. Damals wurde cine Mannsund
eine Frauensperson in den 20er Jahren des
Diebstahls bezichtigt, aber i tonnte ihrer nicht
habhaft werden. Gend. Woechter Schmid von
Bereitbrunn ist es dieses Mal gelungen, die bei
z
Orfer. Lerzerschutterndes Wekgeschrei ertönte
und das Alut spritzte keilweise an die hohe Sinlendecke;
teilweise wurde das Gehirn durch die
diesem Einbruchdiebstahl in Betracht lommende
24iährige Frauensperson zu verhaften und in
das Amt-gerichtspefängnie Prien einzullefern;
ver Dieb wurde auch verhaftet, ist aber enisprun-Urget,
19. 1. BVrand. In der Nacht zum
Freitag gegen halb 5 Uhr brach im Anwe en des
Xarer Weiher, zum Kriechbaumer in Lochhofen,
auf blöber Unausgellärte Weise Feuer aus. A's
der Besitzer erwachte, stand das ganze Anwesen
Vereits in Flammen, sodaß so gut wie gar nichts
melrr geretiet werden konnte Lediglich das Vich
konnte noch in Sicherheit gebracht werden. Der
Zweck ersüllen, ohne zu verwunden, und ohne
zu töten. kurz, ich will der Welt die Möglichkeit
geben, das Ideal des ewigen Friedens durch unblutige
Wafsen zu erzwingen."
Balmer schwieg und sah in die schönen Augen,
die groß und sinnend auf ihn gerichtet
waren.
„Nun kennen Sie, Knädige Frau, alles Wissenswerte
aus meinem Leben und das grobe
Jiel, das ich mir gesteckt habe. Ich weiß nicht,
weshalb ich mich vor Ihnen, einer mir vor wenigen
Stunden noch ganz unbekannten Frau, so
abanos offenbart habe. — Es mußte wohl
so se
3r danke Ibnen. Herr Balmer,“ sagte Mia
leise, mit geprenter S-imme, die ihre verhaltene
Erregung verriet. „Ihr Vertrauen ehrt mich.
Nun kommen Sie, ich will Ihnen das Steinhaus
zeigen.“
Sie schritten durch den Garten zum Steinhaus
Dinüber. Mia öffnete die unversperrte Türc.
Eine dumpse, kühle Luft schlug ihnen cuitziden.
utting, Mutting, darf ich nicht mil
pSo komm, Wildfang!“
Ein großer leerer Gang nahm sie — Linler
Hand, gleich neben der Türe, war ein abgeschlos.
senes Velat, weiter rechts zwei ebensolche Räume.
Ganz rückwärts befand sich eine schwere,
verrosiete Eisentüre.
Da faßte Jlie Balmer bei der Hand und
Hlüsterte ihm zu:
„Herr Professor, da hinter dieser Türe geht's
eine Treppe hinab in den dunkeln Gang, welcher
bis unter die Ruine führt."
Vrandleider, der geprüster Schußmesster ist,
te in seinem snne auch 2 Ztr. Spren
pulver (Westfalit) Whrt, das mit pver.
brannte; da vorsi e Sprengkaplein
in #nem arlberen Ne# zaufbewahrt waren,
hatte das Abbrennen der Pülvermasse keine weiteren-
Folgen.
Bad Kölz, 20. 1. (Stiftung.) Aus Anlaß
des Goidenen Hochzeitsjubiläums des Kö-Aigepcrte
laben die flädtischen Kollegien
000 Mk. gestiftet unler dem Namen „König
20 ihel des Handweris.“ Aus den Zinsen
sollen an würdige und bedürftige Schüler der
Berufs Ffortbildungeschue Tölz Bei lien zur weiteren
Ausblldung gegeben werden
Coratwachrichlen.
Rosenheim, 21. Jannar.
Aus Achnung. im Felde. Der Schäffler
Franz Windmeier ven Rosenheim, Soldat in ei
nem Landw.-IJuf.-Reg., wurde mit dem Eisernen
Kreus 2. Klasse ausgezzichnet.
Lebensmittelversor
tag ist gegen Bezugsmarke 2
ing. Ab Mon-.
Migeffess. Kat#
see-Ersatz erhäitlich. Bis einschl. Mittwoch sind
mit Bestellmarke 3 Teigwaren zu bestellen.
