Full text: Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Dulcieren 
(lat.), m. [8 24, 21: Eigentliche Kochkünstler (eöqui) 
u. wirkliche Kenditeren (dulciärii). Weiss Kost. 1, 1021. 
#i##en, isiciren, tr.: versüßen. ifikaliön, 
Sisatiön, f.; —en: Versüßung. einka, 1.; —#; 
inké, f.; —(ehn: weibl. Name, zumal der Gelieb- 
ten des Don Quirote (7 d.): „Deine Tugend war 
nur eine D-e#e“ — sagr weiter Nichts als Dies: Kato 
liebte die Tugend wie Den Oukrete die schöne Alonza 
Lorenzo liebte. Beiden war es vollkommner Ernsi damit, 
aber in Beider Körfen stand es nicht so ganz richtig 
Sie war für ihn nicht mehr Alonza Lerenzo, sendern die 
Prinzessin D-e#v.Toboso. W. 3. 257; 211; 253 fl.; 
19, 317; 30, 318 2c.— Dül-Er (türk.), m., ; 
—6#: Wittwer. -Swyrct, .; —s: Wittwe (s. Awre.). 
— Dul-# (gr.), f.; —eyn: Verehrung, Anbetung 
der Heiligen, vgl. Horer-D., der heiligen Jungfrau. 
— Duleamära (lat.), f.; —8 [8 24, 11: D., 
Solänum D., eine Pfl., „Bittersüß“, auch (m.) als 
Bez. berumziehnder Quacksalber, Storger, z. B. 
von Masken: Harlekins, Sassafrasse, D-s 2c. ECarlenl. 
17, 96a. — Dul-o (ngr.), m., uvr.; -i: Diener: 
D.-sas, Ihr Diener. Püchler Sürèstl. 2, 35.— Dülfe 
(irisch), m., —; s: Bei tem schlechten D. (se nennen fie 
ren Dilllisch (s. d.] auch bäufig). Sohl Irl. 2, 432.— 
Duͤlt, f.; -en: (geth. dulths, ahd. tuld, mhd. d. — 
Fest) Jahrmarft, — mit der Umdentung auf Indult 
(s. d.). Schmeller 2, 366 ff.; Die D-en waren Märkte 
mit Ablaß= (Inrult-) Ertbeilungen. Deorient Sch. 2, 
300; Das Stattleben gleicht einer Münchener D. 
Woldau Nat. 1, 59 ꝛe. — Dültsch--az (mold.), k.; 
0: (s. Dulce) in Zucker gesottne Früchte. Ilukt. 3. 
46, 341. -e, n., —; —: Zuckerzeng. ebd. — 
1. Dum (lat.), conj.: bis, während, z. B. (von 
den Fraucn, sprchw.): D. moliüntur, d. comüntur, 
annus est, bis sie mit der Teilette fertig werden, 
dauert lange 2c. — II. Dũm (ar.), m., —: — : 
D., D.-Palme, Art Fächer-P., deren harte Frucht 
(D.= Frucht) man zu Korallen für Rosenkränze ver- 
arbeitet. falmerayer GsW. 1, 142; Erube Cb. 2, 209, 
s. Dom 4. — Dümo (russ.), f.; —s: Naths-Kolle- 
gium, -Haus: Die D. eines Ordens, Ordenskaritel 
ꝛe.; Ugw. m. od. n.: Unter der Aufsicht des D. (ces 
Startmagistrats). Sohl Sürr. 2, 66. — Dumb 
(engl. kömm), a.: stumm: D.-Jockey (sfböckil, 
„stummer Jockey“, eine dem zuzureitenden Pferd 
auf den Rücken befestigte Holzrupre. Zoler Renn. 
47; D.-Waiter suwẽrrl, „stummer Aufwärter“, 
eine Hebemaschine im Sreisesaal. Gertenl. 15, 19 3a 
2c. — Dumm - ꝑ (tommi), m., -s; -ies: Der Vierte, 
welcher den Platz des D. (Mert — s. d. — et. todten 
Mannes) einnabm lbei der Whistrartiel. pückler Züröstl. 
1, 43 2c. — Dummriän, m., —; Ze, —: dum- 
mer (s. d. as. 2a) Zan, dummer Hans rc. (ogl. 
Grebian); auch eine Pfl., Innla dysentsrica. — 
Oumpling (engl. dömrt#, m., —; —: derber 
Kloß, Purding. Pastete 2c. o#ohl Par. 2, 24; Koh# 
Engl. 1, 22. — Dun ((eelt. renn), n., —; —; 
D. bed. lin Schottland] eine mäßige Höbe, auf der ge- 
wöbnlich ein befestigter Platz lag. Ausld. 39, 945a; 
Die Erdbauten: D., der Festungshügel; Rath, das be- 
Duodecimal 
301 
festigte Derf u. Mete (s. d.). Rodenberg Ins. Heil. 1, 
39; 241 (s. Fort), ogl. Dune. — Dunalma;: s. 
