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Der Heilige Krieg aller Muselmanen gegen den Dreiverband.
Das Ringen in fFlandern. — Weitere Fortschritte in nordfrankreich. — vor einer Sceschlacht der russischen mit der deutschen Flottc. —
englands Uebergriffe in der Nnordscc. — bdic einschließung von Przempsl. — Reuc ötterreichische erfolge in Serbien. — 6robe Kricgsbegeisterung
in der Türkci. — die türkischen Sicge im Kaukalus. — Frankreichs not in marokko. — Eln
Die Kriegslage.
WITB. Berlin, 15. Nov. Großes Hauptquartlier,
15. Nov., vormitlags.
Die Kämpfe auf dem rechten Flügel zeitigten
auch gestern, durch ungünstiges Wetter beeinflußt.
nur geringe Fortschritte. Bei dem
mühfamen Vorarbeiten wurden einig: Hundert
Frauzosen und Englander gesungen und zwei
F
Maschinengewere erbeutet.
Im Argonnerwalde gelang es, einen starlen
–..." —
frauzösischen Stützpunkt zu sprengen und im
Sturm zu nehmen.
Die Meldung der Franroien, sie hätten eine
deutsche Abteilung bei Coincourt (südlich Marsah
in Unordnung gebracht, ist erfunden. Sie
hatten vielmehr hier erhebliche Verluste, während
wir keinen Mann verloren.
Im Osten dauern an der Grenze Ostpreußen
und in NRussisch Polen die Käubse sorl. Eine
Eutscheidung ist noch nicht Ne
Osterste Hceresleitung.
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Die Ergebnisse einer Woche.
Verlin, 15. Nov. Welche beträchtliche
Zahlen sich ergeben, wenn man die anschei
nend lleinen Erfolge, wie sie Tag für Tag
gemeldet werden, zusammemimmt, geht aus
der nachstehenden Zusammenstellung nach den
Berichten unserer obersten Heeresleitung hervor.
Darnach sind in der abgelaufenen Woche
über 15 000 Gesangene in West und Ost gemacht
und 6 Geschütze und 69 Maschinengewehre
erbeutet worden. Bei der schwierigen,
langsamen Art, die der Krieg jetzt aufweist,
sind das gewiß beachlenswerte Erfolge.
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Vom westlichen Keiegsschauplaß.
Das Ringen in Flandern.
Rotterdam, 15. Nov. Die Deutschen
sehen ihre Angrifse unaufhörlich Tag und Nacht
in der Richtung südlich von Roulers sort. Sie
sperren behauptete Wege nach Blankenberghbe,
eebrügge und Lissewighe, um eine Umgehung
bindern
sländig Verstärtungen an. Pferde und Mannschaften
machen gewaltige Anstrengungen,
schweres Geschütz nach Dpern zu bringen. Besonders
heftige Kämpfe sind südlich VBpern im
Gange. Unter dem Schußz der dort aufgestelllen
deutschen Artillerie gingen preußische Gardeabteilungen
vor und taten sich besonders im
Kampf gegen die hartbedrängten Engländer
hervor. Seit dem Falle von Dirmuiden nehmen
die Deutschen ohne Jweifel eine viel bessere
lellung ein als porher. Das Ziel der deut-
schen Offenfive scheint vor allem zu sein, die
Engländer aus ihren Stellungen zu vertreiben
und gleicheitig die Belgier abzuschneiden. (J.)
Rotterdam, 13. Nov. Ein amtlicher englischer
Bericht meldet: Die preußische Garde
——————————————x
hat am 11. November vor Dpern einen wütenden
Angriff auf unjere Truppen gewagt, die
—m — — — —— —
sckon durch frühere Infanterieangriffe geschwächt
worden naren. Die englischen Truppen waren
drei Stunden bindurch einem schredlichen Bom-
bardement ausgeselit und gleich danach ging die
— — — —
erste und me#ite Brigade der preußziichen Garde
....——-zum
Angriff über, der mit größlem Mut und
.. — — — —
mit Hartnätdialeit durchgesübrt murde. Der
Apern einzubrechen, vereitelt.
doch gelang es den Deutichen an drei Stellen,
Linie iu durchbrechen. Sie wür
Versuch, in wurde
die englische
den oech verhindert, weiteres Gelände zu gewinnen.
(.I3.)
Wi. Amnerdam, 15. Nov. „Telegraaf'
meltet aus Sluis vom 1.1. November: (Leuein
abend begannen an der Küst die Kandenen
donnern, nachdem in der letzten Heit Stüle 6#
herricht hatte. Gleichi#eieig wurde auch un de:
Front in der Umgebung von Lombardzyde und
Nicupxort gelämpft. Die See slurmt, lalrer
Wind fegt uber die * en und die Ebene. Gleich.
wohl wurde hartnatig gelämoft. Nacht- r
gann ein heftiges Unweiter. Krachender Doannen
mischte sich in das Getöfe der Geschutze.
St. Omennd Armentieres vor der
Acbergabe.
Amsterdam, 1d. Nov. Der Uebergang
deutscher Truppen über den Kanal an fünf
Stellen dauert an. Die Forts von St. Omer
und Armentierer lehen vor der Uebergabe. (.).,
Engli sche Flieger.
WiI. Brüssel, 15. Nov. Die Brufseler
Zeilung Le Belge meldet: Ein englischer Flie
ger warf uber Courtrai eine Vombe ab, welche
15 Pertonen in der Stadt tötete.
VLord Roberts
WIII:. London, 15. Nov. Amtlich wird
mitgeteilt, euß, Lord Roberts gestorben ist. Er
besand sich in Franlreich zu Besuch bei den indischen
Truppen, deren Oberbefehlshaber er war.
Am Donnerstag zog er sich eine Eriällung zu,
aus der sich eine Lungenent ndung entwickelle,
der et clag.
Die Differenzen zwischen Belgien
und England.
Berlin, 15. Nov. Die „Hamb. Nachr.“
meiden aus Brüssel: Aus bester Quelle kann
bestätigt werden, daß zwischen Belgien und England
sehr ernste Difserenzen bestehen. Es teißt,
daß jeder perfönliche Verkelr zwischen König Albert
und der englischen Heeresleitung aulgehört
habe. Die Engländer versuchen, unter allen
Umständen die mit Deutschland gewünschte direkte
Verständigung zu verhindern. (JZ.)
Wierereine Lügenmeldung.
WiIh. Verlin, 15. Nov. (Amtlich.) Die
Nachricht ausländischer Blätter, daß einer der
denischen 4% Zemimeler Mörser explodiert sei
und die Explosion großen Schaden angerichtet
habe. i#l, wie amtlich se stnaeimellt wird, vollständig
erfunden.
ciner Seeschlacht in
der Östsec.
Won. 16. Nach Kopenhage
der Blatiern hat die ruffische Flotle min Kurs
Verlassen, der
deutschen Floite eine Sceschlacht zu liefern.
In Erwartung
Berlin, Nov.
nai Sudwest Helingiors um
Vernichtung eine- japanischen
Torpedobootes.
MIIRNfTofio, 15. Nov. Amtlich wird bericktet:
Cin japanisches Torpedoboot ist beim
Minemuchen in der uhi von Kilüurschau durch
à
nme Mine zum Sinten gehract worden.
Der Kampf zur See.
Die nordirchen Lander gegen die
englischen Schilanen.
WII:i. Stocholm. 15. Ner. Dir Presse
ihrichi ihre Genugiuung u den einjamen
Auftreten der flandinarischen Lander gegen die
Finderungen der friedlichen Scefami aus. Ge
sei erfreulich, sagt das „Slodhiolme Dagkbiad',
daß diese VGemein#l ai#t auf eine Initiative von
Süweden zurüc uführen sei. Der amtliche Ve
richt sagt ni#hl, aui welche M.:5 zregeln er es
abgesehen Dat, aber unsweiselllaft hat in erster
Reihe die ungeheure englische Absperrung der
Nordsee den protefltierenden Regierungen be
jonders vorgeschwekt.
W' Washington, 15. Nov. Iunfolge
der Vorstellungen von Dänemark,. Holland.
Schweden und Normegen, daß ihr Handel mit
Amerika durd die Minen in der Nordice außerbalb
der territorialen Gewässer gelähmt sei.
hat der stellvertretende Sekretär des Staale
departemente den britischen Botschafter um
sormation in dieser Angelegenheit gebeten. Dieser
hatie jedoch leine Information zu gelen.
Englische Kreuzer durch deutsche Geschütze
beschäoigt.
Genf, 15. Nov. Die deutschen Geschütze an
der belgischen Kuste haben nach Pariser Meldungen
auf den englischen Schissen größeren
Schaden angerichtet, als die englische Admiralität
ugab. Man glaubt, daß die Kreuzer
„Falcon“, „Brillant“ und „Rinaldo“ unbrauchbar
geworden sind. (J3.)
An Strano getriebene Minen.
Amsterdam, 15. Nov. Von vielen Punl
ten dex Hollandischen Külde kommen Aachrichten
japanisches Torpedoboot vernichtet.
über ctlicke an den Strand getriebene englische
Minen, die bei den lettt ägi gen heftigen Stürmen
losgeri'sen wurden. In Siellendam wurden
drei. in Vlüsingen zwer. in Domburg eine,
in Koog eine, in Nieuwe Sluis zwei, in Zoeichduinen
zwei Minen an Land getrieben. Sie
bilden eine schwere Cefahr für die Küste und die
Schiifahrt. (0).)
* *
*
Nom öfllichen Kriegsschauplaß.
Die Russen in Polen.
Petersburg, 14. Nov. De r#7
Wremia“ wird von millitärisdhrer Seite cellä
Neue große Oreratienen in Poien seien kncn it
unmöglich, da die runischen Truppen reorgani
jiert werden massen. Dagegen sei auf ein: Ope
ration in Ostrreußen zu rechnen. (Z.)0
Französische u. tussische Schandkalen
Französische
WIN, Wi 14.
Barbaren.
Nov. Na, Verichten von
wieitbee Ken ici (Sescklleht##, die als fran
ilscker Cefanneiba zurnagetert ind, waren.
Föu durch den Griegsausbrucnuuberraichten feindüchen
Stazglsangehörigen auf dem Wege zu
dem Gesangenenlager und „w end der Gefangenischaft
der rohesten Velandlung ausgeseßt.
Die nach vertrauenswürdiz een lildelungen auf
genommenen Pratokolle wurten der amerikanichen
Bosschaft zur Wei: ergabe an die ameri
lanische Volich at in Frankreich ubergeben, damit
das ot - d« tsc« angenen dort nach Mög-=in
leit eri inrtert werde. In dern Pro:ololl heiizt
unter anderein: Einde Hundert Personen,
7 Manner, Frauen und Kinder. haben
die Fahrl bon Luy#nad. Sharrrente unter Be
wachung von Soldaten und begr eitet von loh
lendem Pel#emitdemacht. Hierbei wurde ein
eiwa 70 jähriger Mann bnäflihlich von dem
Pobel zu Tode getreten. Bor den Augen der
ubrigen Criangenen murden jungen Mädchen
die Kleider vom Leibe geritsen oder rabgesch nillen,
so daß sie beinahe nadt den Leidensweg
bis zu denm Bestimmungsort ihrer Internietung
antreten musten. Mochnerinnen wurden auf
dar uUnmenschlichste behandelt. Weder ärxztliche
Oilfe, noch ein Tropfen Milch, noch sonst eine
Erteichternng wurd- ilnen gewährt. Sie wur.
ken ebemo wie allr anderen Gefangenen rohen
1 * gseinen Soldbaten zur Obhut übergeben.
Die Nalung bestund aus altbackenem Brot,
schlechtem Waiser und Fleisch von abnestandenem
Vich. Andere Einzelheiten uber die
„Kauen und Mädcken zugefügten Beleidigungen
lassen sich nicht wiedergeben.
Russische Barbarei.
Berlin, 14. Nov. Ein besonders schroffes
Beispiel barbarischer Kriegeführung haben uns
lurelich die Nussen bei Tomassom in Polen aeneren.
Amtliche Ermittlungen uber die Wahrnehmung,
daß die Russen feindliche Einwohner
gir Kugelfänge vor sick hertreiben, um un.
jeren Truppen das Feuer unmöglich zu machen,
zuhrten zun folgendem Ergebnis: Das Land.
nn Ravallerie Regiment Nr. meldete am
Oltaher den Armer Obertommanda dient-