D ienstag und Mittwoch ist Abgabe von Sauerkraut
im Pernlohnerkeller. Am Mit'wech wird
im Stadtlagerhaus Blankraut abzJegeben. Donnerstag
nachm. und Freitag kommt Weicht äse
nach # aemburger Art zur Abgabe. In den Feinlostgesohcsten
M. Fuchs, A. Kronberger, Frarz
Huber, M. Mayer und M. Rauscher sind Oelsardinen
per Dose Mark 1.75 erhältlich.
Spezereiwarenabgabe im Stechlladen.
Die Atgabe an die städt. Anfalke u.
Gastwirte erfolgt morgen, Dienstag, von 2 Ps 3
Uhr nachmittag.
Gründung einer gewerblichen Einkaufsgenossenschaft.
Bei außergewöhn.
lich zahlreichem Besuch wurde in der am Samstag
abend vom Allg. Gewerbeverein Rosendeim veranstalteten
Bersammlung von Gewerbetreibenden
die Zwedmäßigkeit der Errichtung genannter
Genossenschaft erörtert. Nach einleitenden
Darlegungen durch den Vorsitzenden sand reger
Gedanken= und Erfahrungsaustausch statt. Als
Ergebnis ist die vorläufig unverbindliche Einzeichnung
der unerwarteten und überraschenden
JZahl von 36 Interessenten für die Gründung
und der Beschluß einer Gründungsversammlung
am Samotag, den 26. Januar, im Case Wendl
zu verzeichnen.
Fahrp# landundbrungen, Die Bahnstation
teilt uns mit: Ab 20. Januar 1918 rreten
solgende gnentadnremn ein: Pz. 815, nun
mehr München--H. ab um 4.15, Nosenheim um
6.54, ab 7,10, Salzburg an 9,52 abds. Zwischen
Salzburg und Freilassing verkehrt an Samstagen
und Vortagen von Feiertagen ein Pz. 893.
Salzburg ab 10 40, Freilassing an 10,52 abends.
In Strecke Obing-Endors Obb., verke ehrt Zug
42 nunmehr 30 Minuten späler.
In Strecke Waserhury Inn Bhf.-Wasserburg
Inn Stadt verkehrt Zug 5 wieder i in seiner alten
Lage, Wasserburg Bhf. ab 6,55 früh.
In Strecke Thunstiis. Nuhpe ding ist Zug 33
um 10 Mimuten späler gelegt, Traunstein ab 9
Uhr abends.
Hochwasser. Der Inn führt selt einigen
Tagen Hochwasser. Die rasche Schneeschmelze,
außerordentlich begünstigt durch die laue Wi.-terung
der letzten Tage hat den Wasserspiegel um
ein Beträchtliches gehoben. Das Wasser kommt
in braungelben Wogen das Bett herabgektrieben.
So weit bis jetzt bekannt, sind ernstliche Hoch
masserschäden noch nicht eingetreten. Auch bre
Mangfall war vor acht Tagen noch ein beschei
denes, durchsichtiges Bächlein, und itt jetzt zu ei-„Möchtest
du hinuntergehen?“
„Nein, ich sürchte mich, es ist zu unheimlich.“,
Balmer lachte und laut schallte es in den
finstern Raum hinein.
Nachdem er sich alles angesehen hatte, gingen
sie wieder in den Garten zurück.
„Gnädige Frau, das Steinhaus ist für meine
Zwecke wie geschaffen. Aeußerlich wird alleo
so bleiben wie es ist, nur die Fenster muß ich
vergitlern lassen, die beiden Räume rechts vom
Gang werden das chemische und mechnische Laboratorium
abgeben und der Naum links neben
der Tür wird das Zimmer für meinen Diener
Joseph, wenn Sie erlauben.“
Mia nickte zustimmend.
„Ich würde mich ungern von ihm trennen, er
belft mir bei meinen Arbeiten und ist schon fünf
Jahre in meinem Hause in Wien. Er isl ein
lustiger, lieber Bursch, der das Leben von der
Sonnenseite nimmt. Aus Bayern gebürtig.
kam er über Salzburg und Tirol nach Wien.
G hatie das Glück, so muß ich wohl sagen,
ihm das Leben zu retien, sonst wäre er in der
Donau ertrunken und seither hängt er mit
Leib und Seele an mir. Und was die Haupt- -
sache ist, er kann schweigen.“
Sie hatten inzwischen den Garten durbk.
schritsen. Da blieb Mia plötzlich stehen, machte
vor dem überraschten Professor einen leichten
Knicks, und während es wie ein loser Schalk
über ihr Gesicht huschte agte sie:
u ##1