Denanma. — Dunc-#e (engl. dönb), m.. uv.; —: 
s. Duns. iäde, f.; In: Satire auf Dunces ed. 
Dunse (s. d.), — ursrr. u. zunächst v. Vope: Die 
D. lLessing'e] sollte nicht bleß auf Getrsched gehen. 
Danzel 195; 418 c. — Dundrearg (engl. dönn- 
drerih, m.: Eigenn.; zur Bez. der bei den Enz- 
ländern gw. Barttracht, wenach bleß der Backen- 
bart stehn bleibt, alles Ubrige glatt wegrasiert ist: 
Mit einem Bart à la D. Schücking FrR. 1, 193: Auf 
ihren verlebten D.-Gesichtern. 290 2c. — Din- 
durmo (türk.), f.; —é: Süußigkeiten, Konfiüren. 
Elobus 5, 336a. — Dän.e (eelt. ? — f. Dun — 
od. deutsch: — s. S#s.), f.; —n: fester Sandbügel 
an der Meeresküsie, nam. „gewisse unbebaumte u. 
halbwüste Landstriche“ im Süden Englands u. an 
der gegenüberliegenden Künße in der Näbe des ra- 
nach benannten Dünkirchen (Kohl Engl. 3, 92) 2c.: 
Jü's, we der Sand der Den webt? Aendt: Ba.d 
findet sich das schnell wuchernde D-n--Gras (Elymns 
arenärius) bier ein, bekleider die Abbänge der Sanrbügel 
. u. macht .. sie fester. . Dann heißen diese Sanr- 
dämme D-n. Zurmeister Gsch. 15; 30; C. 23, 102; 
27, 13; 10, 71; 6, 6 (bilrl.); v. Ot. 5, 156 2c. 
(ĩ. Duin; Demn 2); Zrischen diesen Längen-Dn 
sind Quer-Dn. Sansen Schl. 248; Am Saume einer 
Sant-D. v. Ant. 2, 148 c.; D-n- artig;-Besing, 
Hippöphas rhamnöfdes; = Bildung; -Gebilde 
(s. auch: Dünung): . Gras (I. o.); -Halm; 
Käfer, Scarabus füllo;-Rose, Rösa eglantéria; 
Scheide (Abrtode Ger. 76) ½. -en, tr.: in Zsstzg: 
Ume·r., mit Dünen umgeben: Umreichte ed. umrüme 
Inseln. Grube 1, 207. Jenhaft, a.: dünenartig. 
G. 10, 447. ung, f.; -en: (Die Seefahrer] unter- 
scheiden D. u. Welle. .. Mit dem ersteren Ausdruck, den 
sie auch TLienung srrechen, bez. sie das Wogen des 
Oceans gegen die Windesrichtung. Die Dunen- 
gebilde des Ocerans kommen nie an den Küsien oder in 
deren Näbe ver. Jurmeiter gB. 2, 38 ff.; Ausld. 39, 
1040b; Wheine Weltr. 1,193: preuß. Erped. 1, 2 39 2c. 
— Dünia (ar.), f.; O: Welt: Zeni-D. (türk.), 
die neue Welt, Amerika. Falmetantt GĩW. 1, 80. — 
DOuns, m., Ses; -e, (en): Dummkepf, zumal 
ein dünkelbafter (s. Dance, vgl. Occam). Langbrin 
2, 217; f. 5, 37; An die Sritze aller D-e siellt Vore 
den armen Theobald. Lichtenberg 4, 284 ff.: Kerck's Br. 
2, 137; Der berühmten Den einer. l #schmidt Pret. 
Br. 119; w. 12, 160; 344; 33, 39 2c.; dazu 
weibl.: Die Dunsin. IP. 7, 205:c.; D-en-Seele. 
Alscmibt l. 1. — Oünsel: s. Dunzel. — Oünung: 
s. Düne 2c. — Ounzel, f.; -n (s. donzella): Sieh 
roch die D.! fmüller 1, 229 2c.; Die Dunsel sdas 
Menschl. Serzoni 641a.— Oll-o (lat.): 1) Zahlw.: 
zwei, z. B.: 81 d. ĩdem fäciunt, nõn sst idem, 
wenn Zwei Dasselbe thun, ist's nicht Dasselbe; 
duöbus mälis minimum eligendum ẽst, v. zwei 
Ubeln muß man das kleinste wählen 2c. — 2) n., 
—#; —s: Duett, nam. Instrumentalduett (ogl. 
Trio 2c.). -ödccim: zwölf. -odecimäl, a.; nach 
der Zwölftheilung geltend, eingerichtet 2c., vgl.: