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arrivé sur votre chemin et quil vons coupé votre retraite.» (Das
ist das verabredete Zeichen des Marschalls Soult, durch welches er mir an—
kündigt, daß er auf Ihrer Straße angekommen ist und Ihnen den Rückzug
abgeschnitten hat.)
So wurde der unglückliche Fürst betrogen. Er versammelte die Generale
und Stabsoffiziere vor der Front des 1. Bataillons Möllendorf, schilderte
ihnen die Lage, wie die Franzosen und Massenbach sie ihm dargestellt hatten,
und fragte sie um ihre Ansicht. Seinem persönlichen Gefühle nach, sagte der
Fürst, würde er lieber mit den Waffen in der Hand sterben, als in seinem
Alter noch seinen Ruhm mit der Schande einer Kapitulation beflecken; er habe
genug gelebt, da er diesen Tag habe sehen müssen, der die Arbeit so vieler
Jahre zerstöre; aber wenn um seines Ruhmes willen das Leben so vieler Leute
geopfert werden sollte, sei es redlich gehandelt, den persönlichen Ruhm der
allgemeinen Wohlfahrt nachzusetzen.
Sehr zur Unzeit kam in diesem Angenblick von dem Obersten von Hüser,
dem Chef der Artillerie des Corps, die Meldung, daß es der Infanterie bereits
an Taschenmunition fehle und für die Geschütze nur noch sechs bis acht
Schuß vorhanden seien.
Der Fürst bezeichnete darauf noch einmal die Kapitulationsbedingungen,
welche die Franzosen angeboten hatten, nämlich: Abzug der Offiziere mit Waffen
und Gepäck gegen Ehrenwort, in diesem Kriege nicht mehr gegen Frankreich
zu dienen; die Unteroffiziere und Gemeinen mit Ausnahme der Garden sollten
als kriegsgefangen nach Frankreich abgeführt werden, die Garden Potsdam als
Aufenthaltsort angewiesen erhalten; die Gewehre sollten nicht gestreckt werden,
sondern nur zusammengesetzt sein.
„Meiner Meinung nach,“ schloß der Fürst, „ist es meine Pflicht, diese
Bedingungen anzunehmen. Ist aber einer unter Ihnen, meine Herren, der die
Sache anders ansieht, der noch ein Mittel zu unserer Rettung weiß, der trete
vor und sage es, ich will sehr gerne seiner Meinung sein.“" — —
Der alte Fürst war durch den Bericht Massenbachs und die Lügen der
Franzosen irregeführt worden; er glaubte nur seine Pflicht als Soldat und
als Mensch zu erfüllen, wenn er so redete und handelte; aber es war zu verwundern,
daß in dem Kreise von einsichtsvollen und ehrenwerten Männern, die
ihn umstanden, nicht einer den Mut zeigte, dem Phantom von hunderttausend
Köpfen, das Murat heraufbeschworen hatte, herzhaft zu Leibe zu gehen. Ein Beispiel,
ja nur ein kundgegebener Wille, ein Wort würde auch auf die anderen
gewirkt und vielleicht die ganze Armee mit fortgerissen haben. Das Muratsche
Lügengespenst wäre dann in ein lächerliches Nichts zerstoben und dem Vaterlande
viele Schande erspart geblieben, wenn nur ein Mann sich gefunden hätte. —
„Er trete auf; ich will seine Meinung im voraus adoptieren,“ wiederholte
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