Volltext : Sachsen-Chronik Erste Serie. (1)

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Nam  movet  et  turbat  pontumque  polumque  solumque.
Sunt  autem  primi  bis  bini,  collaterales

Octo,  globum  mundi  valide  spirando  moventes.

Eurus  vulturnus  sub  solano  famulantur

Euro  auster,  sed  et  austro  affricus  complectitur  austra
Favonio  flaute  fovet  allricus  et  corus  (statt  caurus)  illum
Circius  inde  aquilo  medio  septentrio  regnat  ?).  H.

Vielleicht  noch  unbekannte  Quellen  für  die  mittelalterliche
  Karls=  und  Konstantinssage.

Seit  längerer  Zeit  wird  neben  der  beglaubigten  Geschichte
auch  auf  die  Sagen  der  Vorzeit  und  die  aus  ihnen  geschöpften
mittelalterlichen  Romane  ein  gebührendes  Augenmerk  gerichtet.  Als
literargeschichtlichen  Beitrag  zu  diesen  Forschungen  geben  wir  folgende
  Nachricht.

Unter  den  Handschriften  der  Dresdner  Königl.  öffentlichen
Bibliothek  finden  sich  auch  zwei  kleine  Pergamentkodizes,  welche
beide  dasselbe  Kleinfolioformat  tragen,  von  ein  und  derselben  Hand,
etwa  des  14.  Jahrhunderts  Ductus,  geschrieben  sind  und  somit
dieselbe  Herkunft  haben  mögen.  «

Die  eine  Handschrift  (Schrank  I.  Nro.  52)  enthält  eine  Abschrift
  der  bekannten,  angeblich  vom  Erzbischof  Turpin  verfaßten
sagenartigen  Lebensbeschreibung  Kaiser  Karls  des  Großen,
ist  aber  reichhaltiger  als  die  bisherigen  Abdrucke  derselben,  indem
sie  beim  Anfange  schon  eine  genaue  Aufzählung  der  bei  dem  Zuge
nach  Spanien  eroberten  Städte  liefert,  und  am  Schlusse  noch
von  einem  spätern  Aufstande  der  Saracenen  unter  Altumajor  Nachricht
  giebt,  was  beides  in  den  uns  wenigstens  bekannten  Ausgaben
sich  nicht  findet.

Noch  fast  bemerkenswerther  möchte  jedoch  der  andere  Kodex
(Schrank  I.  Nro.  46)  sein.  Derselbe  betrifft  nämlich  den  ungleich
weniger  erforschten  Kreis  der  Konstantinssage  und  enthält
in  einem  überaus  unbeholfenen  Latein  die  sagenhafte,  legendenartige
  Jugendgeschichte  Kaiser  Konstantins  des  Großen  und  seiner
  Mutter,  der  nachmaligen  „Kreuzerfinderin“  Helena.

Die  Jungfrau  Heleng  wird  zu  Rom,  wöhin  sie  zur  Verehrung
  der  Heiligen  sich  begeben,  vom  Kaiser  Konstantius  bemerkt
und  gewaltsam  beschwängert.  Sie  gebiert  einen  Sohn,  Konstantin,
  und  lebt  unbekannt  und  als  stabularia  1)  mit  demselben  in

9  Es  würde  schwer  fallen,  davon  eine  wirkliche  Uebersetzung  zu

eben.
1)  Eine  Wirthin,  welche  Stallung  hält.  Der  Ausdruck  kommt  zuerst

beim  Augustin  vor.