Metadata : Grundzüge der deutschen Schulgesetzgebung.

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Einheitsschule,  in  der  jeder  nach  Fleiß  und  Begabung  aufsteigen  kann
und  in  der  auch  aus  den  Schulen,  die  keinen  fremdsprachlichen  Unterricht
  erteilen,  noch  ein  Weg  in  weiterführende  Bildungsanstalten  bis
zur  hochschule  hinauf  führt,  wird  und  muß  kommen.  Jede  Schulstraße
  muß  bis  auf  den  Gipfel  führen,  so  verschieden  der  Weg  im
übrigen  auch  sein  mag.

Die  tatsächliche  Derfassung  der  Dolksschule  in  Deutschland  entspricht
  den  geltenden  gesetzlichen  Grundlagen.  Uur  in  wenigen  deutschen
  Staaten  sind  die  „niederen“  Schulen  wirkliche  Dolksschulen,  d.  h.
Schulen,  aus  denen  ein  direkter  Weg  in  alle  mittleren  und  höheren
Unterrichtsanstalten  führt  und  neben  denen  öffentliche  Standesschulen
nicht  bestehen.  Eine  Dolksschule,  die  wenigstens  auf  der  Unterstufe
keinerlei  Gliederung  nach  sozialen  Unterschieden  kennt,  haben  im
Deutschen  Reiche  nur  Bayern  und,  für  den  Unterricht  der  Knaben,  die
preußische  Drovinz  Westfalen.  In  allen  anderen  deutschen  Staaten
und  preußischen  Provinzen,  hier  mehr,  dort  weniger,  ist  schon  die
Erundstufe  der  Dolksschule  durch  Ueben=  und  Dorschulen  aller  Grt
zu  einer  verschämten  Krmenschule  gestempelt.

Daß  es  in  manchen  Staaten  des  ZKuslandes  nicht  nur  tatsächlich,
sondern  auch  grundsätzlich  anders  ist  und  selbst  in  der  Gesetzgebung  ein
anderer  Standpunkt  vertreten  wird,  ist  bekannt.  Die  österreichische
„allgemeine  Dolksschule“  ist  die  Grundschule  für  alle  weiterführenden
Lehranstalten,  trotzdem  das  Gesetz  davon  nichts  enthält.  Das  amerikanische
  Schulwesen  hat  sich,  trotz  aller  Sreiheit,  in  der  ganzen  Union
so  entwickelt,  daß  aus  der  Primary#  School  und  Grammar  School
ein  direkter  Weg  in  die  High  School  und  in  das  College  führt.

Die  amerikanische  Schule  ist  in  ihrem  ganzen  Umfange,  durchweg
  bis  zum  15.  Jahre  hin,  der  Unterbau  der  höheren  Schule.

„Sie  ist  die  gemeinsame  Bildungsstätte  für  alle  Klassen  der
Bevölkerung.  Es  kann  als  Grundsatz  und  Regel  gelten,  daß  die  begüterten
und  die  in  hervorragenderen  Stellungen  lebenden  Kmerikaner  ihre  Kinder  in
die  Volksschule  schicken,  als  undemokratische  Kusnahme,  daß  die  jungen  Republikaner
  Privatschulen  übergeben  oder  von  hauslehrern  unterrichtet  werden.
  Selbst  die  Schüler  der  Privatschulen  sind  sehr  häufig  mehrere  Jahre