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sigeant" erscheint ein Artikel, welcher das Verlangen der „Republique
Francaise"“ nach „einer starken und stetigen Regierung“ heftig erwidert.
Es heißt darin:
„Ihr wollt Boulanger los sein, wir rufen laut: er muß bleiben!.
Wer nicht für Boulanger ist, ist für die Invasion. Wir wollen, daß Boulanger
bleibe und Flourens fortgejagt werde. Frau Flourens ging zum
deutschen Botschafter, um ihm eine im Hirn ihres Mannes entstandene Mitteilung
zu machen. Wie kann also Flourens Minister bleiben. Man muß
ihn schleunigst aus dem Kabinett hinauswerfen.“
Der Grund zu dem Zerwürfnisse beider Minister ist eine Erzählung,
die allgemein für wahr gehalten, aber von Boulanger abgeleugnet wird,
nänlich daß dieser, ohne den Minister des Aeußern und das Kabinett zu
feagen, an den Zaren einen Brief habe senden wollen. Flourens erklärte
as für unstatthaft, die Minister treten auf seine Seite. Die Mitteilung
davon soll Flourens durch seine Frau, diese sie durch die Gemahlin des
deutschen Botschafters erhalten haben.
8.—13. März. (Lesseps.) Aufenthalt des Grafen v. Lesseps,
des Erbauers des Suez= und des Panama-Kanales, in Berlin zum
Besuche des Botschafters Herbette, dem er das Großkreuz der Ehrenlegion
im Namen des Präfidenten überbringt.
Lesseps wird vom Reichskanzler, später auch vom Kaiser und der
Kaiserin enpfangen und in sehr auszeichnender Weise behandelt.
Auf der Rückreise durch Köln äußert er aus den Gesprächen über die
politische Lage mit den leitenden Kreisen, daß der Friede in jeder Beziehung
Küihert sei, und erzählt den Berichterstattern in Paris aus den Aeußerungen
ismarcks, dieser habe gesagt: „Niemand wünscht den Frieden mehr als ich.
Und dabei versucht man mich als einen Mann des Krieges hinzustellen.
Einen Augenblick habe ich allerdings geglaubt, daß es losgehen und daß
ich gezwungen sein würde, meine Waffen auszupacken und mit den Meinigen
den Weg nach der Grenze einzuschlagen. Denn wenn ich einerseits den
Frieden mit Feankerih über alles wünsche, so werde ich anderseits mit verdoppeltem
Eifer in den Krieg gehen, wenn Frankreich uns angreift oder
bedroht. Grade dieser Haltung, von der ich niemals abgewichen bin, Ichreibe
ich meine Beliebtheit in Deutschland zu. Nicht ich habe Elsaß-Lothringen
verlangt, sondern unsere Militärs, die erklärten, daß Metz und Straßburg
zur Sicherheit unserer Grenzen unentbehrlich Fien . . . „Wenn Sie Herrn
Grevy sehen werden, so sagen Sie ihm, daß ich die höchste. Achtung vor
seinem Charakter habe und daß ich von seinen großen Verdiensten um Frankreich
fest überzeugt bin. Ich betrachte ihn als einen Mann der Vorsehung,
und ich bezweifle, ob ein anderer als er in den schwierigen Verhältnissen, in
denen 4 h Frankreich oft genug befunden hat, so mäßigend und friedenstiftend
hätte wirken können, ohne sich dabei den Anschein einer unmittelbaren,
Einmischung in die innern oder äußeren Verhältnisse seines Landes
zu geben."“
Lesseps fügt hinzu, der Krieg sei einmal zu befürchten gewesen, jetzt
aber alles wieder beruhigt, den Bericht über seine Reise könne er in das
Wort „Frieden!“ zusammenfassen.
Bei seiner Rückkehr wird Lesseps von Flourens und Goblet
empfangen, die sich sehr befriedigt über seine Mitteilungen äußern.
Die Presse hingegen, welche anfangs die dem berühmten Lands-